DRR News – SARS-CoV-2: Das Virus und die Folgen

Aktualisierungen

Incoming Tourismus: Chinesische Touristen bleiben aus

20.02.2020 Über die Folgen der Reiseeinschränkungen für Urlauber aus der Volksrepublik China beginnt jetzt eine Mischung aus Ratlosigkeit, Raten und bangem Hoffen. Was den „Incomingmarkt“ in der ganzen Welt betrifft, hat auch Auswirkungen auf die Zahl der ausländischen Touristen die nach Deutschland kommen. Petra Hedorfer, Chefin der Deutschen Zentrale für Tourismus (dzt), hat sich jetzt zu den ersten Folgen und zur Perspektive geäußert. In einem Interview mit dem Tourismus-Newsletter Deutschland sagte sie

Da fast alle Reisenden zwischen China und Europa mit dem Flugzeug unterwegs sind, korreliert die Streichung der Flugverbindungen 1:1 mit dem touristischen Verkehr. (…) Im Dezember lag die Zahl der Buchungen noch 5,8 Prozent über dem Vergleichsmonat des Vorjahres, im Januar 14,8 Prozent darunter. Die Vorausbuchungen liegen mit Stand 16. Februar für den laufenden Monat um 73,2 Prozent, für März 75,6 Prozent, für den Zeitraum April bis Juni 43,2 Prozent unter Vorjahresniveau. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen auf das Incoming werden im Wesentlichen von der Dauer der Reisebeschränkungen abhängen.

Das komplette Interview finden Sie bei TN-Deutschland.

Petra Hedorfer (DRR-Archivbild)

Ende der Quarantäne auf der „Diamond Princess“

19.02.2020 Die japanischen Behörden haben die Quarantäne des Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“, dasim Hafen von Yokohama liegt aufgehoben. Die ersten Passagiere sind von Bord gegangen. Inzwischen hat ein deutscher Experte angemahnt, Lehren aus dem Fall zu ziehen. Das Fachmagazin FVW berichtet darüber. Hier geht es zum FVW-Artikel. – Die angemahnten Probleme werden Folgen für die gesamte Kreuzfahrtindustrie haben. Er bewertete Kreuzfahrtschiffe als mögliche Brutstätten für die Verbreitung von Keimen und Infektionen.

„Westerdam“-Ausschiffung noch nicht beendet

19.02.2020 Nach der Registrierung einer infizierten Passagierin, die die „Westerdam“ bereits verlassen hatte, wurde die Ausschiffung in Kambodscha gestoppt. Die verbliebenen 781 Reisenden an Bord und einige Passagiere, die noch in einem Hotel untergebracht sind, wurden jetzt auf das Virus getestet. Das Ergebnis ist „negativ“. Es liegen also keine Infektionen vor. Das Ende der Ausschiffung ist trotzdem zeitlich noch nicht absehbar.

Ausgeflogen: US Bürger von der „Diamond Princess“ nach Hause geholt

17.02.2020 Die Regierung der Vereinigten Staaten hat 350 US-Bürger ausfliegen lassen, die sich an Bord des Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“ befanden und vor Japan unter Quarantäne standen.

Zwei gecharterte Maschinen sind in der letzten Nacht vom Flughafen Tokio-Haneda gestartet und auf Militärstützpunkten in Kalifornien und Texas inzwischen gelandet. Dort stehen die Heimgekehrten für zwei Wochen unter Quarantäne. Unter den zurückgebrachten Passagieren sind wohl auch 14 Menschen, die positiv auf das Corona-Virus (Sars-CoV-2) getestet wurden. Sie sind isoliert von den übrigen Passagieren transportiert worden und wurden nach der Ankunft in US-Kliniken zur weiteren Behandlung gebracht.

An Bord der „Diamond Princess“ waren etwa 400 US-Bürger. 44 waren positiv auf das Virus getestet und wurden in japanischen Krankenhäusern versorgt. Das Kreuzfahrtschiff liegt seit zwei Wochen im Hafen von Yokohama. Das japanische Gesundheitsministerium hat derweil 99 weitere Erkrankungsfälle an Bord bestätigt.

In China gibt es mittlerweile landesweit über 70.000 Ansteckungen. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 1.800.

Vietnam lässt „Aida Vita“ nicht anlegen

14.02.20 Die geradezu Ende gegangene Irrfahrt der „Westerdam“ scheint sich auf kuriose Weise zu wiederholen. Diesmal betroffen ist die „AIDAvita“. Die vietnamesichen Behörden der Hafenstadt Cai Lan habe Passagieren und Besatzung untersagt, an Land zu gehen, teilt AIDA Cruises mit. Eine Begründung sei nicht genannt worden. Es gebe keine Virusfälle an Bord, das Schiff habe auch keinen chinesischen Hafen angelaufen.

Vielleicht ist auch dieser Vorfall ein Grund für die heute bekanntgegebene Entscheidung der Reederei, die aktuelle Asien-Saison vorzeitig zu beenden. Betroffen sind die Schiffe „Aida Vita“ und „Aida Bella“ mit insgesamt rund 3.300 Passagieren. Damit fallen insgesamt acht Reisen bis Ende April flach.

