Es ist vielleicht der Trend dieser Zeit, der sich auch aufs Reisen niederschlägt. Luxus bleibt im Trend, lese ich aus der Pressemitteilung der FUR Reiseanalyse, die traditionell auf der CMT-Reisemesse in Stuttgart vorgestellt wird. Die Details gibt es zwar erst zur ITB in Berlin (auch traditionell), aber die Trends sind dann schon auf dem Markt. Dort heißt es, dass der Trend zum Luxus weiter steigen soll. 24 Prozent der Befragten sagen zumindest, dass sie es im Urlaub „krachen lassen“ wollen. Dem stehen 30 Prozent gegenüber, die sagen, es könnte im Jahr 2026 wirtschaftlich eher schwieriger werden und man wisse nicht, ob man seinen Urlaubsstandard halten könne.
Soziale Schere vs. „Was kostet die Welt“
Mal ganz pauschal könnte man sagen, dass die finanzielle Schere auch beim Urlaub weiter auseinander geht. Ein Viertel haut das Geld raus und ein Drittel denkt darüber nach, ob das mit den Ferien überhaupt klappt.
Wirtschaftlich sollte das Reiseanbietern zu Denken geben. Das Pauschalreisegeschäft ist letztlich auf Masse aufgebaut und noch, so die FUR-Reiseanalyse, sei alles im grünen Bereich, die Nachfrage für den Urlaub stabil. Ja, man kann mehr Umsatz und danach Gewinn auch eine gewisse Zeit mit weniger Reisenden erzeugen. Ich denke, man wird das bisherige Geschäftsmodell auf die Dauer nicht mehr unverändert lassen können. Moral ist, was man daraus macht.
Luxus, gut fürs Klima
Aus der Klima- und Umweltsicht könnte man argumentieren, dass es doch prima sei, wenn in der Gesamtsumme weniger Menschen große Reisen machten. Wer allerdings die Klimastatistik betrachtet und zur Kenntnis nehmen muss, dass der kleine Prozentsatz der Superreichen ein Vielfaches an Klimabelastung erzeugt, kann sich ausrechnen, dass diese „Hoffnung“ ins Leere geht.
Mal ganz abgesehen von Reisen und Urlaub, tut es der Gesellschaft als Ganzes nicht gut. Das sehen wir bei der Entwicklung der Vermögensverhältnisse und der wahlweisen Hemmung oder Ignoranz der Politik, sich damit auseinanderzusetzen. Wie sagte doch einst der deutsche Kabarettist Hans-Dieter Hüsch: „50 – ca. 50 – besseren Herrschaften gehört die Welt. Moral der Geschichte – Keine!“
Streit um Fluggastrechte
Wenns mal wieder länger dauert: Warteschlange – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Das Gesetz war ein Segen für die Verbraucher. Damit war aber auch klar, dass es den Airlines und den Luftfahrtspezialisten nicht gefallen hat. Seit geraumer Zeit wird immer wieder diskutiert, inwieweit man die gesetzlichen Regelungen zugunsten der Fluggesellschaften anpassen sollte und könnte.
Der „Ausschuss für Verkehr und Tourismus“ des Europäischen Parlaments hat am 12. Januar 2026 ein klares Signal für den Erhalt zentraler Fluggastrechte gesetzt. Dazu zählt insbesondere der Anspruch auf Entschädigung bereits ab drei Stunden Verspätung.
Streit zwischen EU-Rat und EU-Parlament
Die Position des Ausschusses steht in deutlichem Gegensatz zum Standpunkt des Rates der EU, der höhere Schwellen für Entschädigungen vorsieht. Je nach Flugstrecke sollen Reisende erst nach vier bis sechs Stunden Verspätung Ansprüche geltend machen können. Nach Schätzungen würden dadurch bis zu 85 Prozent der betroffenen Passagiere schlechter gestellt als bisher. Konkret müssten Reisende deutlich länger am Flughafen warten, bevor ihnen Rechte zustehen.
Karolina Wojtal, Co-Leiterin und Pressesprecherin des Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland begrüßt die Ausschuss-Position:
Es ist bedauerlich, dass einige Mitgliedstaaten bereit sind, das bestehende Schutzniveau abzusenken. Sollte erneut keine Einigung zwischen Parlament und Rat erzielt werden, bleibt zwar die aktuelle Rechtslage bestehen, gleichzeitig würden aber dringend notwendige Anpassungen an neue Geschäftsmodelle sowie die Schließung bestehender Lücken ausbleiben
Ein weiteres wiederkehrendes Problem für Reisende stellen aus Sicht des EVZ Deutschland Insolvenzen von Fluggesellschaften dar. Die Einstellung des Flugbetriebs führt in der Regel dazu, dass Verbraucherinnen und Verbraucher kaum Chancen haben, eine Erstattung zu erhalten.
