In den Urlaub fliegen, möchte man in der Regel pünktlich, bequem und ohne unvorhersehbaren Zwischenfälle.
Das war in den letzten Jahren nicht immer der Fall. Immerhin, die Deutsche Flugsicherung hat versprochen, dass sie in diesem Sommer gut gerüstet sei. Genügend Personal, flexible Dienstpläne und gute Vorbereitung auf den wieder mal steigenden Verkehr im Luftraum.
Klingt gut, aber…
Nicht eingerechnet seien natürlich sogenannte externe Faktoren. Leider werden die nicht weniger, sondern tendenziell eher mehr. In erster Linie wurde der steigende militärische Flugverkehr genannt, der Auswirkungen haben kann. Nicht direkt im deutschen Luftraum, aber in der Regel bleibt man dort ja auch beim Ferienflug nicht. Stichwort Ukraine, Naher Osten.
Streiks im Luftverkehr sind ebenfalls ein Problemfaktor. Belastungen nehmen zu, man braucht Nachwuchs und attraktive Entlohnung für einen Knochenjob in Sachen Flugsicherung. Das kostet und wird meist erst durch Arbeitskämpfe gelöst.
Und dann wäre da noch das Wetter. Gift für Starts, Landungen, aber auch Abfertigung von Maschinen am Boden sind Gewitter. Die DFS zitiert dabei Wetterstatistiken, die (ja ich weiß, immer dieselbe Leier) eine Zunahme von starken Sommergewittern von 83 Prozent im letzten Jahr im Vergleich zu 2023 ausweisen; bedingt durch Klimawandel. Extremwetter-Ereignisse steigen und die machen nicht nur der Bahn (Wir erinnern uns: Alle reden vom Wetter – Wir nicht) sondern auch dem Flugverkehr erhebliche Probleme. Fahr- und Flugpläne geraten durcheinander und Flugausfälle, wie Verspätungen sind vorprogrammiert. Da gibt’s kein Vertun, denn Sicherheit geht vor.
Weniger Belastung?
Trotz aller Unkenrufe der Flugwirtschaft, die Zahl der Flüge, vor allem der Überflüge in höheren Lufträumen, nimmt stetig zu. Wir liegen nun mal mitten in Europa und da wollen viele durch. Da drücke ich den Fluglotsen die Daumen und Euch wünsche ich problemlose Wetterbedingungen bei An- und Abreise aus den Ferien. Das mit der Reduzierung der Flüge dürfte, trotz aller Klimainitiativen, zunächst wohl ein Traum bleiben. Wie sagt ein einer meiner Freunde immer so richtig: „Und von wem träumst Du nachts?“
WTO’s Hitliste
Die weltweite Urlaubsstatistik weist ihre Favoriten des vergangenen Jahres aus. Die Welttourismusorganisation stellt zunächst einmal fest, dass das „Nach-Corona-Wehklagen“ ein Ende haben muss. Die Zahl der Reisenden im letzten Jahr, hat die des Jahres 2019 längst überholt.
Frankreich-Idylle – Foto: Novasol
In der Reihenfolge gab es 2024 noch keine riesigen Veränderungen. Frankreich hält seit Jahren den ersten Platz, gefolgt von Spanien. „Viva Espana“ könnte perspektivisch ins Straucheln geraten, da die Proteste gegen touristische Überlastung in vielen Regionen zunehmen.
Der Platz 3 des letzten Jahres dürfte 2025 vermutlich wackeln, da stehen die USA und dort wird, ganz klar, eine Abnahme der internationalen Besucher registriert. Das hat auch politische Gründe, neben immer weiter steigenden Preisen. Es folgen Türkei, Italien und Mexiko auf den Plätzen 4 bis 6.
Forggensee mit Füssen und Schloss Neuschwanstein – Foto: Füssen Tourismus und Marketing/David Terrey
Der Deutschland-Tourismus ist ebenfalls in den internationalen Top 10. Wir belegen Platz 9 mit immerhin 37,5 Millionen internationalen Gästen im vergangenen Jahr. Klare Favoriten sind dabei Städtereisen, Events (z.B. Oktoberfest) und damit auch (Gruß aus der Küche) kulinarische Angebote, meist deftig und mit reichlich Bier.
