
Reise- und Tourismus News vom 24.02.26
Unsichere Lage in Mexiko
Seit dem Tod des Drogenkartellchefs Kartellchefs “El Mencho“ in Mexiko am Sonntag nehmen im Land Ausbrüche von Gewalt zu. Betroffen sind davon auch Regionen, eigentlich als sichere Touristenhochburgen gelten. Besonders betroffen war gestern Puerto Vallarta an der mexikanischen Westküste. Dorthin verreisen überwiegend kanadische und US-Urlauber. Air Canada hatte seine Flüge dorthin am Montag eingestellt.
Selbst im weit entfernten Cancun wurde vorübergehend gewarnt. Dort ist die Lage inzwischen wieder ruhig.
Reise- und Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt hat dazu einen Reise- und Sicherheitshinweis veröffentlicht, der ständig aktualisiert wird.
Berlin, Berlin…
…wir fahren immer seltener nach Berlin. Nächste Woche wird viel los sein in der Hauptstadt. Die ITB bringt massenhaft Besucher. Das Gleiche gilt sicher auch für andere Großveranstaltungen und Messen, wie zum Beispiel die „Grüne Woche“ oder in Teilen auch die gerade zu Ende gegangene Berlinale.

Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Berlin in Lauf der letzten Jahre massiv Besucher verloren hat. Die Zahl der Übernachtungen sank von 34 Millionen im Jahr 2019 auf nur noch 29,4 Millionen in 2025.

Es gibt äußere Faktoren für Auslandsgäste. Dazu gehören verschlechterte Fluganbindungen, wie kaum vorhandene Langstreckenflüge. Das Interesse der Kulturtouristen aber auch der „Party People“ habe nachgelassen. Die Besucher klagten zudem über schlechter gewordene Sauberkeit und Zuverlässigkeit in der Stadt.
Teilweise ausgeglichen wird die Statistik durch höhere Einnahmen aufgrund steigender Hotelpreise.
Frankreich: Reise-Bestseller weltweit

In der Reisestatistik 2025 steht Frankreich wieder an der Sitze. 102 Millionen Gäste ist gleichbedeutend mit der Nummer 1 in der Welt. Auch die Einnahmen aus dem Tourismus sind um rund neun Prozent gestiegen. Im Vergleich zu 2019 ist das sogar ein Plus von 37 Prozent. Fast 78 Milliarden Euro sind eine „fette Hausnummer“.
Frankreichs größte Zahl an Auslandsurlaubern kommt aus den europäischen Nachbarländern. Aber auch die Zahl der Inlandsurlauber ist, laut Statistik gewachsen.
Nordsee-Insellauf 2026
Er hat schon eine Tradition auf den Inseln und gehört zu den außergewöhnlichsten Veranstaltungen: Der EWE Nordseelauf. Diese sportliche Herausforderung führt über alle sieben Ostfriesische Inseln.

Sieben Etappen à 10 Kilometer an acht Tagen: Los geht es am 20. Juni auf Borkum, danach folgen Norderney, Baltrum, Juist, Langeoog und Wangerooge. Das Finale steigt dann auf Spiekeroog, das Insel-Hopping wird mit Fähren organisiert.
Der jährliche Highlight-Lauf ist sehr beliebt. Für die Komplett-Variante sind deshalb inzwischen schon alle Startplätze vergeben. Es besteht aber die Möglichkeit, einzelne Etappen mitzulaufen.
Wer vorab schon trainieren will, von wegen sportliche Herausforderungen, kann sich auch im Vorfeld schon in frischer Nordseeluft „austoben“ Einzelläufe gibt es schon vorher auf Langeoog (Osterlauf (05.04.) und Sanddornlauf ) und auf Norderney (Meine Insel Lauf).

Für alle nicht ganz so sportlichen Naturen besteht natürlich die Chance zum Anfeuern der Akteure. Beifall und Durchhalterufe machen geben bekanntlich Kraft und Energie.
Zauberwort Coolcation
Im Vorfeld habe ich diese Begrifflichkeit in den letzten Tagen mehrfach in Presseinformationen zur Tourismusbörse in Berlin gelesen. Die Spanne reicht, vom kühlen Wildbach, über Ferienhausangebote bis zum Strand.
Jetzt stellt sogar ein komplettes Bundesland seine Bewerbung auf „Coolcation“ ab.
#coolcationMV

