
Touristischer Wachstumskurs in Deutschland
Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Tourismus-Zahlen für Deutschland im Mai 2026 melden eine neue Rekordzahl.
Die Beherbergungsbetriebe registrierten 49,2 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Das waren nach vorläufigen Ergebnissen 3,8 % mehr als im Mai 2025. Davon entfallen 41,7 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland. Die Zahl der Übernachtung ausländischer Gäste hat geringer zugenommen und liegt bei 7,5 Millionen.
Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes erklärte dazu:
Die Zahlen sind ein starkes Signal für die Attraktivität des Reiselandes Deutschland. Sie dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Betriebe unter enormem Druck stehen. Steigende Kosten, Personalmangel und ein wachsender Investitionsstau belasten die Branche erheblich. Wer die aktuellen Rekordzahlen als Selbstläufer versteht, verkennt die Realität. Damit der Tourismus auch künftig ein Wachstumsmotor bleibt, braucht es jetzt entschlossene politische Unterstützung – etwa durch mehr Investitionen in die touristische Infrastruktur, bessere Rahmenbedingungen für die Fachkräftegewinnung und eine stärkere Unterstützung der Kommunen, die vielerorts die touristischen Angebote und Einrichtungen finanzieren.

Easyjet: Finanzblatt hat sich doch noch gewandelt
Wir berichteten in der letzten Woche über eine fast eingetütete Übernahme des Billigfliegers Easyjet durch den amerikanischen Investor „Castlelake“.
Offensichtlich war hier eine Meldung etwas zu früh an die Öffentlichkeit geraten.
Am letzten Freitag gab „Easyjet“ bekannt, dass ein weiterer Investor, nämlich „Apollo“ jetzt noch etwas dichter an einer Übernahme sei. Das Pokerspiel um eine Übernahme geht also weiter.

Milliardenspiel
„Apollo“ bietet nach diesen Informationen jetzt 7,15 Britische Pfund pro Aktie. Das Kaufangebot liegt damit bei jetzt 6,7 Milliarden Euro. „Castlelake“ hatte 6,1 Milliarden Euro geboten.
Nach britischen Finanzrecht muss „Apollo“ diese Option bis spätestens 7. August in ein verbindliches Angebot verwandeln. Ob es dazu kommt wird sich weisen. Finanzanalysten sind inzwischen vorsichtig mit ihrer Prognose geworden.
Für die Airline hat sich das Finanzspiel auf jeden Fall gelohnt. Der Aktienkurs von Easyjet hat sich dadurch seit Mitte Mai fast verdoppelt. Welche Auswirkungen eine Übernahme durch den Investor „Apollo“ auf Flugbetrieb und damit auch die Kundschaft hätte, ist bisher nicht bekannt.
EU-Fluggastrechte verabschiedet
Es war eine lange Diskussion, die insbesondere von Seiten der Flugwirtschaft stark kritisiert wurde. EU-Kommission und das Europaparlament hatten die Neufassung bereits beschlossen. Jetzt liegt auch das „GO“ aller EU-Staaten vor. Trotzdem wird das neue Gesetz erst in etwa einem Jahr in Kraft treten.
Wesentliche Veränderungen für Passagiere gibt es nicht, wenn es um Entschädigungen bei Verspätungen oder Flugausfällen geht. Die zeitliche Regelung bei Ansprüchen bleibt bei einer Verzögerung von 3 Stunden und auch die Entschädigungssummen bleiben erhalten.
Die Entschädigungsbeträge:
Kurzstrecke (bis zu 1500 Kilometer Entfernung): 250 Euro
Mittelstrecke (bis zu 3500 Kilometer): 400 Euro
Langstrecke (mehr als 3500 Kilometer, wenn der Flug nicht nur innerhalb der EU stattfindet): 600 Euro
Voraussetzung für den Anspruch ist die Tatsache, dass die befördernde Airline, die Verspätung oder einen Flugausfall selbst zu verantworten hat.
Keine Verzögerungstaktik

Das ist neu. Die Fluggesellschaften sind im Fall der Fälle verpflichtet, ihre Passagiere innerhalb von 96 Stunden (4 Tagen) nach Ende einer Reise über alle zustehenden Rechte zu informieren. Passagiere haben künftig neun Monate Zeit, um Rechte geltend zu machen. Nach einer Einreichung muss die Airline den Entschädigungsantrag innerhalb von 30 Tagen bearbeiten, sprich die Entschädigung zu zahlen bzw. mitzuteilen, warum es keine Entschädigung geben soll.
Neu im Gesetz
Airlines müssen bei Tarifen ohne Handgepäcktransport alle anfallenden Nebenkosten ausweisen. Auf Vergleichsportalen muss künftig immer der Tarif mit kostenfreiem Handgepäck ausgewiesen werden. Damit soll ein besserer Vergleich möglich gemacht werden.
Zusammenreisende Familien dürfen nicht mehr gezwungen werden, einen eine „Family-Zusatzgebühr“ zu zahlen, wenn sie zusammensitzen wollen.
Zusatzgebühren für mobilitätseingeschränkte Personen oder Schwangere sind ebenfalls unzulässig.
Letztlich wird auch ein öfter auftauchendes Missgeschick bei Rechtschreibfehlern bei Passagiernamen beendet. Gibt es zum Beispiel Buchstabendreher, so ist die Fluggesellschaft verpflichtet den Fehler kostenfrei zu beheben. Dies gilt selbstverständlich nicht beim Wechsel des Passagiers.
Kommunikation und Versorgung

