
Reise- und Tourismus News vom 12.03.26
LH Streik
Die Streik läuft seit Tagesbeginn und soll wohl, selbst nach Angaben der Vereinigung Cockpit, zu den etwas kleineren gehören. Der Arbeitskampf soll bis Freitag, Mitternacht fortgesetzt werden. Betroffen sind Lufthansa, Lufthansa City Lines (nicht zu verwechseln mit Lufthansa City Airlines, deren Flüge regulär stattfinden) sowie LH Cargo.

Das LH Management hatte bereits gestern Nachmittag einen Sonderflugplan herausgegeben. Man darf gespannt sein, ob die Ankündigung, dass 50 Prozent aller Flüge, bzw. 60 Prozent aller Auslandsflüge tatsächlich stattfinden. Zusätzlich sollen auf vielen Strecken, größere Maschinen eingesetzt werden, um Passagiere von entfallenen Flügen transportieren zu können. Weiterhin ist der Einsatz von Flugzeugen anderer LH-Airlines (wie z.B. Discover) geplant.
Flüge in Richtung Region Nah-Ost sind ohnehin vom Streik ausgenommen.
Bahnbaustelle: Hamburg – Berlin
Wir berichteten von der Verlängerung der Bauarbeiten und damit auch der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin. Gestern hat die Bahn bekanntgegeben, dass eine Freigabe erst zum 14. Juni erfolgen soll. Bis dahin bleibt es auch bei der Umleitung der ICEs über Uelzen und Stendhal. Auch der Ersatzverkehr für die Regionalzüge auf der Strecke bleibt bis 13. Juni.

Die Ersatzbus-Krise
Hier gab es in den letzten Tagen zusätzlich Probleme durch den Einsatz, anderer, älterer Fahrzeuge. Gefahr ist erkannt, aber noch nicht gebannt. Das dauert jetzt ein paar Tage. Der Dienstleister, der von der Bahn beauftragt ist, hatte die neuen Busse an den Leasinggeber zurückgegeben, nachdem man sich nicht über die angeblich überteuerten Raten einigen konnte. Derzeit sind minderwertige Busse auf den Strecken im Einsatz. Dies hat zu erheblichen Protesten geführt.
TUI: Rückholaktion und Zukunft
Die Rückholaktion von Gästen der TUI Cruises „Mein Schiff5“ läuft weiterhin, ist aber noch nicht komplett abgeschlossen.

Inzwischen stellen sich für den Reiseveranstalter TUI Fragen zur Entwicklung von Destinationen, die vom Krieg in Nahost, mittelbar betroffen sind. Flugverbindungen in Richtung Malediven, Seychellen und Mauritius, sowie Verbindungen in Richtung Thailand und Philippinen. Die unsichere Abwicklung von Flügen schrecke Kunden ab, verlautete in einer Meldung des Fachportals fvw/Travel Talk.
Eine deutliche Buchungszurückhaltung gäbe es auch für Ägypten. Nutznießer könnten die bekannten Urlaubsziele im westlichen Mittelmeer sein. Man plane auch den Ausbau von Zielen, die per Auto oder Bahn erreichbar sind. So könnte neben Österreich, Norditalien und Frankreich auch der Urlaub im eigenen Land profitieren.
Ryanair Geschäftslotterie
Die Rahmenbedingungen für Billigflüge waren Ryanair im letzten Herbst offensichtlich nicht mehr billig genug. Deshalb hatte die Nummer 1 auf dem europäischen Low Cost Markt ursprünglich verkündet, den Sommerflugplan 2026 in Deutschland erheblich auszudünnen. Jetzt kam die teilweise Kehrtwende. Vermutlich stimmen die Bedingungen (für die Fluggesellschaft).

Im Sommerflugplan werden zwei deutsche Airports neu hinzukommen. Es sind Saarbrücken und Friedrichhafen. In Kassel wurde wohl auch verhandelt, offensichtlich aber mit weniger Erfolg.
Neu: Friedrichshafen und Saarbrücken

Vom Bodensee-Airport soll es jeweils zweimal pro Woche nach Mallorca und Alicante gehen. Saarbrücken bekommt gleich drei Verbindungen. Ebenfalls zweimal pro Woche sind Alicante und die italienischen Flughäfen Lamezia Terme und Trapani im Angebot.
Eingeschränkt bleibt das Angebot von Flügen ab Hamburg und Berlin. Hier sind Ryanair die Gebühren zu hoch.
Teure Schweiz punktet mit Jugendherbergen
Es ist bekannt: Die Schweiz ist hervorragend in der Qualität, aber hoch im Preis. Daran führt kein Weg vorbei, oder doch?
Die Schweizer Jugendherbergen (SJH) erzielten im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 823.949 Übernachtungen, ein Plus von 1,3 Prozent. Der aktuelle Buchungsstand für 2026 liegt sogar 3,9 Prozent über dem Vorjahreszeitpunkt.
Janine Bunte, CEO der Schweizer Jugendherbergen, sagt:
Wir wachsen in einem anspruchsvollen Umfeld bewusst qualitativ und breit abgestützt. Die stabile Nachfrage aus dem Inland in Kombination mit einer deutlichen Belebung aus internationalen Märkten zeigt, dass unser Geschäftsmodell nachhaltig und zukunftsorientiert aufgestellt ist.
Zu den wichtigsten internationalen Herkunftsmärkten zählen, nach SJH Angaben Deutschland vor den USA, Frankreich, Großbritannien, Südkorea und China. Besonders ausgeprägt war das Wachstum bei Gästen aus Deutschland mit einer Zunahme von 17,8 Prozent.

Die Unterkünfte gibt es in drei Kategorien (Basic, Classic, Top). Die Preise starten pro Person und Übernachtung bei gut 50 Euro. Für Schweizer Verhältnisse ein rechtes Schnäppchen.

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