
Sicherheit beim Reisen
Sicherheit in mehrerer und unterschiedlicher Hinsicht beherrscht ganz offensichtlich das Reisegeschehene in diesem Sommer und wird zum Entscheidungskriterium bei der Urlaubsplanung. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Reise-App Polarsteps in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Dynata.

Die Studie unter mehr als 2.400 internationalen Reisenden macht deutlich, wie stark geopolitische Entwicklungen aktuell das Reiseverhalten prägen. Die Vereinigten Staaten verlieren insbesondere bei deutschen Reisenden an Attraktivität, während europäische Ziele – allen voran Skandinavien – profitieren. Trotz geopolitischer Unsicherheiten bleibt die Reiselust. Trotz knapperer Kassen hält sich Reisebudgets hoch. Die Detailergebnisse sind genau genommen nicht sehr überraschend, bestätigen aber den Trend im Reisesommer 2026.
Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage
56 % nennen Sicherheit als Hauptfaktor bei der Wahl des Reiselandes
65 % reisen aufgrund des politischen Klimas eher nicht in die USA
43 % haben Reisepläne geändert oder sind verunsichert
39 % der Deutschen planen, mehr für ihren Urlaub auszugeben
Neun der zehn beliebtesten Reiseziele liegen in Europa. Australien, Kanada und Japan zählen zu den Fernreisegewinnern.

Top-Kriterium: Sicherheit
In keinem anderen Land hat Sicherheit bei der Reiseplanung einen so hohen Stellenwert wie in Deutschland. Das ist das Ergebnis der Umfrage unter mehr als 2.400 Personen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA. 56 % der Befragten nennen die Sicherheitslage oder politische Stabilität als einen der wichtigsten Faktoren. 43 % haben bereits auf geopolitische Entwicklungen reagiert – etwa durch Stornierungen, Umbuchungen oder eine wachsende Unsicherheit bei der Wahl des Urlaubsziels.
USA: Kritischer Blick
Hier zeigt sich deutlich die Zurückhaltung gegenüber einem einstigen Traumziel: 65 % der Deutschen sagen, dass sie aufgrund des politischen Klimas eher nicht dorthin reisen. Das ist der höchste Wert im internationalen Vergleich. In Großbritannien (57 %) und Frankreich (48 %) ist der Trend weniger stark ausgeprägt.

Reisebudget: Trotz Inflation hoch
Trotz Wirtschaftskrise und anhaltenden Konflikten bleibt die Reiselust hoch.
50 % der Deutschen planen, ähnlich viel auszugeben wie im Vorjahr, 39 % sogar mehr. Reisende aus den USA und Großbritannien planen noch höhere Ausgaben.
Hier gibt es allerdings klare Widersprüche zu anderen Umfragen in Deutschland. Laut einer Umfrage von „Yougov“ im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft sehen 64 Prozent Reisen zwar als notwendige Auszeit; 40 Prozent wollen in diesem Jahr aber beim Reisen sparen.
In der Analyse decken sich die beiden Befragungen wieder. Man ist sich einig darüber, dass die weltweite geopolitische Lage dazu führt, dass weniger in Ziele gereist wird, wo Sicherheitsrisiken entstehen könnten.
Klarer Favorit: Europa
Neun der zehn beliebtesten Länder liegen in Europa.
Dabei zeigen deutsche Urlauber die stärkste Europa-Fokussierung bei der Reiseplanung. Besonders gefragt sind Italien, Frankreich sowie Norwegen, Schweden und Dänemark. Die nordischen Länder haben im Vergleich zum Vorjahr nochmals an Beliebtheit gewonnen.

Österreich hingegen verliert an Attraktivität und fällt von Platz drei auf Platz sieben. Das erklärt auch das Gegensteuern im Land mit neuen Ideen und neuen zeitlichen Reiseangeboten fürs ganze Jahr. Dazu empfehle ich den aktuellen Reiseradio-Podcast 318.
Bei den Fernreisen zählen Australien, Kanada und Japan zu den größten Gewinnern. Zuwächse verzeichnen auch Sri Lanka, Malaysia und Singapur.
Wer mehr wissen will, kann hier Details zur Studie nachlesen.

