DRR13 „Gone with the Carolina Wind“ – eine Reise in die Geschichte

Boone Hall Plantation - Drehort des Südstaatenepos "Fackeln im Sturm"

Unser Thema und unsere akustische Reise schwankt zwischen Idylle, Grausamkeit, Vorurteil und touristischem Vergnügen. Vom Winde verweht wurden die landläufigen Ansichten von der Bürgerkriegsgeschichte South Carolinas.

Die Reiseradioshow

Gaslampen beleuchten die Straßen: Charleston
Gaslampen beleuchten die Straßen: Charleston

Es ist keine ganz alltägliche Reise, wenn man unterwegs ist auf den Spuren des Krieges und seiner Hintergründe, die bis heute in den USA nachwirken. Nord und Süd – das ist auch heute, nach mehr als 150 Jahren, eine riesiger Unterschied. Auf koloniale Geschichte muss fast jedes ältere Land dieser Welt schauen. Diese koloniale Geschichte aber fällt aus dem Rahmen. Dieser Krieg, der einzige Große auf nordamerikanischem Boden, das Gefühl des besiegt worden zu sein, wirkt in den Südstaaten bis heute nach. Das Festhalten an den sogenannten Werten des Südens spielt teils offen und teils unterschwellig eine Rolle. Man fühlte sich besiegt und betrogen und damit wurde die Geschichte verklärt – auf beiden Seiten. Und doch ist da ein besonderer Charme in dieser Region. Vermutlich ist es für einen Ausländer auch kaum nachvollziehbar. Trotzdem, versuchen kann man es ja mitten im lauen Südstaatenwind von South Carolina zwischen Geschichte und Reisefreude.

Charleston
Charleston

Ursache des Krieges war die soziale, wirtschaftliche und politische Spaltung der Nord- und Südstaaten, vor allem die Frage der Sklavenhaltung. Der Konflikt war zu Beginn des Krieges schon kein Neuer mehr. Seit etwa 1830 entwickelte sich dieser Konflikt und eskalierte zum Krieg, als Abraham Lincoln im November 1860 zum Präsidenten gewählt wurde. Als Reaktion darauf traten die meisten Südstaaten aus der Staatenunion aus. South Carolina war der Vorreiter mit der Aufkündigung der Union am 20. Dezember 1860. – Die bewaffneten Auseinandersetzungen begannen am 12. April 1861. Fort Sumter, Stützpunkt der Unionstruppen aus den Nordstaaten wurde von den Charleston vorgelagerten Inseln aus beschossen und einen Tag später eingenommen. Dieser Tag hatte im Süden fast schon Volksfestcharakter. Von den Kaimauern in Charleston schauten die Bürger und Besucher auf das große Spektakel. Viele Südstaatler zogen tatsächlich begeistert bis fanatisch in diesen Krieg. Nach anfänglichen Erfolgen kamen die Rückschläge, ausgehend von der traumatischen Schlacht in der Nähe des Örtchens Gettysburg in Pennsylvania. Der Krieg selber zog sich dann noch bis ins Jahr 1865. Die letzten Südstaatentruppen kapitulierten am 23. Juni 1865 in Texas – Da wo der Krieg begann starten auch wir unsere Reise: Charleston / South Carolina.

South Carolina

Ein ganz wichtiger Wirtschaftsfaktor für den „Palmetto State“  ist der Tourismus. Hier spielen insbesondere die Stadt Charleston und die Küstenregionen zwischen Myrtle Beach im Norden und Hilton Head Island im Süden eine wichtige Rolle.

Helena Island
Helena Island

Unsere Reise geht in die Geschichte aber auch ins Freizeitparadies „Hilton Head Island“, einem der populärsten Tourismusdestinationen der Vereinigten Staaten. Hier warten neben dem prachtvollen Strand unter anderem viele Golf- und Tennisplätze. Der Ex Tennis-Profi Ivan Lendl betreibt hier seine Junior Tennis Akademie. Hilton Head gehört zum County Beaufort. Das Kleinstädtchen liegt etwa eine Autostunde nördlich. Hier geben sich Filmschaffende die Klinke in die Hand. Viele berühmte Spielfilme, wie „Herr der Gezeiten“ mit Nick Nolte und Barbra Streisand oder „Forest Gump“ mit Tom Hanks wurden hier gedreht. Die vorgelagerte Insel „St. Helena“ ist zudem eine der Hauptorte zum Erfahren der sogenannten „Gullah“-Kultur, also der Kultur, die die befreiten Sklaven des 19. Jahrhunderts bis heute erhalten haben.

Die Reise in die Geschichte wiederum zieht Touristen seit vielen Jahren auch nach Charleston. In der Umgebung der Stadt befinden sich zahllose historische Gebäude und Plantations, die einen Einblick in den „Feudalismus“ der Südstaaten geben. Wer genauer hinschaut und sich umhört wird aber auch erfahren, dass die Mehrheit der damaligen Einwohner weit entfernt vom Luxus dieser Art war. – Charleston, als Stadt ist  immer eine Reise wert. Eine gut restaurierte Altstadt, die wirklich noch lebt und belebt ist, wartet hier. Es gibt reichlich Museen, historische Hintergründe, einen Kreuzfahrthafen und vor Allem eine hervorragende gastronomische Infrastruktur.

Southern Cuisine: Shrimps und Fried Green Tomatoes
Southern Cuisine: Shrimps und Fried Green Tomatoes

Hier warten alle Spezialitäten der Südstaaten, voran natürlich die Nationalspeise „Shrimp & Grits“. Natürlich haben wir uns auch umgesehen in den Lokalen und servieren Spezialitäten aus einfachen „Lunchspots“ wie „Dixies Supply Bakery & Café“ aber auch aus edlen Restaurants wie „Hank’s Seafood“, direkt hinter den Markthallen im Zentrum. Überhaupt ist Charleston ein guter Ausgangspunkt für eine Reise. Die Zahl der Hotels ist groß und es warten alle Standards. Einfache Motelzimmer, aber auch die gehobene Mittelklasse und die Spitzenhotellerie sind vertreten.

Reporterselbstversuch: Golf in Myrtle Beach
Reporterselbstversuch: Golf in Myrtle Beach

Das große Freizeitparadies wartet  ganz im Norden in Myrtle Beach. Auf den ersten Blick, handelt es sich um einen typisch amerikanischen Badeort, mit Pier, Vergnügungszentrum, Strand und Bühnenshows, wie der „Carolina Opry“ als Countrymusic-Tempel. Auf den zweiten Blick dürfte das Herz aller Freunde des Golfsports hüpfen. Myrtle Beach ist der Ort in den USA mit der höchsten Dichte an Golfplätzen. Im Umkreis der Stadt befinden sich um die 120 Golfcourts.

Reisen nach South Carolina sind in jedem guten Reisebüro buchbar. Die Wahl der Reiseart lässt sich individuell gestalten: Von der geführten Busrundreise, über vorgebuchte Rundreisen mit dem eigenen Mietwagen, die Studienreise oder der Golfurlaub. Alles ist im Angebot und lässt sich problemlos zusammenstellen. Die Anreise nach Charleston geht am schnellsten mit Anschlussverbindungen über die internationalen Flughäfen in Washington D.C. (United), Charlotte (US Airways) und Atlanta (Delta Air Lines).

Information

SOUTH CAROLINA TOURISM OFFICE
c/o ESTM – E.Sommer Tourismus Marketing

Postfach 1425

61284 Bad Homburg

e-mail: southcarolina@es-tm.com

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