Reise News 26.05.26 – Rad, Bahn, Fluss, Meer, Mär & See

Im Segelboot vor Konstanz - Foto: MTK / Leo Leister

Fahrrad grenzüberschreitend

Der große Vorteil bei der Realisierung: Im Münsterland und an Ems und Vechte ist die Landschaft schon genauso flach, wie in den benachbarten Niederlanden. Unterschied: Das, was Realität werden soll ist bei unseren europäischen Nachbarn schon traditioneller Alltag.

Das Projekt „3F – Fiets-Fahrrad-Future“ hat das Ziel, die Nutzung des Fahrrads als Verkehrsmittel in der deutsch-niederländischen Grenzregion soll Nachhaltigkeit stärken und gleichzeitig das Fahrrad zum alltagstauglichen Allzweckfahrzeug machen.

Niederlande, Alkmaar: Fietsparkplatz Stadtzentrum (Symbolbild) – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Das gilt für die Einwohner der Grenzregion, soll aber auch den Tourismus stärken. Deutsche und niederländische Partner arbeiten gemeinsam an den Maßnahmen zur Förderung des Alltags- und Freizeitradverkehrs sowie des touristischen Radverkehrs.

Was theoretisch klingt, wie „Setz Dich aufs Rad und fahr los“, ist zwar entspannt gedacht, aber nicht unbedingt zielführend. Für eine wirklich funktionierende Zusammenarbeit braucht es auch Infrastruktur und Idee. Diese sollen im Projekt „3F“ gesammelt und umgesetzt werden. Dazu gehören u.a. der Netzwerkaufbau und der damit verbundene Wissensaustausch und das Bündeln von Ideen.

Symbolbild – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Die Umsetzung innovativer Lösungen für den grenzüberschreitenden Radverkehr sieht vier Pilotprojekte vor, die von den unterschiedlichen Regionen entwickelt  werden sollen. Dazu gehören

  • Grenzüberschreitendes Fahrrad‑Sharing-System
  • Pedalgenerator für Fahrräder (technische Betreuung an Radrouten)
  • Fahrraddaten‑Dashboard für Kommunen
  • Grenzüberschreitende Fahrradroute

Ein ehrgeiziges Ziel, bei dem die deutschen Beteiligten sicher sehr viel von den niederländischen Partnern lernen können. Dem Tourismus in beiden Grenzregionen wird es gut tun.

Schienennetz-Ausbau

Foto: Barteld Redaktion / Deutsche Bahn

Lange Jahre wurden Schienen und Strecken eher abgebaut als neu geplant, geschweige denn realisiert. Die Verkehrspolitik soll es jetzt aber wieder möglich machen. Der Neubau von drei Streckenabschnitten im Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn soll jetzt Realität werden. Das Geld dafür musste aus den öffentlichen Haushalten kommen. Der Bundestag hat letzte Woche drei Milliardenprojekte verabschiedet.

3 Projekte – 15 Milliarden Euro

Projekt 1 betrifft die ICE-Strecke zwischen Ulm und Augsburg. Sie soll komplett neu gebaut werden. Die 85 Kilometer lange Strecke ist schon 170 Jahre alt und für den Hochgeschwindigkeitsbetrieb mit bis zu 300 km/h nicht geeignet. Die neue Strecke würde die Fahrzeit von 40 auf 26 Minuten reduzieren.

Projekt 2 ist eine Neubaustrecke von Dresden zur tschechischen Grenze. Sie soll die Verbindung Berlin – Prag – Wien schneller machen. Dazu gehören der Neubau eines dreißig Kilometer langen durch das Erzgebirge. Die Reisezeit zwischen Dresden und Prag soll damit von zweieinhalb Stunden auf eine Stunde reduziert werden. Gleichzeitig soll auch die Route durch das Elbtal durch Umleitung des Güterverkehrs auf die Tunnelroute entlastet werden.

Projekt 3: Die Marschbahn in Schleswig-Holstein. Zweigleisig ausgebaut werden sollen die Teilstrecken zwischen Niebüll und Klanxbüll sowie zwischen Morsum und Tinnum auf Sylt. Damit ließe sich auch die Geschwindigkeit der Züge von 100 auf 140 km/h erhöhen.

Der Gesamtaufwand liege bei mindestens 14,4 Milliarden Euro heißt es. Baubeginn und Fertigstellung liegen bei zwei Projekten in 2030er Jahren. Der Tunnel durchs Erzgebirge wird nicht vor 2044 in Betrieb gehen.

Ostsee und Nordsee im Sommer günstiger?  

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Die Hauptsaison ist zwar schon gut gebucht, dennoch tun sich einige Ferienorte durchaus schwer mit der Nachfrage. Eine Studie des touristischen Beratungsinstituts Kohl und Partner weist aus, dass deutliche Preisaufschläge nach oben im kommenden Sommer ausbleiben.

Günstiger als im Vorjahr seien die Preise in der Vier-Sterne Hotellerie und im Wellnessbereich an der Ostsee, heißt es.

Das Institut warnt die Gastgeber zwar, dass niedrigere Raten die langfristigen Erträge mindern könnten. Viele Gastgebende seien noch nicht in der Lage, auf kurzfristige Auf- oder Abschläge mit einem flexiblen Preismodell zu reagieren. Dies wiederum könnte ein Vorteil für Urlauber sein, gerade wenn sie nicht auf die absolute Hochsaison angewiesen sind.

Der Preisvergleich, gerade auch zwischen der traditionell teureren Nordseeküste und der Ostsee, lohnt also.