Aida-Vita (Archivbild) – Foto: Aida-Cruises

Erheblicher wirtschaftlicher Schaden bei der Luftfahrt

14.02.20 Zahlreiche Fluggesellschaften haben heute bekannt gegeben, Flüge nach Festland-China bis mindestens Ende März auszusetzen. 70 Airlines haben wegen der „Covid-19-Epidemie“ (Corona-Virus) einen Flugstopp in die Volksrepublik China verhängt. 50 Gesellschaften haben das Flugangebot reduziert. Auch die chinesischen Fluggesellschaften haben ihr Angebot reduzieren müssen.

Die internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO macht die Rechnung auf: Aus 16-19 Millionen weniger Fluggästen könne ein Umsatzverlust von vier bis fünf Milliarden Dollar entstehen. Das berichtet heute das Luftfahrtportal „Aerotelegraph

Betrieb am Flughafen Frankfurt (Archivbild) – Foto: FRAPORT AG

„Westerdam“-Irrfahrt geht wohl zu Ende

13.02.20 Wie das Tourismusportal „Reise vor 9“ heute berichtet, habe Kambodscha nun zugesagt, dass das Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ festmachen und die knapp 1.500 Passagieren und 800 Crewmitglieder von Bord gehen dürfen. Das Kreuzfahrtschiff soll heute in der kambodschanischen Hafenstadt Sihanoukville anlegen. Laut der Reederei „Holland-America-Line“ sollen die Gäste in den nächsten Tagen mit Charterflügen von Sihanoukville nach Phnom Penh geflogen werden und dann von dort ihre Heimreise antreten. Welchen Kurs die „Westerdam“ von Sihanoukville aus nimmt, ist noch unklar.

Wegen der Krise um den Erreger ändern immer mehr Kreuzfahrtgesellschaften ihre Asien-Routen. TUI Cruises erklärte, man prüfe für eine geplante Reise Anfang März, bei der Hafentage in Hongkong eingeplant seien, alternative Routen. Unterdessen haben Norwegian Cruise Line, Celebrity Cruises, Cunard und P&O geplante Anläufe in China gestrichen.

ITB-Berlin und der „Corona-Virus“

12.02.20 In drei Wochen eröffnet die weltgrößte Tourismusmesse, die ITB in Berlin ihre Pforten. In Sachen Gesundheitsvorsorge teilte die Messe heute mit, dass man umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Besucher getroffen habe. David Ruetz, Head of ITB, teilt in einer Medieninformation mit:

„Die aktuellen Auswirkungen durch das Corona-Virus sind nach momentanem Stand sehr begrenzt. Bislang haben zwei chinesische Aussteller ihre Teilnahme abgesagt. Ein Großteil der chinesischen Messestände wird von Personal aus Europa oder Deutschland besetzt, so dass diese nicht von Absagen betroffen sind. Insgesamt ist der Anteil der Teilnehmer aus der Volksrepublik China gering. Die Sicherheit unserer Besucher und Aussteller hat für uns höchste Priorität. Wir stehen in laufendem Kontakt mit Gesundheitsbehörden und werden alle empfohlenen Maßnahmen treffen, sofern es notwendig ist.“

Die ITB Berlin ergreift bereits pro-aktive Maßnahmen. So steht auf dem Gelände englischsprachiges bzw. zusätzliches medizinisches Fachpersonal und Notfallkräfte bereit und die Sanitäreinrichtungen werden in höherer Frequenz gereinigt und desinfiziert.

ITB-Berlin und Corona-Virus-Vorsorge

Fluglage ändert sich regelmäßig

12.02.20 Die Flugregelungen wurden von den meisten Airlines inzwischen verlängert, in kleinen Details verändert. Das Grundproblem gecancelter Verbindungen bleibt aber vorhanden bei vielen amerikanischen und europäischen Fluglinien. Da sich der Stand der Dinge ständig verändert, kann man als Fluggast mit Buchung nur im Kontaktr mit der transportierenden Airline herausfinden, was konkret gerade Sache ist.

Kreuzfahrten in Bedrängnis

Schon seit zwei Wochen hatte sich die „Corona“-Problematik auf ein weiteres touristisches Segment ausgedehnt. Einige Kreuzfahrtschiffe sind im Moment zu einer Quarantäne gezwungen worden. Eine Verbesserung der Situation ist aktuell nur teilweise absehbar.

