Brücke-Strandkörbe

DRR60 Alles klar mit Usedom?

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Diesmal sind wir etwas später dran. Der Grund wird  zum Thema. Deutschlands östlichste Insel war uns einen Besuch wert. Einfach ein paar Tage ausspannen, das Herbstwetter, das eigentlich  in den Sommer gehörte tat sein Übriges. Ein Rundum Sorglos Paket sollte es werden. Gebucht im August. Und dann gab es eineinhalb Wochen vor der Abreise die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Dann folgten Fragen, die wir zu beantworten versuchen.

Hier geht es zum kompletten Usedom-Report:

Usedom-FORUMHatte sich Deutschland schon an gute AFD-Wahlergebnisse in anderen Regionen gewöhnen müssen, so erreichte in MV die politische Stimmung ihren Tiefpunkt. Zweitstärkste Fraktion mit 20,8 Prozent der Stimmen, CDU abgehängt. Alle Parteien verlieren um die 5 Prozent. Blieb nur das Trostpflaster, dass es die NPD nicht auch noch in den Landtag geschafft hatte. Was die Wahlergebnisse unseres Reiseziels, der Insel Usedom, betraf war das aber noch harmlos. Im dortigen Wahlkreis wurde die AFD stärkste Partei und das Direktmandat ging ebenfalls an den Kandidaten der AFD. – Tagsdrauf schwirrte schon die Frage durch die Luft, ob man denn nun auf der „braunen“ Insel mit gutem Gewissen Urlaub machen könne. – Wir erwischten uns selber beim Zweifel, gefahren sind wir, wie Viele, dann doch, da man den kompletten Reisepreis für die Ferienwohnung schon bezahlt hat. Usedom im Herbst 2016 mit Antworten auf unsere Fragen von UTG-Chefin Dörte Hausmann.

Die Saison 2016 lief gut

Ahlbeck - BrückeJa, die Insel ist schön. Die Urlaubsinfrastruktur stimmt. Das Meer ist klasse. Das im Achterland findbare Naturparadies einmalig. Usedom hat zudem in diesem Jahr vom noch stärker gewordenen Trend zum Urlaub im eigenen Land profitiert. Heile Welt für glückliche Urlauber? Selten habe ich so viele aktive Menschen gesehen: beim Strandlauf, beim Wandern und auf dem Fahrrad. Die Hotels sind voll, die Promenaden und Seebrücken gut besucht und die Restaurants bevölkert. Selbst die vielen Strandkörbe wurden dank des guten Wetters eifrig genutzt. Nun muss der Urlauber im Jahr 16 auf Usedom auch tiefer in die Tasche greifen. Klar die Nachfrage bestimmt den Preis. Aber an manchen Stellen ist es dann doch recht happig. Kleine Hotels, die vor zwei Jahren in der Hochsaison 90 Euro fürs Doppelzimmer verlangten, rufen in diesem Jahr in der Nachsaison 150 Euro für die gleiche Leistung auf. Lassen wir‘s gut sein. In Spanien haben sich die Hoteliers den Sommerboom dieses Jahr auch vergolden lassen. Die Gesetze des Markts funktionieren. Die Gäste sind fröhlich.

Braun nicht nur im Strandkorb?

Protest-KinderstationDie Sonne scheint und man wird schön braun. – Im Strandkorb holt uns das Wahlergebnis wieder ein. Die Welt scheint doch schön und in Ordnung und die 35 Flüchtlinge im Wahlkreis können nicht schuld sein an den 32 Prozent AFD. Sind sie auch nicht, sagt Dörte Hausmann. Die Menschen in Vorpommern und insbesondere auf Usedom fühlen sich abgehängt. Da war die Schließung des Amtsgerichts, die Schließung der Kinderstation im Krankenhaus in Wolgast. Dagegen protestierten rund zwei Drittel der Usedomer Bevölkerung vergeblich. Da ist die hinterher hinkende Infrastruktur. Schnelles Internet über weite Strecken Fehlanzeige. Das veranlasste unter anderem sogar die Tourismusgesellschaft zum Umzug. Netzoffensive auf Usedom? Fehlanzeige. Lokale Probleme, lokaler Protest. Erklärt das die Wahlergebnisse? Im Usedomer Wahlkreis kam die AFD auf über 32 Prozent der Stimmen, die NPD auf 5,6 Prozent und das Direktmandat ging mit 35 Prozent ebenfalls an den Kandidaten der AFD.

Die Insel und die Politik zum Nachhören:

Auch in der Geschichte des Usedom-Tourismus gibt’s seltsame Flecken. Viele der prachtvollen Villen der Kaiserbäder gehörten einst jüdischen Geschäftsleuten. Aber „Berlins Badewanne“ war auch damals sehr mit vorauseilendem Gehorsam beschäftigt, als bereits 1937 die Seebäder Bansin und Ahlbeck in die Reichshauptstadt meldeten, sie seien inzwischen judenfrei. Mag sein, dass das Alles Zufall ist, aber ins Bild passt die Historie schon. Wir glauben vielen aufrechten Menschen und Touristikern auf der Insel, dass sie nicht ins gleiche politische Horn stoßen.

Peenemünde-V2Manch Schreckgespenst löst sich auch in Marginalien auf. Das Wahlergebnis von Peenemünde zum Beispiel. Hier witterten Eifrige bei rund 47% AFD plus 5 Prozent NPD eine breite rechte Front. Bei 260 Einwohnern und einer Wahlbeteiligung von 50 Prozent relativieren sich 47% AFD- und 5% NPD-Stimmen. Über das dortige Wahlergebnis ist man unter den Touristikern trotzdem erschrocken. Entspricht es doch nicht den sonstigen weltoffenen Initiativen des Örtchens zur Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit in vielen internationalen Workshops. Nichts desto trotz. Die Zahlen stehen im Raum und das Image ist lädiert. – Dass es auch anders geht hat Patrick Dahlemann, der der Direktkandidat der SPD im unmittelbar benachbarten Wahlkreis Vorpommern-Greifswald IV, bewiesen. Sein Credo, „Du musst den Leuten zuhören und Dich für sie einsetzen“, brachte ihm nicht nur das Mandat, sondern auch 31 Prozent der Stimmen. Doch Alles nur Protest? – Fast möchte man’s glauben.

Perspektiven und Probleme

Warthe-Lieper WinkelDie Welt dreht sich weiter. Die Tourismuswelt von Usedom wird sich weiter drehen müssen, denn die Wirtschaft und die Jobs der Insel hängen an ihrem Tropf. 85 Prozent aller Beschäftigten haben direkt oder indirekt mit dem Tourismus zu tun. Dessen Entwicklung ist auch nicht immer problemfrei. Wer zur Hochsaison die Insel wahlweise erreichen oder auch verlassen will, muss an Wochenende eineinhalb Stunden für eine Strecke rechnen, die sich normalerweise in 30 Minuten erledigen lässt. Der Verkehrsinfarkt droht. – Am Strand stapeln sich die Menschen, im Achterland kommt der wirtschaftliche Aufschwung kaum noch an. Naturschützer werden sagen: Gut so. Der Gastwirt oder Pensionsbesitzer im äußersten „Lieper Winkel“ wird es vermutlich anders einschätzen. Tourismus hat immer auch eine Verantwortung in Sachen Sozialstruktur und Umwelt.

Hier unternimmt die UTG allerdings sehr viel, um Usedom auch während des Winters als attraktiv und besuchenswert zu präsentieren.Die Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen. Immerhin macht die Nebensaison inzwischen ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Abseits der großen Ströme kommt dann gerade das Achterland, also die Landschaft hinter den Seebädern zur Geltung und das ist gut so.

Rankwitz

Usedom. Eine Trauminsel – aktuell leider mit einem gehörigen Imageproblem. Man möchte der Insel wünschen, dass sie die Kurve kriegt, denn sie ist wunderschön. Und man möchte hoffen, dass die Wahl nur reiner Protest, jenseits von rechter Gesinnung, war. Die neue Landesregierung hat das, zumindest teilweise, in der Hand. Tourismus und Politik. Ein Thema, das uns gerade in diesem Jahr heftig einholt. Hier gilt es auch für Veranstalter und Touristiker eine Menge aufzuarbeiten. Klare und ehrliche Bekenntnisse aus der Branche sind gefordert. Wer das versäumt, hat‘s nicht besser verdient.

logo_usedomInformation:

 

 

 

Fotos: Petra Hartmann & Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD

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Demnächst folgt hier der selbstgedrehte Usedomfilm des Deutschen Reiseradios!

Waelderhaus-Panorama

DRR59 „Alles Wald“ – Das Wälderhaus in Hamburg, Hotel und mehr

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Es gibt Dinge, die erschließen sich erst nach Jahren der Existenz. Der Grund dafür ist ganz simpel: Was man nicht kennt, kann einen nicht faszinieren. So erging es mir auch mit einem Hotel- und Naturprojekt. Eröffnet bereits 2012, stach es uns erst vor drei Monaten ins Auge. Da hielten wir es, auf den ersten flüchtigen Blick, für ein neues Hotel, irgendwo in Tirol oder dem Bregenzer Wald. Der zweite Blick belehrte eines Anderen. Das „Wälderhaus“ ist in Hamburg zuhause. Und es ist weit mehr als ein Hotel.

Hier geht es zur kompletten Reiseradio-Show:

Einfach mal machen

Waelderhaus-DetailDer eingefleischte Hamburger mag ebenfalls noch nie vom WÄLDERHAUS gehört haben. Das mag daran liegen, dass er sich weigert die Elbe nach Süden zu überqueren, bzw. Stadtteilen wie Harburg oder gar Wilhelmsburg, die Zugehörigkeit zu verweigern. So steht das Haus jetzt im Wilhelmsburger Inselpark und transportiert ganz unterschiedliche Ansprüche und Botschaften. Das beginnt mit dem Hauseigentümer. Bauherr ist die Umweltorganisation „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“, die ursprünglich ganz Anderes und an anderer Stelle vor hatte. Daraus wurde nix, dann kam die Internationale Architekturausstellung und das neue Projekt entstand. Allerdings mit der Verpflichtung neben dem „Science-Center, Tagungsräumen und einem kleinen Bistro jetzt ein ganzes Hotel zu bauen.

Der Ehrgeiz war geweckt. Prinzip: wenn nachhaltig bauen, dann richtig. Normen sollten unterboten werden. Das Hotel sollte energetischen „Passivhaus-Standard“ erreichen. Es sollte komplett aus Holz genbaut werden. Nicht alle Träume gingen in Erfüllung, trotzdem kostete das Projekt am Ende 17 Millionen Euro. – Immerhin, man fand mit der „Raphael-Group“ eine heimische Hotel-Company, die einstieg und jetzt das Hotel betreut. So kam Eins zum Anderen und 2012 wurde eröffnet. Die ganze Geschichte gibt es in dieser Ausgabe des Reiseradios.

Das Hotel

Raphael-Hotel-WaelderhausDer erste Besuch ist für die Meisten – trotz Vorwarnung – überraschend. Eigentlich ist klar, das Hotel ist eine komplette Holzkonstruktion. Das wird einem im völlig holzverkleideten Flur klar und spätestens beim Betreten der Zimmer ist deutlich. Holz spielt im Wälderhaus die zentrale Rolle. Holz an der Wand, Holz an der Decke, Möbel aus Holz. Jedes Zimmer trägt, neben seiner Nummer, den Namen eines Baums und einen entsprechenden Ast findet man innen natürlich völlig folgerichtig. Es riecht nach Holz. Man könnte auch sagen: Es riecht gemütlich. Es ist entspannend und gesund. Und all diese Attribute soll der Aufenthalt ja auch erfüllen.

Das „Science-Center-Wald“

ScienceCenterWaldDas ist das Herzstück des Hauses für die „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“. Was sehr wissenschaftlich klingt, vermittelt die komplizierten Zusammenhänge des Ökosystems Wald ganz einfach und deshalb so einleuchtend. Auch als Erwachsener kann man viel lernen, sagt Jan Muntendorf von der SDW und lädt mich zu einer Tour ein.

Live on Tape: Der akustische Gang durchs Science-Center:

Das Tagungszentrum

Im Wälderhaus gibt es auch Tagungsräume. Hier finden regelmäßig Konferenzen und Meetings statt. Alle Mitsrteiter sind aber überglücklich, wenn sich Manager mit Reisegruppen und Schulklassen gemeinsam in der Lobby treffen. Was irritieren mag, funktioniert und so mancher „Businessfreak“ hat sich nach der Konferenz auch noch das Ökosystem „Wald“ erklären lassen. Die Schutzgemeinschaft findet das klasse!

Restaurant „Wilhelms“

Waelderhaus-kleinDas Hamburger Wälderhaus ist ziemlich einzigartig. Es macht Spaß hier zu lernen, zu tagen, zu wohnen und auch zu essen. Das Restaurant „Wilhelms“ serviert nicht nur ein köstliches Frühstücksbüffet, sondern liefert ganztägig, Kaffee und Kuchen genauso wie Fisch- und Fleischspezialitäten, Salate und auch vegane Gerichte. Mein „Hamburger Pannfisch mit Senfsosse und Bratkartoffeln“ ist jedenfalls extrem lecker. Und Alle, die mit am Tisch saßen, waren voll des Lobes.

Facts und Feeling

Man nimmt viel mit, beim Besuch oder Aufenthalt im Wälderhaus.Da lassen muss man für die Übernachtung pro Zimmer ab 89 Euro aufwärts. Dafür übernachtet man gesund, schläft gut, ist in der Stadt und trotzdem in der Natur. Am „sozialen Brennpunkt Wilhelmsburg“ will die Stadt Hamburg arbeiten. Neue Wohnungsbauprojekte sollen den Stadtteil in den nächsten Jahren aufwerten. Eine Bundesstraße soll verschwinden und auf dieser versiegelten Fläche die neuen Häuser gebaut werden. Ein ehrgeiziges Projekt, dem man Glück wünschen möchte.

Information:

logo-raphael-hotelsWaelderhaus-Logosdw

 

 

 

Fotos: (c) Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD & Raphael-Hotels

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AZ-Panorama

DRR58 Northern Arizona – Route 66, Grand Canyon und mehr

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Tagestemperaturen von 40 Grad und mehr gehören in Arizona, im Südwesten der USA, zur Tagesordnung. Außer man verlässt die Metropolregion um Phoenix, Scottsdale oder auch Tucson und fährt gen Norden. Dort sinken dann die Temperaturen, aber nur, weil das Gelände ansteigt und Höhen von 2000 Metern durchaus normal sind.  Deshalb gilt für die Sommermonate: Arizona  nur im Norden! Da ist es tagsüber mit 30 Grad immer noch warm genug.

Die komplette Reiseradioshow gibt’s hier:

Wer dort hinreist, wird an einer Stadt nicht vorbeikommen, denn sie liegt verkehrsgünstig an der Kreuzung von zwei großen Interstates. Und sie war auch schon in früheren Zeiten so etwas wie ein Verkehrsknotenpunkt. Flagstaff ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung, Historic Route 66, Grand Canyon oder auch Lake Powell inklusive.

Amerikas „Mother-Road“ – Route 66

Route66Sie war die erste durchgehende Straßenverbindung zwischen Chicago und Los Angeles. Allerdings darf man sich die „66“ nicht als Autobahn vorstellen. Sie bestand aus aneinander gereihten Betonplatten und ging von Ort zu Ort. Mehr als 200 Meilen pro Tag waren in den Zeiten der Inbetriebnahme nicht drin. Davon profitierten die Städte, insbesondere im Südwesten. Die Leute brauchten Tankstellen, Werkstätten, Läden und natürlich auch Übernachtungen. Die Orte entlang der Route 66 boomten, bis irgendwann die Interstates gebaut wurden und viele Städte in die Krise stürzten. – Ein paar Kilometer historische Route 66 gibt es auch rund um Flagstaff. Innerhalb der Stadt fährt man an vielen sehr alten, traditionellen Motels vorbei.

MuseumClub-FlagstaffEin Magnet an der „66“ von Flagstaff war der „Museum Club“, eine Mischung aus Tanzlokal, Restaurant, Bar und Nightclub. Der Laden hat sich bis heute gehalten und wir haben ihn natürlich besucht. – Insbesondere wenn man weiter nach Westen fährt, in Richtung Williams, findet man noch alte, teilweise ungeteerte Straßenabschnitte mit all der Nostalgie, die man von der 66 erwartet. Holzhäuser, alte runter gekommene Tankstellen und ein paar Diners. Es ist gewissermaßen die Zeitmaschine zurück in die 1920er Jahre.

Route 66 & Museum Club:

 

Back on Tracks – „The Train“ bringt Dich zum Grand Canyon

GrandCanyon RailwaysNoch mehr Nostalgie erwartet uns in Williams. Dort stehen das Depot und der Bahnhof der Grand Canyon Railway. 1901 eingeweiht, brachte sie Besucher und Touristen zum „South Rim“, dem südlichen Rand des Canyons. Zur Einweihung war das Angebot eine Revolution. Bis zum Ende der 1920er Jahre war der Zug das schnellste und sicherste Verkehrsmittel. Als dann Straßen gebaut wurden verlor die Bahn an Bedeutung. Sie hat sich aber gehalten: Als Touristenattraktion, die wir nicht verpassen wollten:

Grand Canyon Railway:

GrandCanyonDer Grand Canyon ist ein „Must See“ im Südwesten. Unendliche Weite, scheinbar unendliche Tiefe nach unten, grenzenlose Naturgewalt. Man kann das auf ganz unterschiedliche Weise wirken lassen, Ausflüge in den Canyon machen, an der Kante entlangwandern, oder einfach nur hinsetzen und schauen. Es lässt sich auch kaum nachvollziehen, dass das vermeintlich kleine Flüsschen da unten, der Colorado, im Lauf der Jahrtausende eine solche Schneise durch die Felsen gegraben haben soll. Der Canyon ist etwa 450 km lang, zwischen 6 und 30 km breit und bis zu 1800 m tief. Auf der gesamten Länge gibt es nicht eine Nord-Süd-Verbindung. Im Westen ist das Wasser des Colorado durch den Hoover Damm aufgestaut und die Staumauer bietet einen Straßenübergang.  Im Osten gibt es einen Übergang über die „Glen Canyon“-Staumauer bei Page.

Water Shortage – „Voll war gestern“ am Lake Powell

LakePowellDer Glen Canyon Damm staut den Colorado im nächsten Canyon und so entstand Amerikas zweitgrößtes Trikwasserreservoir. Der Lake Powell ist unwirklich groß. Er hat eine Gesamtküstenlänge von über 3000 Kilometern und bedeckt, in vollem Zustand eine Fläche von 653 Quadratkilometern mit etwas über 33 Millionen Kubikmetern Wasser. Am Damm beträgt die Wassertiefe 171 Meter. Diese Daten sind schon fast Geschichte, denn der See war zum letzten Mal im Jahr 2001 wirklich voll. 2012 war der Wasserstand auf nur noch 60 Prozent gefallen. Die Einzigen, die das freut sind vermutlich Touristen, die am Ufer inzwischen sehr breite Strände vorfinden. Am südwestlichen Ende des Lake Powell findet man ein großes Tourismuszentrum, mit Hotel, Restaurants, Marinas für Yachten und Hausboote, sowie zahlreiche Campingplätze. Dort sind die Temperaturen im Sommer mit 40 Grad und praller Sonne übrigens schon wieder gewöhnungsbedürftig.

Lake Powell:

Northern Arizona – Indianerland

"Vortex-Site" bei Sedona

„Vortex-Site“ bei Sedona

Die tatsächliche Erschließung haben weit vorher ganz andere Menschen geleistet. Und das mit einer hochstehenden Kultur und Zivilisation. Die wurde den Indianern immer abgesprochen. Wer das Museum of Northern Arizona in Flagstaff besucht, lernt viel dazu. Eine jahrtausendealte Kultur gilt es zu entdecken. Felsenbilder, die sogenannten „Petroglypths“ sind teilweise bis zu 7000 Jahre alt.

Wer mehr über indianische Kultur wissen möchte muss unbedingt nach Sedona, etwa 50 Kilometer südlich von Flagstaff gelegen. Dort sind wir mit einer früheren Ausgabe des Deutschen Reiseradios gewesen. Hier gibt’s mehr zu Sedona und dem Verde Valley.

PetroglypthAuch wenn das viele Amis nicht wahrhaben wollen, große Teile der indianischen Kultur sind mit der Besiedlung des Westens schlicht platt gemacht worden. Im Bestreben um Ausdehnung wurde weder auf Menschen noch auf Geschichte und Kultur Rücksicht genommen. Das Schicksal der Indianer wurde immer öfter mit der Umsiedlung in Reservate besiegelt. Die lagen selbstredend an den Orten, an denen sich kein weißer Siedler niederlassen wollte. Und so entzog man den eigentlichen Besitzern des Landes ihren Lebensraum. Ein gutes Beispiel für ein Reservat in menschenverachtender Umgebung ist das der Navajo auf dem Weg von Flagstaff nach Page am Lake Powell. Auf etwa 200 Kilometern gibt es nur einen Rastplatz auf der Strecke. Man fährt durch karge Wüsten- und Felslandschaft und wer bisher immer per Telefon erreichbar war, muss zur Kenntnis nehmen, dass im Reservat die Mobilfunkverbindung zusammenbricht. Das ändert sich erst kurz vor Page an der Glen Canyon Staumauer wieder. Gleichberechtigung ist noch immer ein Fremdwort. Die verbliebenen Indianerstämme wären ohne den Tourismus wirtschaftlich ruiniert. Denn normale Einnahmequellen in natürlicher Umgebung sind hier ein Fremdwort. Mit einem künftigen Präsidenten mit Perücke und nationalistischer Gesinnung würde das übrigens nicht besser – Mal vornehm ausgedrückt.

Es ist schon ein besonderes Land. Die Landschaft und auch die Entfernungen sind eine echte Herausforderung. Schade, dass  die USA so schändlich mit Menschen und auch mit den natürlichen Ressourcen umgehen.

discoveramericaAZ-TOURISMInformation:

 

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD / Grand Canyon Railway / Flagstaff CVB

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DRR57 Kuren und Genießen – Perfekte Tage

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Gerade weil Fango und Tango heute nicht mehr ausreichen als Anziehungspunkt für ehemals traditionelle und traditionell gut ausgelastete Kurbäder, müssen sich die Orte etwas einfallen lassen. Das ist nicht immer einfach, aber es geht. Wie das konkret ausschaut klären am Beispiel von vier hessischen Kurbädern.

Hier geht es zur kompletten Reiseradioshow:

Bad Hersfeld

Bad Hersfeld

Es gab Zeiten, da waren Kuraufenthalte in der Sommerfrische ein fester Bestandteil im gesellschaftlichen Leben. Kaiser, Könige und sonstiger Adel machten es vor und wer immer konnte, machte es nach. – Dann folgte irgendwann, nach dem zweiten Weltkrieg und mit dem deutschen Wirtschaftswunder die große Zeit der Kurkliniken und der freizügig verschriebenen Kuren des Sozialstaats. Damit war’s dann irgendwann vorbei und es begann das Wehklagen, die Abwanderung der Gäste ins billigere Ausland und die Erfindung der „freien Badekur“. – Soweit so schlecht für die vielen Kurorte landauf und landab, den so richtig aus dem Quark kam man damit nicht. – Inzwischen besinnt man sich immer mehr auf die Kombination von Kur, Wellness und Freizeitangeboten. Wenn Badeorte Glück haben, besitzen sie darüber hinaus noch eine weitere Attraktion, die jetzt vermarktet werden kann. Klartext: Die deutschen Kurbäder sind zu einem großen Teil im normalen touristischen Markt angekommen.