Dann wäre da noch berühmte „Gebäude“, vom Kölner Dom über die Wartburg, das Heidelberger Schloss, bis zum frischgekürten UNESCO-Weltkulturerbe Schloss Neuschwanstein (zusammen mit weiteren Königsschlössern Herrenchiemsee und Linderhof).
Social Media, die Urlaubswahl & die Stolpersteine
Träume im Netz – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Ob es mir als ReiseJOURNALIST gefällt oder nicht. Posts auf den unterschiedlichen Social Media Kanälen haben großen Einfluss auf die Urlaubswahl.
Eine repräsentative Umfrage des Branchenverbands der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche spricht im Ergebnis von einem großen Potential. Immerhin sagten 53 Prozent der Befragten, dass sie Posts in den Social Media Kanälen inspiriert hätten in Sachen Reiseziel.
Dass dies auch größere Stolpersteine mit sich bringt, darf nicht verschwiegen werden, denn gut die Hälfte der Befragten sagt auch, dass die Realität an Urlaubs- oder Ausflugszielen ganz anders aussah. Die Untersuchung weist damit auch klar aus, dass potentielle Urlauber gut daran tun, zusätzliche andere Quellen zum Vergleich heranzuziehen.
Mein persönlicher, kommentierender Tipp: Das Reiseradio bewirbt seine Podcasts und News auch auf einigen Social-Media Kanälen. Da bitte gerne drauf klicken und das Angebot als Vergleich heranziehen. Hier gibt’s nämlich in der Regel journalistisch recherchierte Nachrichten, Stories und Podcasts. Das hebt sich deutlich ab von schönen Insta-Bildern und TikTok-Videos.
Entspannung in Finnland
Foto: Finnair / Mykko Pylkkö
Der „Flag-Carrier“ Finnair hatte in den letzten Wochen und Monaten des Öfteren mit Flugausfällen oder heftigen Verspätungen zu kämpfen. Grund dafür waren ausgedehnte Tarifverhandlungen mit den unterschiedlichen Gewerken, von Piloten bis zur Bodenabfertigung, dem Catering oder der technischen Wartung.
Die Airline hat jetzt bekanntgegeben, dass alle Gewerke tariftechnisch wieder unter Dach und Fach seien. Der Arbeitgeberverband habe sich mit der Luftfahrtgewerkschaft IAU geeinigt. Die Streiks hatten sich von Mai bis Mitte Juli hingezogen.
Zahl des Tages: 3,38 Liter
Foto: Fraport AG
Das ist er durchschnittliche Kerosin-Verbrauch eines Flugpassagiers auf 100 Kilometer, wenn er mit einer im Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) organisierten Airlines unterwegs ist. Dies sind die Lufthansa Group, Eurowings, Condor und TUIfly.
Dies sei, so der BDL, eine Reduzierung von 46 Prozent im Zeitraum von 35 Jahren. 1990 lag der Verbrauch noch bei 6,3 Litern.
Bart-EM in Saalfelden Leogang
Saalfelden Leogang ist am 20. September Gastgeber der Europameisterschaft der Bärte 2025. Ausgezeichnet werden die beeindruckendsten Schnurrbärte, Kinn- und Backenbärte, Vollbärte und der schönste Barber-Style.
Das war die Bart-WM in 2015 in Leogang – Foto: Stefanie Reindl Photography
Eine fachkundige Jury urteilt. Es geht um Bartlänge, -dichte, -form, -pflege und Styling, sowie die Gesamterscheinung und Individualität des Bartes. Erwartet werden mehrere hundert Teilnehmer aus ganz Europa.
In Saalfelden Leogang fanden bereits die Bart-Olympiade 2005 und die Bart-Weltmeisterschaft 2015 statt.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar