Reiseradio – Kommentar: Wird der Sprit knapp oder sind es die Wählerstimmen?
Rüdiger Edelmann – Foto: Holger Leue
Eigentlich weiß man’s nicht so genau, da sich Warnungen und Entwarnungen gegenüberstehen. Ich kann zumindest nicht ins Tanklager der Flughäfen schauen. In Frankfurt war das Kerosin schon letzte Woche so knapp, dass sich die Lufthansa entschloss, Maschinen schon vorher an anderen Airports zu betanken. Damit wollte man auf der sicheren Seite sein. Gestern wies United Airlines ihre Kunden darauf hin, dass sie, wegen Kerosin-Knappheit ihre Flüge aus Palermo und Neapel umbuchen könnten.
Donald J. Trump ist unterwegs in Richtung Vladimir Putins Hinterteil, hat schon mal Diesel in Russland bestellt und lobt den russischen Staatspräsidenten öffentlich.
Die Umfragen für Trumps Republikaner für die „Midterms-Wahlen“ sehen nicht gut aus. Aber da muss doch noch was zu machen sein. Gut, dass wir Unruhen in Frankreich hatten und der Sprit knapp wird. Dann kann Trump vielleicht doch noch kurzfristig als Heilsbringer auftreten. Das KI-Bild im Heiligengewand existiert ja schon eine Weile. Oder ist das ganze wieder mal eine einzige verlogene Inszenierung?
Booking wow?
Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Was stimmt da nicht? Die Buchungsplattform „Booking.com“ hat gewaltig Ärger, nach dem die Europäische Kommission hat ein Verfahren nach dem „Digital Services Act“ eingeleitet hat. Welcher Verdacht steht im Raum? Es geht um digitale Kontrollmaßnahmen, die man bei booking nicht eingehalten haben könnte.
Frage 1: Hat man bei booking alles unternommen betrügerische und rechtswidrige Angebote zu unterbinden? Es geht u.a. um nicht existierende Unterkünfte und nicht regelkonforme Darstellung bzw. deren Überprüfung.
Frage 2 gilt dem Umgang mit Kundendaten und damit die Verhinderung von sogenannten Phishing-Versuchen über die Plattform
Frage 3 dreht sich um die Frage, ob bei der Reihenfolge der Unterkünfte Versäumisse stattgefunden haben. Hotels haben die Möglichkeit, per Werbung, ganz oben auf der Angebotsliste zu stehen. Dafür bezahlen sie. Allerdings muss dies eindeutig als „WERBUNG“ gekennzeichnet werden. Offensichtlich ist in mehreren Fällen unklar, ob dies stattgefunden hat und es kann nicht nachvollzogen werden, wer diese Werbeschaltungen tatsächlich initiiert und bezahlt hat. Es soll auch mehrere „Anzeigen“ für nicht existierende Unterkünfte gegeben haben.
Kooperation?
Booking hat erklärt umfänglich mit den Behörden zusammenarbeiten zu wollen. Nach eigenen Angaben hatte man ohnehin einen Anstieg von Betrugsversuchen registriert.
Der Hotelverband IHA hat die Untersuchung durch die EU begrüßt. Dies sei richtig und die Verantwortung für rechtswidriges Verhalten könne nicht von der Plattform auf seine Kunden (Hotels wie Gäste) abgewälzt werden.
Sollten sich die Vorwürfe als real erweisen droht booking eine Geldstrafe in Höhe von bis zu sechs Prozent seines weltweiten Umsatzes.
Ebola Ausbrüche in Afrika
Foto: Magical Kenya / Kenya Tourism
Erste Warnzeichen hat es wohl bereits im Frühjahr in der „Demokratischen Republik Kongo“ gegeben. Jetzt gibt es auch einzelne Infektionsfälle in Kenia, Uganda und Nigeria. Die jeweiligen Nachbarländer sind inzwischen in Alarmbereitschaft.
Besonders markant und kritisch auf für den Tourismus sind derzeit neun registrierte Infektionen in Kenia. Eingeschleppt wurden die Keime offensichtlich durch einen aus dem Kongo eingereisten Patienten, der – so berichtet das deutsche Tropeninstitut – in der letzten Woche in Kenia verstarb.
Auf der Website des Tropeninstituts findet man folgenden Hinweis:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einem der tödlichsten Ebola-Ausbrüche in Afrika, da es sich um den am schnellsten ausbreitenden Ebola-Ausbruch seit Beginn der Aufzeichnungen handelt. Das Virus breite sich schneller aus, als die Gesundheitsbehörden neue Fälle erkennen und die weitere Ausbreitung eindämmen könnten.
Die USA haben für ihre Bürger inzwischen eine Reisewarnung für Kenia herausgegeben. Auch vom deutschen Auswärtigen Amt gibt es einen Reisehinweis:
Reisende sollten sich nach Aufenthalten in Kenia vor Weiterreise in andere Staaten bei den dort zuständigen Stellen erkundigen, ob und ggf. unter welchen Auflagen (z.B. verstärkte gesundheitstechnische Kontrollen oder Quarantäne) die Einreise ins Zielland möglich ist.
Ebola Fieber
Ebola verläuft je nach Virusart in etwa 25 bis 90 % aller Fälle tödlich, wobei die durchschnittliche Sterblichkeitsrate bei 50 % liegt. Als Therapie stehen bislang nur Maßnahmen zur Bekämpfung oder Linderung einzelner Symptome zur Verfügung.
Mehr Beatles in Liverpool
Die seit Jahren vorhandene Attraktion soll größer werden und umziehen. 2028 soll es dann eine größere und attraktivere „Beatles-Welt“ in Liverpool geben. Das berichtet die BBC.
Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Unterstützt wird das Vorhaben sowohl von Paul McCartney als auch von Ringo Starr. Die vorhandene „Beatles Story“ soll im nächsten Jahr von „Apple Corps Ltd“, der Geschäftsplattform der „Pilzköpfe“ übernommen werden. Der Umzug vom Albert Dock in die neue Location „St John’s Market Hall“ soll dann 2028 über die Bühne gehen.
Die neue Attraktion wird sicher den touristischen Beatles-Ansturm noch verstärken.
Reiseradio-Talk über Flusskreuzfahrten aus der Schweiz. Wer nur an Berge denkt, liegt falsch. Thurgau-Travel ist unterwegs auf den kleinen deutschen Flüssen. […]
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