DRR84 – Blind Booking: So geht’s

Da gibt es einen neuen Trend bei Kurzreisen, die jetzt im Herbst immer beliebter werden. Er nennt sich „Blind Booking“ und wir verraten, wie das funktioniert. – Blindes Buchen heißt das Ganze auf gut Deutsch und wurde erfunden von Fluggesellschaften, die ihre leeren Sitze füllen wollen. So zu reisen ist extrem günstig, aber man weiß nicht wo es hingeht. Die Frage „Wer macht denn sowas?“ ist einfach zu beantworten: Immer mehr Menschen, die einfach mal weg wollen und kein Vermögen ausgeben wollen.

Jens Krömer von urlaubsguru.de hat uns die Kniffe und Tipps verraten

Wie funktioniert es?

Wir haben darüber mit Jens Krömer geredet. Er ist Pressesprecher der Internetplattform „urlaubsguru.de“ und nach seinen Empfehlungen haben wir uns dann mal umgesehen und durchaus spannende Angebote gefunden. Der Pionier des „Blind Booking“ war die Low Budget Airline „Germanwings“, die jetzt in der „Eurowings“ aufgegangen ist. Auf der EW-Internetseite findet man die Blind Booking Angebote unter „Buchen“ und dann im Unterordner „Blind Booking“. Wählen kann ich zwischen „Sonne und Strand“, „Party“, „Kultur“, „Metropolen“, „Shopping“, „Wandern und Natur“ sowie „Gay friendly“. – Weiterhin muss ich meinen Abflugort bestimmen. Nach der Auswahl erhält man dann die Angabe der angebotenen Ziele und den Pauschalpreis für Hin- und Rückflug. Bei unserer Testbuchung lag er bei 66 Euro.

Natürlich warten dann noch einige Faktoren, die den Preis klettern lassen. Dazu gehört die Möglichkeit einzelne Städte oder andere Angebote aus der Palette abzuwählen. Pro Abwahl steigt der Preis um jeweils 5 Euro. Drei gestrichene Städte machen aus dem 66 Euro Ticket eines für 81 Euro. Wer dann noch Gepäck mitnehmen möchte, legt 15 Euro für 23 Kilo drauf. Dann beläuft sich die Gesamtsumme schon auf 96 Euro. Das muss man wissen. Die Spezialtipps, wie man den Preis niedrig halten kann, hat uns Jens im oben stehenden Audioteil des Reiseradios erklärt. Reinhören lohnt neben dem Lesen!

Ähnliche Angebote gibt es auch bei anderen Airlines. Bei Lufthansa, zum Beispiel,  unter dem Namen „Surprise Booking“.

Rom gehört zum Angebot

Katze im Sack kaufen oder „Abenteuerlust“ ist Voraussetzung

„Blind Booking“, der Name sagt es, setzt eine gewisse Abenteuerlust voraus, denn wohin es unter den angebotenen Zielen tatsächlich geht, erfährt man erst wenige Tage vor Abflug. Die Airlines „verscherbeln“ quasi ihre Restplätze. Ein Preisrisiko sieht manch ängstlicher Bucher darin, dass es natürlich sein kann, dass im angeflogenen Ort, die Hotelpreise zum Reisezeitpunkt so hoch sind, dass der Geldvorteil zwischen den Händen zerrinnt. Dann hilft nur das Umschauen nach Privatunterkünften oder auf Plattformen wie „Air BnB“. Eventuell hat man aber auch Glück. Unser Fachmann sagt aber auch: „Wer sich einen extrem günstigen Flugpreis „geschossen“ hat, sollte mal drüber nachdenken, ob er für das Hotel etwas mehr ausgibt, um nicht am absoluten Stadtrand zu landen.“ – Ein Risiko bleibt natürlich.

„Collossal“ günstiges Rom

Pauschales „Blind Booking“

Das funktioniert dann auf der Internetseite „blookery.de“ – Hier gilt es einen Fragebogen auszufüllen. Beantworten muss man: Worauf hast Du Lust? – Sightseeing, Party oder Romantik? – In welche Region willst Du reisen? – Zur Wahl stehen nördliche, mittlere und südliche Regionen – Wenn ich mich für den Süden entscheide stehen 14 Länder zur Auswahl. Nächster Frage: Wohin willst Du auf keinen Fall? – Hier kann ich Ziele ausschließen und das offensichtlich ohne Aufpreis. Dann folgt die Frage wie ich übernachten möchte. Wählen kann ich vom Hostel mit Mehrbettzimmer, über eigenes Zimmer bis zur gehobenen Unterkunft. Danach muss ich beantworten, ob ich ein eigenes Bad haben möchte oder nicht. Und dann die Abschlussfrage, wann ich erfahren will, wohin es geht. Kurz nach der Buchung, 7 Tage vorher oder 1 Tag vor Abflug. Man merke: Je später die Bestätigung desto günstiger. Danach will die Seite noch wissen, wie viele Personen reisen, Wo man abfliegen will und von Wann bis wann die Reise gehen soll. Zu guter Letzt muss man noch ein Reisebudget angeben. Die Spanne geht von 250 bis über 500 Euro pro Person. Dann schickt man die Anfrage ab und dann heißt es warten bis zu dem Tag an dem man die Bestätigung bestellt hat.

Blind Booking – Lohnt oder lohnt nicht?

Abenteuergeist gehört dazu und der Willen, das blind gebuchte Reiseziel zu akzeptieren und dort das Beste draus zu machen. Kann Spaß machen. Ist wie Glücksspiel und man kann mit dem entsprechenden Glück ein paar Traumtage für wenig Geld verbringen. – Das ist Blind Booking. Probieren geht über verreisen. Wer’s mag – Bitte schön!

Ausblick auf extrem günstiges Prag

Information

Für weitere Infos und zum Nachlesen: www.urlaubsguru.de

Für Flugbuchungen: www.eurowings.com

Für „pauschales“ Blind-Booking: www.blookery.de

 

 

 

 

 

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