Unter dem Titel „Zeit für Deine #coolcationMV“ setzt die MV Tourismus GmbH (MV-T) mit einer Online-Kampagne Impulse für einen Sommerurlaub in Mecklenburg-Vorpommern.
Passend zum Trend stellt man dazu passende Angebote ins digitale Schaufenster. Angesprochen werden sollen Familien und Aktivurlauberinnen und -urlauber aus ganz Deutschland. Auch das eigene Bundesland nimmt man dabei ausdrücklich nicht aus. Der Geschäftsführer der MV-T, Peter Kranz sagte:
Mecklenburg-Vorpommern ist ein ideales Reiseziel für eine Coolcation-Auszeit. Insbesondere Familien mit Kindern und Aktivurlaubern wollen wir mit der Kampagne Tipps für einen entspannten Urlaub an die Hand geben, in dem sie zwischen Ostsee und Badeseen, Wäldern und Welterbe einen kühlen Kopf bewahren können.
Die Kampagne wird bis April insbesondere über Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook und Pinterest, aber auch über die Tourismuswebsite des Landes ausgespielt.
Ahrtal lebt auf
Fünf Jahre nach der Flut erlebt das Ahrtal einen positiven touristischen Aufschwung. Die Wiedereröffnung der Ahrtalbahn, neue Übernachtungskapazitäten, eine wachsende Nachfrage im Tagungs- und Eventbereich sowie wichtige Fortschritte bei touristischen Projekten stärken die Region nachhaltig.
Ahrtalbahn

Die vollständige Wiederinbetriebnahme der Ahrtalbahn bis Ahrbrück im letzten Dezember 2025 sei dabei ein Meilenstein, betont Andreas Lambeck, Geschäftsführer des Ahrtal-Tourismus:
Die Rückkehr der Bahn ist weit mehr als ein Infrastrukturprojekt – sie bringt uns ein Stück Normalität, Lebensqualität und touristische Zukunft zurück.
Die elektrifizierte Strecke verbessere die klimafreundliche Erreichbarkeit. Rund 22 Millionen Menschen könnten die Region jetzt innerhalb von zwei Stunden erreichen, 14 Millionen Deutschlandticket-Besitzer sogar ohne zusätzliche Kosten.
Aktiverlebnisse
Die Wiederherstellung des Ahrradwegs schreitet voran. Das Teilstück zwischen Walporzheim und Mayschoß wird im Sommer 2026 eröffnet. Diese neue Etappe sei ein wichtiges Signal für alle, die das Ahrtal mit dem Rad erleben möchten.

Zudem wurden die ersten Projekte aus dem Nachhaltigen Tourismuskonzept des Ahrtals umgesetzt. Die Ende 2025 eröffnete Wein-Entdecker-Tour zwischen Ahrweiler und Walporzheim vermittelt auf modern gestalteten Tafeln Wissen zu Weinbau, Natur und Klimawandel. Im nahen Frühjahr geht dann auch die zweite Wein-Entdecker-Tour an der Mittelahr an den Start. Sie wurde in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnern entwickelt wurde und vertieft das Thema Steillagenweinbau. Weinfreunde kommen damit wieder voll auf ihre Kosten.
Die Bilanz fasst Andreas Lembeck mit einem Satz zusammen:
Wir sind noch nicht am Ziel, aber wir sind auf einem sehr guten Weg und wir spüren, dass die Gäste das genauso sehen.
Inseln im Angebot

Die globale Kampagne „Your Swedish Island” von Visit Sweden setzt einen außergewöhnlichen Impuls im internationalen Reisemarketing: Fünf schwedische Inseln, darunter Marsten vor der Küste von Falkenberg in Halland, werden als Preis verlost, inklusive Nutzungsrechte für ein ganzes Jahr. Bei 267.570 schwedischen Inseln dürfte der temporäre Verlust an Landbesitz für die Schweden verschmerzbar sein.
Halland & Marsten
Halland ist damit als einzige westschwedische Region Teil dieser aufmerksamkeitsstarken Initiative, die Luxus neu definiert: nicht als materiellen Überfluss, sondern als naturnahe, stille Exklusivität mit Meer, Wind und offenen Horizonten.

Marsten selbst besticht durch schroffe Felsen, klare Küstengewässer und die Nähe zu beliebten Stränden wie „Skrea-Strand“ in Falkenberg und verspricht so eine perfekte Kombination aus Rückzug und regionaler Lebendigkeit.
Fredrik Janson, Geschäftsführer von Destination Falkenberg in Halland sagte erfreut:
Es ist großartig, dass Falkenberg in der globalen Kampagne von Visit Sweden hervorgehoben wird. Marsten ist für die meisten Menschen unzugänglich, aber genau das macht es so magisch, mit seinem Gefühl von wilder und unberührter Natur.
Es müssten aber nicht die Schweden sein, die zwar mehrere Privatinseln für ein Jahr anbieten und ganz nebenbei darauf hinweisen, dass man als Inselbesitzer:in durchaus gefordert ist. Zu Marsten heißt es zum Beispiel ganz deutlich:
Übernachte im Ocean-Hotel, wo du von deinem Zimmerbalkon aus mit dem Fernglas Deine Insel sehen kannst. Anreise natürlich per Kajak oder SUP.
Bewerbungen um den Inselbesitz werden noch bis 17. April entgegengenommen.

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