DRR65 „Pannfisch und Koje“ – Besuch auf „Feuerschiff LV13“ in Hamburg

LV13 – die etwas andere Übernachtung

Haben Sie schon mal in einer schwimmenden Unterkunft übernachtet. Nein, kein Fährschiff. Nein, kein Hausboot. Nein, kein Luxusresort mit schwimmender Terrasse vor der Suite. Wir reden über ein schwimmendes Museum. Ein ehemaliges britisches Feuerschiff, gebaut 1952 und in Diensten des britischen Küstenschutzes in der Humber-Mündung, quasi der Hafeneinfahrt nach Kingston upon Hull in Nord-Ost-England, bis 1989.

Hier geht es zum akustischen Erlebnis:

Feuerschiff im Hafen

Feuerschiff im Sporthafen

Heute liegt das „Feuerschiff LV 13“ im Hamburger Sporthafen am Baumwall. Quasi mit direktem U-Bahn-Anschluss und mit nicht verbaubarem Blick auf die Elbphilharmonie. Und genau an dieser Stelle ist die LV13 auch schon seit November 1993.

Der schwimmende Leuchtturm geht theoretisch noch und glimmt – auch aus Werbegründen – abends durch den Sporthafen. Ansonsten wird da nicht mehr hart gearbeitet, sondern genossen und gefeiert. Wo zu Dienstzeiten 8 Seeleute unter bescheidenen Verhältnissen rund um die Uhr tätig waren, trifft man zur Ankunft beispielsweise auf David in der Turmbar, die gleichzeitig Rezeption ist. Die Landratte merkt sofort. Hier ist der Ton Norddeutsch, Kurz, Knapp. Zuviel schnacken? Niemals.

Blick auf die Elbphilharmonie

Der unverbaubare „Wasserblick“ geht übrigens direkt auf die neueröffnete Elbphilharmonie. Deshalb gibt es im Restaurant seit der Eröffnung auch eine Sonderkarte mit einem, Na sagen wir mal etwas feinerem Menü mit feinerem Preis. Denn natürlich ist das ideal, vor einem Konzert oder auch danach noch was zu essen oder ein Getränk zu sich zu nehmen. Und da stehen dann auch Gambas, sowie SURF and TURF auf der Karte. Wird sich schon rumsprechen, meint David. Helmut Schmidt und Otto haben ja den Weg auch schon hierher gefunden, in früheren Zeiten. Und im Sommer, wenn auf dem ehemaligen Hubschrauberdeck Tische und Stühle stehen, geht sowieso jede Menge.

„Ab inne Koje“ – Das Schlaferlebnis

Kojenerlebnis

Und dann wäre da im ganzen musealen Ambiente natürlich noch das „HOTEL FEUERSCHIFF“. Um übernachten zu können, muss man tief in den Bauch von LV13. Gaaaanz unten geht’s zu den Kabinen. Da wird’s dann richtig museal, denn wir reden nicht über Zimmer, sondern über die Schlafkojen der ehemaligen Feuerschiff-Besatzung. Den zwei Wochen Aufenthalt bucht hier sicher keiner. Aber wer mal was Anderes will, bereit ist, Schiffsromantik gegen Vier Sterne Komfort auszutauschen, der ist hier richtig. Und die Küche hat allemal vier Sterne verdient. Sehr lecker auch das rotblonde Feuerschiff-Spezial, ein sehr süffiges Bierchen. Hamburg mal ganz anders. – Schön war’s!

 

Information:

http://www.feuerschiff-hamburg.de

 

Fotos:

Rüdiger Edelmann, ttb-media-TON-TEXT-BILD

 

 

 

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