DRR103 – Usedom-Trilogie (3) Das Vorpommern Gefühl

Jetzt hab ich so viel erzählt von Natur und Genuss, von Kunst und Kultur, da wird es auch Zeit noch einmal auf die spezielle Lage der Insel einzugehen und auf die, unter Anderem, daraus resultierenden Probleme. Das Paradies in Reinkultur ist nicht mehr vorhanden, seit Adam und Eva, der Auszug nahe gelegt wurde. Also werfen wir in dieser Ausgabe den zweiten Blick, den Blick auf das, was hinter der Fassade des wunderschönen Urlaubs köchelt. Die Welt in Mecklenburg-Vorpommern ist beileibe nicht so heil, wie es auf den ersten Blick so scheint.

Leerer Rathausplatz und „durchschnittene“ Stadt: Wolgast, das Tor nach Usedom

Historisch einordnen und engagieren

Dr. Barbara Roggow ist Museumleiterin in Wolgast und engagiert sich für ihre Heimat. Vorpommern war historisch immer benachteiligt und gehörte in großen Teilen lange Zeit zu Schweden. Heute überlegt sie mitunter, ob es Vorpommern besser ginge, wenn das noch immer so wäre. Im Interview hat sie uns erklärt, wo es, Ihrer Meinung nach, in Vorpommern heute klemmt, dass auch die Wiedervereinigung Deutschlands daran nichts geändert hat und warum Menschen zu Protestwählern werden und AfD wählen. Sie vermisst wirkliches Engagement der demokratischen Parteien in ihrer Heimat.

Wo bleibt echtes Engagement? – Interview mit Museumsleiterin Barbara Roggow – Foto: FOTAC Bild / Wolf-Georg Kirst

Clever sein in der DDR und danach mitunter nur wundern

Martin Bartels war 30 Jahre lang, Pastor der Gemeinde Benz. In dieser Zeit hat er viel bewegt, für die Menschen, die eingeschränkte Freiheit und die Kultur. Er ist der Gründer des Benzer Kirchensommers, der in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal stattfindet. Er kümmert und kümmerte sich immer um Freiheit, Kultur und Menschenliebe. Es war immer ein Wechselspiel der Gefühle und trickreiches Einfädeln von Umständen, die er in seiner Kirche wahr gemacht hat. Pfarrer sein war ihm ein Bedürfnis in seiner Berufszeit. Heute wollte er „den Job“ nicht mehr machen. Ein aufrecht demokratisch denkender Mensch, der sich auch heute noch engagiert und im Podcast viel erzählt über Engagement, politische Arbeit in der Kirche und über seine Kulturarbeit, die u.a. zum ersten Auftritt von Konstantin Wecker in der DDR führte. Er trat auf in der Benzer Kirche auf Usedom.

Bereichernd: Das Gespräch mit Martin Bartels – Foto: FOTAC Bild / Wolf-Georg Kirst

Information:

www.usedom.de

www.pastormartin.de

Hinweis:

Die Recherche zu dieser Reiseradiogeschichte wurde unterstützt von „Usedom Tourismus“. Dies hat keinen Einfluss auf eine unabhängige Berichterstattung!

 

 

 

 

 

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