D-RR News 01.12.20 – Xmas-Übernachtung / Freiheiten / Einreise / Gesundheitspass

Weihnachtsübernachtungen

Bergparade en miniature: Manufaktur der Träume in Annaberg / Erzgebirge, Sachsen

Gestern entschied auch Sachsen, dass Hotels und Pensionen über die Feiertage Gäste aufnehmen dürfen, die in der Region ihre Familien besuchen. Damit wächst die Zahl der Bundesländer, die dies ermöglichen noch einmal. Auch Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein erlauben für Weihnachts-Familienbesuche die Hotelübernachtung. Der Gegenwind aus Berlin kam sofort. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich einmal mehr kritisch dazu. Insbesondere kritisierte sie die Entscheidung in Sachsen, dem Land mit der derzeit höchsten Rate an Neuinfektionen.

Kürzere und kleinere Freiheiten

Baden-Württemberg wird die Corona-Maßnahmen unmittelbar nach den Weihnachtstagen wieder verschärfen. Die Weihnachtslockerungen sollen nur zwischen dem 23. Und 27. September gelten. An den Hotelübernachtungen für Verwandtenbesuche über die Weihnachtsfeiertage will die Landesregierung allerdings festhalten.

Berlin geht noch einen Schritt weiter. Die von Bund und Ländern verabredeten Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen für private Treffen über die Feiertage werden, nach einer Senatsentscheidung, in Berlin nicht umgesetzt. Hier bleibt es auch während der Feiertage bei den derzeit gültigen Einschränkungen.

Größere und kleinere Einschränkungen auch zu Weihnachten

Türkei mit harten Corona-Maßnahmen

Aufgrund der stark steigenden Infektionszahlen in der Türkei gelten jetzt Ausgangsverbote an Wochenenden zwischen Freitag 21 Uhr und Montag 5 Uhr. Diese Verschärfung ergänzt die ohnehin schon geltende Ausgangssperre an Werktagen jeweils von 21 Uhr bis 5 Uhr.

Die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln sei, so die Nachrichtenagentur dpa, nicht mehr gestattet für Menschen unter 20 und über 65 Jahren.

Slowakei nur noch mit PCR-Test

Die Slowakei verschärft ihre Einreisebedingungen noch einmal. Die Vorlage eines negativen PCR-Tests ist jetzt nicht nur für Urlauber vorgeschrieben, sondern auch für alle Geschäftsreisenden inklusive der Berufspendler aus Nachbarstaaten.  Diese neue Regelung soll am 7. Dezember in Kraft treten.

Bislang galt die Regelung nur für Urlauber. Vom 7. Dezember an sind alle Einreisenden einschließlich der Pendler zur Vorlage eines negativen Testergebnisses verpflichtet. Für Berufspendler sind Ausnahmen in Planung. Hier solle nur die Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests verpflichtend sein. Dieser dürfe maximal eine Woche alt sein.

Kanada verlängert Einreisstopp

Die quasi Grenzschließung von Kanada wurde noch einmal verlängert. Nach den neuesten Entscheidungen dürfen ausländische Staatsbürger bis mindestens 21. Januar 2021 nicht nach Kanada einreisen. Es gibt einige wenige Ausnahmen. Wer doch eine Genehmigung erhalten hat, muss sich nach der Einreise einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen.

Hoffnung auf Urlaubsfreude 21

Die gegenwärtig trostlose Situation in Sachen Verreisen und Urlaub trübt offensichtlich nicht die Erwartungshaltung. 42 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass es bis zum Sommerurlaub 2021 keine Reisebeschränkungen mehr gibt. Dies ergab eine Umfrage von Yougov.  35 Prozent der Befragten sind gegenteiliger Meinung und erwarten auch im nächsten Jahr noch keine Normalisierung.

Gesundheitspass beim Fliegen

Der internationale Airline Verband IATA will das Fliegen wieder für eine größere Zahl von Menschen und mit wenig Risiko möglich machen. IATA-Generaldirektor Alexandre de Juniac setzt bei globalen Grenzöffnungen zum einen auf Corona-Schnelltests, zum anderen auf eine zu schaffenden Kommunikations-Infrastruktur. Damit soll es ermöglicht werden, Testergebnisse und Identität von Passagieren weltweit in einem Netzwerk zu teilen und damit überprüfen zu können. Der sogenannte „Travel Pass“ setzt voraus, dass Reisende ihre Daten mit Airlines und Behörden teilen. Datenschützer dürften den Vorschlag kritisch beurteilen.

IATA will Gesundheitspass realisieren

Mehr Meer in MV

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund bekommt Bundesmittel für die Weiterentwicklung des „Nautineums“ in Höhe von zehn Millionen Euro. Die geleichhohe Summe schießt das Land Mecklenburg-Vorpommern zu. Mit den dann zur Verfügung stehenden 20 Millionen Euro sollen an der Museumsaußenstelle auf dem Dänholm, zwischen Stralsund und der Insel Rügen, der als Außenstelle des Meeresmuseums im Jahr 1999 eröffnet wurde, neue Räumlichkeiten für Wissenschaftler, Sammlungen, die Fachbibliothek sowie für Labore und Werkstätten entstehen. Die dortigen Ausstellungen informieren über die Themen Fischerei, Hydrographie und Seewasserstraßen. Die Arbeiten sollen in den kommenden fünf Jahren und parallel zur Modernisierung des Meeresmuseums umgesetzt werden.

“Nautineum” auf Dänholm zwischen Rügen und Stralsund – Foto: Johannes Maria Schlorke / Tourismusverband MV

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