DRR News – Aufräumarbeiten – die Hurricane Chronologie 2017

Photocredits: NASA/NOAA GOES Project

Update 29.09.2017

Die Aufräumungsarbeiten schreiten erfolgreich fort. Die Situation ist je nach Lage und Örtlichkeit aber noch unterschiedlich. In  Florida herrscht weitgehend wieder Normalbetrieb. Selbst die schwer getroffenen „Florida Keys“ werden ab 1. Oktober für Besucher wieder zugänglich sein.

Kuba nähert sich ebenfalls wieder dem touristischen Normalbetrieb. Varadero und Havanna melden die Instandsetzung der Infrastruktur.  Auf den vor der Nordküste liegenden Inseln Cayo Santa Maria, Cayo Coco und Cayo Guillermo waren die Schäden so groß, dass es bis mindestens Ende Oktober dauern wird, bis der Tourismusbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Die Dominikanische Republik wurde weitestgehend von den Stürmen verschont. Hier läuft der Betrieb störungsfrei.

Die Karibikinsel St. Martin/Sint Maarten meldet so große Schäden, dass hier mit mindestens vier bis sechs Monaten bis zur Wiederherstellung einer normalen Situation für Einheimische wie Touristen zu denken ist.

Tragisch langsam entwickeln sich auch die Aufräumungsarbeiten auf der Insel Purto Rico. Auch hier ist man noch weit entfernt von erträglichen Bedingungen für die Bevölkerung. An Tourismus ist hier in absehbarer Zeit nicht zu denken. Angesichts einer extrem betroffenen Bevölkerung scheint dies aktuell auch nebensächlich. Erst nach Herstellung normaler Lebensbedingungen lässt sich wieder über, wirtschaftlich notwendigen, Tourismus nachdenken.

Update 27.09.2017

Die Tourismusanbieter und die Verwaltung der Florida Keys hat die Wiedereröffnung bzw. Wiederinbetriebnahme der touristischen Infrastruktur für den 1. Oktober bekanntgegeben.

Wie die FVW berichtet ist die Situation in den Häfen der Karibik ist nach den Hurrikans für die Kreuzfahrt-Unternehmen noch unübersichtlich. Dabei steht der Winter – die Hochsaison für die Karibik – vor der Tür. Es wird kein leichter und völlig reibungsloser Ablauf sein, der den Reedereien bevorsteht.

Update 23.09.2017

Die Dominkanische Republik wurde von „Maria“ weitgehend verschont. Dort dürfte das Reisegeschäft jetzt wieder ohne Störungen ablaufen. Die Stornierungsfrist deutscher Veranstalter für die „Dom Rep“ dürfte nicht verlängert werden.

Die Sturmschäden auf der Insel Puerto Rico sind erheblich. „Maria“ forderte mindestens 10 Todesopfer. Über 3 Millionen Menschen sind nach wie vor von der Stromversorgung abgetrennt.

Inzwischen zieht der Hurricane seine Bahn in Richtung Nordost, über die „Turks & Caicos“ und dann hinaus in den Atlantik. Nichtsdestotrotz gibt es Sturmwarnungen auf den Bahamas.

Update 20.09.2017

Die deutschen Reiseveranstalter haben ihre Stornierungsbedingungen noch einmal angepasst. Neben den schon bestehenden Möglichkeiten zu Umbuchung oder Reiserücktritt ist jetzt die Dominkanische Republik wieder hinzugekommen. TUI, Thomas Cook und DER biten erst einmal den „Dom Rep“-Rücktritt bis einschließlich Morgen an. Danach wird weiter entschieden.

„Maria“ zieht nach heftigen Verwüstungen auf Dominica und Guadeloupe und St. Croix inzwischen auf Puerto Rico zu. Dort erwartet man den Sturm heute Nachmittag (deutscher Zeit). Die erwarteten Windgeschwindigkeiten liegen bei 250 km/h.

Der weitere Weg von „Maria“ wird wohl glücklicherweise von Puerto Rico aus in Richtung Nordosten auf den Atlantik hinausziehen. Die Berechnungen sind aber noch nicht sicher.

Update 19.09.2017

Der tropische Sturm „Maria“ hatte sich bereits am gestrigen Abend (europ. Ortszeit) zum Hurricane verstärkt. Nach der Hochstufung erfolgte bald die Warnmeldung des „National Hurricane Centers“ der USA in Sachen Verstärkung von Kategorie 1 bis zu Kategorie 5. Im Lauf der Nacht hat „Maria“ die Insel „Dominica überquert und schwere Schäden verursacht. Der Wirbelsturm zieht inzwischen weiter in Richtung Puerto Rico. Dabei wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Inseln Guadeloupe, St. Kitts und Nevis, sowie Monserrat, Antigua, Barbuda, Martinique und eventuell sogar die „American“ und „British Virgin Islands“ streifen oder treffen. Dort hatte bereits der Hurricane „Irma“ schwerste Schäden verursacht. „Maria“ ist bereits der vierte Hurricane in diesem Jahr mit einer Kategorie 3 und höher.

