DRR News – Wirbelsturm-Saison 2018 – Aktuelle Updates

17.09.2018

„Florence“ setzt große Landesteile unter Wasser

Auch wenn der Sturm durch ist, die Gefahr durch die Überschwemmungen bleibt. Seit dem vergangenen Freitag sind über 1 Meter Niederschlag gefallen. Selbst Städte, die 150 Kilometer im Inland liegen, melden großflächige Überschwemmungen. Sturm und Wasser haben 17 Menschen das Leben gekostet. Der Regen fällt weiter, dementsprechend sind nach wie vor um die 800.000 Menschen ohne Strom. Mit den Aufräumungsarbeiten und der Wiederherstellung der Elektrizität kann aber erst nach dem Rückgang der Überschwemmungen begonnen werden.

„Mangkhut“ – Schneisen der Verwüstung und viele Todesopfer

Die Behörden auf den Phillippinen sprechen von mindestens 25 Todesopfern. Der Sturm, der mit über 250 km/h über den Norden des Landesweggerast ist, löste Erdrutsche aus, entwurzelte Bäume, und zerstörte Häuser. Von den Stromausfällen sind immer noch rund 4 Millionen Menschen betroffen. Viele Bereiche sind immer noch von der Außenwelt abgeschnitten, so dass sich Schadens- und Todesmeldungen immer noch erhöhen können.

Am Wochenende waren Macao und Hongkong betroffen. Auch hier gab es zwei Tote und um die einhundertverletzte Personen. Der Sachschaden ist in beiden Städten groß. In Hongkong sind wohl um die 600 Straßen blockiert. Bäume und Gebäudetrümmer müssen aus dem Weg geräumt werden. Auf dem südchinesischen Festland sind fast zweieinhalb Millionen Menschen evakuiert worden.  Trotzdem sind bisher wohl vier Todesopfer zu beklagen. Detailinformationen dringen aktuell aber nur sehr spärlich und selektiv an die Öffentlichkeit.

15.09.2018

„Florence“-Gefahren bleiben

Nach dem Erreichen des Festlands in North Carolina hat sich „Florence“ weiter abgeschwächt und läuft jetzt in der Kategorie tropischer Sturm. Die Gefahren durch seine langsame Fortbewegung und die unglaublich großen Wassermassen, die er mitbringt, bleiben. Auch in den nächsten Tagen könnten noch große Teile der Carolinas sowie Randgebiete in Virginia und Georgia überflutet werden. Metteorolgen befürchten, dass die Regenmenge der nächsten 2-3 Tage den regulär fallenden Niederschlägen von etwa 8 Monaten entsprechen könnte. Mindestens 5 Todesopfer sind zu beklagen. Rund 800.000 Menschen haben keinen Strom.

„Mangkhut“ bringt tödliche Gefahren mit

Mit Windgeschwindigkeiten von über 255 km/h ist der Taifun „Mangkhut“ über den Norden der Phillippinen hinweggezogen. Es gab Zwangsevakuierungen für rund 800 Tausend Bewohnerder Region. Es wird gewarnt vor begleitenden Flutwellen in einer Höhe von bis zu 14 Metern. Das, ähnlich wie bei Florence“ den Sturm begleitende Regenband ist, mit fast 900 Kilometern, hier besonders breit: Eine große Gefahr für die Infrastruktur und die meisten Häuser, die überwiegend in Leichtbauweise erstellt sind. Die Zahl der Obdachlosen, wird hoch werden. Beim letzten großen Taifun im Jahr 2013 lag sie bei 4 Millionen Menschen.

„Mangkhut“ zieht inzwischen weiter übers Chinesische Meer und könnte auch Macao und Hongkong heimsuchen.

Archivbild – Photocredits: NASA/NOAA GOES Project

14.09.2018:

„Florence“ Landfall

Der Hurrikan Florence hat Land erreicht. Der sogenannte „Landfall“ war in Wrightsville Beach bei Wilmington. Die Regenfälle gehen weiter. CNN berichtet, dass bereits 400.000 Menschen von Stromausfällen betroffen seien. Von den Überschwemmungen sind sowohl die „Outer Banks“, als auch New Bern im Hinterland. Hier stehen die Wassermassen in einer Höhe von 9 Feet, das sind knappe 2 Meter 75.