Die Passagiere der „Worlddream“ durften inzwischen in Hongkong von Bord gehen und den Heimweg antreten. Wesentlich komplizierter ist die Situation auf der „Diamond Princess„. Das Kreuzfahrtschiff liegt vor Yokohama in Japan. Hier gibt es strenge Gesundheitsmaßnahmen an Bord, da dieses Schiff aktuell 174 am Corona-Virus erkranke Passagiere an Bord hat. Ein Passagier an Bord berichtete der ARD-Japankorrespondentin von strengen Regeln. Die Mahlzeiten müssen in der Kabine verzehrt werden. Alle Passagiere müssen sich dort durchgehend aufhalten. Alle 2-3 Tage gibt es die Möglichkeit eines Spaziergangs an Deck. Die Kabinen dürfen auch dann nur mir Mundschutz verlassen werden und im Freien ist ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Menschen einzuhalten. Alle Passagiere bekamen Fieberthermometer. Jeden Morgen muss gemessen werden. Wer eine Körpertemperatur von über 37,5 Grad feststellt, ist verpflichtet dies zu melden. Wie lange die Situation so bleibt, ist nicht absehbar. – Besonders kurios bis problematisch ist die „Irrfahrt“ der „Westerdam„, die in Singapur ausgelaufen war und jetzt einen Anlaufhafen sucht aber nicht findet. An Bord gibt es zwar keine Infizierten. Trotzdem verweigerten die Behörden der Philippinen, Taiwans und zuletzt Thailands dem Schiff das Einlaufen. Noch Gestern hatte man gehofft eine Einlaufgenehmigung in Thailand zu bekommen, was den Passagieren die Möglichkeit gegeben hätte von Bord zu gehen und ab Bangkok die Heimreise anzutreten. Dieser Wunsch erfüllte sich nicht.

MS-Westerdam – Foto: Holland-America-Line

Skandinavien cancelt ebenfalls

31.01.20 Von heute an hat auch die skandinavische Fluglinie SAS ihre Verbindungen nach Beijing und Shanghai eingestellt. Diese Streichung ist zunächst bis zum 9. Februar befristet. Hongkong wird von SAS weiterhin planmäßig angeflogen. Der Verkauf von Tickets nach China wird bis Freitag den 29. Februar eingestellt, teilte die Fluglinie mit. Allen Passagieren mit gültigen Flugscheinen in diesem Zeitraum will man per Umbuchung Alternativen anbieten. Der Rücktritt von einem Flug ist selbstverständlich kostenfrei.

Betroffen bei SAS sind wöchentlich insgesamt 12 Verbindungen.

Flugstreichungen jetzt auch aus Skandinavien – Foto: SAS

Stornierungsmöglichkeit für Flüge mit China Southern Airlines

30.01.20 Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus bietet China Southern Airlines Passagieren, die in Kürze mit der Fluggesellschaft nach oder über China in andere Länder fliegen wollen, die Möglichkeit an, ihre Flüge kostenlos und unabhängig vom gebuchten Tarif zu stornieren.

Voraussetzungen für eine kostenlose Stornierung sind, dass die Buchung bis spätestens 27. Januar 2020 erfolgte und dass der Abflug spätestens für den 29. März 2020 vorgesehen ist. Die betreffenden Ticketnummern müssen mit der Zahlenreihenfolge „784“ beginnen. Storniert werden können für die besagten Buchungs- und Reisezeiträume auch alle Codeshare-Flüge von China Southern Airlines, die eine CZ-Flugnummer tragen.

Passagiere, die von diesem Angebot Gebrauch machen möchten, müssen ihren Flug über den Buchungskanal stornieren, über den sie ihr Ticket gebucht haben, zum Beispiel in ihrem Reisebüro. Im Buchungssystem müssen die Reisebüromitarbeiter den folgenden Code für die Stornierung verwenden: INVOL DUE TO VIRUS OUTBREAK.

Der Flugplan von China Southern Airlines ab Deutschland ist aufgrund der aktuellen Situation nicht betroffen. Nach wie vor fliegt die Airline dreimal pro Woche von Frankfurt über Changsha zum Heimatdrehkreuz nach Guangzhou. Hinzu kommen die täglichen Flugverbindungen über Paris und Amsterdam nach Guangzhou und Peking.

Kostenfreie Stornierung bei „China Southern“ möglich – Foto: China Southern Airlines

Flugverbindungen gestrichen

29.01.20 Immer mehr Fluglinien streichen wegen des „Corona-Virus“, der daraus resultierenden Erkrankungen sowie der Ansteckungsgefahr ihre Verbindungen in die Volksrepublik China.

British Airways ging voran. Amerikanische und Middle-East Airlines folgten. United Airlines hat sogar die Verbindung nach Hongkong vorübergehend gestrichen.

Heute folgte nun die LH-Group. Damit sind auch die Verbindungen von Lufthansa, Austrian und Swiss bis mindestens Mitte Februar nicht mehr existent.

Veranstalter-Reisen ebenfalls gestrichen

Mehrere, wichtige Reiseveranstalter haben Reisen nach China abgesagt. Den Anfang machte Studiosus-Reisen. Inzwischen folgten DER Touristik, Gebeco, Chamäleon und Ikarus Tours. weitere deutsche Veranstalter Reisen nach China abgesagt. Wann die Programme wieder aufgenommen werden, steht in den Sternen.

Chamäleon sprach heute von einem Pausieren bis mindestens Anfang Mai. Andere Veranstalter wollen eventuell Reisen ab Mitte März wieder anbieten, stellen es aber Kunden, die bereits gebucht haben, frei, ihre Reise kostenfrei zu stornieren. Betroffen sind aktuell auch die Flusskreuzfahrten von Victoria Cruises.

Information:

Hier geht es zur Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Teile Chinas

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