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Endlich! Der Reiseradio-Talk aus einer Kneipe. Gesprächspartner und Örtlichkeit waren schlicht ideal dafür.
8mal hinfallen, 9mal wieder aufstehen!
Vor dem Talk

Zu diesem Kneipentalk mit Jürgen Zupancic gibt es eine Vorgeschichte. Letzte Woche Freitag hat die Vereinigung Deutscher Reisejournalisten zum fünfzigsten Mal ihren Ehrenpreis 2026 an ihn verliehen. Diesen Preis gibt es jedes Jahr und er wird verliehen für besondere Verdienste um den Tourismus. Das Warum erfahrt Ihr inhaltlich im Podcast-Talk.

Vor der Verleihung war die Zeit etwas knapp. Also danach. Danach wiederum war ein Tag später in einer der wenigen verbliebenen Hafenkneipen in Duisburg – Ruhrort. Eine gute Idee finde ich immer noch, denn wo kann man sich mit einem Duisburger besser über seine Verdienste austauschen, als in einer Kneipe?
Der Talk
Als dann: Kneipentalk mit Jürgen Zupancic, Chefredakteur und Verleger von „Clever Reisen“, einer Zeitschrift, die – so ganz zufällig – in diesem Jahr ihr Vierzigstes feiert.
Darauf einen gemeinsamen Kaffee, nach der Currywurst. Bei „Hübi“ in Duisburg-Ruhrort.

Was bedeutet es clever zu reisen? Wie macht man daraus ein Geschäftsmodell, dass dann auch noch 40 Jahre mit wachsendem Erfolg auf dem Markt ist und wie kommt man auf so eine gleichzeitig glanzvoll und bescheuerte Idee? – Das war meine Eingangsfrage. Und von da an haben wir uns durch Entstehungsgeschichte und Entwicklung einer Zeitschrift geredet, die 1986 als „Fliegen & Sparen“ an den Start ging und deren Titel sich später in „Clever Reisen“ wandelte.
- Es geht um Geschäftsphilosophie, nicht vorhandene Businesspläne und eine viel zu geringe Zahl von DIN A4 Versandtaschen.
- Es geht inhaltlich um eine Zeit, die einem auf den ersten Blick wie die „Wild West-Zeiten“ im Tourismus vorkommen.
- Es geht um Biergärten, unkonventionelle Geschäftsideen und auch um Rück- und Schicksalsschläge.

Wir reden über eine Marktlücke, die es geschafft hat, gegen viele große und schicke Reisemagazine zu bestehen und vor allem, sie zu überleben. Erfolgsgeheimnis: Konzentration aufs Wesentliche?
Clever Reisen ist auch ein Paradebeispiel für guten, weitestgehend unabhängigen Journalismus.
Und vielleicht sind Zeitschrift und Jürgens Arbeit auch typisch Ruhrgebiet:
Achtmal hinfallen – Neun Mal wieder aufstehen
Und letztlich geht es um ganz Privates. Eine Freundschaft, einen Fußballclub, zwar viel zu wenig Freizeit aber ein Sinn für Prioritäten, zumindest wenn das Saisoneröffnungsspiel „auf Schalke“ ansteht.
Wichtig noch. Allen, die „Clever Reisen“ tatsächlich noch nicht kennen, erklärt Jürgen Zupancic, warum sich so ein Abonnement lohnt, für die eigene Urlaubsplanung.
Nach dem Talk…
…musste noch eine „Kulturdiskussion“ geklärt werden.

Wat is mit Currywurst? Wer hat’s erfunden? Eine Berlinerin oder ein Fritten Star aus Duisburg? – Jürgen hat einleuchtende Argumente vorgebracht und wir waren und beide in einer Sache einig: Schmecken muss sie, egal wo sie herkommt. Und diese Wahrheit ist wieder ganz dicht am journalistischen Geschäftsmodell des Hauptthemas.
Information

Das Reiseradio hat schon mehrfach VDRJ-Ehrenpreisträger vorgestellt. Hier geht’s zur Podcast und News – Liste


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