Reise-News 13.01.26 – Reisezukunft, Camping- & Messehits

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Reisen 2026: DRV blickt in die Glaskugel

Prognosen kommen immer unter dem Vorbehalt von Geldwert und Wirtschaftsentwicklung. Beim Urlaub werden Zahlen danach besser aussehen als in der Gesamtwirtschaft.

In einer Pressemitteilung des Deutschen Reiseverbands heißt es:

Die Reisebereitschaft der Deutschen und der Wunsch nach Urlaub bleiben auch im Jahr 2026 hoch – die Reisewirtschaft ist mit Blick auf das neue Reisejahr zuversichtlich gestimmt und prognostiziert sowohl für den Winter als auch den Sommer steigende Umsätze. „Wir erwarten eine wachsende Nachfrage vor allem für Kreuzfahrten, Fernreisen und die klassischen Badeziele am östlichen Mittelmeer“, fasst der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Albin Loidl, ein zentrales Ergebnis der jetzt veröffentlichten Prognose für den touristischen Gesamtmarkt zusammen. Der DRV erwartet, dass die Bundesbürger in diesem Jahr für Urlaub und Reisen rund 86 Milliarden Euro ausgeben werden. Damit wächst das Umsatzvolumen im Markt der Urlaubs- und Freizeitreisen um drei Prozent.

 Für die wichtige Sommerreisesaison geht der DRV von drei Prozent mehr Umsatz gegenüber dem vergangenen Sommer aus. Für ihre Reisen würden die Bürger damit den Vorhersagen nach rund 58 Milliarden Euro ausgeben. Die Anzahl der Reisenden im Sommer (Anfang Mai bis Ende Oktober) im Gesamtreisemarkt werde mit 93 Millionen voraussichtlich stabil bleiben.

DRV-Präsident Albin Loidl – Foto: Marcel Kautz / DRV

Sommerziele

Die Türkei ist bei den Frühbuchern das Sommerreiseziel Nummer 1 und vereint rund ein Viertel aller bisher für den kommenden Sommer gebuchten Veranstalterreisen auf sich. Auch Ägypten, Italien, das spanische Festland und Tunesien sind bei den Frühbuchern besonders stark nachgefragt, so die aktuellen Auswertungen von Travel Data + Analytics (TDA)

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Trotz des optimistischen Ausblicks auf die stabile Reiselaune entwickelten sich die Gästezahlen nicht entsprechend, sie bleiben weiterhin leicht unter den Werten von vor der Pandemie. Hier seien Politik, Reiseländer und Veranstalter gefordert, dass das Reisen auch in Zukunft bezahlbar bleibe.

Camping – Awards 2026

Camping galt lange als die reine Sparversion des Urlaubs. Das stimmt einmal preislich nicht mehr komplett, zweitens kosten die Infrastruktur des eigenen Urlaubs (Wohnwagen oder Campmobil nicht gerade wenig und drittens sind auch auf Campingplätzen die Ansprüche gestiegen.

Seit 15 Jahren nun wird jedes Jahr der camping.info – Award vergeben. In diesem Jahr haben dafür mehr als 62.000 Camper über 120.000 Bewertungen abgegeben. Die Organisatoren legen wert auf die Tatsache, dass es sich damit um einen Publikumspreis aus der praktischen Urlaubswelt handelt.

Zur Auswahl standen etwa 23.000 Campingplätze in 44 Ländern. Dabei erhielten 65 deutsche Campinganlagen eine Auszeichnung, davon vier in den Top 10.

Top 3 der Campingplätze in Europa

Sonnenland – Der europäische Top Campingplatz 2026 – Foto: camping.info

Als bester Campingplatz in ganz Europa gilt der Camping Sonnenland Lutzmannsburg im österreichischen Burgenland. Camper schätzten dort besonders die Hundefreundlichkeit, den schönen Badesee, die familiäre Atmosphäre und das im Preis inkludierte große Freizeitangebot für Kinder. Man hat den Anspruch gleichzeitig Campingplatz und Ferienpark zu sein. Dieses Konzept scheint aufzugehen.