Für den FEWO- und Ferienhausmarkt treffen diese Daten allerdings kaum zu.

Landschaft und Orte als Bühne: Moselland Musikfestival

Wenn das Mosel Musikfestival am 23. Juli in die neue Saison 2026 startet, ist das der Auftakt zu rund 50 Konzerten des ältesten und größten Festivals seiner Art in Rheinland-Pfalz.

Blick auf die Reichsburg Cochem – Foto: Frederic Kruft Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Seit mehr als vier Jahrzehnten präsentiert sich ein vielfältiges und hochkarätiges Programm mit renommierten Orchestern und Ensembles von Weltrang sowie eine erstklassige Auswahl an internationalen Künstler:innen aus den Bereichen Klassik, Jazz, Folk und Weltmusik.

Für das Programm konnten auch dieses Jahr große und namhafte Orchester sowie erstklassige Ensembles und Instrumentalist:innen gewonnen werden.

Moselmusikfestival im Barocksaal des Klosters Machern – Foto: Artur Feller / Moselland Touristik GmbH

Charakteristisch für das Mosel Musikfestival bleiben die außergewöhnlichen Spielstätten und Konzertorte – vom Dom bis zur Pfarrkirche, Schlösser und Welterbestätten, Spitzen-Weingüter der Region und einmalige Kulissen für Open-Airs an den Sommerabenden. Tickets zu allen Konzerten sind online über die Website des Festivals erhältlich. Dort findet sich auch das komplette Programmangebot.

Lucky Luke trifft die Brüder Grimm: Flix und Reinhard Kleist auf Wanderschaft entlang der Deutschen Märchenstraße

Flix und Reinhard Kleist, die kreativen Köpfe hinter der neuesten Lucky Luke Hommage “Die Grimm Brothers”, begeben sich vom 13.–18. Juni 2026 auf eine Lesereise entlang der Deutschen Märchenstraße.

Lucky Luke trifft die Grimm Brothers – Screenshot: Egmont Verlagsgesellschaften

“Es war einmal ein Kuhhirte, der war so einsam, wie ein Mensch in dieser Welt nur sein kann.” – so beginnt die spannende Geschichte, die Flix und Reinhard Kleist in “Die Grimm Brothers” erzählen. Doch im Wilden Westen kann man mit Schneewittchen und dem Froschkönig wenig anfangen, wie Jacob und Wilhelm Grimm auf ihrer Lesereise in Amerika schnell feststellen müssen. Glücklicherweise ist Lucky Luke zur Stelle, um den beiden unter die Arme zu greifen.

Was liegt bei diesem Thema näher, als selbst auf Lesereise zu gehen und die Lebensorte der Brüder Grimm zu besuchen? Die Lesereise führt die beiden Künstler vom 13. – 18. Juni 2026 vom Geburtsort der Grimms in Hanau über Steinau a. d. Straße, Marburg, Kassel und Bremen zu ihrem Sterbeort und letzter Ruhestätte in Berlin, und erweckt sowohl das Album um Lucky Luke und die „Grimm Brothers“ wie auch die Geschichte der Deutschen Märchenstraße zum Leben.

Die Deutsche Märchenstrasse von Hanau…  – Foto: Medienzentrum Hanau – Bildarchiv

Markus Exner, Geschäftsführer der Deutschen Märchenstraße freut sich: „Wenn nun Flix und Reinhard Kleist den Comic-Helden Lucky Luke auf die Brüder Grimm treffen lassen, wandeln sie auf historischen Pfaden: Ludwig Emil Grimm, der Malerbruder der Märchensammler, schuf 1849 mit seiner knapp 10 Meter langen aufrollbaren Bildergeschichte »Kurze Lebensbeschreibung einer merkwürdigen und liebevollen Sau« eine Art Urform von Comic und brachte mit ironischer Feder und viel Sinn für Situationskomik einen ähnlichen Spaß zu Papier.“

…nach Bremen – Foto: Carina Tank / WTF Bremen

Internationale Bodenseewoche

Vom 29. bis 31. Mai zieht es an der Konstanzer Hafenmeile wieder Segel, Boote und Besucher:innen ans Wasser. Die 61. Internationale Bodenseewoche bringt besondere Regatten, Wassershows, Musik, den Maritimen Markt und viel Hafenflair zusammen – direkt dort, wo Konstanz dem See am nächsten ist.

Internationale Bodenseewoche Konstanz – Foto: MTK / Dagmar Schwelle

Unter dem Motto „Alle an Board – Wassersport für alle“ rückt 2026 besonders das Thema Inklusion in den Fokus. Inklusive Segel- und Ruderangebote sowie die Podiumsdiskussion „Inklusion durch Wassersport“ zeigen, wie Teilhabe auf dem Wasser möglich wird und Menschen zusammenbringen kann.

Wer lieber trockene Füße behält, schlendert über den Maritimen Markt mit Wassersport- und Lifestyle-Angeboten, kleinen Entdeckungen und kulinarischen Pausen am Hafen. Und wenn die Sonne tiefer steht, wird die Konzilmole zum Treffpunkt: Bei Sail & Sound sorgen DJ-Sets, Sunset Beats und Live-Musik für den passenden Ausklang am Wasser.

Am Sonntag, 31. Mai, führt der Weg vom Hafen weiter in die Innenstadt: Beim verkaufsoffenen Sonntag öffnen die Geschäfte von 12 bis 17 Uhr. Dazu gibt es kostenlose Stadtführungen, geöffnete Stadttürme und weitere Programmpunkte zwischen Hafen, Altstadt und Bodensee.

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