D-RR News 04.10.21 – Impfpflicht / DB – 3G / Ticketerstattung / Malta / Sri Lanka

Impfpflicht für fliegendes Personal?

In der Airline-Branche wird diese Problematik schon länger diskutiert. Amerikanische Fluglinien haben sie für ihr Personal bereits eingeführt. Jetzt denkt Lufthansa ebenfalls und erneut über dieses Thema nach und plädiert für die Impfpflicht. Juristisch durchsetzbar ist dies bisher nicht.

Lufthansa Boeing 747-8 (D-RR-Archivbild)

Nach einem Bericht der „Deutschen Welle“ sagte LH-Vorstandsmitglied Detlef Kayser:

Als weltweit operierende Airline befürworten wir eine verpflichtende Impfung für unsere Crews und brauchen darüber hinaus eine Möglichkeit zur Erfassung der Impfdaten

Wie wir bereits berichtet haben, gerät LH zusehends in Schwierigkeiten, wenn es um die Besetzung von Crews geht, die Ziele anfliegen, in denen für die Einreise eine Covid-19-Impfung vorgeschrieben ist. Die Airline erwartet zudem eine Impfpflicht für Crews bei der Einreise in die USA, die ab November wieder möglich werden soll.

Impfpflicht bei Swiss

Die Konzern-Tochter Swiss hat diese Impfpflicht bereits eingeführt und inzwischen angekündigt, sich von fliegenden Personal trennen zu wollen, das nicht geimpft ist. Die Frist dafür ist der 1. Dezember. Kündigungen könnten dann spätestens im Januar erfolgen.

Swiss mit Impfpflicht für Crews

US-Airlines mit Impfpflicht

Amerikanische Airlines haben die Impfpflicht weitestgehend umgesetzt. Sie gilt für das fliegende Personal von American Airlines, Alaska Airlines, Delta Air Lines, Jet Blue und United Airlines. United hat bereits knapp 600 Kündigungen ausgesprochen.

Innerhalb Europas gibt es zudem eine Impfpflicht für die Crews bei Wizz Air. Dort soll ab 1. Dezember nur noch vollständig geimpftes Personal eingesetzt werden.

“1G” für Passagiere

Impfpflicht bei Air New Zealand ab 01.02.22

Dieses Thema hat bisher nur Air New Zealand angepackt. Hier wird es eine Impfpflicht für Alle an Bord von international Flügen geben. Als Datum nennt die Fluggesellschaft den 1. Februar 2022.

Weitere Airlines könnten folgen, zumal die Einreise für nicht geimpfte Passagiere von immer mehr Ländern verweigert wird. Dazu zählen perspektivisch auch die USA und Canada. Eine Einreise ohne Impfung ist, bzw. wird hier nur mit großen Problemen möglich sein.

Keine 3G-Fernzüge bei der Deutschen Bahn

Foto: Barteld Redaktion / Deutsche Bahn

Das Bundesverkehrsministerium hält die Einführung einer 3G-Regel (Geimpft-Genesen-Getestet) für ICE- und IC-Züge für nicht realisierbar. Rechtlich sei dies nicht umsetzbar, zudem sei es nicht möglich, die entsprechenden Kontrollen durchzuführen. Die Bundesregierung hatte Anfang September einen entsprechenden Testauftrag für Bahnfernstrecken und Inlandsflüge in Auftrag gegeben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werde dies nicht weiter verfolgt betonte die Bundesregierung nach einem Bericht von „Der Spiegel“.

Rückerstattung von ausgestellten Flug-Gutscheinen

Insbesondere in der ersten Phase der Corona-Krise sind viele internationale Flüge abgesagt worden. Passagiere wurden zunächst mit Gutscheinen abgefunden. Die EU-Kommission hat jetzt gemeinsam mit den europäischen Verbraucherzentralen und in Verhandlungen mit mehreren Airlines eine einfachere Erstattungsregelung vereinbart. In den Medien wird dazu EU-Justiz-Kommissar Didier Reynders zitiert. Er sagte:

Zu Beginn der Pandemie haben einige Fluggesellschaften den Passagieren Gutscheine aufgedrängt und damit gegen die EU-Verbraucherschutzvorschriften verstoßen. Die meisten Fluggesellschaften haben sich nun erfreulicherweise bereit erklärt, diese Gutscheine zurückzuerstatten.

Demnach sollen jetzt bisher nicht in Anspruch genommene Gutscheine erstattet werden. 16 Fluggesellschaften haben sich inzwischen dazu bereit erklärt. Es sind: Aegean Airlines, Air France, Alitalia, Austrian Airlines, British Airways, Brussels Airlines, Easyjet, Eurowings, Iberia, KLM, Lufthansa, Norwegian, Ryanair, TAP-Air Portugal, Vueling und Wizz Air.

Die juristischen Regelungen bei Weigerung von Airlines müssen jetzt noch von den nationalen Behörden umgesetzt werden.

Malta: Nach 1G jetzt wieder 2G

Die Einreise nach Malta ist jetzt auch für von Covid-19-Genesene wieder möglich. Bisher betrieben, nach mehreren Infektionsausbrüchen, eine sehr rigide Einreisepolitik auf die Inseln. Jetzt dürfen, neben vollständig geimpften, auch genesene Personen wieder einreisen. Voraussetzung dafür sind eine Impfung und ein Nachweis über die Genesung. Dieser darf jedoch maximal 6 Monate alt sein.

Malta: Jetzt geht wieder 2G

Einreise nach Sri Lanka

Ein Urlaub auf der Insel im Indischen Ozean soll künftig wieder möglich sein. Voraussetzung dafür ist eine abgeschlossene Impfung und die Vorlage eines zusätzlichen PCR-Tests bei der Einreise. Damit soll die Bewegungsfreiheit im Inselstaat wieder möglich werden.

Bisher war nach Einreise der Aufenthalt für Urlauber auf wenige Hotels beschränkt. Diese durften zudem nicht verlassen werden. Außerdem mussten sich die Gäste einer permanenten Testkontrolle unterziehen.

Mit der Einführung der neuen Einreiseregeln hofft Sri Lanka auf die Wiederbelebung des Tourismus.

Kalifornien: Strände mit Öl verschmutzt

Huntington Beach, California

Nach dem Leck in einer Öl-Pipeline sind die Strände der südkalifornischen Badeorte Newport Beach und Huntington Beach mit großen Mengen Öl verseucht worden. Die Strandbereiche wurden gesperrt, Baden und Surfen ist untersagt. Die Behörden sprechen von einer „nicht umkehrbaren Auswirkung auf die Umwelt.“ Der Ölteppich breitet sich seit Samstag aus. Das Leck in der Pipeline konnte noch nicht geschlossen werden. Zahlreiche ölverschmierte Tiere wurden inzwischen am Strand gesichtet. Bewohner sollen sich nicht selbst um die Rettung kümmern, sondern die Behörden benachrichtigen.

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