„Florence“ – Weniger Wind, mehr Wasser

Die ersten Ausläufer von Hurrikan „Florence“ haben inzwischen die Küste erreicht. Die Windstärke hat inzwischen etwas nachgelassen. Die Kategorie 1 bedeutet aber immer noch Windgeschwindigkeiten bis 150 km/h. Stattdessen ist die Überschwemmungsgefahr weiter gestiegen. Meteorologen befürchten, dass sich der Wirbelsturm über Tage vor der Küste „festsetzen“ könnte, ohne an Land zu gehen. Er bewegt sich aktuell nur noch mit 10 Kilometern pro Stunde auf die Küste zu. Die Folge davon wären tagelange, gewaltige Niederschläge. Die Überflutungen nehmen zu. Teile der Barriere-Inselkette der „Outer Banks“ in North Carolina wurden schon überspült. In vielen Regionen gibt es schon keinen Strom mehr. Bereits 110.000 Haushalte erhalten keine Energie mehr.

Der „Landfall“ könnte in der Nähe der Stadt Wilmington, N.C. geschehen. Dort wurde inzwischen ein Kernkraftwerk vorsorglich vom Netz genommen.

Die geografische Bandbreite mit heftigem Regen betrifft inzwischen große Teile der amerikanischen Ostküste von Washington D.C. im Norden bis in den Süden des Bundesstaats Georgia. Selbst die nur wenige Kilometer südlich von Washington befindliche Stadt Alexandria meldet schon Überschwemmungen. Betroffen sind natürlich auch viele Sehenswürdigkeiten und Reiseattraktionen. Die Stadt Charleston könnte große Schäden davon tragen, genauso wie die Infrastruktur der vorgelagerten Inseln. Auf den Outer Banks sollte Ende September ein neues Museum für die Brüder Wright eröffnet werden. Dieses Haus für die Flugpioniere musste man jetzt dem Sturmschicksal überlassen. Auch der Infrastruktur großer Seebäder, wie zum Beispiel Myrtle Beach in South Carolina, droht erhebliche Gefahr durch Wind und Wasser.

Myrtle Beach in der Sonne

„Isaac“ zieht weiter

Der Sturm hat sich inzwischen weiter abgeschwächt. Heftige Regenfälle sind auf den Kleinen Antillen gefallen. Die Windgeschwindigkeiten liegen bei 80-90 Kilometern pro Stunde. Die Sturmwarnungen für Antigua und Barbuda, St. Croix, Dominica, Guadeloupe und auch Martinique bleiben aufrecht. Regenfälle betreffen auch die Dominikanische Republik, Haiti und Teile der US Virgin Islands. Der weitere Weg des tropischen Sturms dürfte auch Jamaica betreffen. Hier wird der Sturm vermutlich am frühen Montag (Ortszeit) eintreffen. Ob er sich über dem karibischen Meer wieder verstärkt ist noch nicht absehbar.

Heftiger Regen und Überschwemmungen betreffen die Kleinen Antillen. Hier: Antigua bei gutem Wetter

„Mangkhut“ bedroht das Chinesische Meer

Bei dem Taifun handelt es sich um einen Monstersturm der Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten um 250 km/h.  10.000  Menschen wurden auf den Phillippinen bereits evakuiert, 10 Millionen Menschen sind potentiell vom Sturm betroffen.  Der „Landfall“ des Sturms wird in einer bergigen Region nordöstlich von Luzon erwartet. Der weitere Weg von „Mangkhut“ dürfte in den nächsten Tagen auch Macao und Hongkong betreffen.

13.09.2018:

„Florence“ – Wind lässt nach, Überschwemmungsgefahr bleibt

Es gibt immer gute und schlechte Nachrichten. Es mag gut sein, dass sich nachAngaben des „National Hurricane Centers“ die Stärke von „Florence“ etwas reduziert hat. Der Hurrikan ist aktuell nur noch mit Stufe 2 kategorisiert. Eine große Gefahr bleibt aber. Man erwartet große Regenmengen und damit Rekordfluten und eine erhebliche Überschwemmungsgefahr für den gesamten Küstenstreifen von North und South Carolina. Meteorologen vermuten dass sich der Weg von „Florence“ und damit auch die Region des „Landfalls“ nur noch gering verschieben wird. Bei der gegenwärtigen Berechnung steht aber fest, dass nicht nur Wohnbereiche betroffen sein werden. Dort befinden sich auch zahlreiche Sondermülldeponien und sechs Kernkraftwerke. Die Katastrophenschutzbehörde FEMA schließt aber eine Gefährdung der Atomkraftwerke derzeit aus.