Neues Kapitel – 18.09.2017

Droht eine weitere Katastrophe? Der tropische Sturm „Maria“ formiert sich im Atlantik und könnte erneut eine Schneise der Verwüstung über den kleinen Antillen verursachen. Noch ist „Maria“ relativ schwach. Die Windgeschwindigkeiten liegen aktuell bei etwas über 100 km/h. „Irma“ brachte Rekordwinde bis 300 km/h mit. Allerdings kann auch der aktuelle Tropensturm noch zum Hurricane werden. Seine prognostizierte Bahn verläuft etas weiter südlich. Die British Virgin Islands wäre damit außer Gefahr. Allerdings könnten jetzt Guadeloupe, Puerto Rico und ein weiteres Mal Barbuda, Antigua und Monserrat getroffen werden. Auch die Florida Keys liegen aktuell auf der möglichen Bahn von „Maria“. Auf vielen Inseln haben die Aufräumarbeiten gerade begonnen. Ein erneuter Sturm wäre eine Katastrophe.

Die Chronik zu Hurricane „Irma“

06. 09. 2017

Hurricane „Irma“ ist der zweite Wirbelsturm, der seit rund zwei Wochen für gefährliche Verhältnisse sorgt. „Irma“ ist kategorisiert als „Stärke 5 – Wirbelsturm“ und zählt aufgrund der auftretenden Windgeschwindigkeiten zu den gefährlichsten in diesem Jahr. Die Karibik ist bereits betroffen. „Irma“ zog in den letzten Stunden über Antigua und Barbuda hinweg. Es werden zahlreiche Schäden gemeldet. Der Airport in Antigua ist geschlossen. – Der weitere Weg führt den Sturm jetzt über diverse kleine Antilleninseln in Richtung Puerto Rico, Dominikanische Republik, Haiti und Kuba in Richtung Südflorida. Auch auf den Bahamas wurden inzwischen ganze Inseln evakuiert.

In den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts wird gewarnt vor Starkwind, Extremregen, Überschwemmungen und Erdrutschen in mehreren Karibikstaaten.

TUI gibt in einer Pressemitteilung bekannt, dass von Flügen in die Dominikanische Republik und nach Kuba abgeraten wird. Gebuchte Gäste, mit Abflug bis 8. September können ihre Reise stornieren oder auf ein anderes Ziel umbuchen. Die Stornierungsregeln gelten ähnlich auch bei Thomas Cook und DER.

Die Behörden in Puerto Rico und Florida haben den  Notstand erklärt und alle Bewohner aufgefordert sichere Unterkünfte aufzusuchen. Wie sehr Florida getroffen werden könnte, steht zur Stunde noch nicht fest. Irma wird die Florida Keys und eventuell Süd-West-Florida vermutlich am Samstag erreichen.

Flüge nach Florida sind in weiten Teilen ab Freitag eingestellt. British Airways hatte gestern noch eine leere Maschine nach Antigua geschickt um Urlauber auszufliegen. Virgin Atlantic hatte den Flugplan umgeworfen und Antigua bereits 5 Stunden vor der regulären Abflugzeit wieder verlassen.

Florida wartet auf Irma – Kategorie 5 – Hurricane

Update 07.09.2017

TUI hat die Frist für gebührenfreie Umbuchungen und Stornierungen für die Dominikanische Republik und Kuba für alle Anreisen bis einschließlich 10. September verlängert. Ab sofort gilt dies auch für die Bahamas. Für das Reiseziel Florida gilt: Urlauber mit Anreisetermin bis einschließlich 12. September können kostenlos von ihrer Reise zurücktreten. Für Umbuchungen und Stornierungen können sie sich an ihre jeweilige Buchungsstelle wenden.

Diese Regelung gilt weitgehend identisch auch für andere Veranstalter.

„Irma“ ist aufgrund von Ausdehnung und Windgeschwindigkeiten offensichtlich einer der stärksten bisher gemessenen Hurricanes.

Weitergehende Informationen gibt es bei unseren Kollegen von Gloobi.

Update 10.09.2017

Hurricane „Irma“ hat die Dominikanische Republik, Haiti und in den letzten 24 Stunden auch Kuba heimgesucht. Inzwischen hat er die Südspitze Floridas erreicht. Die Meteorologen des „National Hurricane Centers“ prognostizieren den Weg „Irmas“ entlang der Westküste am Golf von Mexiko nach Norden. Der sogenannte „Landfall“ des Sturms könnte in der Region zwischen Fort Myers im Süden und der Tampa Bay im Norden erfolgen. Der Sturm hat aber solch große Ausmaße, dass seine Auswirkungen im ganzen Bundesstaat spürbar werden. Besonders gefährdet sind die sogenannten „Barrier-Islands“ vor der Westküste, Von Marco Island und Sanibel im Süden bis zu Anna Maria Island und St. Petersburg Beach weiter nördlich. Die Region ist, soweit möglich, komplett evakuiert worden. Die Wellenhöhe von etwa 4 Meter 50 könnte einen Großteil dieser Inseln komplett überspülen.

