D-RR News 12.08.22 – Fluggastrecht / Wetter / Umwelt / Hotel

Foto: Fraport

Die Zahlen des Tages (RKI)

345,9

(7 Tage Inzidenz pro 100.000 Einwohner )

49.839

(Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden)

167

(Todesfälle innerhalb der letzten 24 Stunden)

145.561

(Todesfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie)


Fluggastrechte und Politik

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Der Chaossommer hat dazu geführt, dass die Fluggesellschaft unter Druck geraten. Das Streichen von Flügen und große Verspätungen kosten richtig Geld. Ab drei Stunden Verspätung sind das, je nach Entfernung, bis zu 600 Euro pro Passagier. Das summiert sich und treibt die Lobbyisten an die Front.

Im politischen Raum kocht jetzt ein alter Vorschlag wieder hoch. 2013 gab es mal einen EU-Vorschlag, die Zahlungen und damit die Passagierrechte auf Kurzstrecken einzuschränken. Unter 3.500 Kilometern Flugstrecke hätten Passagiere mindestens fünf Stunden Verspätung erdulden müssen, bis zur Zahlung von Entschädigung.

Verbraucherverbände warnen bereits vor einer Aufweichung der Fluggastrechte. Die tschechische Regierung, die seit 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft für sechs Monate übernahm, hatte zuvor angekündigt eine Reform der Fluggastrechte  realisieren zu wollen. Ob die Reform den Namen verdient, darf nach Meinung der Verbraucherverbände bezweifelt werden.

TUIfly will Schadenersatz

Foto: TUI

Das Chaos an europäischen Flughäfen hat die Airlines, zusätzlich zu den eigenen Problemen, eine Menge Geld gekostet. Der Ferienflieger TUIfly beziffert zum Beispiel den entstandenen materiellen Schaden von April bis Juni auf 75 Millionen Euro.

Der künftige TUI-Chef Sebastian Ebel kündigte jetzt an, dass man Kompensationszahlungen von den Airports verlangen will. Er steht dabei nicht allein da. Auch EasyJet CEO Johan Lundgren hat eine solche Forderung schon in den Raum gestellt. 

Wetter dreht weiter durch

Der Sommer 22 kommt wettertechnisch nicht zur Ruhe. Hierzulande wachsen die Probleme angesichts großer Dürre. Der Brand im Berliner Grunewald ist glücklicherweise gelöscht, auch Sachsen kehrt im Nationalpark Sächsische Schweiz Zug um Zug zum Normalbetrieb zurück. Der Wasserstand in deutschen Flüssen ist allerdings alarmierend.

In den Alpen schmelzen die Gletscher im Rekordtempo weg. Verstärkt wird dies zudem durch den gefallenen Saharastaub im Frühjahr. Durch die dunkle Einfärbung des Eises, erhöht sich die Temperatur zusätzlich und sorgt für das Abschmelzen.

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

In Portugal und insbesondere in Frankreichs Südwesten, rund um Bordeaux brennen erneut großflächig Waldflächen.

Italien, ebenfalls von Trockenheit gebeutelt kämpft aktuell gegen zahlreiche Unwetter, Erdrutsche und Überschwemmungen. Besonders betroffen ist der Süden und die Regionen Kalabrien und Kampanien. In der Toskana kommt es derzeit, nach Niederschläge zu einer heftigen Stechmückenplage, die Gästen den  Aufenthalt im Freien gründlich verdirbt. Darunter leidet insbesondere die Außengastronomie in den betroffenen Regionen.

Italien – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Auf den Kanarischen Inseln wird das Wasser knapp. Insbesondere Gran Canaria schaut auf Stauseen, die gerade noch knapp 10 Prozent Füllmenge haben. Der Soria-Stausee sei de facto ausgetrocknet, berichtet „Teneriffa-News“. Auf Gran Canaria hat es im Januar dieses Jahres zum letzten Mal flächendeckend und ausgiebig geregnet.

 

Umweltbemühungen

Schiff

Foto: MSC-Cruises

MSC Cruises hat ihre gesamte Flotte nach ISO-Kriterien für den sogenannten „Schutz der Meeresumwelt“ zertifizieren lassen. Dabei geht es hauptsächlich um das umweltgerechte Abfallmanagement an Bord.