Als All-in-One-Travel-App unterstützt Polarsteps die komplette Reise von der ersten Inspiration über die Planung bis hin zum Tracken und Teilen der Erlebnisse – privat, per Geheimlink oder mit der ganzen Welt. Auf Wunsch entsteht aus dem digitalen Reisebuch ein gedrucktes Travel Book. Polarsteps ist werbefrei und gehört mit über 20 Millionen Nutzer:innen weltweit, darunter 2,6 Millionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Katerstimmung im Reisebüro
Im Gegensatz zur Travel-APP, sehen Marktanalysen für die Reisebüros eine eher gedämpfte bis miese Geschäftssituation.

Monatlich erhoben werden Ergebnisse und Stimmungen im sogenannten Travelindex der Unternehmensberatung Dr. Fried & Partner. Danach wird die wirtschaftliche Lage von den Reisebüros mehrheitlich (53%) als schlecht bezeichnet. Viel schlimmer ist unterm Strich allerdings auch die Einschätzung von 70% der Befragten. Die rechnen perspektivisch mit einer noch schlechteren Ertragssituation. Nur rund 9 Prozent nennen die Ertragslage gut, 4 Prozent gaben an, wachsenden Umsatz zu verzeichnen.
Die Lage im Mai ist nicht neu. Schon seit Jahresbeginn sinken die wirtschaftlichen Ergebnisse in Reisebüros deutlich.
Nach sehr viel Wirtschaft und wenig erfreulichen Zeichen haben folgen jetzt noch ein paar konkrete Urlaubstipps für Kurz- und Inlandsreisen.
Fränkische Musikerlebnisse
Die Saison der Musikfete und Festivals beginnt. Franken bietet dabei eine Bandbreite von Klassik bis Pop und Rock.
Mozartfest Würzburg

Vom 29. Mai bis zum 28. Juni feiert Würzburg wieder sein traditionelles Mozartfest. Mit seiner über 100-jährigen Geschichte zählt es zu den ältesten Klassikfestivals Europas.
Das Motto 2026 „Beschworene Schönheit: Idol Mozart“ richtet den Blick auf die Mozart-Rezeption in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Komponisten wie Max Bruch, Richard Strauss, Igor Strawinsky und Benjamin Britten sahen in ihm eine ebenso ästhetische wie moralische Instanz und damit einen Maßstab für das „Humane in Zeiten von Verlust und Schrecken“. Passt damit gut in die Zeit.
Das künstlerische Profil prägen in diesem Jahr die Geigerin Tianwa Yang als Gaststar, sowie Schlagzeugerin Leonie Klein als „Zukunftskünstlerin“. Es warten rund 90 Veranstaltungen an über 30 Spielorten, darunter auch das UNESCO-Welterbe Würzburger Residenz.
Nürnberger Musikfestivals

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr wird die Musikfestival-Kampagne „Nürnberg klingt nach!“ 2026 fortgesetzt und stellt sieben prägende Festivals in den Mittelpunkt. Von Juni bis November warten fast alle großen Musikgenres mit einem eigenen Programm auf. Die Palette reicht von Rock über ein Klassik Open Air bis zu einem Pop- und dem „NUEJAZZ“ Festival. Das traditionelle „Nürnberger Bardentreffen“ findet in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal statt.
Neu dabei ist der Klassiker „Rock im Park“, das vom 5. bis zum 7. Juni 2026 am Dutzendteich stattfindet und zu den größten Rockfestivals Deutschlands zählt. Seit 1997 ist das Festival in Nürnberg beheimatet und zieht jährlich rund 80.000 Besucher:innen an. Auf den Bühnen stehen internationale Größen aus Rock, Indie, Punk, Metal, Rap und Electro. Drei Tage Musik, kurze Wege und Campingerlebnis machen dieses Festival zu einer festen Größe im Nürnberger Veranstaltungskalender.
NRW: Landesgartenschau in Neuss

