DRR76 Tops der Wintersonne 2017/18 bei Thomas Cook

Jetzt fängt der Sommer gerade richtig an, die großen Ferien stehen vor der Tür und die Reisekonzerne landauf-landab beginnen mit der Vorstellung ihrer Winterprogramme. Eigentlich logisch, denn nach dem Urlaub soll und will man ja schon an den nächsten Urlaub denken. Und Buchen, denkt sich der Reiseveranstalter. Letzten Freitag stellte Deutschlands Nummer zwei, Thomas Cook und Neckermann sein Programm in Oberursel vor. Dabei waren einige grundsätzliche Überraschungen, die dem urlaubenden Kunden das Reiseerlebnis noch einfacher und schmackhafter machen soll.

Qualitätsversprechen fast flächendeckend

Diese Innovation betrifft vor allem die Kundenzufriedenheit. Hier hat man sich bereits im letzten Jahr mit der Testversion und anschließend einem Qualitätsversprechen im Bereich der Mittelstreckenreisen an die Öffentlichkeit gewagt. Das Projekt heißt „24 Stunden-Zufriedenheitsversprechen“ und gilt ab dem Winter bei allen Reiseangeboten der Marke „Signature“ und bei vielen von Neckermann-Reisen. Darüber hinaus veröffentlichte man, mit dem „HOLIDAY REPORT 2017“ eine Studie, die den Auskunft erteilen soll, wie Frau und Herr Urlauber denken und was Ihnen in Zukunft wirklich wichtig sein könnte. Auf den ersten Blick: Nicht wirklich was Neues, aber jetzt weiß man es etwas besser. Stefanie Berk äußerste sich im DRR-Interview zur Studie „Thomas Cook Holiday Report 2017“, zum Erfolg der Marke „Signature“, die jetzt auf ein Jahr zurückschaut, und zur Ausweitung der Qualitätsoffensive.

Stefanie Berk, Vorsitzende der Geschäftsführung, TC Zentral- und Osteuropa

Sonne im Winter: Standards und Aufbruchstimmung

Im Vordergrund der Geschäftsbemühungen steht, ganz simpel das, was viele Urlauber im Winter unbedingt haben wollen: Sonne! Die verspricht Sascha Büsseler, Produktleiter Nah- und Mittelstrecke. Für die Sonne gibt es zwar keine „24 Stunden Garantie“, aber mit einem neuen Katalogkonzept von Neckermann-Reisen will man bei der Kundschaft punkten. Für die Sonnenhungrigen gibt es jetzt einen Katalog der Marke Neckermann. „Sonne im Winter“ fasst alle Badeziele der Mittelstreckendestinationen auf gut 440 Seiten zusammen. Die bisherige Unterteilung in unterschiedliche Regionen entfällt. Der Kunde soll es einfacher haben, wenn er sich seinen Winter-Sonnen-Urlaub aussucht.

Sascha Büsseler, Produktleiter Nah- und Mittelstrecke, verspricht „Sonne im Winter“

Sascha Büsseler präsentierte Standards wie die Kanarischen Inseln, „Rückkehrer“ wie Ägypten und Marokko, das nunmehr Ganzjahresziel Andalusien, sowie die Angebote in der „Aufbruchsdestination“ Kapverden. Hier wird es, neben dem massiven Hotelausbau auf den Inseln mitten im südlichen Atlantik, zum ersten Mal auch eine Rundreise im Programm von Neckermann geben. Denn, so die Botschaft, „Cabo Verde“ ist mehr als die „Sand-, Wind, und Badeinseln“ Sal oder Boa Vista. Eine Aufbruchstimmung wie vor 30 oder 40 Jahren in anderen Badezielen, prophezeit der TC-Leiter Nah- und Mittelstrecke dort. Immerhin stehen zwölf Hotels zur Wahl. – Seinen besonderen Winter-Reisetipp hat er uns übrigens auch verraten; nachzuhören in der aktuellen Reiseradio-Show.

Fernreisen: Neue Ziele und „Signature-Geist“

Ein wenig weiter weg, darf’s schon sein. Fernreise-Chefin Sonja Karl hat dementsprechend, neben den Klassikern, wie Fernost und Karibik, einige Neuerungen für die Saison 17/18 im Gepäck.

