Ob die Zeiten früher besser waren, sei dahingestellt. Übersichtlicher bestimmt und damit für den wirtschaftlichen Laien mit Pluspunkten besetzt. Aber mit „Es war einmal…“ fangen ausschließlich Märchen an.
Wer ältere Menschen nach dem Ferienflieger „Condor“ fragt, erhält des Öfteren noch Antworten, die mit der einstigen Lufthansa-Tochter, dem besseren Service und dem angenehmeren Fliegen zu tun haben. Diese Zeiten sind lange vorbei. Heute stehen sich hier harten Konkurrentinnen gegenüber.
Wechselhaftes Schicksal
Die Condor-Geschichte ist wechselhaft. Thomas Cook. Fast pleite saniert, Rettung durch die Airliner-Lichtgestalt Ralf Teckentrup. Nach dem Thomas Cook-Ende durch staatliche Kredite gerettet. Investorensuche bei LOT gefunden und gleich wieder verloren, denn da war Covid und die Corona-Luftfahrtkrise.
Die Rettung kam wieder von staatlicher Seite, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Hessen übernahmen 49% der Condor, der Investor Attestor 51% der Anteile. Es wurde wieder investiert, die Flotte von Grund auf erneuert, die fröhliche „Streifenhörnchen-Airline“ entstand. Der Konflikt mit Lufthansa brachte neue Probleme, die man zu lösen versucht. Condor war wieder Condor, was nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass Kredite zwar bedient wurden, aber die öffentlich-staatliche Beteiligung nicht ewig dauern kann und soll.
Nun steht der „neue“ CEO Peter Gerber da und muss sich was einfallen lassen. 49 Prozent zukunftsweisend zu verkaufen ist nicht einfach, zumal man auch nicht weiß, wie lange der private Investor noch an Bord bleibt.
Was man weiß und was auch nicht
Ob es eine brillante Idee ist, jetzt über den Verkauf an eine Airline vom Golf öffentlich zu spekulieren, sei dahingestellt. Air Berlin-Fans denken mit Grauen an den “Investor” Etihad. Das ist schief gegangen, auch durch eigene Managementfehler der Berliner. Eine Allianz muss her, wenngleich diese keine wirkliche Lösung ist.
Die deutsche Reisebranche taucht inzwischen ab. Die gerne als „Enfant terrible“ auftretende Marija Linnhoff fordert von Kolleginnen und Kollegen eine Verantwortung und Unterstützung, damit der Ferien-Flugmarkt in Deutschland stabil bleibe, LH und Discover nicht zum ganz großen Platzhirsch werden könnten. Gleichzeitig weist sie die Politik auf ihre Verantwortung hin. Ein Engagement dürfe im wirtschaftlichen Endergebnis nicht verpuffen.
Lösung keine? Zumindest vorerst nicht. Hier stoßen unabhängige Luftfahrt und Reisebranche offensichtlich an Grenzen. Aus Verbrauchersicht wäre es wichtig, die Selbständigkeit der Condor zu erhalten. Klar ist aber auch, dass staatliche Finanztöpfe nicht überall einspringen können, wenn es eng wird. Dafür gibt es zu viele Baustellen.
Ob die Reisebranche eine Verantwortung wahrnehmen wird? – Sicher nicht durchgehend, schließlich ist da ja auch noch die TUI mit ihrer eigenen Airline und Beteiligungen anderer Veranstalter bei kleineren Vorhaben (siehe Sundair).
Hat man sich verzockt und keiner will die Rechnung begleichen? Ein “Bild” geht mir gerade durch den Kopf. Es ist KI generiert und besagt: „Man kann Streifenhörnchen als Haustier halten, aber es sind anspruchsvolle Wildtiere. Sie eignen sich nicht zum Schmusen.“
Easyjet: Übernahme im Schlussspurt
Passend zur Condor-Geschichte macht derzeit eine fast vollzogene Übernahme eines europäischen Billigfliegers Schlagzeilen.
Foto: Easyjet
Der US-Investor „Castlelake“ wird, nach mehreren gescheiterten Versuchen, jetzt doch Easyjet übernehmen. Der Investor will das Unternehmen, zum Preis von 6,1 Milliarden Euro von der Börse nehmen. Was könnte folgen?
Branchenkenner befürchten die Zerschlagung der Fluggesellschaft. Logik: Einzelteile sind gewinnbringender als das Gesamtprodukt. Konkret: Eine Aufspaltung in Flugzeugflotte, Start- und Landerechte und Urlaubsgeschäft könnten die Folge sein. Genaues weiß man noch nicht, da das verbindliche Angebot noch ausstehe.
Mögliche Folgen
Die Flugkapazitäten in Europa würden sinken Konkurrenten wie Ryanair oder die britische Jet2 würden sich die Hände reiben, auch Eurowings (LH Group) hätte Ausbauchancen.
Große Netzcarrier wie Lufthansa, Air France / KLM, sowie die IAG (u.a. British Airways und Iberia) dürften sich dann um Start- und Landerechte streiten. Derzeit ist das für das Produkt Easyjet jedenfalls ein Flug ins Ungewisse.
Niederlande: Das Geld, das Angebot und der eigene Etat
Urlaub ist teurer geworden. Die Frage für die Reisenden ist aber, die nach der Frage der Finanzierbarkeit der eigenen „schönsten Wochen“.
Die Niederlande wollten es wissen und warten nun mit einer Botschaft für deutsche Urlauber auf.
