D-RR News 11.08.23 – Hawaii&Klima / Flug&Zug / Hip&Hop

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Hawaii und die Wildfires

Die Stadt Lahaina existiert quasi nicht mehr. Auf den Inseln im Pazifik brennt es großflächig. Besonders betroffen von den Buschfeuern ist Maui. Immer mehr Menschen verlassen die Insel. Offizielle Stellen sprechen inzwischen von über 50 Todesopfern und 14.000 evakuierten Menschen. Betroffene sprachen von der brennenden Hölle, aus der sie sich nur durch einen Sprung ins Meer retten konnten.

Präsident Biden hat inzwischen den Katastrophen-Notstand ausgerufen. Das ermöglicht der Bundesregierung, Hilfsgelder locker zu machen und beispielsweise Militär oder National Guard zur Hilfe zu schicken.

Maui ist eines der touristischen Hotspots. Maui lebt vom Tourismus. Dies ist jetzt erst einmal Geschichte. Es wird Jahre dauern, bis so etwas wie ein Normalzustand wieder hergestellt sein wird.

Reisewarnung & Stornierung

Es ist müßig zu erklären, dass auch das „Auswärtige Amt“ alle deutschen Touristen aufgefordert hat, Maui umgehend zu verlassen und geplante Reisen dorthin zu streichen. Die Stornierung einer Reise auf die Insel, dürfte auch von Seiten der Reiseveranstalter oder Airlines derzeit problemlos möglich sein.

Klimawandel und Reiseströme

Zwei Mahner im großen Reisegeschäft sind im Podcast des WebportalsReise vor 9 zu Wort gekommen. Prof. Harald Zeiss, Tourismus- und Umweltforscher, und Ralph Hieke, Mitinhaber des nachhaltigen Reisebüros „fairweg“, warnen vor einschneidenden Veränderungen im Tourismusgeschäft.

Prof. Harald Zeiss – Foto: Christian Wyrwa, @wyrwa-foto.de

Die inzwischen realer werdende Einschätzung, dass die „Badewanne des Sommer-Tourismus“ herbe Einschnitte in Sachen Besucher erleiden wird, wächst. Das wiederum könnte zu Buchungseinbrüchen, Unsicherheiten und im besten Fall zur zeitlichen Verschiebung von Reiseströmen in Richtung Mittelmeer führen: Weg von der ursprünglichen Hauptsaison.

Beide weisen auch darauf hin, dass es in Sachen Klimapolitik und -maßnahmen keine Zeit mehr zu verlieren gibt. Beide fordern das, was seit einem knappen Jahr langsam aber sicher wächst: Die Ermittlung des tatsächlichen CO₂ – Ausstoßes der individuellen Urlaubsreise und daraus folgend ein entsprechender Reisepreis, der die tatsächlichen Kosten inklusive des Öko-Fußabdrucks widerspiegelt. Daraus müsse dann ein realistischer Preis für Urlauber wachsen, der Klimaschäden berücksichtigt. Mehr und detailreich nachhörbar im „Reise vor 9 – Podcast

Lufthansa – Tarifvertrag mit Piloten

Foto: Lufthansa

Es wurde lang und hart verhandelt. Seit gestern steht er der neue Tarifvertrag, der Reisenden für die nächsten zwei Jahre keine LH-Streiks mehr bescheren dürfte, zumindest von Pilotenseite.

Lufthansa teilte gestern mit, man habe sich geeinigt und die Vereinigung Cockpit (VC) habe den Entwürfen zugestimmt.

Der Vergütungs-Tarif-Vertrag hat eine Mindestlaufzeit bis Ende 2026, der Mantel-Tarif-Vertrag sogar bis zum 31. Dezember 2027. Die Laufzeiten gehen mit einer entsprechenden Friedenspflicht einher.

Kernpunkt des VTV ist eine schrittweise Einkommenserhöhung der Piloten von 18 Prozent im Lauf der nächsten drei Jahre. Es gibt aber auch eine Reihe von Verbesserungen, um die es lange Diskussionen gab. Dazu gehören mehr planbare Freizeit und Dienstplanstabilität für Pilot:innen, sowie weiteres Wachstum durch die Übernahme ehemaliger Piloten und Pilotinnen der ehemaligen Germanwings in die Lufthansa Muttergesellschaft. Die Gremien der LH müssen allerdings noch zustimmen.

Schnelle Züge nach Italien

2026 soll es soweit sein. Das italienische Bahnunternehmen Trenitalia will in Kooperation mit der Deutschen Bahn eine Schnellverbindung zwischen München und Mailand einrichten. Eine Zugfahrt würde sich dann auf dieser Strecke von sieben auf vier Stunden reduzieren. Umsteigen entfiele dann außerdem. Eingesetzt werden sollen Züge vom Typ Frecciarossa.

Verbindungen innerhalb Italiens sollen ebenfalls ausgebaut werden. Schon jetzt existiert ein Nachtzug von Mailand der durchgehend (inklusive Fährtransport) bis nach Sizilien fährt.

Marabu will langsam planen

Foto: Flymarabu

Weitere Pannen vermeiden, scheint das oberste Gebot zu sein. Dabei soll eine größere Sorgfalt in Sachen Flugplansicherheit berücksichtigt werden, als beim Schnellstart im April dieses Jahres.

Vor einigen Wochen gab es einen Managementwechsel und damit begann der notwendige Blick auf all die Komponenten, die dem „Marabu“ lahme Flügel bescherten. Deshalb, so der neue Boss, gäbe es auch noch keinen Winterflugplan, aber bald soll es soweit sein. Zu große Verspätung kann man sich dabei auch nicht leisten, wenn man nicht Gefahr laufen möchte, dass Veranstalter in der Zwischenzeit bei anderen Gesellschaften Kapazitäten gebucht haben.

Immerhin steht fest, dass es bei den Hubs in München und Hamburg bleiben soll. Man verfügt über zwei eigene Maschinen. Derzeit sind weitere fünf Flugzeuge, im Wet-Lease-Betrieb für Marabu im Einsatz.

50 Jahre Hip Hop – New York City feiert

Hip Hop 50 – Foto: Maridelis Rosado / NYCTourism

New York City Tourism + Conventions lädt Besucher und Einwohner ein, das 50-jährige Jubiläum des Hip-Hops in der offiziellen Geburtsstadt, in New York City, zu feiern.

Das Musikgenre hatte heute vor 50 Jahren seine Wurzeln in einer Party in der Bronx, 1520 Sedgwick Avenue, die von DJ Kool Herc veranstaltet wurde. Zur Feier dieses Jubiläums hat sich NYC Tourism mit Mass Appeal – dem Unterhaltungsunternehmen, das hinter Hip Hop 50 steht – zusammengetan, um wichtige Veranstaltungen in ganz New York City zu unterstützen und auf NYCtourism.com einen speziellen Bereich für Hip-Hop-Inhalte zu schaffen. Dieser Hub bietet eine interaktive Karte mit Hip-Hop-Erlebnissen in den fünf Stadtbezirken, Interviews mit lokalen Hip-Hop-Experten, Hinweise zur Hip-Hop-Kultur, Geschichte, zu Geschäften, Restaurants, Wandmalereien, Touren und Stadtvierteln sowie eine Liste von Gedenkveranstaltungen und kulturellen Ausstellungen in ganz New York.

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