Bad Hersfeld – Das „Kulturbad“

Stiftsruine Bad Hersfeld

Stiftsruine Bad Hersfeld

Bad Hersfelds Bekanntheitsgrad definiert sich mindestens genauso stark über seine Theater-Festspiele, auch wenn die den Ort nur über zwei Monate pro Jahr begleiten. Kultur, Sprache, Wissenschaft und Kommunikation sind in Hersfeld ohnehin heimisch. Ein Stift, die Geschichte eines Klosters, der Rechtschreibpapst Konrad Duden, der Computerentwickler Konrad Zuse und das Kommunkationsmuseum „Wortreich“ gehören zum Angebot der südlichsten Metropole Nordhessens.

Bad Arolsen – Barocke Pracht und Antistress

Schloss Bad Arolsen

Schloss Bad Arolsen

Arolsen liegt ganz am nordwestlichen Rand Hessens an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Die Grafen und Fürsten von Waldeck und Pyrmont bauten einst ein hessisches Versailles. Arolsen sollte, vom Reißbrett her, eine dazu passende Residenzstadt werden. Den Fürsten ging das Geld aus. Der Bau des Schlosses dauerte eine Ewigkeit und die Stadt drum herum wurde nur zur Hälfte fertig gestellt. Kurbad wurde man erst 1997, als die Krise schon voll ausgebrochen war. So kämpfte man von Anfang an. Aber glücklicherweise gibt es Besucherattraktionen wie das Schloss und den benachbarten Twiste-Stausee. Mit den Barockfestspielen ist auch jährlich ein großes Kulturevent angesagt.

Bad Sooden-Allendorf – Eine Grenze als Hypothek

badsooden-allendorf-GradierwerkEs wartet ein Kurbad, das insbesondere während der deutschen Teilung nicht gerade begünstigt war.  Die Gäste liefen, nach Ausbruch der Kurkrise, massenhaft davon. In Bad Sooden-Allendorf, unmittelbar an der Grenze zu Thüringen im Werra-Meißner Kreis gelegen, hatte man bis 1989 die Anlagen der innerdeutschen Grenze permanent im Blick. Für dieses Kurbad war die Wiedervereinigung ein großes Glück, auch wenn es noch viel zu tun gibt. Zu weiterem Ausbau fehlt der Region nichts desto trotz der finanzielle Unterbau, denn der Werra-Meißner-Kreis gehört auch nach der Grenzöffnung nicht gerade zu den strukturstarken Regionen. Abwanderung ist hier ein Problem, ob man das wahr haben will oder nicht. – Aber  Therme und Kurbetrieb, als größter Arbeitgeber funktionieren und die „Frau Holle“, die auf dem unmittelbar benachbarten Hohen Meißner zuhause sein soll, trägt zur Popularität bei.

Bad Wildungen – Fluch und Segen der Tradition

Bad WildungenDie Stadt im Kreis Waldeck-Frankenberg lässt sich von allen vier vorgestellten Städten noch am ehesten als klassisches Kurbad bezeichnen. Bäderarchitektur, ein Schloss, moderne Kliniken in zum Teil herrschaftlichen Gebäuden und ein Stadtteil mit dem Bezug zu einem weiteren Märchen, machen Wildungen heute aus. Dazu kommen eine zauberhafte Altstadt und die Freizeitregion des Edersees, mit ihren zahlreichen Angeboten. Und in Sachen touristischer Vermarktung hat man sich auch etwas einfallen lassen. Auch hier gibt es den Märchenbezug der Grimmheimat mit „Schneewittchen“.

grimmheimatInformation:

 

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media-TON-TEXT-BILD                                                                             & Paavo Blofield, Grimmheimat Nordhessen

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Lesetipps des DRR:

Blick auf Kassel

DRR56 Von Märchen und Menschen

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Von Märchen und Menschen erzählt von der Grimmheimat Nordhessen und den Menschen, die die Märchenwelt real werden lassen.

Hier gibt es die komplette Reiseradioshow:

Mit Lui und Lotte durch Kassel

Lotte und Lui Grimm alias Sylvia und Wolfgang Schmelzer im DRR - Interview

Lotte und Lui Grimm alias Sylvia und Wolfgang Schmelzer im DRR – Interview

In Kassel waren Jakob und Wilhelm Grimm rund 30 Jahre zuhause. Und Jeder, der hierher kommt, will natürlich Märchenhaftes erleben. Deshalb gibt es beim Stadtmarketing Kassel auch Führungen, die dem Rechnung tragen. So lässt sich zum Beispiel die Stadt, inklusive Familiengeschichte und –anekdoten mit den jüngeren Geschwistern der Grimm-Brüder erleben. Lotte führte den Haushalt und Lui, genau Ludwig Emil Grimm wirkte auch in Kassel und war Maler. – Sylvia und Wolfgang Schmelzer haben die Beiden ins Herz geschlossen und verwandeln sich regelmäßig zu Führungen in die beiden jüngeren Grimm-Geschwister. Mit großem Erfolg und mit einem entscheidenden Vorteil. Im Kostüm erzählt sich Vieles einfacher und näher. Der Zuhörer ist vermeintlich dichter dran und inhaliert die Geschichten und Inhalte viel lieber. Wir haben Lotte und Lui Grimm oder besser Wolfgang und Sylvia Schmelzer an einem Kasseler Prachtort getroffen. Direkt vor der Orangerie in der Karlsaue, dem Kasseler Innenstadtpark schlechthin. Natürlich haben sie uns auch verraten, wo die jüngsten Grimm-Geschwister vor 200 Jahren in Kassel hingegangen wären und welche Lieblingsorte sie hatten.

„Mit Lui und Lotte durch Kassel“ – das haben sie uns erzählt:

Die Favoriten des Ehepaar Schmelzer haben wir natürlich auch abgefragt. Sie unterscheiden sich nicht so sehr vom Interesse der meisten Besucher. Allerdings, betonen Beide, dass auch die jüngere Geschichte Kassels zunehmend eine Rolle spielt. Die 50er Jahre-Architektur, die vor Jahren zum Urteil vieler geführt hat, die Stadt sei gesihtslos und hässlich, wird offenbar immer interessanter. Viele Besucher fragten danach und seien interessiert an dieser Entwicklung. Verkehrt sich hier eine Bewertung ins Gegenteil?

Besichtigungscharts – Die beliebtesten Orte in Kassel

Bergpark-Herkules1. Das Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe mit Wasserspielen, Schloss und Löwenburg – Der Herkules thront über dem Bergpark, der seit 2013 auf der UNESCO Welterbeliste steht. Bekannt sind hauptsächlich die natürlichen Wasserspiele, die inzwischen zigtausende Besucher anziehen. Schloss Wilhelmshöhe versammelt eine sehenswerte Galerie „Alter Meister“, u.a, die meisten „Rembrandt“-Werke in Deutschland.

Orangerie2. Die Orangerie in der Karlsaue mit dazugehörigem Landschaftspark – errichtet 1701 bis 1710. Sie ist der blicktechnische Dreh- und Angelpunkt des Landschaftsparks „Karlsaue“ und nur 5 Gehminuten von der Haupteinkaufsstraße Kassels entfernt. Der Landschaftspark ist zusammen mit der Fuldaaue, die mal BUGA-Gelände war, die größte innerstädtische Erholungs- und Grünfläche.

 

Documenta - Spitzhacke3. Die Kunst im öffentlichem Raum, Kunstwerke, die von vergangenen Documenta-Jahren übrig geblieben sind, findet man überall in der Kasseler Innenstadt. Die berühmtesten Werke stehen vor dem „Hauptbahnhof“ („Man Walking to the Sky“-vokstümlich „Himmelsstürmer“ genannt und die „Spitzhacke“ von Claes Oldenburg am Ufer der Fulda. – Seine Theorie: Hätte Herkules, die Spitzhacke ins Tal geworfen, wäre sie exakt dort gelandet.

