DRR News 01.07.20 – Zypern-Einreise / Bundesländer-Regelungen / Luftfahrt-Finanzkrise

Einreise-Fragebogen auch für Zypern

Nach Griechenland führt jetzt auch Zypern die Online-Registrierung für einreisende Besucher ein. Das Verfahren ist etwas analoger, aber verbraucherfreundlicher. Man muss sich vor dem Abflug online anmelden und einen Fragebogen ausfüllen. Zurück bekommt man mit den sogenannten „Cyprus Flight Pass“ ein Dokument, dass man ausdrucken und bei der Einreise vorlegen muss.

Reisende über 65 Jahren dürfen den Fragebogen auch manuell beantworten, er werde ihnen am Flugschalter zur Verfügung gestellt, teilt die Behörde mit. Neu ist bei der Einreise nach Zypern ein Haftungsverzicht gegenüber der Republik Zypern im Fall einer Covid-19 Erkrankung. Bei Ankunft muss man mit Temperaturmessung rechnen. Außerdem werden Corona Tests nach dem Zufallsprinzip durchgeführt werden. Dies könne auch für alle Passagiere bei ausgewählten Flügen der Fall sein.

Reisen in den türkisch besetzten Teil Zyperns sind Deutschen zwar wieder erlaubt, Besucher müssen allerdings einen negativen Covid-19-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Italienflug und Handgepäck

Die italienische Luftfahrtbehörde ENAC hat mitgeteilt, dass bei nationalen und internationalen Flügen von und zu italienischen Airports weder Rollkoffer noch größere Gepäckstücke als Handgepäck zugelassen sind. Das komplette Handgepäck muss unter dem Vordersitz verstaut werden.

Gepäckfächer dürfen nicht mehr benutzt werden. Die Begründung der Behörde: Passagiere könnten beim Verstauen ihres Handgepäcks in den Gepäckfächern den Sicherheitsabstand in den Gängen nicht einhalten.

Bundesländer

Mecklenburg-Vorpommern

Schloss Stolpe (Usedom)

Busreisegruppen aus anderen Bundesländern dürfen ab 10. Juli wieder Tagesfahrten in das nordöstliche Bundesland unternehmen. Der individuelle Tagestourismus nach Mecklenburg-Vorpommern mit Bahn oder Auto bleibt aber untersagt.

Busreise-Unternehmen müssen die Daten ihrer Reisegäste erheben und mitführen. Übernachtungsgäste sind bereits seit dem 25. Mai wieder zugelassen.

Neu auch: Menschen in Mecklenburg-Vorpommern werden sich in Kürze wieder in unbegrenzter Zahl mit anderen im öffentlichen Raum treffen dürfen. Die Obergrenze von zehn Personen läuft am 10. Juli aus. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagt, man werde diese Beschränkung nicht verlängern. Das Abstandsgebot zu Personen, die nicht zur eigenen Familie oder zum eigenen Hausstand gehören, bleibe aber, wie die Maskenpflicht im öffentlichen Raum (Nahverkehr, Arztbesuche, Einkaufen) bestehen.

Sachsen-Anhalt

Elbe bei Dessau-Roßlau

Das Kontaktverbot in Sachsen-Anhalt läuft morgen aus und wird durch eine „dringende Empfehlung“ ersetzt. Diese besagt, man möge Zusammenkünfte von mehr als 10 Personen vermeiden. Die Empfehlung soll zunächst bis zum 16. September gelten und werde regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Diskotheken und Bordelle bleiben geschlossen. Großveranstaltungen sind bis 31. Oktober untersagt. Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen bleiben ebenfalls verboten. Die Empfehlung sagt weiterhin: Zu Trauungen, Trauerfeiern, Vereins- oder Parteiveranstaltungen und Jahrmärkten unter freiem Himmel dürfen bis zu 1000 Menschen kommen.

Luftfahrt

Airbus

Wie gestern bekannt wurde, will der Flugzeugbauer Airbus insgesamt 15.000 Arbeitsplätze abbauen. Die höchste Reduzierung trifft Deutschland mit 5.100 Arbeitsplätzen, gefolgt von Frankreich (5.000), Großbritannien (1.700), Spanien (900) sowie China und USA. Grund dafür sei der Geschäftseinbruch von 40 Prozent., erklärte Vorstandschef Guillaume Faury. Eine Erholung in den nächsten zwei Jahren sei derzeit nicht absehbar.

