DRR32 Herbstgenuss in der Steiermark

Steirisches Weinland

Herbstzeit ist Genusszeit. Kulinarische Verlockungen gibt es viele, und die Auswahl des eigenen Genussparadieses ist gewiss sehr individuell. Deshalb ist unser heutiger akustischer Genussausflug in die südliche Steiermark auch eine sehr subjektiver.

Hören Sie Genuss, hier:

"A Achtel unterm Klapotetz"
„A Achtel unterm Klapotetz“

Es geht nicht nur ins grüne Herz Österreichs, sondern auch ins kulinarische Paradies unseres Nachbarlands. Wenn die Steiermark ruft, hat das fast immer etwas mit kulinarischem Genuss zu tun. Und dem geben wir uns, neben anderen schönen Dingen, diesmal ziemlich ausführlich hin. Vorweg eine Warnung: Für symbolische Gewichtszunahme, erhöhten Speichelfluss und spontan aufkommende Hungerattacken übernehmen wir keine Haftung. Dazu kommt der Ausflug in die wunderschöne Landschaft der Südsteiermark rund um die Landeshauptstadt Graz.

Gölles - Edelbrände in Perfektion
Gölles – Edelbrände in Perfektion

Da ist zum Beispiel das steirische Vulkanland, südöstlich von Graz. Hier warten vielfältige Genüsse, Vulcano-Schinken aus Auersbachoder die Essig- und Edelbrandmanufaktur von Alois Gölles in Riegersburg. Hier gibt es den köstlichsten Tomatenessig, den wir je geschmeckt haben und den herrlichsten Himbeerbrand, der mir über die Zunge ging. Warum es gleichzeitig einer der teuersten Edelbrände ist, den ich je gekauft habe, erklärte uns Alois Gölles  höchstpersönlich.

Als ich zum ersten Mal dort war, kannte ich die zweite große Verlockung von Riegersburg noch nicht. Etwas außerhalb des Orts, im Ortsteil Bergl, ist noch ein Ort der kulinarischen Verlockungen: das

Kakao ist Josef Zotters Leidenschaft
Kakao ist Josef Zotters Leidenschaft

Schokoladentheater und die Verlockungsmanufaktur von Josef Zotter. Seine Produkte sind inzwischen weit über die Grenzen Österreichs bekannt. Was Viele noch nicht kennen, ist der Anspruch des Schokopapsts. Bioqualität, fair gehandelte Produkte und immer wieder Innovationen. Ganz neu ist seine vegane Schokolade.  Wir haben den Mann, der hinter alldem steckt getroffen. –  Seiner Verantwortung wird der „Zotter Sepp“ auch im, seit vier Jahren, angegliederten „ESSBAREN TIERGARTEN“ gerecht. Ein bisher einmaliges Experiment, von dem Zotter sagt, man müsse lernen Essen in die Augen zu schauen. Tiere und Pflanzen seien Lebewesen und keine Produkte. Deshalb müssten wir sie auch mit Achtung und Liebe behandeln. Der Tiergarten lädt zum Laufen ein. Man bewegt sich zwischen heimischen Tieren, die man – wenn man mag – auch in der dazugehörigen „Bio-Essbar“ als Produkte auf der Speisekarte wiederfindet. Das ist Zotters Philosophie. Er will aus uns keine Vegetarier machen, sondern fordert den verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit den Produkten tierischer Herkunft. Kinder, die nie ein Schwein oder Kalb in Natura gesehen hätten, würden zwangsläufig ein anderes Verhältnis zum Schnitzel aufbauen. DAS zu ändern hat er sich auf die Fahne geschrieben. Bewusst erfahren, was es heißt Fleisch zu essen oder Hühnereier zu verzehren. Nicht mehr und nicht weniger.

Ein weiterer Ausflug führt uns in die Lippizaner Welt, des Gestüts in Piber. Hier wird der Nachwuchs der Spanischen Hofreitschule in Wien gezüchtet und groß gezogen. Im benachbarten Bärnbach treffen wir auf Kunst. Da ist der Brunnen des Großmeisters Ernst Fuchs und am augenfälligsten die Bärnbacher Dorfkirche „St. Barbara“, die Friedensreich Hundertwasser umgestaltet hat.

Der Genuss geht weiter. Hier finden Sie die kürzeste aller Genussreisen:

Der Ölkürbis macht's
Der Ölkürbis macht’s

Steiermark ohne Kernöl geht nicht. Der Vitamin E-reiche „Saft“ kommt aus dem Ölkürbis. Wir haben folgerichtig, eine der ältesten Ölmühlen der Region im Rasach-Herbersdorf besucht und uns einen Einführungslehrgang in die Produktion des Kürbiskernöls geben lassen. Natürlich wurde diese „ungeheure Anstrengung“ von einem Menü begleitet, das einem Öl und Kulinarik näher bringt: Kürbissuppe, Steirisches Backhuhn und Vanilleeis mit „Ölspur“. – Wir hätten nie vermutet, wie schmackhaft Eis mit einer ordentliche Portion Kernöl schmecken kann. Dazu gab es, passend zur Region, ein Glas Schilcher. Dieser besondere Wein, önologisch eigentlich eine Traubensorte mit Namen „Blauer Wildbacher rosé“, ist eines der Geheimnisse der Region.

Genuss im Buschenschank
Genuss im Buschenschank

Und wenn man schon mal beim Wein ist, darf natürlich der Ausflug in Europas höchstgelegenen Weinort Kitzeck im Sausal nicht fehlen. Hier und im nahen „Südlichen Weinland“ der Steiermark lernt man nicht nur viel über Weine und Sorten, sondern man lernt sie zu schmecken und im kulinarischen „Buschenschank“ mit Köstlichkeiten der Region zu ergänzen. Danach empfiehlt sich die Übernachtung in einem der vielen „Winzerzimmer“, privaten Quartieren, die Weingütern angegliedert sind und hohen Übernachtungsstandard bieten. Am nächsten Tag lässt sich dann immer noch durch die Gegend wandern, Attraktionen wie Schloss Gamlitz erkunden und von einem der Hügel einen Blick ins benachbarte Slowenien werfen. – Es sei definitiv die schönste Region der Welt, sagen Einheimische. Besucher jedenfalls werden von diesem Virus schnell angesteckt und kommen immer wieder.

Weitere Informationen: steiermark

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD & Steiermark-Tourismus / Titelfoto: Gery Wolf / Steiermark-Tourismus

Reisenews vom 19. Oktober 2015

Neue Flugverbindungen mit Icelandair nach Island und von dort nach Nordamerika / Türkei und Israel-Veranstalter befürchten Krise / Us-Botschaft warnt vor überteuerten, privaten ESTA-Serviceanbietern – offizielle Adresse: https://esta.cbp.dhs.gov / Neue Flugverbindungen ab Köln/Bonn mit Eurowings und Ryanair.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*