Grimmwelt4. Die Grimmwelt – Dieses neueste Museum der Stadt Kassel hat das ehemalige Brüder Grimm Museum abgelöst. In einem futuristischen Gebäude am Kasseler Weinberg, kann man ins Leben der kompletten Familie eintauchen und macht Erfahrungen weit über die Märchensammelei hinaus. Das Museum ist interaktiv und bietet, neben den Urausgabe, der Grimmschen Märchen, viel Spannendes aus der Zeit der Grimms in Kassel.

Treppenstraße5. Die 50er-Jahre Architektur – Sie hat Kassel vor vielen Jahren den Ruf eingebracht, langweilig und trostlos zu sein. Inzwischen besinnt man sich des architektonischen Werts geschlossener Ensembles, wie der „Treppenstraße“, die 1953 fertiggestellt wurde. Kassel sollte, ganz der Zeit entsprechend, eine autofreundliche Stadt werden. Das ist gelungen. Manches blieb dabei auch auf der Strecke, und es wurde gebaut, was heute wieder als sehenswert eingestuft wird.

Märchenhafte Begegnungen

Kirsten Stein

Kirsten Stein

Da gibt es, unter anderem, eine Frau, die wir hier im Reiseradio schon einmal vorgestellt haben. Gerade jetzt im Sommer ist Erzählerin Kirsten Stein mehrmals pro Woche unterwegs und bietet Ihr Märchenerlebnis an besonders schönen Stellen von Kassel und der Umgebung. Dafür muss man und frau sich aber bewegen. Eine klasse Kombination aus Wanderung, Spaziergang, Picknick, Kerzenwanderung und natürlich vielen erzählten Märchen.

 

Die Idee der Märchen“gänge“ und Märchen“erlebnisse“:

Das märchenhafte Kassel und die Märchenwelt Nordhessens, ist allemal eine Reise wert. Und es gibt zusätzlich viele unterschiedliche Möglichkeiten in der Region einen tollen Urlaub zu verbringen. – Tipps dazu gibt’s natürlich unter unseren Internetlinks, aber auch schön zusammengefasst in einem Buch, das jetzt gerade in einer aktualisierten Neuauflage erschienen ist. Wenn Sie es kaufen, freut sich der Autor und Reiseradioredakteur.

 

kskm-logoInformation:

 

 

 

Fotos: (c) Petra Hartmann & Rüdiger Edelmann – ttb-media TON-TEXT-BILD

 

Chiemsee

DRR55 „Der See, die Nonne und der König“ – Sommer am Chiemsee

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Jetzt sind überall Sommerferien und es soll Regionen im eigenen Land geben, die sind fast völlig ausverkauft. Deutschland bleibt 2016 im Urlaub noch stärker im eigenen Land, als in den Vorjahren. Für Viele kommt die Türkei nicht mehr in Frage, erst recht nach den aktuellen Vorkommnissen der letzten Tage und Wochen. Spanien ist inzwischen aufgrund der Nachfrage recht teuer geworden und unsere Lieblingsinsel Mallorca platzt aus allen Nähten. Der Flughafen in Palma ist an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Da noch hinfliegen? Hohe Preise drohen den Urlaubssuchenden inzwischen auch in den beliebten deutschen Ferienregionen: An Nord- und Ostsee genauso wie in den Bergen. – Wenn dann noch die „ideologische“ Diskussion um „Berge oder Meer“ hinzukommt,  wird es noch schwieriger. Deshalb empfehlen wir in dieser Ausgabe des Deutschen Reiseradios das „Bayerische Meer“.

Hier ist die komplette Show mit allen Erlebnissen:

Chiemsee-Schiffahrt

Urlaubswundertüte

Die Region um den Chiemsee, mit Rosenheim, Traunstein und Berchtesgaden um die Ecke war einst die Pionierregion des Urlaubs, nach dem zweiten Weltkrieg. Zwischenzeitlich ließ der Hype heftig nach, aber die Stammurlauber hielten dem See die Treue. Vielleicht entsteht ein neuer Hype? Die Region jedenfalls kann Urlauber glücklich machen: Es gibt Bademöglichkeiten am Chiemsee und Sport: Segeln, Surfen, Kitesurfen. Alles da. Unterkünfte treffen für jeden Geschmack, vom Campingplatz über Pensionen bis zum 5 Sterne Hotel. Und es wartet noch viel viel mehr, was Urlauber zu jeder Jahreszeit glücklich machen kann.

Der Chiemsee aus den Augen der Urlaubsmacher:

„Anderes Leben spüren“ – auf der Fraueninsel:

FraueninselDie Chiemsee-Schifffahrt läuft die Inseln von 6 verschiedenen Orten am Seeufer an. Längstens in einer halben Stunde ist man am Ziel. Im Kloster „Frauenchiemsee“ ist frau bei aller Besinnung sehr fleißig, das wurde allen Klöstern gewissermaßen auf die Fahne geschrieben. Begrüßt wurden wir dortvon Schwester Hanna. Sie ist auch Gemeinderätin. „Um Himmels Willen“, wem da nicht die Ohren klingeln angesichts der Fernsehschmonzette vom Kloster Kaltenthal, seinen hyperaktiven Nonnen und einem starrsinnigen Bürgermeister mit großem Herzen. Auf der Fraueninsel ist das Ganze gelebte und praktizierte Realität und der Bürgermeister heißt nicht Wöller und betrinkt sich abendlich im Gasthaus zum Ochsen.

Akustisches von Schwester Hanna:

SCHLOSS-Herrenchiemsee

Die Herreninsel, das Schloss und „der Kini“

LudwigIIBayern hatte mehrere „Wittelsbacher-Könige“. Touristen könnten aber mitunter den Eindruck bekommen, es gab nur den Einen: Den Ludwig, den Zweiten, den Spinner, den Bauwütigen, den „Wagnerianer“, den irgendwann Entmachteten. Wir haben nicht nur Schloss Herrenchiemsee besucht, das den Plänen nach „Versailles“ in Paris übertreffen sollte (und teilweise hat), wir haben insbesondere einen intensiven Blick auf „Ludwig den Zweiten“ geworfen, den „Kini“ eben.

Nachgehört bei Bayern: Ludwig – die Geschichten und Legenden:

„Schee is trotzdem“, merkte ein Führungsbesucher auf Herrenchiemsee an und freute sich dann doch auf die Rückfahrt. Am Ufer des Chiemsees wartete dann ein schönes Weissbier und ein kräftiger Schweinsbraten. Und auch wir gestehen ein: Am Chiemsee ist es irgendwie „ganz schön schön schon“.

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Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD

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Buchtipps vom DRR:

Panorama-Titel

DRR54 „Bienvenue à Ile de Maurice“ – Mauritius näher kommen

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Diese Ausgabe bietet einen multimedialen Ausflug, der etwas über unsere normale Berichterstattungsgrenze hinausgeht. Grund dafür war die Katalogvorstellung der TUI für die Wintersaison 2016 / 17. Die fand auf Mauritius statt, satte 9000 Kilometer von Deutschland entfernt, Luftlinie versteht sich. Und wenn man denn schon im angeblichen Luxusurlaubsparadies ist, lohnt es sich natürlich Augen und Ohren aufzusperren.

Hier ist die komplette Mauritius-Show am Stück:

Mauritius, das sind 50 mal 40 Kilometer ehemals vulkanische Insel, weit draußen im Indischen Ozean. Mauritius, das sind 1,2 Millionen Einwohner, macht 640 Menschen pro Quadratkilometer. Mauritius, das ist der fast geschlossene Korallengürtel rund um die Insel, die umgekehrten Jahreszeiten dank Erd-Südhalbkugel. Mauritius das ist eine unabhängige Republik – nach englischem Vorbild – seit 1968. Die Inselrepublik gilt als eine der wenigen Staaten Afrikas, der es wirtschaftlich vom Entwicklungsland zum sogenannten Schwellenland geschafft hat. Das hat heute sehr viel mit Textilindustrie zu tun, mit Tourismus und mit dem – zurückgehenden – Ruf als Zuckerinsel.