Der Flugverkehr von und nach Florida wurde bereits gestern eingestellt. Im Lauf des späten Freitags (Us-Zeit) verließen die letzten Maschinen den Bundesstaat. Die Internationalen Flughäfen von Miami, Orlando und Tampa werden aktuell, auch von Deutschland aus, nicht angeflogen.

Urlauber, die Karibik und Florida gebucht haben sollten sich wegen Umbuchungen oder Rückerstattung mit ihrerm Reisebüro / Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie in Verbindung setzen. Es wird sicher noch mehrere Tagedauern, bis es einen Überblick über die Lage der Infrastruktur geben wird.

Im Atlantik ist zudem der nächste Wirbelsturm mit Name „JOSÉ“ im Anzug. Er wird die ersten Antilleninseln in den nächsten Stunden erreichen. Sein weiterer Weg ist noch nicht sicher prognostiziert. Deshalb bleiben viele Unsicherheiten. – Viele karibische Inseln (Sint Maarten, St.Barth, Barbuda etc.) sind zudem so schwer von „Irma“ getroffen worden, dass an Urlaub dort in den nächsten Wochen oder gar Monaten nicht zu denken ist. Die Dominkanische Republik ist vergleichsweise glimpflich davon gekommen. Die Situation in Kuba ist aktuell noch nicht zu übersehen.

Update 12.09.  2017

Die Bilanz der Schäden von „Irma“ beginnt sich abzuzeichnen. Die Dominikanische Republik kam vergleichsweise glimpflich davon. Kuba hat es schwer getroffen. Insbesondere an der Nordküste um das Tourismuszentrum Varadero gab es so erhebliche Schäden, dass Reiseveranstalter ihre Gäste ausfliegen.

In Florida sind insbesondere die „Keys“ getroffen worden. Hier kann es Wochen bis Monate dauern, bis sich die Lage normalisiert. Insbesondere die ZUfahrtsstraßen und -brücken sind schwer beschädigt. Bestimmte Bereiche sind auf dem Landweg nicht erreichbar.

Die betroffene Westküste Floridas bekam erhebliche Schäden ab im Bereich Marco Island und Naples. Hier fand der zweite „Landfall“ von Irma statt. Dementsprechend waren die Windstärken hier noch besonders hoch. Viele Hotels im Bereich Fort Myers und Fort Myers Beach eröffnen bereits in den nächsten Tagen wieder. Ähnlich glimpflich scheint auch die Tampa Bay davon gekommen zu sein. Die Schäden liegen aber im Detail. Urlauber, die diese Regionen gebucht haben, sollten sich auf jeden Fall bei Veranstaltern bzw. Hotels rückversichern. Aktuell haben die deutschen Reiseanbieter ihr Floridaprogramm noch nicht wieder aufgenommen. Stornierungen und Umbuchungen werden angenommen. Dies gilt auch für bestimmte Regionen in Kuba.

Die Auswirkungen des Wirbelsturms wird Florida und den Nachbarstaaten Georgia und South Carolina noch einige Zeit zu schaffen machen. Insbesondere die Wiederherstellung der Stromversorgung ist eine große Herausforderung. Hier geht in vielen Regionen nichts.

Vielleicht beginnt jetzt in Florida perspektivisch ein Umdenken in Sachen Leitungsversorgung. In dieser Hurrican gefährdeten Region werden bis zu 90 Prozent der Stromleitungen immer noch oberirdisch und teilweise höchst primtiv geführt. Eine längst fällige Investition in unterirdisch verlegte Stromleitungen ist überfällig.

Update 14. 09. 2017

TUI hat inzwischen alle betroffenen Gäste aus Kuba ausgeflogen, so eine Pressemitteilung. Es gilt folgende Regelung: Alle Reisen nach Varadero, Cayo Coco, Cayo Guillermo, Cayo Santa Maria, Santa Clara und Havanna sind bis 21. September abgesagt.

In der Dominikanischen Republik ist inzwischen wieder Normalbetrieb.

Die Wiederherstellung von normalen Umständen und damit eines kompletten Reiseangebots in Florida bleibt schwierig. Teilweise sind Hotels wieder geöffnet, teilweise – wie auf den Florida Keys – kann die Wiederherstellung der Infrastruktur noch Wochen dauern. TUI hat deshalb alle Florida-Reisen bis Ende Oktober abgesagt.

Die kleine Antilleninsel St.Martin / Sint Maarten ist extrem schwer getroffen. Hier ist eine Wiedereröffnung von Hotels und touristischer Infrastruktur in absehbarer Zeit nicht möglich. Ähnliches gilt für die „British Virgin Islands“ und für Barbuda.

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