Optimales Angebot
Eine neue internationale Studie des Niederländischen Büros für Tourismus & Convention (NBTC) zeige, dass die Preiswahrnehmung der Niederlande unter deutschen Urlauberinnen und Urlaubern stabil geblieben sei.
„Holland“ sei nach wie vor ein Reiseziel mit einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis.
Texel am Abend – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Aus dem Monitor geht hervor, dass deutsche Gäste ihre Reiseentscheidungen zunehmend bewusster treffen. Neben dem Preis spielen dabei aber auch Faktoren wie Wetterbedingungen und Besucherandrang am Urlaubsort eine wichtigere Rolle. Die Niederlande sind dabei offensichtlich gut am Start.
Barbara Driessen, PR Manager Germany beim Niederländischen Büro für Tourismus & Convention (NBTC) sagt, es sei erfreulich zu sehen, dass deutsche Reisende die Niederlande weiterhin als Reiseziel mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis bei Unterkünften bewerten. Das bestätige, dass man einem breiten Publikum nach wie vor viel zu bieten habe.
Welterbe-Perle: Gartenreich Dessau-Wörlitz
In diesem Sommer warten unweit von Dessau in Sachsen-Anhalt erstklassige kulturelle Veranstaltungen zu erleben und vielseitige Entdeckungen zu machen. Von Konzerten in den historischen Gartenanlagen über Ausstellungsbesuche bis hin zu einem Picknick für die ganze Familie und einladenden Angeboten für Kinder und ihre Begleitpersonen.
Am 8. und 9. August verspricht das Gartenreichfest ganz besondere Einblicke in die Kulturlandschaft. An diesem Wochenende können Interessierte, dank zahlreicher Kooperationspartner, das Gartenreich in seiner ganzen Breite zwischen Dessau und Wörlitz beim Fest im Georgium, bei Radtouren oder bei Besuchen der zahlreichen Gartenreichkirchen erleben.
Schloss Wörlitz vom Wasser aus gesehen – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Am Sonntag, dem 9. August sind schließlich alle eingeladen, festlich gekleidet mit weißer Decke auf der Wiese vor dem Schloss Wörlitz Platz zu nehmen und beim „Picknick bei Franz“ ein buntes Sommerprogramm zu genießen. Am Abend werden Brücken und Skulpturen für die „Gondelfahrt zur Blauen Stunde“ dezent illuminiert – ein Anblick, der nicht nur von der Gondel, sondern auch beim Spazieren durch den Garten überrascht.
Ein vielfältiges Programm wartet diesen Sommer auf Besuchende. Alle Termine, Infos und Veranstaltungen finden Sie unter auf der Website des Gartenreichs.
Clueso, die Beach Days und die Nordsee
Vom 7. bis 10. August steigt die siebte Auflage der „Beach Days Borkum“. Eröffnet werden sie (am Freitag) mit dem Open-Air-Konzert von Clueso. Dann sind Hits wie “Flugmodus”, “Chicago” oder “Gewinner” am Borkumer Nordbad zu hören, Aftershow-Party inklusive.
Clueso freut sich bereits auf sein Borkum-Konzert:
Die Kulisse, Meer, Wind, Licht – das macht sofort was mit einem. Viel unterwegs, wenig Schlaf. Aber an so einem Tag fühlt es sich wie „Tourlaub“ an. Man spielt ein Konzert und gleichzeitig ist das dieses kleine Urlaubsgefühl.
Während am Samstag die Beach Party mit sommerlichen Beats, coolen Drinks und ausgelassener Stimmung an den Strand lockt, wartet am Sonntag mit „Borkum Olé“ Mallorca-Feeling. Frenzy mit dem Kultsong „Lampen an“, Oli P. (“Flugzeuge im Bauch”), Samu und DJ Christian Schall sind mit jeder Menge Mitsing-Hits am Start. Wer möchte, kann an diesem Abend auch am Strand zelten, vorausgesetzt beim Ticketkauf wird ein Zeltplatz mitgebucht.
Zum Finale am Montag sind dann Tim (den Älteren noch als Tarzan bekannt), Karl, Klößchen und Gaby im Einsatz: Im Rahmen der „TKKG – die Live-Hörspiel-Tour“ lösen sie gemeinsam ihren neuen Fall „Das verschwundene Zepter von Gizeh“. Es liest die Originalbesetzung mit Sascha Draeger (Tim), Tobias Diakow (Karl), Manou Lubowski (Klösschen) und Rhea Harder-Vennewald (Gaby). Das dürfte für die Erwachsenen eine wunderbare Kindheitserinnerung sein, für die Jüngeren ein spannendes Abenteuer.
Noch gibt es Restkarten für alle Veranstaltungen.
Durchatmen im Norden – Foto: Nordseeheilbad Borkum / Torsten Dachwitz
Sport on Top
Das ganze Musik und Party-Spektakel wird mit Top-Sport garniert – mit der hochklassigen Beach-Volleyballserie „ROCK the BEACH“. Bei diesem Profi-Turnier spielen die besten deutschen Beach-Volleyballteams im heißen Sand um die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften. Der Eintritt ist für alle Zuschauer frei. Für Kinder steht an den vier Tagem zusätzlich das Sportmobil mit vielen Sport- und Spielgeräten auf der Event-Fläche.
Nach Sommerfrische, dem Prinzen Heinrich und Rheinsberger Kultur, folgen Liebe und Literatur. Auf den Spuren von Kurt Tucholsky im Bilderbuch für Verliebte. […]
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