DRR News 10.08.20 – Bulgarien / Rumänien / Paris / Rückerstattung / Kreuzfahrtstart

Aufhebung der Reisewarnung für Varna/Goldstrand Foto: Bulgaria-Tourismus

Regionale Reisewarnungen für Bulgarien und Rumänien

Es war eine Frage der Zeit. Nach dem Anstieg der Infektionszahlen, insbesondere an den Stränden des Schwarzen Meers, gab es am Freitagnachmittag eine Reisewarnung für die Region Goldstrand in Bulgarien und die Umgebung. Das Auswärtige Amt teilt mit:

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Verwaltungsbezirke (Oblaste) Blagoevgrad, Dobritsch und Varna wird derzeit aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt. Derzeit gibt es regionale Infektionsherde in Blagoevgrad, Dobritsch und Varna mit einer Inzidenz von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb das Robert-Koch-Institut diese Gebiete zu Risikogebieten erklärt hat. Auch die Hauptstadt Sofia ist betroffen.

Das AA weist auch auf eine Besonderheit hin:

Es gilt ein Betretungsverbot von Lebensmittelgeschäften und Apotheken für Personen unter 60 Jahren täglich zwischen 8.30 und 10.30 Uhr.

Eine ähnlich geartete Reisewarnung gilt auch für Rumänien.

Derzeit gibt es über das Land verteilt mehrere Kreise mit Infektionsherden. In Argeș, Bihor, Buzău, Neamt, Ialomita, Mehedinti, Timiş mit einer Inzidenz von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage. (…) Auch die Hauptstadt Bukarest ist betroffen. Regionale Schwerpunkte sind ferner der Kreis Suceava im Nordosten des Landes und die Hauptstadt Bukarest, sowie aktuell auch die Kreise Braşov und Vrancea.

Die rumänischen Schwarzmeerstrände sind unter Einhaltung der Hygieneregeln und u.a. zwei Meter Mindestabstand zwischen Liegen von Personen unterschiedlicher Familien, geöffnet. Freizeitaktivitäten im Freien (Radfahren, Wandern, Klettern, Jagd, Angeln etc.) mit bis zu 10 Personen sind erlaubt, auch wenn diese nicht derselben Familie angehören.

Die Innengastronomie ist geschlossen, der Verkauf von Speisen und Getränken aber zugelassen. Die Außengastronomie ist unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen zugelassen. (…) In geschlossenen öffentlichen Räumen, Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln besteht Maskenpflicht. Die Abstandsregel von zwei Metern ist einzuhalten; das gilt auch für die Strände. Einzelne Landkreise haben teilweise die Maskenpflicht im Freien in einigen Bereichen eingeführt. In Bukarest gilt dies z. B. an stark frequentierten Orten wie Wartebereichen des öffentlichen Nahverkehrs, aber auch in Bereichen der Altstadt.

Daraus resultiert für beide Länder eine Quarantäneverpflichtung bzw. seit Samstag ein verpflichtender kostenloser PCR-Test bei der Wiedereinreise nach Deutschland.

Maskenpflicht in Paris

Das Polizeipräsidium der Hauptstadt hat die Maskenpflicht ausgedehnt. Sie gilt jetzt auch für besonders stark frequentierte Bereiche wie die Seineufer oder Einkaufsstraßen. Ähnliche Vorschriften gibt es bereits in Nizza und Lille. Ansonsten ist das Tragen eines Mund-/Nasenschutzes in Frankreich nur in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr vorgeschrieben.

Flugticketerstattung nach wie vor zögerlich

Schleppende Ticketrückerstattung

Das Magazin „Der Spiegel“ berichtete am Wochenende über Dissonanzen zwischen der Bundesregierung und Lufthansa. Grund dafür sei die immer noch zögerliche Rückerstattung von Tickets für stornierte Flüge. Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass die Erstattung innerhalb von sieben Tagen nach der Stornierung erfolgen muss. Wie Lufthansa in einer Stellungnahme gegenüber dem Luftfahrtbundesamt eingestehen musste, sind von den 4,48 Millionen Erstattungsanträgen mehr als 25 Prozent (1,25 Mio.) noch nicht bearbeitet worden. Dies führte offensichtlich zu erheblichen Verstimmungen zwischen dem Wirtschaftsministerium und dem LH-Management. Das Magazin zitiert Staatssekretär Ulrich Nußbaum:

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Lufthansa trotz der massiven staatlichen Hilfen ihren gesetzlichen Verpflichtungen bislang nicht nachkommt und den Kunden ihre Gelder nicht unverzüglich zurückzahlt“

Kreuzfahrten freigegeben

Foto: MSC-Cruises

Die Genehmigung für die Durchführung von Kreuzfahrten ist von der italienischen Regierung jetzt für den 15. August erteilt worden. Damit können jetzt die unter italienischer Flagge fahrenden Schiffe von Costa, Aida und MSC ihren Betrieb aufnehmen. Dies geschieht in unterschiedlicher Schnelligkeit. MSC will bereits am 16.08. zur ersten Mittelmeerkreuzfahrt starten. Aida plant die schon früher geplanten Abfahrten ab Warnemünde und Kiel jetzt zum 6. September starten zu können.

Trotz dieser für die Reedereien positiven Nachrichten, werden weitere Kreuzfahrten auf Fernstrecken abgesagt. Dies wiederum liegt an den vorhandenen Einschränkungen für Ziele in Nordamerika und Asien. Diese gelten zum gegenwärtigen Zeitpunkt bis Ende Oktober. Wir berichteten bereits über die Hygieneregeln bei MSC, die u.a. einen negativen Covid-19-Test für Passagiere und Crew als Grundvoraussetzung für eine Einschiffung vorsehen.

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