DRR-Video: Bienvenue à Ile de Maurice – Mauritius

 

Rainbow-Nation – Mauritius mulitikulti

Da wäre schon einmal das „Creolische“. Es klingt beim ersten Hinhören irgendwie Französisch.  Mauritius ist eine Insel der Vielsprachigkeit. Amtssprache: Englisch, Verkehrssprache: Französisch und  dann gibt es das Creolische, das ist Umgangssprache. Sandhya, unser Guide, sagt, das habe man der wechselnden Geschichte der Insel zu verdanken. Viele unterschiedliche Menschen und Religionen seien hier durch die verschiedenen Kolonialherren zusammen gekommen. Daraus habe sich auch das Creole entwickelt, ein Sprachmix so unterschiedlich wie die vielen Kulturen auf der Insel. – Das Tolle sei, und dabei strahlt sie uns an, auf Mauritius gäbe es keine Rassen- oder Religionskonflikte.

Hör mal „Creole“:

Religiöses Multikulti

Shiva Statue

Shiva Statue

Hohe kirchliche Feiertage der vielen Religionen sind „Nationale Feste“. Das bringt nicht nur viele Feiertage, sondern vereint die Bevölkerung zur religiösen Vielfalt aus Hinduismus, Katholizismus, Islam, Buddhismus und einigen weiteren Religionen. Toleranz und gegenseitiges Lernen stehen dabei im Vordergrund. Bestes Beispiel ist die jährlich im Februar oder März stattfindende Wallfahrt der Hindus zum „Heiligen See“, dem „Grand Bassin“ im Black River Nationalpark. 400 Tausend Besucher kommen an diesen Tagen zum See. – Die religiöse Stätte findet sich ganz in der Nähe weiterer Sehenswürdigkeiten des Nationalparks. Ein „Must See“ auch außerhalb des religiösen Top-Ereignisses.

 

Bunte Erde, Heiliges Wasser und „Shiva“ zum Hören:

Tee – Britisches Erbe und asiatisches Kulturgut

Tee aus Mauritius

Tee aus Mauritius

Dank der britischen Kolonialherren und den Einwanderern aus asiatischen Länder spielt der Anbau von Tee eine wichtige Rolle auf der Insel. – Ja, es wird auch Kaffee auf Mauritius angebaut. Der kommt aus Chamarel in den Bergen und wird gerne als Aromastoff für den einheimischen Rum genutzt.

Hier ist der akustische Ausflug in die Welt des beliebtesten Heißgetränks auf Mauritius.

Vanille und Rum – die Agro-Stars aus Orchideen und Zuckerrohr

Vanilleschoten aus St. Aubin

Vanilleschoten aus St. Aubin

Vanille kommt bei uns, mit dem Puddingpulver, aus der Tüte. Wenn’s echt sein soll, dann kratzt ein Koch auch schon mal den Inhalt einer Vanilleschote aus. Aber was ist das eigentlich für ein Gewächs, für das gerade Mauritius und seine Nachbarinsel Réunion so berühmt sind? – Wer in St. Aubin, an der Südküste zum „Maison de La Vanille“ fährt, bekommt ganz international einen Eindruck von der Frucht einer besonderen Pflanze. Auf 4 Hektar Land werden hier Orchideen gezüchtet. Zu sehen gibt es, neben dem paradiesischen Garten des „Vanilla-House“ nicht viel, außerhalb der Erntezeit. Aber kaufen kann man den edlen Stoff. 400 Euro kostet das Kilo Vanilleschoten. Wer den Traumstoff mit nach Hause nehmen will, begnügt sich meist mit einigen Gramm Vanillepuder. Das gibt’s schon für etwa 6 Euro.

Rumprobe mit Nitish in St- Aubin

Rumprobe mit Nitish in St- Aubin

Ein paar hundert Meter weiter steht eine der zwei Premium-Rumdestillerien. In der kleinen Rumfabrik von St. Aubin produziert man den „Rhum Agricole“, den natürlichen Rum. Er wird direkt aus Rohrzuckersaft hergestellt. Zwei Destillerien produzieren so. Der Rest der Rumfabriken stellt industriellen Rum her, der aus Melasse hergestellt wird. In St. Aubin kriegt man die unterschiedlichen Stationen der Produktion genau erklärt, erfährt dass aus der Destille hochprozentiger Alkohol kommt, der anschließend mit Wasser verdünnt und später aromatisiert werden kann. – Aber ganz ehrlich: Die meisten Besucher, sind hauptsächlich gespannt auf die Verkostung.

Vanille und Rum akustisch zum Nachschmecken:

Welt „upside – down“ – Die Sache mit dem Wetter

Raibow-Multikulti-NationUrlaub in tropischen Gefilden: Immer scheint die Sonne und immer ist es gleichmäßig warm. Wer das auf Mauritius erwartet, den müssen wir enttäuschen. Überhaupt ist beim Wetter schon mal alles verkehrt herum. Nur Eins ist auf Mauritius garantiert tropisch. Es regnet schon mal gerne. Kaum öffnen sich die Wolken, kommen Sturzbäche vom Himmel. 10 Minuten später scheint bereits wieder die Sonne. Im Sommer ( November bis April) regnet es häufiger, dafür aber warm. Lediglich aufkommende Zyklonstürme können das Wettervergnügen im Dezember und Januar trüben. Aber da ist es wie mit den Hurrikans. Sie können auftauchen, müssen aber nicht. Auf jeden Fall, bietet Mauritius ganzjährig Sonne und die Temperaturen, die wir uns im Sommer verlässlich wünschen, aber meist nicht kriegen.

Akustischer Wetterbericht:

Touristisches

LeMorneFelsenMauritius gilt als einer der Urlaubsträume schlechthin. Das Paradies für Verliebte und Hochzeitreisende. Ein Paradies, das sich nur Reiche leisten können. Das wird jetzt anders, denn die großen Reiseveranstalter entdecken die Insel zunehmend auch als Ziel für Familien und für Menschen mit normaler Geldbörse. Der Luxus wird ergänzt durch bezahlbare Angebote, sagte uns Oliver Dörschuck Touristikchef der TUI Deutschland. Er ist begeistert von der Vielfältigkeit der Insel. Wer in einem der Hotels auf der Halbinsel Le Morne Urlaub macht, findet schöne Strände, einen Hotelservice, der keine Wünsche offen lässt, den „Le Morne“-Felsen, der 556 Meter aufrecht von Meereshöhe in den Himmel ragt und in der unmittelbaren Nähe den „Black River Nationalpark“. Hier geht es ins Vulkangebirge. Die Straße gehört zu den schönsten Routen mit den besten Ausblicken auf die Insel.

Reisetipps

Kite-Surfen: Beste Bedingungen in Le Morne

Kite-Surfen: Beste Bedingungen in Le Morne

Mauritius ist im Programm vieler Reiseveranstalter. Man hat die Insel jetzt auch als Ziel für Urlauber entdeckt, die normalerweise keinen Luxusurlaub verbringen. Bleibt zu hoffen, dass damit das Ursprüngliche außerhalb der Hotelanlagen nicht dauerhaft gefährdet wird, denn das Eiland ist mit etwas über 600 Einwohnern pro Quadratkilometer ohnehin schon recht gut bevölkert. Zur Einreise aus Europa benötigt man einen Reisepass. Ein Visum ist nicht erforderlich. Flugverbindungen gibt es von Deutschland aus, nonstop mit Condor und Eurowings in 12 Stunden, oder zum Beispiel mit Emirates mit Stopover in Dubai. Hier fliegt man zwei Mal 6 Stunden und hat in der Regel einen Aufentahalt von etwa 4 Stunden am Flughafen von Dubai. Noch ein Satz zum Thema Gesundheit: Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Einen entsprechenden Schutz gegen Tetanus und Hepatitis A ist allerdings ratsam. Guter Insektenschutz ist wichtig, auch wenn die Insel seit vielen Jahren malariafrei ist. Französische oder englische Sprachkenntnisse sind von Vorteil, denn Deutsch wird auf Mauritius nur selten gesprochen. Wassersportler sind insbesondere im Südwesten gut aufgehoben. Die Korallenbänke ermöglichen ein gefahrloses Windsurfen oder –kiten. Die schönsten Strände der Insel liegen im Norden der Insel.

