DRR10 – Impression & Innovation an Nord- und Ostsee

Diesmal tummeln wir uns an ganz unterschiedlichen Plätzen. Aber immer wird das Meer nicht weit sein. Wir sind unterwegs an Nord- und Ostsee und das in Dänemark, Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern. Es wird um Landschaften gehen, um unterschiedliche Urlaubsgefühle und auch um typische Kulinarik. Dabei haben wir unter Anderem drei Spitzenköche besucht.

Die Landschaften und die Gegebenheiten sind aber sehr unterschiedlich. Als Nordseeurlauber müsste man, genau genommen, an drei Stellen gewesen sein: Auf dem Festland, auf einer Insel und, wenn es irgend geht, auch auf einer Hallig, die Miniinseln mitten im Wattenmeer. Für einen Urlaub viel zu viel? – Nein ganz im Gegenteil. Drei Hotels an der Nordsee haben daraus seit gut 2 Jahren sogar ein Geschäftsmodell gemacht. Das Ganze heißt dann Nordseehopping.

Nordsee und Wattenmeer: usprüngliche und geschützte Landschaft
Nordsee und Wattenmeer: usprüngliche und geschützte Landschaft

Hier lernt man eine ganze Menge über Natur und die Probleme von Flora und Fauna im Umgang mit unserer Zivilisation.

Thema ist auch eine weitere Unterkunftsmöglichkeit. Denn, Hotel ist gut und schön, wenn man aber mit der ganzen Familie Urlaub macht und insbesondere mit Kindern unterwegs ist, dann wird es im Hotelzimmer schnell langweilig. Die Alternative ist, ganz klar, das Ferienhaus. Insbesondere unsere dänischen Nachbarn sind berühmt dafür, dass sich das Angebot an Häusern sehen lassen kann.

Familienurlaub im dänischen Ferienhaus ist wieder gefragt. Foto: Visit Denmark
Familienurlaub im dänischen Ferienhaus ist wieder gefragt. Foto: Visit Denmark

Allerdings haben auch die Tourismusverantwortlichen dort einige Problemchen, die sie aber mit Erfolg bekämpfen. Im letzten Jahrzehnt sind insbesondere Stammgäste fern geblieben. Gerade die Generation, die die Urlaube aus Kindertagen in Dänemark verbracht haben, blieben fern. Der Grund war sicher auch der fehlende Standard in vielen etwas älteren Ferienhäusern. Eine Qualitätsoffensive hat in den letzten beiden Jahren dazu beigetragen, Qualität und Innovation wieder zu steigern. Wie das vor sich ging, haben wir bei den Verantwortlichen von „Visit Denmark“ erfragt.

Kein Urlaub ohne kulinarische Freuden. Das gilt natürlich auch an Nord- und Ostsee. Gerade Sylt hat zum kulinarischen Ruf des Nordens viel beigetragen und da reden wir nicht nur über die „Sylter Royal“-Auster oder über das Meeresfrüchte- und Fischimperium „Gosch“, das inzwischen auf fast jedem großen deutschen Bahnhof oder Flughafen vertreten ist.

Stern am Sylter Kulinarikhimmel
Stern am Sylter Kulinarikhimmel – Foto: Landhaus Stricker

Auch Sterneköche sind vertreten. Allerdings mit völlig unterschiedlichen Interessen und Ansprüchen. Der unaufgeklärte Normaltourist könnte schon mal den Eindruck kriegen, dass er in der Hauptsaison unerwünscht sei, mal ganz davon angesehen, dass er sich einen Aufenthalt nicht leisten kann. Da geht es Sylt genauso wie der Deutschen angeblichen Lieblingsinsel Mallorca. Malle ist nicht gleich Mallorca und Sylt auch nicht überall eine Schicki-Micki-Insel. Das weiß auch einer der deutschen Starköche. Holger Bodendorf lebt nicht nur seit vielen Jahren auf Sylt, betreibt mit dem „Landhaus Stricker“ nicht nur ein herausragendes Hotel, er liebt seine Insel auch. Wir haben ihn besucht.

Revolutioniert die pommersche Küche auf Usedom: Brian Seifert
Revolutioniert die pommersche Küche auf Usedom: Brian Seifert – Foto: Kulmeck.de

An Nord- und Ostsee gibt es einige Köche, die immer wieder für Überraschungen sorgen. Den nächsten den wir „heimgesucht haben, heißt Brian Seifert und ist zuhause an der Ostsee. Genau in Heringsdorf auf der zweitgrößten deutschen Insel: Usedom. Der Mann liebt das Ungewöhnliche, Hauptsache es ist lecker: Kräuter, Sanddorn oder auch schon mal Zanderfilet mit pommerscher Leberwurst. Das ist sein kulinarischer Traum von Usedom. Ganz davon abgesehen ist Usedom nicht nur preiswerter als manches Ziel in Schleswig-Holstein, es darf sich auch schmücken mit dem Titel Deutschlands sonnenreichste Insel. Das sagt zumindest die Statistik. Garantien gibt es aber an Nord- und Ostsee natürlich nicht.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern machen wir einen Ausflug ins Hinterland.

Die "Irish Foxhounds" der "Mecklenburger Meute"
Die „Irish Foxhounds“ der „Mecklenburger Meute“

Die „Mecklenburgische Schweiz“ und das „Mecklenburger Parkland“ bietet eine ganz eigene Landschaft und Atmosphäre. Etwa eine knappe Stunde südlich von Rostock zum Beispiel trifft man auf Gut Dalwitz nicht nur auf eine ganz eigene touristische Innovation, sondern auch auf gute alte, um nicht zu sagen hochherrschaftliche, Tradition. Ihre Vertreter, die „Mecklenburger Meute“, sind übrigens sehr verspielt und geben Alles für den verlockenden Geruch von Pansen. Allerdings ist nicht Alles auf Gut Dalwitz „von gestern“. Gutsbesitzer Graf Bassewitz weiß sehr genau, was er da auch im Hinblick auf Tourismus und Wirtschaftsförderung seiner Region tut.

Fotos: Rüdiger Edelmann (wenn nicht anders angegeben)

Weitere Information:

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Weitergehende Eindrücke vom Nordseehopping gibt es im Blog von Angelika Schwaff: Reisefreunde Reiseblog Header

 

 

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