Die Landesgartenschau Neuss 2026 verzeichnet nach ihrem ersten Monat einen besonderen Erfolg: Die Anzahl der verkauften Eintrittskarten entspricht der aktuellen Einwohnerzahl der Stadt: 161.224. Seit der Eröffnung erkundeten zahlreiche Gäste aus Neuss, der Region und darüber hinaus die Gartenwelten, das umfangreiche Sport- und Spielangebot und das bunte Veranstaltungsprogramm.
Bürgermeister Reiner Breuer freut sich über den Erfolg:
Nach einem Monat voller blühender Eindrücke und vielfältiger Veranstaltungen können wir eine erste positive Bilanz ziehen. Unsere Landesgartenschau in Neuss erfreut sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit. Es ist schön zu sehen, wie unser neues ‚Grünes Herz‘ von den Menschen angenommen wird und sich mit Leben füllt.
Die Gäste schätzen insbesondere die Vielzahl der Möglichkeiten auf dem 38 Hektar großen Gelände. 800 verschiedene Pflanzenarten gibt es auf der Landesgartenschau in Neuss auf rund 11.000 Quadratmetern in der jeweiligen Blütezeit zu bewundern. Der Rosengarten mit seinen 70 verschiedenen Sorten beginnt – wetterabhängig – voraussichtlich Ende des Monats zu blühen. Im Dahliengarten werden sich die Blüten im Spätsommer in unterschiedlichen Farben, Formen und Höhen wie kleine Sonnen öffnen.

Mehr als 2.200 bleibende Bäume wurden im neuen Park gepflanzt und sorgen langfristig für einen kühlen und frischen Ort mitten in der Stadt. Es wurden Baumarten ausgewählt, die an diesem Standort heimisch sind: Das sind Bäume der Hartholzaue – unter anderem verschiedene Weiden, Erlen, Eschen, Ahorn, Hasel und Kornelkirsche. Aber es sind auch sogenannte Klimagehölze dabei, die bei der sich abzeichnenden Klimaveränderung besser geeignet sind. Der neu angelegte Park ist gedacht als Beitrag zur Klimaanpassung, Biotop mit hohem ökologischem Wert, Naturerlebnisraum mitten in der Stadt, barrierefreier Begegnungsort für Gemeinschaft bei Spiel, Sport, urbanem Gärtnern, Bildung und Kultur, Schützenwiese und Grünverbindung zwischen Innenstadt und Rhein.
Pfalz: Euer Sommer
Die Pfalz startet 2026 mit einem klaren Versprechen in den Sommer: Es soll ein Urlaub werden, der abwechslungsreich, unkompliziert und für alle Generationen geeignet ist, ideal für Familien, aber längst nicht nur für die.

Kurze Wege
In der Pfalz liegen Erlebnisse oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Morgens eine Radtour durch die Rheinebene, mittags ein Ausflug in den Pfälzerwald und am Nachmittag ein Besuch einer Burg oder eines der zahlreichen Schwimmbäder – die Vielfalt ist groß und schnell erlebbar.

Auch die Jugendherbergen in der Pfalz spielen eine zentrale Rolle für familienfreundliche Aufenthalte. Sie bieten nicht nur preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten, sondern liegen oft mitten in der Natur oder in direkter Nähe zu beliebten Ausflugszielen. Bei allen Pfälzer Jugendherbergen ist die Pfalzcard für alle Individualreisende bereits inklusive. Damit erhalten Gäste freien Eintritt zu über 130 Freizeitangeboten und Ausflugszielen in der gesamten Region und können die Vielfalt der Pfalz bequem, flexibel und kostenfrei entdecken. Zusätzlich ist die kostenfreie Nutzung des ÖPNV im gesamten Pfalzcard-Gebiet enthalten.

Im Sommer wird die Pfalz zudem zur lebendigen Festlandschaft: Weinfeste, Hofveranstaltungen und regionale Sommerfeste schaffen vielerorts ein familienfreundliches Ambiente mit Musik, Kulinarik und gelebter Pfälzer Geselligkeit. Das zeigt sich besonders entlang der Deutschen Weinstraße

Hinterlasse jetzt einen Kommentar