„Isaac“, als Hurrikan gestartet, wurde inzwischen zum „tropischen Sturm“ herabgestuft. Bedroht sind aktuell insbesondere die Inseln der kleinen Antillen. Sturmwarnungen wurden ausgegeben für Antigua, Montserrat und St. Kitts and Nevis.

12.09.2018:

Die Stürme kommen näher

Der Zeitdruck für die Bewohner an der US – Südostküste steigt. Hamsterkäufe haben die meisten Supermärkte inzwischen meist leergefegt. Vor Tankstellen bilden sich die üblichen Schlangen und der Treibstoff wird zuhends knapp. In den sozialen Netzwerken reicht man Tipps weiter, wie beispielsweise Milch oder andere verderbliche Güter in der Waschmaschine aufzubewahren und diese vorher mit Eiswürfeln zu füllen. Hält frisch und das schmelzende Eis läuft in den Abfluss. Selbstverständlich taucht auch der Tipp auf, die Badewanne mit Wasser voll laufen zu lassen um Wasser zu haben, falls neben der Strom- auch die Trinkwasserversorgung ausfällt. Die Behörden haben inzwischen begonnen eine Massenevakuierung aus den betroffenen Regionen durchzuführen. Zwangsevakuierungen stehen unmittelbar bevor. Betroffen sind etwa 5,4 Millionen Menschen. Im weiteren Umkreis sind zusätzliche 4 Millionen Bewohner betroffen.

Hurrikan „Florence“ soll nach Berechnungen des „National Hurricane-Centers“ bereits am Donnerstagmorgen auf Land treffen. Es könne einer der stärksten Wirbelstürme der letzten 30 Jahre werden. Man erwartet Windgeschwindigkeiten bis zu 250 Kilometern pro Stunde. Das wäre die höchte Wirbelsturmkategorie 5. Ein Großteil der Flughäfen in der Region ist inzwischen nur noch bedingt erreichbar, bzw. schon geschlossen. Reedereien leiten ihre Kreuzfahrtschiffe von beliebten Routen in Richtung Bahamas und Bermudas weg, um den Sturm zu umgehen. Airlines verzichten auf Umbuchungsgebühren für Flüge, die von „Florence“ betroffen sein könnten. Der Flugzeughersteller Boeing fliegt aktuell brandneue Maschinen aus seinem Werk in South Carolina in Richtung Westküste, nach Everest im Bundesstaat Washington, aus, um sie vor Beschädigungen zu schützen.

Barriereinseln besonders gefährdet: Strand bei Ocracoke, auf den Outer Banks in North Carolina

Fast schon unbemerkt von der großen Berichterstattung über „Florence“, zieht Sturm „Isaac“ unbeirrt in Richtung Karibik und Venzuela. Besonders bedroht ist die Region DominikanischeRepublik, Puerto Rico und die südlich davon liegenden kleineren Inseln wie St. Maarten, Antigua und Barbuda etc. Dort gab es bereits im letzten Herbst erhebliche Sturmschäden und Todesopfer durch „Hurrikan „Maria“.  Die entsprechenden Flugwarnungen mit Gebührenverzicht bei Umbuchungen gibt es inzwischen auch schon für Airports in Puerto Rico und in der Dominikanischen Republik.

11.09.2018:

Dem Südosten der USA droht jetzt Gefahr von „Florence“

Inzwischen bewegt sich Hurrikan „Florence“ auf die Küste von South Carolina, North Carolina zu. Sogar die Küstenregion von Virginia könnte betroffen werden. Aktuell liegt seine Windgeschwindigkeit bei rund 195 Kilometern pro Stunde. In den betroffenen Regionen ist inzwischen der Notstand ausgerufen worden, Evakuierungen für über eine Million betroffene Menschen sind vorbereitet und werden in den nächsten Stunden anlaufen. „Florence“ bewegt sich aktuell mit der nur sehr geringen Verlagerung von nur 11 Kilometern pro Stunde auf die Küste zu. Das Nationale Hurrikanzentrum rechnet mit dem „Landfall“ am späten Donnerstag lokaler Zeit. Mit einer Stärke der Kategorie 4 gehört „Florence“ zu den starken Stürmen. Eine weitere Steigerung hin zu Kategorie 5 kann nicht ausgeschlossen werden. Man muss also mit erheblichen Zerstörungen und Überschwemmungen rechnen.