Air France

Finanzprobleme: Unter Anderem Vorzeitiges Aus für A 380 bei Air France

Bei Air France steht, trotz staatlicher Finanzhilfe von 7 Milliarden Euro, ein Stellenabbau ins Haus. Bis Ende 2022 soll die Zahl der Beschäftigten um 7.500 reduziert werden. Die Airline wird die Reduktionspläne am Freitag dieser Woche offiziell vorstellen. Der französische Staat unterstützt die Airline unter anderem mit sieben Milliarden Euro Kredithilfen.

Easyjet

Foto: Easyjet

Ende Mai hatte Easyjet mitgeteilt, dass wegen der Corona-Pandemie ein knappes Drittel der Arbeitsplätze entfallen könnten. Es ist von 4500 der insgesamt 15.000 Stellen die Rede. Feste Basen in London-Stansted, London-Southend und Newcastle sollen aufgelöst werden. Die Verbindungen dorthin sollen aber bestehen bleiben. Laut Balpa, der britischen Pilotengewerkschaft, könnten 727 Easyjet-Piloten den Job verlieren. Die begonnenen Verhandlungen wurden vom Gewerkschaftsstatement „Wir werden um jeden Job kämpfen“ eingeleitet.

SAS

SAS reduziert Personal. Sanierungsplan steht – Foto: SAS

Wie gestern schon bekannt wurde, steht auch beim skandinavischen Carrier ein Stellenabbau ins Haus. Medienberichten zufolge, haben 1.600 Mitarbeiter in Dänemark zu Wochenbeginn ihre Kündigung erhalten. Das staatliche Rettungspaket für die Airline steht inzwischen. Es ist von einer Finanzspritze in Höhe von etwa 1,1 Milliarden Euro die Rede. Die drei Hauptaktionäre (der dänische und schwedische Staat, sowie die Wallenberg Stiftung, als privater Investor) haben bereits Unterstützung zugesagt. Ähnlich wie bei Lufthansa muss auch hier die Aktionärsversammlung dem Rettungspaket zustimmen. Der Geschäftsanteil von Dänemark und Schweden würde dann von 15 auf etwa 20 Prozent steigen.

Norwegian

Maschinenabbestellung im großen Stil – Foto: Norwegian

Die Auswirkungen der geschäftlichen Notbremsung der LowCost Gesellschaft zeigt deutliche Auswirkungen. Norwegian hat bei Boeing Flugzeugbestellungen im großen Ausmaß storniert. Insgesamt 92 Boeing 737max, sowie 5 Boeing 787 – Dreamliner will der norwegische Carrier nicht mehr übernehmen. Norwegian war durch die Corona-Krise zusätzlich ins Straucheln geraten. Es gibt inzwischen einen Sanierungsplan, der u.a. besagt, dass ein Großteil der Flotte bis zum März 2021 am Boden bleiben soll. Lediglich sieben Flugzeuge sind aktuell und ausschließlich auf Kurzstrecken unterwegs.

Kanaren-Fluglinie

Die westlichen kanarischen Inseln Teneriffa, La Palma, Gomera und Hierro haben die Gründung einer eigenen Fluggesellschaft beschlossen. Die Tendenz dazu hatte sich bereits im letzten Herbst angedeutet, als durch die Thomas Cook-Pleite und das Grounding von Thomas Cook-Airlines unzählige Flugverbindungen auf die Insel auf Nimmerwiedersehen verschwanden.

Die lokalen Touristiker setzten sich zusammen. Heraus kam das Statement, dass es einfach sei, 10 Millionen Euro aufzutreiben, um eine eigene Airline zu gründen. Trotz Corona hat man die Idee nicht aufgegeben. Wie das spanischen Internetportal „Preferente“ berichtet, sei die erste Maschine bereits in Aussicht. Es handelt sich um einen Airbus A 319, den man geleast habe. Beginnen soll der Flugbetrieb mit Verbindungen zum spanischen Festland.

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