Airlines sind bei Pannen und Verzögerungen künftig zu einer besseren Kommunikation verpflichtet. Passagiere müssen ihre Ansprüche kennen. Die transportierende Gesellschaft muss bei längeren Verzögerungen folgende Leistungen erbringen:
- Nach drei Stunden auf eine Mahlzeit.
- Nach fünf Stunden eine weitere Mahlzeit.
- Kostenfreies Angebot eines Internet-Zugangs und/oder mindestens zwei Telefonate.
- Bei notwendiger Übernachtung, kostenfreie Unterbringung in einem Hotel inklusive gratis Transfer vom und zum Flughafen.
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Tickets teurer
Flugtickets sind im ersten Halbjahr 2026 sehr viel teurer geworden. Das Statistische Bundesamt hat die prozentualen Preissteigerungen ermittelt.

Inlandsflüge sind zwar wieder weniger geworden, dafür aber teurer. Der Anstieg liegt bei 9,5 Prozent.
Preise für Auslandsflüge wurden rund 8,5 Prozent teurer als im Vorjahr. Der Preiszuschlag kommt insbesondere bei innereuropäischen Verbindungen und Flügen nach Mittelamerika zum Tragen. Billiger wurden nur die Routen zu afrikanischen Destinationen. Asien, Australien, sowie Nord- und Südamerika haben sich nur moderat verteuert. Der Prozentsatz liegt hier zwischen 4 und 5 Prozent.
Pauschalreisen nur mäßig teurer

Steigende Flugpreise haben sich bei der Buchung von Pauschalreisen für die meisten Urlauber nur moderat erhöht. Preistipp des Restsommers: Griechenland. Hier sind die Preise nahezu identisch mit dem Vorjahr. Die Türkei war mit kräftigen Erhöhungen in den Sommer gestartet, erlitt aber einen Buchungseinbruch durch die Kriegssituation in Nahost. Darauf purzelten die Raten kräftig nach unten. Unterm Strich bleibt eine Erhöhung von gut einem Prozent.
Kerosinvorräte schmelzen

Die oben erwähnten Preissteigerungen sind hauptsächlich auch durch die zurückgehenden Vorräte am Flugtreibstoff Kerosin entstanden.
Vor der großen Reisesaison hatte zwar das Wirtschaftsministerium verkündet, dass genügend Vorrat vorhanden sei. Dieser nimmt aber, durch den anhaltenden Konflikt in Nahen Osten, weiter ab.
600 Tausend Barrel (das entspricht knapp 95,5 Millionen Liter) verschwinden derzeit täglich aus den Vorräten in Europa. Vom Kraftstoffmangel sind Deutschland, Großbritannien und Frankreich am stärksten betroffen. Sie beziehen normalerweise ihre Vorräte aus den Golfstaaten, der von dort aus durch die Straße von Hormus in Richtung Europa transportiert wird.
Schürzenjäger-Party 26
Es wurde im Lauf der Jahre zum Kult: Das Schürzenjäger Open-Air in Finkenberg im Zillertal zieht nicht nur Volksmusikfans, sondern vor allem auch die Freunde des „Alpen-Rocks“ an.

Am 22. August wird Finkenberg erneut zum Zentrum der Alpenrock-Welt, wenn die Schürzenjäger und Begleitung auf ihrer legendären Alpenwiese auftreten.
Bereits im Vorfeld sollen das traditionelle „Hey Mann! Festl“ am 19. August sowie die Warm-Up-Party am 21. August für beste Festivalstimmung sorgen.
Ein besonderer Höhepunkt erwartet die Besucher mit der Rückkehr von Alfred Eberharter Senior und Freddy Pfister als Special Guests – zwei Schürzenjäger-Legenden, die gemeinsam mit der Band ein Stück Musikgeschichte wieder aufleben lassen wollen.
Line-up 2026
Unterschiedliche musikalische Facetten warten.
Die AlpenRebellen stehen für ihren unverwechselbaren Mix aus Rock, Volksmusik und Oberkrainer-Sound. Bergsignal begeistert mit authentischer alpiner Musik zwischen Tradition und Moderne. Jason Nussbaumer & Band bringen modernen Schlager mit Ecken und Kanten auf die Bühne, Marco Schober & Band ehrlichen Pop-Rock mit Tiefgang und Matty Valentino sorgt für ausgelassene Festival- und Party-Stimmung.

Das Finkenberg Open Air 2026 verspricht ein einzigartiges Festivalerlebnis zwischen Tradition, Alpenrock und moderner Live-Musik – mitten in der Kulisse der Zillertaler Alpen.
Preise
Die Preise sind moderat. Das Tagesticket kostet 68 Euro, Jugendtickets (bis 18) nur 35 Euro, Kindertickets (bis 11 Jahre) werden für 5 Euro verkauft.

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