„Helena Island bei Beaufort, South Carolina wird betroffen sein von Hurrican Florence…
…und auch Charleston droht Gefahr

Im Schlepptau von „Florence“ kommt „Isaac“

Im zentralen Atlantik braut sich zusätzlich Hurrikan „Isaac“ zusammen. Er hat im Moment die Stärke 1. Eine weitere Verstärkung ist fast sicher. „Isaacs“ Weg wird zur Zeit in Richtung Kleine Antillen und Karibik vorausberechnet. Der Sturm bewegt sich schneller und könnte dort bereits am Donnerstag für Zerstörungen sorgen. Zu allem Überfluss entwickelt sich auch noch Hurrikan „Helene“. Dieser Sturm befindet sich im Moment in der Nähe der Kapverden. Die Meteorologen hoffen aber, dass „Helene“ bald nach Norden abdreht und damit nicht auf Land trifft.

07.09.2018:

„Gordon“ war nicht so schlimm

Trotz erheblicher Regenfälle und Überflutungen ist die Region halbwegs glimpflich davongekommen, wie uns Kontakte zum Beispiel aus Bilox berichten. Des Einen Glück ist des Anderen Pech. Lag durch die Sturmdrehung die Region um Biloxi im „trockenen“ Bereich des tropischen Sturms, so bekam die Region weiter östlich den Starkregen ab. – In Florida (Panhandle) gab es leider einen Todesfall. Allerdings brauen sich inzwischen neue Stürme auf dem Atlantik zusammen und noch ist nicht absehbar wie extrem oder auch harmlos die „Hurricane-Season 2018“ ablaufen wird. Betroffen davon ist ja nicht nur der Golf von Mexico, sondern auch der geamte Bereich der karibischen Inseln. Dort gab es im letzen Jahr erhebliche Zerstörungen, von denen sich einige Inseln noch nicht erholt haben. Neue Zerstörungen kämen einem Desaster gleich.

 

05.09.2018:

Die Hauptsaison der Stürme beginnt

Die Bilder und Warnungen gleichen sich jedes Jahr aufs Neue. Die Hochsaison der Hurricane-Zeit hat endgültig begonnen. Wie das Tourismus-Informationsportal „Reise vor 9“ berichtet, ist der über dem Atlantik entstandene Tropensturm „Gordon“ über die Südspitze Floridas in den Golf von Mexiko gezogen und bedroht jetzt die nördliche Golfregion in der Breite zwischen Louisiana im Westen und der Panhandle-Küste von Florida im Osten.

Heute soll der Sturm an Stärke gewinnen, schreibt „Reise vor 9“:

„Wenn er Mittwoch auf Land trifft, erreicht er dem US-Hurrikan-Zentrum zufolge Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometer, in Böen bis zu 150 Kilometer pro Stunde, das entspräche einem Hurrikan der Stufe Eins. Bedroht sind vor allem die Küstengebiete von Alabama, Mississippi und Louisiana. Auch für Floridas Küstengebiet am äußersten westlichen Rand sprach das National Hurricane Center eine Sturmwarnung aus. Demzufolge können Schäden an Gebäuden entstehen; eine Sturmflut von bis zu 1,5 Metern über dem Durchschnitt sei möglich. Der Wellengang auf See kann drei Meter übersteigen. Aufgrund der Regenfälle und des Anstiegs der Wasserpegel müsse vor allem entlang der Küste mit Überschwemmungen gerechnet werden.

Die Bewohner entlang der nördlichen Golfküste wurden aufgefordert, sich auf den Sturm vorzubereiten und die Häuser so gut wie möglich zu befestigen. Die größte Stadt in den bedrohten Bundesstaaten ist New Orleans in Louisiana. Die größte Niederschlagsmenge wird allerdings rund um die Großstädte Mobile im US-Bundesstaat Alabama und Jackson, der Hauptstadt von Mississippi erwartet. Der Starkregen soll bis zum Donnerstag anhalten.“

Bedrohte Region: Der Strand bei Biloxi, Mississippi

Das DRR war gerade im Juli in der Region unterwegs. Wir wünschen allen Betroffenen Glück und hoffen auf möglichst geringe Schäden. – Die Berichterstattung über die musikalische Region der Südstaaten werden wir trotzdem fortsetzen. In wenigen Tagen erscheint Podcast Teil 3 der Reise in die Musik und in die gesellschaftlichen Konstellationen, die diese Region so interessant macht.

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