Platz 2: Camping Kühlungsborn – Foto: camping.info

Auf dem zweiten Rang steht der Vorjahressieger Campingpark Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern. Der 5-Sterne-Platz in Top-Lage direkt am Ostseestrand ist damit weiterhin bester Platz in Deutschland.

Platz 3: Schlosshof Camping & Freizeit in Südtirol – Foto: camping.info

Den dritten Platz sichert sich der „Luxury Camping Schlosshof“ in Südtirol. Hier punktete man u.a. mit dem Angebotsmix aus Infinity-Pool, erstklassiger Gastronomie und Wellness-Oase. Weitere Ergebnisse sind nachlesbar bei Camping.info

CMT Stuttgart

CMT – Foto: Messe Stuttgart

Am kommenden Wochenende startet mit der CMT 2026 die größte deutsche Publikumsreisemesse auf dem Stuttgarter Messegelände. Urlaubsziele nah und fern, sowie Innovationen und Angebote rund ums Caravaning gehören traditionell zum Angebot.

Campingspecials

CMT-Stuttgart (Symbolbild) – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Mehr als 120 Neuheiten und Weltpremieren warten auf der CMT 2026 darauf von Caravaning Fans entdeckt zu werden. Zahlreiche Hersteller und Herstellerinnen setzen dabei auch auf schlankere, flexiblere Modelle und günstige Einstiegsmodelle. Immer mehr Camper bevorzugen individuelle Lösungen oder setzen auf die Optimierung ihrer Fahrzeuge. Zahlreiche kleine Anbieter haben sich auf diese Nachfrage spezialisiert und bieten ihre Lösungen auf der Messe an.

Reiseangebote nah und fern

Die Reiseangebote sind weiter gewachsen. Innerdeutsch liegt ein Schwerpunkt auf Anregungen aus Baden-Württemberg. Unter diesem Motto „Sehnsuchtsorte“ präsentieren sich an verschiedenen Aktionstagen die Regionen Bodensee, Schwäbische Alb, Schwarzwald und Oberschwaben.

Bodenseefähre (Symbolbild) – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Auch Fernziele sind im Angebot zum Beispiel aus dem diesjährigen Messe-Partnerland Angola. Innereuropäisch präsentiert sich die Grand Tour de Catalunya von seinen unterschiedlichen Seiten. Sie umfasst fünf Etappen, zu der jeweils sowohl Küstenabschnitte als auch Teile des spanischen Hinterlands oder der Bergregionen zählen. Präsentiert werden Details zu den Etappen, Aktivitäten und Highlights der touristischen Route.

Insgesamt sind 1550 ausstellende Unternehmen mit ihren Angebote vor Ort. Die Messe dauert vom 17. bis zum 25. Januar.

Ausweiskontrolle bei Schengen-Flügen

Foto: Bundespolizei

Offene Grenzen und unkontrolliertes Passieren von Grenzen ist schon geraume Zeit keine Selbstverständlichkeit im innereuropäischen Reiseverkehr.

Was an Autobahnen seit geraumer Zeit immer seltener möglich ist, sollte – so ein Bericht des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL – auch im Luftverkehr umgesetzt werden. Der Bundesrat hatte dies in seiner letzten Sitzung des vergangenen Jahres gefordert. Luftverkehrsunternehmen wären damit gezwungen worden, die Ausweispapiere von Flugreisenden mit den Daten auf der Bordkarte abzugleichen.

Streit um Gesetzentwurf

Die Bundesregierung lehnt diesen neuen Gesetzentwurf ab und trifft damit auf Widerspruch bei Bundespolizei und Zoll. Die Ermittlung dieser Daten bedeuteten eine Erleichterung der Arbeit in der gegenwärtigen Gefährdungslage, so Andreas Roßkopf, der Vorsitzende des Bereichs Bundespolizei und Zoll in der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Jetzt steht die Beratung über Änderungen im Luftfahrtsicherheitsgesetz im Bundestag an.

Check vorm Boarding bei innereuropäischen Flügen? – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

In Belgien, Frankreich und Spanien ist das schon gängige Praxis. Italien hat die Kontrolle, nach einer Testphase wieder eingestellt. Begründet wurde das mit der schnelleren Abfertigung von Passagieren und der Tatsache, dass dies bei Bahnreisen auch nicht geschehe.

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