
Reise- und Tourismus News vom 19.02.26
Bahn gehackt
Das war keine große Freude, sowohl bei der Bahn, als auch bei der Kundschaft. Ein Cyberangriff sorgte für erhebliche Störungen in den Buchungstools der Deutschen Bahn, sowohl in der „Navigator-App“, als auch auf der Website. Buchungen und Abwicklungen konnten am Dienstagnachmittag und bis in den gestrigen Mittwoch hinein nicht oder kaum abgewickelt werden.

Es sei eine groß angelegte Attacke gewesen, berichtet das Bundesamt für Informationssicherheit. Es soll sich um eine DDoS-Attacke gehandelt haben. Tausende Computer schicken dabei gleichzeitig so viele Anfragen an ein System, bis es zusammenbricht. Dies soll sich, nach Medienberichten, in einer Dimension von mehreren Milliarden Anfragen innerhalb von einer Minute gehandelt haben. Sicherheitsexperten gehen deshalb davon aus, dass es sich um einen Angriff von großer Dimension gehandelt hat.
Noch ist nicht klar, wer dahintersteckt. Um „Amateure“ kann es sich aber nicht handeln. Hauptaugenmerk der Bahn-IT richtet sich jetzt auf den Schutz von Kundendaten. Navigator-App und die Website bahn.de laufen seit gestern Mittag wieder ohne Probleme.
DRV: Es bleibt beim Klimaschutz
Das ist zunächst eine gute Nachricht in Zeiten, wo Bemühungen um Nachhaltigkeit und Klimaschutz gerne mal vom Tisch gewischt werden. Der Deutsche Reiseverband vertritt zumindest die Position, dass Klimaschutz im Tourismus inzwischen zur wirtschaftlichen Notwendigkeit geworden ist.
Der DRV unterstreicht in seinem aktualisierten Positionspapier zum Klimaschutz das gemeinsame Ziel von Politik, Wirtschaft und Reisenden, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und die Reisewirtschaft zukunftsfähig aufzustellen.

DRV-Präsident Albin Loidl betont:
Klimaschutz ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Wirtschaft und Reisenden. Die Reisewirtschaft übernimmt Verantwortung und treibt die Transformation aktiv voran – im Einklang mit der Nationalen Tourismusstrategie und dem Ziel, Reisen klimaverträglich, wettbewerbsfähig und attraktiv zu gestalten.
Reisewirtschaft muss voran gehen
Im Mittelpunkt des DRV-Positionspapiers stehen langfristige Emissionsreduktion, die Transformation hin zu einer Mobilität ohne fossile Energie, sowie die konsequente Ausrichtung touristischer Angebote auf Klimaverträglichkeit. Dabei gibt es ein wichtiges politisches Statement des Verband.
Nationale, europäische und internationale Klimaschutzvorgaben, insbesondere für internationale Verkehrsträger, müssten so gestaltet werden, dass sie einen fairen Wettbewerb gewährleisten und die Verlagerung von CO2 Emissionen in Drittstaaten mit geringeren Vorgaben verhindern.
Gleichzeitig spricht sich der DRV für eine EU-weite Anti-Dumping-Regelung aus. Damit soll der Verkauf von Reiseleistungen – insbesondere Flugtickets – unterhalb der Kosten für Steuern, Zuschläge, Entgelte und Gebühren, unterbunden werden.

Ziele gehen nur solidarisch
Ziel sei, Klimaschutz und wirtschaftliche Tragfähigkeit in Einklang zu bringen und gleichzeitig attraktive, verantwortungsvolle Reiseangebote zu ermöglichen. Das gehe nur mit innovativen politischen Leitplanken. Zudem sei die Akzeptanz der Reisenden für den Erfolg einer Transformation unabdingbar.
Hier spricht der Verband, die seit Jahren bekannte Binsenweisheit der Marktforschung an: Eine große Zahl Reisender möchte umwelt- und klimafreundlich verreisen, aber nur wenige tun dies in der Realität. Meist scheitert dies an Geldbeutel und mangelnder Information.
Spiekeroog: Ein Ziel für alle Jahreszeiten
Mit der Kampagne „Zeit für Spiekeroog“ will die Ostfriesische Insel Gäste einladen, die Schönheiten Spiekeroogs auch außerhalb der gefragten Sommersaison zu entdecken.

Dazu gibt es besondere Erlebnis-Angebote wie das „Sternen-Arrangement“ mit Sternenfotografie-Crashkurs, eine Fastenwoche oder das „Weiber-Wochenende.“ Ferienunterkünfte werden zudem viele Preisnachlässe anbieten.
Der Sommer ist eine lebendige Jahreszeit auf der Insel. Aber, man sei eine Ganzjahres-Destination, heißt es in einer Pressemitteilung. Alle Jahreszeiten seien erlebenswert. Um das zu belegen, hat man die Kampagne „Zeit für Spiekeroog“ gestartet, die mit vielen ausgewählten Erlebnis-Angeboten lockt.
Auch die Kultur kommt dabei nicht zu kurz. Zum Internationalen Jazzfestival (12. bis 19. April 2026) beispielweise umfasst ein Arrangement sieben Übernachtungen in einer Ferienwohnung inklusive Festivalticket, Begrüßungstee und einer Flasche Wein.
Rückenwind für Bett+Bike
ADFC Bett+Bike, Deutschlands größtes Netzwerk für radfreundliche Unterkünfte, blickt auf ein erfolgreiches 30. Jubiläumsjahr zurück. Mit rund 5.900 Partnerbetrieben in Deutschland und Europa setzt das Netzwerk ein deutliches Zeichen für nachhaltigen Tourismus und die zunehmende Bedeutung des Radtourismus.

2025 konnte Bett+Bike die Zahl der Partnerbetriebe steigern. Dies zeige, so Geschäftsführer Stephan Durant, dass Radreisen weiter stark nachgefragt sind und das Qualitätszertifikat der Marke attraktiv sei. Außerdem sei der Erfolg ein Beleg für die Bekanntheit und Verlässlichkeit der ADFC-Marke Bett+Bike.
Bett+Bike Sport
2025 wurde das eigenständiges Zertifikat für sportliche Radreisende und Regio-Radler eingeführt. Es richtet sich an sportlich ambitionierte Radreisende, die besondere Anforderungen an Training, Ausrüstung und Verpflegung stellen. Bett+Bike will hier maßgeschneiderte Lösungen für Mountainbike- und Gravelbike-Fahrer anbieten und sein Angebot für sportlich orientierte Gäste sowie für Aktiv- und Wellnesshotels stärken.
Märchenhaft: Nordhessen-Fisch

Vor Jahren klang das wie ein Widerspruch und seit Jahren beweisen Gastronomiebetriebe aus der GrimmHeimat NordHessen, dass es geht. Wie gut, soll in den gestern wieder gestarteten „Heimatfisch Genießerwochen“ einmal mehr bewiesen werden. In sieben Restaurants der Märchenregion gibt es wieder Fisch aus der Region auf der Speisekarte.
Die Aktion, die 2018 ins Leben gerufen wurde, hat sich zum regionalen Knüller entwickelt. Die Schlagzeile dazu lautet: Kurze Lieferwege, frische und regionale Küche und das bis Ostersamstag, die Fastenzeit begleitend.

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