DRR80 „D.C.Segway“ oder „National Mall“ im Vorbeirollen

Diesmal gibt es die Attraktionen der amerikanischen Hauptstadt im Vorbeirollen, per Elektroantrieb, ohne große Anstrengung und mit Sturzhelm. Der muss sein. Im Nachhinein musste er theoretisch nicht sein, da Alles glatt ging, aber man kann ja nie wissen. Eine Segwaytour ist angesagt. Sie dauert drei Stunden und bietet reichlich Einblick um die Sehenswürdigkeiten mitten in der amerikanischen Hauptstadt Washington D.C.

Die Begegnung mit einem „Segway PT“

Instruction: Jordan gibt jedem Teilnehmer eine Einweisung

Die Tour selbst hat ein wenig von „Sehr-Soft-Adventure“. Aber immerhin das Gerät mit den zwei Rädern, der Plattform zum Draufstellen und der besonderen Weise, es in die richtige Bewegung zu bringen, muss man erst einmal kennenlernen. In deutschen Landen ist ein entsprechender Führerschein vorgeschrieben (bei der PKW-Lizenz automatisch drin). Die Amerikaner sehen das nicht ganz so eng. 16 Jahre alt muss man sein, eine Einführung mitmachen und dann kanns losgehen. – Wer noch nie draufgestanden hat, muss sich eingewöhnen. Aber, keine Angst, das geht sehr schnell.

Draufstellen, fester Halt mit beiden Füßen auf der Plattform, Hände an den Lenker, nach vorne beugen und das Ding fährt an. Langsamer werden? – Einfach nach hinten lehnen. Kurve? Nach rechts oder links lehnen wie beim Radfahren.  Anhalten? Gerade hinstellen. Schnell anhalten? Nach hinten lehnen und gleichzeitig in die Knie gehen („Stell Dir vor, Du setzt Dich auf die Kloschüssel!“). Das Ding steht!

Die Segways haben eine Tasche am Lenker. Sie ist groß genug, um Geldbörse, Fotoapparat und eine Trinkflasche zu verstauen. Falls mal schlechtes Wetter ist, kriegt man vermutlich auch noch eine Regenjacke unter.

Die Tour durch Washington

Der Plan zur Tour
Mit dem Segway auf dem Radweg: Pennsylvania Avenue

Nach dem Start in der 23. Straße nimmt der Guide mit uns die F-Street, biegt am Ende links ab, fährt die 17. Straße hoch und biegt dann in die Pennsylvania Avenue ein. Man steht vor Hausnummer 1600 und damit der ersten Attraktion der Tour: „White House“ – Danach geht es weiter über die Pennsylvania Avenue in Richtung Capitol, vorbei an der FBI-Zentrale, diversen Ministerien bis zum Marine-Memorial. Meist gibts hier eine Pause. Danach passiert man das „Newseum“ (Besuch äußerst empfehlenswert!), die Canadische Botschaft und biegt dann vor dem Capitol auf die National Mall ein. – Die Vorzeigemeile der Hauptstadt ist drei Meilen oder knapp 5 Kilometer lang und erstreckt sich vom Capitol auf der einen Seite bis zum Lincoln Memorial auf der anderen. Sie ist gesäumt von unzähligen nationalen Museen und Galerien. Alleine neun Museen der „Smithonian“-Gesellschaft liegen an der Mall, deren größter Magnet das „Air- und Space-Museum“ ist. In der Mitte ragt, mit dem Washington Monument, ein ganz besonderes Bauwerk in den Himmel. Der Obelisk hat eine Höhe von rund 170 Metern. Es ist damit das höchste Monument in DC und gleichzeitig das höchste Gebäude der Welt, das nur durch die Form der verbauten Steine zusammengehalten wird. Zusätzlich kann man von hier dem Präsidenten ganz prima in den Garten schauen. Der südliche Teil von „White House“ grenzt an die Mall. – Auf der zweiten Hälfte der Mall wird es dann staatstragend. Am Ende das Lincoln Memorial, davor der Reflection Pool, in dem sich das Washington Monument wunderbar spiegelt. In der Mitte steht das Denkmal für die Veteranen des zweiten Weltkriegs, rechts und links jeweils die Gedenkstätten für die Opfer der Kriege in Vietnam und Korea. Damit ist man fast am Ende der Tour, die diverse Stopps bietet und natürlich die dazugehörigen Erklärungen. Die Tour kostet 75 Dollar pro Person und ist bei „CitySegwayDC“ buchbar.

Jordan und seine Segways
Foto vorm „Weißen Haus“ muss sein
…Selfie auch: Ich und die Mall
Jordan: Auch ein Guide braucht eine Pause

Besondere Geschichten

Die Guides kümmern sich nicht nur um das reibungslose Vorankommen, sie sind auch wahre Meister im Geschichte(n) erzählen. Donovan, unser Guide, glänzt mit Anekdoten. So kriegt man nicht den Eindruck, dass man mit einem „Lehrer“ durch die Gegend rollt. Mehr Stories gibt’s in der Reiseradio-Show. Hier die Fragen zu den Geschichten. Die Antworten gibt es zu hören:

Warum hat es so lange gedauert hat, bis das Washington Monument fertig wurde?

Warum heißt das Weiße Haus wie es heißt und seit wann?

Warum wollte J. Edgar Hoover nicht, dass die FBI-Zentrale nach ihm benannt wird?

Wieviel kostet der teuerste Cocktail im „Trump-Hotel-Washington“ und was gibt es dazu?

Warum tagen Senat und Congress nie im August?

Warum wechselt das Washington Monument auf halber Strecke nach oben die Farbe?

Und es sind noch mehr Fragen, die wir gestellt,  und Antworten, die wir bekommen haben.

Reflection Pool mit Washington Monument und Capitol im Hintergrund

 

 

Lincoln Memorial

 

„Abe“ wacht über Washington

 

 

Sowas, wie ein Fazit

Auch wenn die Tour viel Spaß macht, Segwayfahren  Suchtpotential besitzt, nach der vollen Ladung “Proud to be American” ist man ganz gut geschafft.

Der Kreis, den man letztlich gefahren ist, steht auch kurz vor der Vollendung. Vom Lincoln Memorial aus  kann man nochmal richtig „Gas geben“, einen Hügel auf zwei Rädern erklimmen und schon ist man zurück bei CitySegway und muss runter vom Gefährt, das einem fast etwas ans Herz gewachsen ist.

3 Stunden rum. Das war’s. Alle sind Happy, denn es war eine beeindruckende Tour. Jordan gibt noch ein paar Tipps für einen Drink oder ein frühes Abendessen. „Have a great Evening“! und weg war er.

Ein Nachmittag in der amerikanischen Hauptstadt. Viel gesehen und dazu noch Spaß gehabt. Der Spaß kostet 75 Dollar pro Person. Viel Geld, aber auch ganz schön cool: #myDCCOOL

 

Information:

www.citysegwaytours.com

www.washington.org

Wie gemalt: National Mall, Washington DC

 

 

 

 

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