Auf den ersten Blick stehen sich die Positionen innerhalb der Europäischen Union, zwischen EU-Parlament und EU-Rat unversöhnlich gegenüber. Bereits 2014 war eine Reform der Fluggastrechte am fehlenden Konsens gescheitert. Derzeit sieht es nicht viel besser aus.
Das spanische Zugunglück
Die Nachricht und die Zahl der Opfer und Verletzten hat viele Menschen geschockt. Mindestens 40 Todesopfer gab es bei der Kollision von zwei Hochgeschwindigkeitszügen am Sonntagabend in der Nähe von Córdoba. Die Zahl der Verletzten wurde von spanischen Behörden mit 170 angegeben. Die Verletzten sind, nach aktuellen Berichten, inzwischen außer Lebensgefahr.
Es sei davon auszugehen, dass sich auch deutsche Staatsbürger an Bord des Zuges befunden haben, teilte das Auswärtige Amt mit.
Der Grund für den Unfall ist nach wie vor unklar. Spekulationen darüber, dass ein Schienenbruch zur Entgleisung eines Zugs und unmittelbar danach zur Kollision beider Züge geführt habe, sind noch nicht bestätigt. Endgültige Informationen zur Unfallursache dürften noch Tage auf sich warten lassen.
Bei den Zügen handelt es sich um einen Zug der italienischen Gesellschaft Trenitalia und einen der staatlichen, spanischen Bahngesellschaft Renfe. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und mehreren Städte in Andalusien bleibt bis auf Weiteres gesperrt.
Art on Snow in Bad Gastein
Der Froschkönig des letzten Jahrs: Art on Snow 2025 (c) TVB Dorfgastein / Mangotree Photography
Eis- und Schneeskulpturen stehen im Mittelpunkt der „Art of Snow“ im österreichischen Gasteiner Tal ab 31. Januar.
Eine Woche lang sollen diesmal Comic-Figuren von Künstlerinnen und Künstlern erstellt werden. Das Publikum kann in dieser Zeit nicht nur staunen, sondern auch die Entstehung mitverfolgen.
Anspruchsvolle Herstellung
Die Herstellung ist künstlerisch und in Sachen Material (Schnee und Eis) fordernd. Bearbeitet werden die Skulpturen zunächst grob mit Kettensäge, Fräse und Schaufel, anschließend filigran mit Meißel und rasiermesserscharfen Klingen – bis die Figuren ihre endgültige Form erhalten.
Das Wasser für die Eisblöcke wird in einem Spezialverfahren unter ständiger Bewegung in den gefrorenen Zustand versetzt, denn nur Eis ohne Lufteinschlüsse ermöglicht die präzise Ausarbeitung. Für die Schneeskulpturen werden Schalungen gebaut, in die der Schnee eingefräst wird. Nach etwa drei Tagen erreicht er durch sein Eigengewicht die nötige Festigkeit. Insgesamt werden für die Kunstwerke in Gasteins Skigebieten in diesem Jahr rund 150 m³ Schnee verarbeitet.
Die Skulpturen entstehen an Standorten in Dorfgastein, Bad Hofgastein & Bad Gastein und sollen ikonische Charaktere spektakulär in Szene setzen. Geplant sind Abbilder u.a. von Spiderman, Batman, aber auch von Tom und Jerry.
Schlittentechnik aus Südtirol
Ein Schlitten, der bremst, lenkt und dabei gut aussieht – das verspricht die Ingenieursarbeit aus Südtirol. Michael Graf entwickelte unter dem Label „Bachmann Rodel” ein innovatives Bremsassistenzsystem aus rostfreiem Edelstahl, das auf eisigem Untergrund mehr Kontrolle und Sicherheit bietet und sich intuitiv per Steuerseil bedienen lässt.
Der Bachmann-Rodel Foto: Tania Marcadella
Anders als klassische Schlitten ermöglichen seine Modelle geschnittene Kurven mit starkem Seitenhalt, vergleichbar mit Carving-Ski. Gefertigt wird konsequent regional, aus heimischem Holz und Bauteilen aus dem Alpenraum, mit kurzen Lieferketten und Recycling der Abfälle. Technik und Design wurden 2022 mit dem ISPO Award und einer Aufnahme in den ADI Design Index in Mailand geadelt.
Die Kosten für den Luxusrodel sind allerdings „ein wenig“ höher. Der Einsteigerschlitten inklusive Bremssystem schlägt mit etwas über 300 Euro zu Buche.
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