Sonja Karl, Produktleiterin Fernstrecke

Aruba, Curacao, Guadeloupe und Laos sind die neuen Ziele im Angebot. Konzerneigene Hotels der Marke „Smart Line“ gibt es im Winter  auf den Malediven und neu im Emirat Ras-al-Khaimah. Auf die Ausdehnung des Zufriedenheitsversprechen auf die Fernstrecke ist sie besonders stolz. Testläufe hatten ergeben, dass die „Qualitätsgarantie“ auch bei Fernreisen kein Problem darstellt. Neue Rundreisen erwarten den Kunden. Eine Südamerika-Rundreise ist genauso neu wie die exklusive Rundreise „Estrellas de Cuba“, sowie zwei Touren durch Laos. Gleichzeitig setzt man im Fernreisebereich auf die Kombination von Landaufenthalt und Kreuzfahrt.

„Signature – Finest Selection“

Allenthalben heißt es zwar, dass der teure Exklusivtourismus boomt, trotzdem sei mal gefragt, was es denn mit der „FINEST SELECTION“ bei Signature auf sich hat. Stefanie Berks Antwort deutet erwartungsgemäß darauf hin, dass man hier auf eine kleine Klientel von Kunden setzt, die aber großes Geld investiert, um ihre Urlaubsträume wahr werden zu lassen. 25 bis 75 Tausend Euro pro Reisebuchung sind hier keine Seltenheit. Unter diesem Aspekt spricht natürlich viel für das Engagement im Exklusiv-Bereich.

Thomas Cook Holiday Report

Eine großflächige Kundenumfrage stellte die vorher von Experten entwickelten Thesen zu Urlaubserwartungen in Gegenwart und Zukunft auf den Prüfstand. Die Ergebnisse haben wir uns ebenfalls von Stefanie Berk schildern lassen. Erwartungsgemäß spielt hier das Thema „WLAN“ im Urlaubshotel eine wichtige Rolle. Die kunden möchten während der Ferien im Kontakt mit Familie und Freunden bleiben. Dementsprechend gehört die kostenfreie Internetverbindung in den konzerneigenen Hotels zum Standard. In allen weiteren Häusern sei man auf einem guten Weg dorthin. Hier haben insbesondere Urlaubsregionen in Bulgarien und in der Türkei die Nase vorn. Im westlichen Mittelmeer und auf den Kanaren besteht noch Nachholbedarf. Elektronik gewinnt auch bei der Urlaubstreuung eine immer wichtigere Funktion. Die personalisierte „Travelguide“-App wird immer wichtiger beim Kundenwunsch nach flächendeckender Betreuung vom Flughafen bei der Abreise, kurzfristiger Sitzplatzreservierung im Ferienflieger bis zu Restaurant- und Ausflugstipps während der Reise. Erwartungsgemäß spielt der Wunsch nach höchstmöglicher Sicherheit im Urlaub eine Rolle. Immer wichtiger wird der Wunsch seinen Urlaub in nachhaltiger Infrastruktur zu verbringen. Vieles davon sei schon eingelöst, sagte uns Stefanie Berk. In Zukunft will man aber von Veranstalterseite in allen Bereichen weiter investieren und Versprechen einlösen.

Das liebe Geld

Bliebe zum Schluss nur noch die Frage nach der Preisentwicklung für die Reisesaison 2017 / 18. Denn irgendwie konnte man bei der Präsentation der Kataloge das Gefühl bekommen, das Geld gar keine Rolle spielt. Das wiederum soll an der Tatsache liegen, dass die Preise in der Wintersaison 2017/18 weitgehend stabil bleiben. Weitgehend stabil bewegt sich in der Definition in einer Spanne zwischen leichten Nachlässen und bis zu vier Prozent Preissteigerungen, wie zum Beispiel auf den Kanarischen Inseln. Apropos „schnöder Mammon“, was die Sommersaison 2017c betrifft, so holt die geschmähte Türkei auf der Zielgeraden doch noch etwas auf. Grund sei dabei natürlich eindeutig das extrem niedrige Preisniveau. So schlägt selbst hier das Veranstalterherz höher. Sag noch einer, wir hätten eine Krise. Letzteres lehrt natürlich einmal mehr, dass es mit unserem politischen Bewusstsein nicht so weit her ist, wenn denn der Preis für die Ferien stimmt.

Dies war ein Schlaglicht eines Veranstalters auf das Angebot des Reisewinters 2017 / 18. Die Trends dürften sich auch bei der Konkurrenz zeigen. Ein paar individuelle Unterschiede und kleine Innovationen wird es – wie immer – geben. In diesem Sinn wünschen wir jetzt erst mal schöne Sommerferien und danach fröhliches Katalogblättern oder online-surfen bei der Suche nach dem nächsten Urlaub.

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