Praktisches zum Nachhören:

 

discover-mauritiusdiscoveryoursmileInformation:

 

 

Fotos & Video: (c) Rüdiger Edelmann, ttb-media, TON-TEXT-BILD

Diese Ausgabe des Deutschen Reiseradios wurde unterstützt von der TUI-Deutschland. Vielen Dank!

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Beachlife

PANORAMA

DRR53 Hoffnung auf den Winter – TUI Katalogpräsentation Saison 2016/17

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Es ist eine schwierige Saison, auf die auch Europas größter Reisekonzern schaut. Das Türkeigeschäft ist stark eingebrochen. Die Buchungen in den Reisebüros laufen bei allen Veranstaltern immer noch zögerlich. Der Reisebüroumsatz brach lag im Mai rund sieben Prozent unter dem Umsatz des Vorjahrs.

Von einem Krisensommer mag trotzdem niemand sprechen, denn die Reisemultis haben rechtzeitig Urlauberströme „um geroutet“, wie es so schön heißt. Spanien, voran Mallorca und die Kanaren, erlebt einen Sommer der Kapazitätsgründen. Italien, Portugal und Kroatien boomen, Griechenland erholt sich weiter und Deutschland wird zum Favoriten für den Urlaub. In Ägypten, Tunesien und der Türkei bleiben Hotels und Strände leer. Auch großzügige Rabatte scheinen daran nichts zu ändern. Noch aber sei die Saison nicht zu Ende, sagt Oliver Dörschuck, Touristischer Geschäftsführer (COO), der TUI-Deutschland:

Crisis – What Crisis?

Aller Statements zum Trotz hat man die Touristiker schon fröhlicher erlebt. Es gilt Weichen zu stellen, für den Winter 2016/17 und schlimmstenfalls für die Zukunft des Reisegeschäfts. Denn es stehen viele Fragen im Raum:

Sebastian Ebel

Sebastian Ebel

  • Was geschieht, wenn weitere Urlaubsdestinationen von Anschlägen und politischen Problemen betroffen werden?
  • Wie gestaltet sich das Geschäft, wenn sich Deutschland noch stärker für den Urlaub im eigenen Land entscheidet?
  • Lässt sich das zögerliche Sommer-Buchungsverhalten mit Fernreiseknüllern und satten Rabatten im Winter wieder ankurbeln?
  • Wie plant man heute Entwicklungen für Morgen, ohne die Stolpersteine absehen zu können?
  • Wie stellt man einen internationalen Tourismuskonzern, der Begriff vom „Global Player“ fiel auf der Pressekonferenz im „RIU Coral“-Hotel auf der Insel Mauritius, für die Zukunft auf?
  • Natürlich plant auch die TUI im Voraus. Natürlich entwickelt man Strategien und genauso natürlich weiß niemand, ob diese Strategien aufgehen.

Wir haben darüber mit Sebastian Ebel, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung (CEO) der TUI Deutschland gesprochen:

Zukunftsplanung und Erfolg

Oliver Dörschuck

Oliver Dörschuck

Der Erfolg eines Reiseveranstalters ist abhängig von der Zukunftsplanung. Die richtigen, sprich gewünschten Destinationen, müssen in ausreichender Zahl im Angebot sein. Die Bedürfnisse müssen abgecheckt werden und für die nächste und übernächste Saison müssen Angebot und potentielle Nachfrage in Einklang gebracht werden. Über- und Unterkapazitäten können sich börsenorientierte Konzerne nicht leisten. Selbstredend: Der Preis muss stimmen. –

Die Programmplanung gehört demnach zu den sensiblen Teilen des Reisegeschäfts. Dies ist COO Oliver Dörschuck bewusst. Bei allen noch offenen Antworten auf die Zukunftsfragen gibt er sich selbstbewusst optimistisch im ausführlichen Interview mit dem Deutschen Reiseradio. Sein Credo:

Es gibt viel zu viele schöne Urlaubsorte, als dass das Geschäft mit dem Urlaub völlig zusammenbrechen könnte.

Große Bühne: Winterprogramm

Große Bühne: Winterprogramm

TUI- Zukunft in Schlagzeilen:

  • Expansion mit eigenen Hotelmarken und –konzepten
  • Schärfung von Profil und Angebot bei den Konzepthotels von „Family“, über „Adults only“ bis zur Lifestylemarke „TUI-Blue“.
  • Erweiterung des Angebots in den ausgemachten Trendzielen, z.B. eine Aufstockung der Hotelkapazitäten. Alleine 1.000 Hotels sind zum Beispiel im südlichen Afrika künftig im Angebot.
  • Förderung und Profilierung neuer „Ziele für Alle“, wie zum Beispiel die Insel Mauritius, die bislang als reine Luxusdestination für Reiche, Verliebte und Hochzeitsreisende galt.
  • Aufstockung des Hotel-, Apartment-, und Ferienhausangebot insbesondere in Deutschland und den Alpenregionen.
  • Satte Rabatte bei der Marke „1-2-Fly“, dem Anbieter für preissensitive Urlauber im Konzern.
  • Mehr Flexibilität durch Stornierungsfreiheiten im Luxussegment der TUI-Marke: Airtours.

Es bewegt sich aktuell Vieles auf dem Reisemarkt. Ein Konzern ist auf dem Weg zum „Vollsortimenter“, wie es Sebastian Ebel formuliert. Die konzerninterne Philosophie „Think Travel – Think TUI“ soll vorangetrieben werden. Das bedeutet für den Umsatzprimus auf dem Markt, eine stärkere Konzentration auf heimische Angebote, die bisher etwas vernachlässigt wurden. Es gilt aber auch, die Marke TUI, die bisher in den Köpfen der Kundschaft als hochwertig, etwas teurer und eher für eine ältere Klientel und Familien galt, auch einer jüngeren Generation stärker schmackhaft zu machen.

Dafür sollen die aktuellen Trends der bevorstehenden Saison 2016/17 sorgen:

Mauritius

Ein Tourismusgigant im ständigen Umbau stellte sich vor. Als TUI-Kunde soll man von der Erfahrung eines multinationalen Konzerns, der jetzt überall TUI heißen soll, stärker profitieren. Mehr Service, zahlreichere digitale Angebote bei der Reiseplanung bei gleichzeitig hoher Beratungsqualität in den Reisebüros.

„Mobile first“ – TUI und Google

Eine gemeinsame Studie von TUI und Google soll bei der Erweiterung des Online-Markts Weichen stellen. Die Erkenntnis, dass heute schon die Hälfte aller Urlaubssuchen online, vorzugsweise aber auch mit Smartphones und Tablets, durchgeführt werden, ist sicher ein essentieller Anreiz, das digitale und individuelle Portal „Meine TUI“ weiter auszubauen. Digitale Betreuung von der Recherche, über Buchung und Betreuung am Urlaubsort wird immer wichtiger. Das Credo, den kompletten Urlaub auf dem Smartphone dabei zu haben, setzt die weitere Angebotsausdehnung von WLAN in den Ferienhotels voraus. Auch daran will gearbeitet werden um das 360 Grad Kundenerlebnis in der Zukunft zu realisieren.

discoveryoursmileInformation:

 

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD  & TUI AG

TUI Flieger. Hannover, den 13.04.2016

Sock Monkey

DRR52 – „Sock Monkeys“ oder Schatzsuche in Rockford, Illinois, USA

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Auch wenn die Schlagzeile schwer zu finden war, die Erlebnisse in einer kleineren Stadt unweit von Chicago haben mich beeindruckt.

