D-RR174 Familienurlaub im Dresdner Elbland

Deutschlandurlaub ist auch im zweiten Corona-Jahr angesagt. Aber wohin, wenn die Badeorte an Nord- und Ostsee weitgehend gefüllt und sich auf den Wanderwegen im Voralpenland mitunter Menschenmassen versammeln. Das Reiseradio hat die Alternativen. Diesmal geht es um eine Region, die Viele, zumindest in Sachen Familienurlaub nicht so wirklich auf dem Schirm haben. Das ist der Check für Dresden und Elbland.

Was geht rund um Dresden in Sachen Urlaub für die ganze Familie? Sehr viel und das beweisen wir im Podcast. Viele Empfehlungen habe ich gecheckt und letztlich gab es nicht einen Flop.

Die Tipps in Bild, Text und Link…

…werden hier auf der Website zusammengefasst und vorgestellt. Das eigentliche Erlebnis gibt es natürlich im Podcast zu hören.

Tipp 1 – Abenteuer auf dem Wasser

„Der Wehlen“ unterwegs auf der Elbe flussabwärts

Direkt an den Elbterrassen starten die Dampfer der Sächsischen Dampfschifffahrtsgesellschaft. Die „Weiße Flotte“ Dresdens ist weltberühmt. Die historischen Raddampfer machen den Charme der Flotte aus und unser Ausflug mit dem ältesten Dampfer „Stadt Wehlen“, oder wie Kapitän Holger Rolle sagt „dem Wehlen“, ist schon etwas ganz Besonderes. Vor Allem gibt’s auf dem Dampfer, der schon über 140 Jahre auf dem Buckel hat, ziemlich viel zu sehen.  Touren gibt es in Hülle und Fülle und jedes Jahr eine Dampferparade. In See stechen auf der Elbe, ein Abenteuer, dass Eltern wie Kinder nicht so schnell vergessen.

Infos:

Sächsische Dampfschifffahrt

Der Schornstein…
…muss vor Brücken eingeklappt werden

Tipp 2 – Nix geht über Schwimmbad

Bei hohen Temperaturen gibt’s nichts Schöneres. Schwimmbäder gibt es auch im Elbland an vielen Stellen. Besonders schön, weil in der herrlichen Flusslandschaft der Röder im Städtchen Großenhain gelegen, ist das dortige Natur-Erlebnis-Bad.

Es ist ein Naturbad, mit herrlicher Wiese und super sauberem Wasser. Dank vollbiologischer Klärung kommt man ohne Chemiezusätze aus. Rote „Chloraugen“ der Wasserratten am Abend sind ein Fremdwort. Der Wasserausflug hat zudem den Vorteil, dass Eltern beim Wasserspaß eher stören und folglich ihre Ruhe haben.

Nach dem Badetag findet sich im unmittelbar benachbarten Stadtzentrum auch jede Menge attraktive Gastronomie. Extratipp: Auf dem Weg dorthin unbedingt beim örtlichen Bäcker, Am Frauenmarkt 2, für ein Soft-Eis auf die Hand anhalten. Selbst getestet und nach etwa 40 Jahren ohne Soft-Eis als extrem lecker in den Erfahrungsschatz der Naschereien aufgenommen.

Info:

Natur-Erlebnis-Bad Großenhain

Großenhain lädt ein

Tipp 3: Erlebnistag im Märchenland der verborgenen Schätze

Wenn man versucht für mindestens einen Tag alle Familieninteressen unter einen Hut zu bringen, kommt ebenfalls Erstaunliches zustande. Karla Kallauch, Frau vom Fach bei Dresden Marketing, hat da einen ausgeklügelten Plan und im Podcast habe ich ihn schön der Reihe nach abgecheckt.

Schatz 1: Dampfeisenbahn fahren

Dampfbahn: Da kriegt auch Papa feuchte Augen

Von Dresden aus fährt die S-Bahn nach Radebeul. Am Bahnhof Radebeul-Ost wartet dann die Lößnitzgrundbahn. Die Einheimischen sagen zur historischen Dampf-Schmalspurbahn auch „Lößnitzdackel“. Einsteigen, Dampfpfeife abwarten und los geht’s. Gemütlich und mit Tuten und Bimmeln geht es in Richtung Moritzburg. Die Fahrt dauert eine halbe Stunde und macht schon mal sau viel Spaß. Nicht nur Kids, sondern auch Papas werden glücklich.

Info:

Lößnitzgrundbahn

Gut 30 Minuten bis Moritzburg: Die Lößnitzgrundbahn fährt immer noch im Liniendienst

Schatz 2: Schloss Moritzburg

SChloss Moritzburg

Schon wenn man den kurzen Weg über die Zufahrtsstraße zum Schloss zurücklegt, stellt sich das „Wow“ ein. Was für ein riesiges und tolles Märchenschloss. Eigentlich war es ein Jagd- und Lustschloss. So wie es heute da steht, hat es der sächsische Kurfürst „August der Starke“ Anfang des 18. Jahrhunderts bauen lassen. Es ist ein Wasserschloss, auch wenn man nicht verschweigen sollte, dass das Wasser drum herum, teilweise erst nach dem Bau angelegt wurde. Irgendwie wäre es schon interessant zu erleben, wie die adligen Herrschaften vor 300 Jahren hier Jagd und Lust nachgegangen sind. Das geht und führt zum nächsten Höhepunkt.