Hotel

Oft noch Mangelware: E-Ladestationen im Hotel – Foto: Accor Hotels

Die französische Hotelgruppe Accor fördert die Elektromobilität. Erster Schritt war der Aufbau einer Ladeinfrastruktur. Jetzt wurden die Bemühungen auf der Website in den Hotelübersichten zusammengefasst. Bei der Buchung eines Ziels lässt sich die Verfügbarkeit von Ladestationen im Hotel im Buchungsfilter eingeben. Gleichzeitig soll Einwegplastik in Gästebereichen bis Ende des Jahres zur Vergangenheit zählen. Zur Accor-Gruppe zählen 5.300 Hotels in der Spanne von Luxusmarken, wie Sofitel, Fairmont und Raffles, bis zu Budgetangeboten von Ibis und F1.

Unfall in Legoland Günzburg

Bei einem Auffahrunfall der Achterbahn „Feuerdrache“ wurden gestern 31 Personen verletzt, darunter 10 Kinder. Dabei gab es eine schwerverletzte Person. 16 Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Der Betrieb in Günzburg geht weiter, allerdings ohne den „Feuerdrachen“. Die Bahn wird jetzt von Sicherheitsexperten untersucht, um die Unfallursache zu finden.

Erst vor einer Woche war in einem Freizeitpark an der Mosel eine Frau aus einer fahrenden Achterbahn gestürzt.

9 €uro – Erfolg

9 Euro – Ticket – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Die Monatstickets für den Regionalverkehr haben sich als Erfolg herausgestellt. Nicht nur Berufspendler wurden finanziell entlastet. Gerade im Bereich der Naherholung (Ausflüge) war das 9 Euro-Angebot ein Renner. Der Tagestourismus hat ganz offensichtlich profitiert. Zahlen dazu gibt es allerdings noch nicht. Nach Angabe des Statistischen Bundesamts hat sich die Nutzung des Nahverkehrs, im Vergleich zu den Zahlen von 2019, mehr als verdoppelt.

ETIAS verschoben

Die Einführung der angekündigten kostenpflichtigen Einreisegenehmigung in die EU wird um sechs Monate verschoben. Ursprünglich sollte sie im Mai eingeführt werden. Ähnlich wie die Einreiseprogramme in den USA (ESTA) und Canada (ETA), müssen sich einreisende Nicht EU-Bürger künftig vor der Reise registrieren und die Genehmigung abwarten. Jetzt soll das Programm erst im November 2023 starten.

Hotel – “Selbstbedienung”

Hoteldiebstähle – Kavaliersdelikt oder Straftat? – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Der Trend alles Mögliche nach einem Aufenthalt aus Hotelzimmern „mitgehen“ zu lassen verstärkt sich. Die Flugsuchmaschine Swoodoo hat durch eine elektronischen Umfrage, die von CINT durchgeführt wurde, die Favoriten der kleinen und größeren Hoteldiebstähle ermitteln lassen.

Klares Fazit für Deutschland: 56 Prozent aller Befragten gaben an, bereits Hotel-Utensilien mit nach Hause genommen zu haben, darunter Hausschuhe, Deko-Artikel oder bisweilen sogar Tafelsilber. Auf Platz 1 der Hitliste stehen erwartungsgemäß Shampoo und Conditioner. Sie landen im Koffer von 30 Prozent der deutschen Urlauber. Rang 2 belegt das Körperpflege-Set aus Wattestäbchen und Wattepads (26 Prozent). Auch Kaffeekapseln oder Tee sind beliebt (9 Prozent). Ebenso gefragt sind Bademäntel (8 Prozent), Besteck oder Dekoartikel (jeweils 5 Prozent). Immerhin 3 Prozent der Deutschen haben schon einmal Batterien aus der Fernbedienung mitgenommen. Im internationalen Vergleich sind wir Deutschen aber noch relativ zurückhaltend. Nur dänische Gäste packen noch weniger ein.

Die Datenerhebung fand vom 10. bis 16. Mai 2022 unter 10.000 Personen aus dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweden, Dänemark, Österreich, den USA, Kanada und Australien im Alter zwischen 18 und 65 Jahren statt.

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