Reise News 25.06.26 – Schwächelnde Lust & Suche nach Cool

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Erdbeben in Venezuela

Zwei starke Erdbeben gab es in Venezuela in vergangenen Nacht. Zur Ortszeit 18.04 bebte die Erde, auch in der Hauptstadt Caracas. Im Stadtteil Alta Mira, sei u.a. ein Hochhaus eingestürzt, der Flughafen von Caracas ist wegen Schäden derzeit geschlossen. Agenturen sprechen von mindestens 32 Toten. Die Zahl wird aber erheblich steigen. Es könnte, geschätzt, mehr als 10.000 Todesopfer geben.

Hintergründe und Auswirkungen

Die US-Geologie Behörde USGS spricht von einer Stärke von 7,2 bzw. 7,5 beim zweiten Beben. Dicht am Epizentrum liegen Städte wie Puerto Cabello und San Felipe. Alleine dort leben über 400.000 Menschen. Internationale Hilfe wird zeitnah anlaufen. Auch die USA haben Unterstützung zugesagt.

Touristisch spielt Venezuela seit längerer Zeit keine Rolle. Alarm, u.a. vor drohenden Tsunamis gab es aber auch auf den ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curacao) in der südlichen Karibik. Dieser Alarm konnte inzwischen aber aufgehoben werden.

Urlaubsplanungs-Index

Mit dem Urlaubsplanungsindex (UPI) legen das Deutsche Institut für Tourismusforschung (FH Westküste) und der Deutsche Tourismusverband (DTV) erstmals einen Indikator für die kurzfristigen Urlaubsreiseabsichten der Deutschen vor. Die Ergebnisse zeigen: Höhere Kerosin- und Spritpreise bremsen die Reisepläne für den Sommer 2026 kaum.

Der UPI-Gesamtwert liegt für den Sommer 2026 bei 106 Punkten. Ausgangsbasis des Index ist der Referenzwert 100 für den Herbst 2025, als der UPI erstmals erhoben wurde. Besonders deutlich steigt die Nachfrage nach Auslandsreisen (UPI-Ausland: 111), während auch die Reiseabsichten innerhalb Deutschlands leicht über dem Referenzwert liegen (UPI-Inland: 101).

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Urlaubswahrscheinlichkeit

62 Prozent der Deutschen beabsichtigen, in den kommenden drei Monaten mindestens eine Urlaubsreise zu unternehmen. 42 Prozent planen eine Reise innerhalb Deutschlands, 40 Prozent eine Auslandsreise. Damit bleibt die Nachfrage nach Urlaub im Inland auch in der Hauptreisezeit auf einem hohen Niveau.

Die Studie ergibt auch, dass am Häufigsten Reiseziel oder Anzahl der geplanten Reisen angepasst werden. Nur zwei Prozent geben an, ihre Urlaubsreise vollständig stornieren zu wollen.

Dennoch schwächele das Bedürfnis zu reisen, so die Untersuchung der F.U.R-Reiseanalyse, ebenfalls in dieser Woche erschienen. Neben Geld und Zeit fehle, nach dieser Untersuchung, inzwischen auch die Lust aufs Reisen.

Die Hintergründe zum Urlaubsplanungsindex und die aktuellen Ergebnisse für den Sommer 2026 gibt’s HIER!

Hitzerekorde verändern Medienmitteilungen

Derzeit ist es heiß und davon ist inzwischen ganz Deutschland, extrem der Süden, betroffen. Während wir, langsam aber sicher, auf Hitzerekorde um die 40 Grad zusteuern, versuchen sich Zielgebiete  an coolen News in Sachen Abkühlung.

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Kühl ist cool

So werben jetzt der Chiemsee und die rund dreißig Seen in der unmittelbaren Umgebung für flüssige Abkühlung in Oberbayern.

Der Chiemsee locke mit zahlreichen Strandbädern und Badestellen sowie vielfältigen Möglichkeiten für aktive Stunden auf dem Wasser, gleich ob Segeln, Surfen, Stand-up-Paddling oder eine entspannte Tour mit dem Kajak.

