
Auch Reise News sind nicht immer gute Nachrichten. Die traurigen Realitäten bestätigen das immer wieder.
Spanien: Schweres Zugunglück
Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr gab es einen schweren Unfall mit Hochgeschwindigkeitszügen in Spanien. Mindestens 68 Personen verloren beim heftigen Aufprall ihr Leben. Auch die Zahl der Verletzten ist hoch.
Gestern prallte auf der Hauptstrecken von Madrid in Richtung Andalusien, zwischen Toledo und Urda, ein Zug der Bahngesellschaft „Renfe“ auf einen stehenden Zug der Konkurrenzgesellschaft „Iryo“. Bisher anzunehmender Grund: Menschliches Versagen durch falsche händische Freigabe der Strecke nach einer IT-Störung. Unklar ist derzeit noch, warum der Iryo-Zug seine Fahrt nicht fortgesetzt hatte und immer noch stand.
Im Anschluss an eine Schweigeminute in Madrid, kam es gestern Abend zu gewaltsamen Protesten, die den Rücktritt des Verkehrsministers forderten. Dazu aufgerufen hatten rechte Gruppen, die offensichtlich den tragischen Unfall politisch ausnutzen wollen. Am 29. November finden in Spanien Parlamentswahlen statt.
Flugsteig der Zukunft
Man kann das Ganze auch „Gate of the Future“ nennen, aber gleich wie man es nennt, es soll das Fliegen und den Airport-Aufenthalt angenehmer machen. Das Testmodell wurde am Dienstag am Frankfurt Flughafen vorgestellt.

Die Pläne waren groß: Ein optisch gänzlich neu gestaltetes Abflug-Gate, Möbel, die an eine Lounge erinnern; flexible Arbeitsbereiche, Live-Updates zum Abflug auf großflächigen Info-Screens, Boarding-Personal, das im Gate unterwegs ist und auf die Kunden zugeht sowie interaktivere digitale Angebote. Jetzt ist es da, das „Gate of the Future“ A16 im Terminal 1.
Mit einem komplett neu gestalteten und einzigartigen Gate-Bereich wollen Lufthansa und Fraport gemeinsam erproben, wie sie künftig den Kunden einen noch besseren Service, ein schnelleres und reibungsloseres Boarding und somit ein positiveres Reiseerlebnis beim Abflug bieten können.
Neben den digitalen Angeboten und der persönlichen Betreuung ist auch die Optik des Gate-Bereichs neu gestaltet. Gäste erhalten am Gate A16 die Möglichkeit in flexiblen „Working Cubes“ zu arbeiten, die mehr Privatsphäre und Ruhe ermöglichen. Die Möbelausstattung, zum Beispiel mit gemütlichen Sofas sowie ausgewählte Kunstwerke erinnern eher an eine Lounge als an einen klassischen Wartebereich. Damit bietet das Gate eine Atmosphäre für einen komfortablen Aufenthalt.
Das kommt bestimmt gut an. Man darf gespannt sein, wieviel vom Gate der Zukunft am Standard-„Gate of the Future“ ankommt.
Kanaren unbeliebter?
In den letzten Jahrzehnten mussten sich die Touristiker auf den Kanarischen Inseln keine Sorgen machen. Die Urlauber kamen fast von allein, das Produkt war Selbstläufer. Auch Naturkatastrophen, wie der Vulkanausbruch auf La Pama konnte hier kaum etwas ändern.
In diesem Jahr aber gehen ganz plötzlich die Zahlen der Touristen zurück. Alleine aus Deutschland reisten zwischen Januar und September mehr als 100 Tausend Urlauber weniger an. Insbesondere Teneriffa ist vom Besucherschwund betroffen.
Dies trotz der Kriege in Nahost und der normalerweise vollautomatischen Verschiebung in Richtung Kanaren nach politischen Krisen weiter östlich. Woran liegt’s?
Analyseversuche

Die ersten Analysen sprechen zwar nicht von zu hohen Preisen, aber von einer wachsenden Preissensibilität. Da sind Deutsche, Briten, Österreicher, Italiener oder Ungarn übrigens auf einer Linie.
Zu schaffen macht den Inseln auf die zurückgehende Zahl von Flugverbindungen. Insbesondere Ryanair streicht, als Billigflieger zunehmend Verbindungen im Winterflugplan. Betroffen sind davon auch die Kanarischen Inseln. Skeptiker haben aber auch darauf hingewiesen, dass es sich, nach Rekordjahren, beim Rückgang schlicht um eine Normalisierung der Urlauberzahlen handeln könnte.
Nachhaltig gärtnern im Herbst