Schatz 3: Schlossbesichtigung mit dem „Histopad“

Wie in der Zeitmaschine: Histopad-Tour in Schloss Moritzburg

Das „Histopad“ ist zunächst mal nix anderes als ein Tablet-Computer, den man nach Bezahlung des Eintrittsgelds in die Hand gedrückt bekommt. Die Software auf dem Ding aber hat es in sich. Zweimal Drücken, einmal wischen und man befindet sich in einer Zeitmaschine, die dreihundert Jahre in die Vergangenheit beamt. Da steht man dann in der Eingangshalle und sieht auf dem Pad tatsächlich wie die Gräfin Orzelska aus der Kutsche aussteigt. Drumherum viele Menschen, auch die Kutschpferde und man steht mittendrin in der „Gesellschaft“. Der 360 Grad-Rundumblick macht es möglich und es gibt so noch mehr zu erleben; von einem Festgelage im Speisesaal bis zur Suche nach Schätzen auf dem „Histopad“. Wer alle einsammelt und seine Mailadresse hinterlässt, kriegt sogar ein Geschichtenjäger-Diplom zugeschickt. Zu hören im Podcast. Es ist wirklich wie im Märchen.

Schlemmen mit Gräfin Orzelska und August dem Starken

Schatz 4: Haselnüsse, Aschenbrödel und Schloss Moritzburg

Dass dieses Schloss märchenhaft ist, erkannten vor vielen Jahren auch Filmemacher aus Tschechien und der DDR und machten Moritzburg zum Schauplatz eines netten kleinen Märchenfilms. Aus dem „kleinen“ Film wurde eine Legende, die auch heute noch vor Weihnachten Millionen von Fernsehzuschauern rund um Weihnachten vor den Bildschirm zieht. Wer kennt ihn nicht, den Märchenfilm: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

In der Adventszeit gibt es jedes Jahr im Schloss eine Sonderausstellung über den Film, die Dreharbeiten und die Schauspieler, die ihn zur Legende machten. In der Zwischenzeit können alle potentiellen Prinzessinnen Aschenbrödels Schuh anprobieren. Er steht auf der Treppe am Ostflügel des Schlosses. Vielleicht passt er ja.

Prinzessinnentest: Aschenbrödels Schuh auf der Schlosstreppe von Moritzburg

Alle kleinen Prinzessinnen und Prinzen können den Gang durchs Schloss auch mit einer Kinderführung machen. Große Überraschung: Man darf sich gerne auch als Prinzessin oder Prinz verkleiden. Das macht Spaß. Meist sind es mehr Prinzessinnen als Prinzen; das ergab zumindest der Check als ich eine Märchenführung getroffen haben.

Info:

Schloss Moritzburg

Histopad

Die ganze Pracht: Schloss Moritzburg

Schatz 5: Sportspaß in luftiger Höhe

Nur eine Viertelstunde zu Fuß vom Schloss trifft man auf den Mittelteich und dort wartet ein sensationeller Hochseilgarten. Kleine wie Große dürfen hier, mit Betreuung klettern. Geht ab einer Körpergröße von 1 Meter. Wie das abläuft habe ich im Podcast bei „Klettermeister“ Jan Tappert gecheckt und für klasse befunden. Im Sommer kann man hier auch am Mittelteich Baden gehen und dann warten noch Bogenschießen, Seilbahn fahren, Beil werfen und viel mehr. Wer länger bleibt kann auch campen oder stilvoll im Indianer-Tipi übernachten.

Info:

Hochseilgarten Moritzburg-Mittelteich

Camping am Hochseilgarten Moritzburg-Mittelteich
BobbyCar im Seilbahn-Parcours
Spaß und Sportgenuss beim Klettern: Für die Kleinsten ganz unten.

Extra-Schatz 6: Schäferwagenwohnen und Traktorfahren

Spaß für die „Family“: SChäferwagenurlaub in Moritzburg

Den Machern des Hochseilgartens ist im Lauf der Jahre viel eingefallen, was den Aufenthalt noch schöner macht. Wer rechtzeitig plant muss abends nicht zurück nach Dresden fahren, sondern kann ein paar Tage Schäferwagenurlaub dranhängen. Ein echtes Abenteuer! Wie’s geht gibt es im Podcast zu hören: Auch den Traktorsound, bei dem Papa bestimmt das Kribbeln kriegt.

Info:

Schäferwagen

So gemütlich ist es im Schäferwagen

Fazit: Alles paletti!

Wenn das nicht ein vielfältiger Familientag ist, dann weiß ich’s nicht. Die Möglichkeiten im Dresdner Elbland sind unerschöpflich.

5-Sterne***** gibt’s für den Familienurlaub, dort wo man ihn erst einmal nicht vermutet.

Die Allee ins Märchenland der verborgenen Schätze: Moritzburg

More to come…

Mehr Aktivitäten, auch für Ältere, folgen demnächst. Da geht es nochmal ausführlich ums Raddampferfahren, um wundervolle Städte und Städtchen wie Meißen und Großenhain, um Radtouren mit dem E-Bike, große Kulturgeschichte und natürlich um das Kapital des Elblands als sehr feine, wenn auch kleinste Weinregion Deutschlands mit sehr viel Genuss und leiblichem Wohl. Hervorragende Kulinarik gehört natürlich auch dazu.

Wer kann jetzt noch behaupten, man könne nur in den Alpen oder an Nord- und Ostsee Urlaub machen?

Dresden-Elbland-Reiseinfos


Redaktioneller Hinweis:

Die Elbland-Recherchereise wurde unterstützt von der Dresden Marketing GmbH (dmg). Dies hat keinen Einfluss auf eine objektive Berichterstattung. Meine Meinung gehört mir!


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