DRR Corona-News 31.03.20 – LH-Kurzarbeit / Mundschutzpflicht / TXL bleibt offen

Inland

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität gibt es in Deutschland (Stand: heute 10 Uhr 15) 67.051 Infizierte und 650 Todesfälle.

Der Corona Virus-Krisenstab von Jena/Thüringen hat entschieden, schrittweise eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken einzuführen. Entsprechende Masken sollten beim Betreten von Geschäften und im Nahverkehr getragen werden und „überall dort, wo Mindestabstände nicht mehr eingehalten werden können“.

Modernes Jena: Der „Jentower“

Reiseliteratur auf Standby

Die meisten Reiseführer-Verlage haben in diesem Jahr schon 50 Prozent ihres Umsatzes verloren. Die Zahlenziehen den Vergleich zum Vorjahr. Einige Verlage verschieben Neuerscheinungen oder trennen sich von nicht mehr rentablen Ausgaben.

Ausland

Der Corona-Virus wurde inzwischen in 178 Ländern der Welt registriert. Die Zahl der Ansteckungsfälle liegt bei knapp 800 Tausend.

VAE

Die für den Herbst geplante Weltausstellung in Dubai wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auf 2021 verschoben. Aktuell diskutieren die Verantwortlichen in Paris noch über die endgültige Entscheidung. Das Emirat hatte die Weltausstellung zum Prestigeobjekt erklärt und inzwischen schon einige Milliarden Euro in das Mammutprojekt investiert.

Spanien – Kanarische Inseln

Offiziell sollten inzwischen alle Hotels in Spanien geschlossen sein. Da noch nicht alle Touristen in ihre Heimatländer zurückgebracht werden konnten, fordert die. Tourismusministerin der Kanarischen Inseln eine Ausnahmegenehmigung für die Betriebserlaubnis bei Hotels auf den Kanaren.

USA

Das Einreiseverbot von Europäern in die USA soll, laut US Präsident Trump, verlängert werden. Eine neue Frist ist aber noch nicht bekannt.

Schlechte Aussichten für USA-Tourismus

Luftfahrt

TXL bleibt geöffnet

Die Berliner Flughafen Betriebsgesellschaft wollte Berlin-Tegel angesichts der geringen Passagierzahlen schließen und so bis zu 7 Millionen Euro einsparen. Nach Einspruch des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg wurde diese Entscheidung jetzt zurückgenommen.

Lufthansa vereinbart Kurzarbeit

Der Umfang soll für die Beschäftigten in Abhängigkeit des Arbeitsausfalls festgelegt werden und kann bis zu 100 Prozent betragen. Für einen Teil der Beschäftigten beginnt die Kurzarbeit bereits rückwirkend im März 2020. Die Vereinbarungen gelten für mindestens 27.000 der rund 35.000 Beschäftigten der Deutschen Lufthansa AG. Für die betroffenen Mitarbeiter in der Kabine und am Boden will LH das Kurzarbeitergeld auf Basis der jetzt getroffenen Vereinbarungen bis auf weiteres auf bis zu 90 Prozent des durch die Kurzarbeit entfallenen Nettogehaltes aufstocken. Wie lange dies vertretbar sei, hänge von der Dauer der Krise ab. Michael Niggemann, Vorstand Personal und Recht sowie Arbeitsdirektor der Deutschen Lufthansa AG wird in einer LH-Pressemeldung zitiert:

„Mit der Kurzarbeit wollen wir Arbeitsplätze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen schwierigen und außergewöhnlichen Zeiten sichern. Unser Ziel bleibt weiterhin, möglichst betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Die Vereinbarung von Kurzarbeit ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Dafür werden wir ihre wirtschaftlichen Parameter laufend überprüfen müssen“

Phuket wird Airport schließen

Das maßgebliche Datum hierfür ist der 10. April. Bis dahin sollen Touristen die Insel verlassen haben. Es wird bis zu diesem Datum noch mehrere Rückflüge nach Deutschland geben, u.a. auch zwei Condor – Flüge für das Auswärtige Amt.

Kreuzfahrt  

Phoenix-Reisen hat mit insgesamt 4 gecharterten Condor-Maschinen seine 800 Urlauber der Artania von Perth ausgeflogen. Die Kreuzfahrtpassagiere erreichten Gestern den Frankfurter Airport. Infizierte Passagiere und Crewmitgliedern befinden sich in Quarantäne in Australien.

MS Artania – Foto: Phoenix-Reisen

Die Betriebsaussetzungen werden von mehreren Reedereien verlängert. MSC Cruises hat die Einstellung des Schiffsbetriebs bis zum 29. Mai angekündigt. Cunard und P&O wollen bereits am 15. Mai wieder starten.

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