Die Maßgabe das Herbstlaub im Garten liegen zu lassen ist nicht nur ein Top-Argument für faule Gemüter.
Der BUND nennt drei ökologisch wertvolle Gründe
Laub als Mulch nutzen
Laubhaufen helfen Tieren im Winter
Auf dem Kompost wird Laub zu Humus
Herbstlaub sei kein Abfall, sondern ein wertvoller Baustoff für den naturnahen Garten, heißt es in einer Medieninformation. Es schütze Böden und Wurzeln, liefere Humus und schaffe zusätzlichen Lebensraum für Igel, Insekten und Vögel.
Corinna Hölzel, Gartenexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sagt:
Lassen Sie die Finger bitte vom Laubbläser. Sie können der Natur einen viel größeren Gefallen tun, wenn Sie Laub einfach liegen lassen.
Laub als Mulch und als Heimat für Igel

Vom Rasen sollte das Laub entfernt werden. Allerdings sollte das Laub auf Beeten, unter Hecken und in Baumscheiben liegengelassen oder dort gezielt verteilt werden. Eine Schicht von etwa zwei bis zehn Zentimetern schütze vor Austrocknung und Erosion, halte die Bodentemperatur stabil, unterdrücke Beikräuter und versorge Regenwürmer sowie Mikroorganismen mit Nahrung. Beim Verrotten von Laub entstehen Humus und Nährstoffe. Diese nutzen Pflanzen zum Wachsen und Gartenbesitzer müssen weniger düngen.
Igel bauen ihre Winterquartiere aus Laub, Gras und Gestrüpp. Ein großer, stabiler Laubhaufen – etwa unter einer dichten Hecke oder in einer ruhigen Gartenecke – bietet ihnen warme, trockene Verstecke. Mit Reisig, Ästen, Steinen oder Totholz lässt sich der Haufen fixieren. Der Komposthaufen sollte zwischen November und März nicht umgeschichtet werden, weil Igel und andere Kleintiere ihn gern als Unterschlupf nutzen.
Fast ein Adventstipp: Kulinarisches der besonderen Art
„Mir strunze nit – mir hunn!“ – Man prahlt oder übertreibt nicht mit dem, was man besitzt, sondern zeigt es einfach, weil man es sich leisten kann. Unter diesem Motto steht die „Genuss-KulTour“ in Ingelheim am Rhein.
Sie soll die Stadt von ihrer charmanten Seite zeigen und dazu einladen, die kulturellen Schätze gemeinsam mit den kulinarischen zu entdecken.

Historische Villen treffen auf regionale Produkte
Gästeführerin Nadja Glässel-Roucka verknüpft Orte und spannende Geschichten mit regionalen Produkten und schafft so neue Zugänge zur Stadt, ihrer Kultur und ihrer Geschichte.
Schon im Mittelalter wussten die wohlhabenden Ritter von Ingelheim ihren Besitz zu schützen und ihren Rang sichtbar zu machen. Die riesigen Burgmauern, die sie um ihre vergleichsweise kleine Siedlung errichten ließen, zeugen von ihrem Einfluss und ihrem Selbstbewusstsein. Bis heute prägen die mächtigen Befestigungsanlagen und die Burgkirche das historische Ortsbild. Doch die Geschichte endet nicht im Mittelalter. Auch die herrschaftlichen Villen einflussreicher und adeliger Familien sind bis heute prägende Zeugnisse. Nicht zuletzt die französisch-napoleonische Zeit und die anschließenden Revolutionen des 19. Jahrhunderts haben Ingelheim nicht unberührt gelassen und prägten das Leben der Menschen.
Der Geschmack Rheinhessens
So werden Gäste bei ihrem Spaziergang den Geschichten von Rittern, Adeligen und frühen Demokraten begegnen. Unterwegs laden Kostproben regionaler Produkte dazu ein, die Vielfalt und den Geschmack Rheinhessens bei lokalen Handwerksbetrieben kennenzulernen.
Die „Genuss-KulTour“ findet am Freitag, 11. Dezember, von 16 bis 17.30 Uhr statt.
Eine Anmeldung ist bis spätestens sieben Tage vor dem Termin per Mail an fuehrung-Ingelheim@web.de erforderlich. Treffpunkt ist der Brunnen bei der Altstadtbäckerei Finkenauer in Ober-Ingelheim. Die Teilnahme kostet 19,50 Euro pro Person.

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