Segeln am Chiemsee – Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus / Thomas Kujat

Der in malerischer Hügellandschaft gelegene Simssee gilt als „kleiner Bruder“ des Chiemsees und bietet vier Badeplätze mit Liegewiese und gastronomischem Angebot. Wer eine besonders erfrischende Abkühlung sucht, findet sie an Seen wie dem Happinger See, dem Hochstraßer See, dem Luegsteinsee oder dem Neubeurer See.

Angenehm warme Wassertemperaturen bieten hingegen die Moorseen der Region, darunter der Rinssee und der Hofstätter See. Darüber hinaus sorgen 13 Freibäder in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Erlebnisbäder Prienavera und Badria für Wasserspaß bei Groß und Klein.

Eine große Fülle sei im Angebot. Eine Übersicht der Badestellen und Freibäder im Chiemsee-Alpenland gibt es online.

Beach ist so wie so cool

An Nord- und Ostsee seien zudem die Temperaturen angenehmer, auch weil immer eine frische Brise herrsche. Ich kann nicht unerwähnt lassen, dass ich gestern im Radio einen Menschen aus Cuxhaven hörte, der von 32 Grad sprach.

Ostseestrand / Travemünde – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Die Strandbäder im Norden sind schon gut gefüllt und mit Beginn der Sommerferien, dürfte es noch etwas kuscheliger „anne Küste“ werden. Nichtsdestotrotz: Auch am Meer herrscht Sommer. Nicht umsonst schrieb mir gerade die holländische Nordseeinsel Texel:

Heet? Kom afkoelen op Texel! 

Ein gutes Motto in diesen Tagen: Heiß? Komm zum Abkühlen nach Texel.

Texel am Morgen – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Sommerfrische super-cool

Das sagt, vermutlich zurecht, der Touristiker aus dem Hochschwarzwald. Der Zustrom, nicht nur aus dem Breisgau und Deutschlands „heißesten“ Stadt  Freiburg, dürfte der Region gewiss sein.

Familie am Schlüchtsee bei Grafenhausen – Foto: Hochschwarzwald-Tourismus GmbH

An heißen Sommertagen wirke der Hochschwarzwald mit seinen Seen, schattigen Schluchten und seinem Höhenklima wie eine kühle Insel. Diese Vorzüge der Mittelgebirgsregion seien bereits vor rund 150 Jahren erkannt worden und haben in der Folge immer mehr Menschen aus Großstädten und tieferliegenden Gebieten angezogen.

Sommerfrische wurde diese Reisebewegung damals genannt. Eine Idee, die bis heute nichts von ihrem Reiz verloren hat. Übersichten über alle Badeseen und Freibäder und jede Menge Tipps rund um die Sommerfrische im Hochschwarzwald gibt es HIER!

Grün ist extra-cool

Foto: Dingle Dolphin Boat Tours

Es ist wohl auch Zeit für erfrischende Nachrichten von der grünen Insel Irland. Der Juni zeigte sich bisher von seiner vielseitigsten und angenehm milden Seite. Von regenbogenbunten Ortschaften, die als perfekte Fotokulisse dienen, über preisgekröntes Pubfood bis hin zu eindrucksvollen Küstenwanderungen – hier verbinden sich Genuss, Natur und Kultur zu einem rundum entspannten Reiseerlebnis.

Der weitergereichte Tipp: Bleib am und im Wasser: Entlang der Küste lassen sich mit etwas Glück sogar Buckelwale & Co. beobachten. Ein wahrhaft cooles Erlebnis.

Foto: Dingle Dolphin Boat Tours

Laut dem gemeinnützigen Meeresschutzverband Irish Whale and Dolphin Group (IWDG) tummeln sich hier 26 Arten. Weil manche sehr seltene Irrgäste oder historische Nachweise anders bewertet werden, führen andere nationale Naturschutzstellen etwas weniger bestätigte Arten auf. 24 sind es aber selbst bei konservativer Betrachtung. Worin sich alle einig sind: Die am häufigsten gesichteten Arten sind Großer Tümmler, Gemeiner Delfin und Schweinswal, aber auch Minkwale und die riesigen Finn- und Buckelwale tauchen regelmäßig auf.

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