Hier gibt es die komplette Show mit Geschichten aus Rockford im US Bundesstaat Illinois.

So klein ist die Stadt am Rock River, jeweils 150 Kilometer von den Metropolen Chicago und Milwaukee entfernt, gar nicht. Immerhin rund 150 Tausend Menschen leben im Einzugsgebiet von Rockford im US-Bundesstaat Illinois.

Von Sockenaffen und schwedischem Frühstück

Sock Monkeys

Sock Monkeys

Im „Midway Village Museum“ findet man den intensiven Blick in die Gründungshistorie, in die Zeit der Industrialisierung und die dazugehörigen Geschichten. Dort begegnet einem spätestens der „Sock-Monkey“, der zum Sinnbild des wirtschaftlichen Aufschwungs von Rockford wurde. – Die Stadt stand für Textilverarbeitung. Einer der vielen schwedischen Einwanderer entwickelte die erste Sockenstrickmaschine der Welt, die den Fersenansatz mechanisch mitverarbeiten konnte. Aus den Socken, Markenzeichen rote Ferse, wurden irgendwann kleine Affen gebastelt; ein wichtiges Symbol von Rockford war geboren. Die Textilindustrie ging im Lauf des letzten Jahrhunderts irgendwann zu Grunde, die „Sock-Monkeys“ halten sich bis heute.

Breakfast im "Stockholm Inn"

Breakfast im „Stockholm Inn“

Die schwedischen Einwanderer spielen auch heute noch eine große Rolle im Leben. Die skandinavischen Gründungsväter kamen nach ihrer Einreise in die USA eigentlich nur hier her, weil ihnen das Aussteigen in Chicago wegen gerade grassierender Cholera verboten wurde. So fuhren die Schweden weiter bis in die Gegend von Rockford und da lebt ein Großteil der Nachfahren heute noch und lässt die schwedische Tradition hoch leben. Augenfälligste Möglichkeit dies als Besucher zu erfahren, ist ein Besuch im „Stockholm Inn“. Da gibt’s schwedische Waffeln mit schwedischen Beeren und zum Mittagessen all das, was wir auch aus schwedischen Möbelhäusern kennen. Allem voran natürlich die Köttbullar, die leckeren Hackfleischbällchen.

Das Paradies für „Harley Davidson“-Fans

Interview mit "Boss Carl"

Interview mit „Boss Carl“

Rockford verbindet ganz Unterschiedliches für unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Interessen. Für die Motorradfans wartet der weltälteste Händler von Harley Davidson Maschinen. Hier muss man als Tourist natürlich kein Motorrad kaufen, aber Harleyfans werden die komplette Sammlung an Memorabilia finden. „Kegles“ ist das Eldorado der Harley-Fans aus aller Welt. Bikes, Andenken, Ersatzteile, eine Fahrschule und natürlich der „Biker-Diner“ wo man das Erlebnis bei Cola und Hamburger sacken lassen kann.

Der akustische Ausflug zu Kegles HD-Motorcycles:

Japan um die Ecke

Anderson Jap GardenWer es mehr fernöstlich-philosophisch mag wird ebenfalls fündig werden. Mit David Anderson und seinem Gärtner machten wir einen Ausflug in einen japanischen Garten der Perfektion, mitten in einem Waldstück in der Gemeinde Rockford: „Anderson Japanese Garden“. Davids Vater John hat sich diese Idee einfallen und realisieren lassen. Sie hat sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt, ein original japanisches Haus (inkl. buchbarer Teezeremonie) macht den „Asienausflug für 2-3 Stunden“ perfekt. Wer auf japanische Gartenarchitektur steht und auf japanische Traditionen ist hier richtig. Dass die Amerikaner mitunter daraus auch ein sehr westliches Musikspektakel machen, sei ihnen verziehen. Pizza hat da eigentlich nix zu suchen. Was es damit auf sich hat? Hier das Konzentrat aus der Gesamtshow:

So long, Frank Lloyd Wright

Laurent House

Laurent House

Eine Attraktion Rockfords stützt sich nicht auf die skandinavische Vergangenheit, sondern auf einen berühmten amerikanischen Architekten, der weltweit für Furore sorgte. Frank Lloyd Wright, Architekturlegende, baute einem behinderten Kriegsveteranen ein Haus; ganz in seinem Stil und zu einem Bruchteil des Preises, den er nach dem zweiten Weltkrieg hätte verlangen können. Die Geschichte, die auch komische Elemente hat, haben wir uns beim Besuch des „Laurent House“ erzählen lassen. Hinter dem tragischen Anlass und der Perfektion eines Stararchitekten steckt die Geschichte vom Bau des wohl ersten barrierefreien Hauses in den USA. Das geschah 1952. Heute ist es ein Museum, das man besichtigen kann.

Unterhaltungs-Barock

Historische Kinoorgel

Historische Kinoorgel

Aber es gibt auch Beispiele, die wirklich kitschig und uramerikanisch sind. Rockford war ja durch die Textil- und Metallindustrie eine reiche Stadt, so reich, dass man sich in 1920er Jahren ein Prachtkino leistete. Spötter sprachen beim „Coronado“ einst von amerikanischem „Unterhaltungs-Barock“ und in der Tat ist man schier erschlagen von Gold, rotem Samt und weiteren unglaublichen Accessoires. Auch wenn man zwischendurch schmunzelt, eine Führung durch das „Coronado“ gehört zu den Pflichtveranstaltungen in Rockford. Es ist die Geschichte eines Kinos, das zum Theater wurde und die Geschichte einer Kinoorgel an der wir einem vermeintlichen Kinderstar begegneten.

Meet Emily Bear

Emily mit Quincy Jones und Queen Latifa

Emily mit Quincy Jones und Queen Latifa

Erst viel später erfuhr ich, wer das „kleine Mädchen“, damals 12 Jahre alt, wirklich ist und welche Satrqualitäten sie schon vor zwei Jahren hatte. Emily, heute 14, ist ein großer Star. Immerhin hatte sie, als wir uns begegneten, schon ein Album mit eigenen Kompositionen eingespielt. Produziert wurde das Album von niemand Geringerem als Quincy Jones. Soundtrack Star-Komponist John Williams hat ihr eine gigantische Karriere vorhergesagt und inzwischen tritt sie auch schon mal mit großem Orchester auf. – Emily Bear spielt von Kindesbeinen an Klavier. Heute tourt sie durch die USA, spielt schon mal in der New Yorker Carnegie Hall, beim Präsidenten im Weißen Haus oder tritt beim Stuttgart „JAZZ OPEN“ auf. Ihr Debütalbum „DIVERSITY“ erreichte Platz 3 in den Billboard Jazz Charts. Im letzten Jahr gewann sie den „Morton Gould Award“ für junge Komponisten. Eine große Karriere würde man immer unterstellen, aber Emily ist gerade mal 14 Jahre alt und ein Kind der Stadt Rockford. Damit schließt sich der Kreis, zu dem, was zwar Provinz ist, aber immer wieder Erstaunliches hervorbringt. Mehr über Emily Bear gibt es hier!

Mehr Emily Bear gefällig? Hier ein spannender Film mit toller Musik und vielen Bildern der Entwicklung.

 

 

Rockford LogoInformation:

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD & www.emilybear.com

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DRR51 – „So cool“ – USA Favourites und deren Geheimtipps

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Es geht um die Favoriten der deutschen Urlauber beim USA-Urlaub. Die sind seit vielen Jahren statistisch belegt und irgendwie ändert sich daran auch nicht so wahnsinnig viel. Gehen wir also auf die Spur eines Phänomens in der aktuellen Reiseradioshow:

Das ist die komplette und ausführliche Reiseradioshow:

Genau genommen ist es ja ziemlich normal, dass sich Favoriten heraus bilden unter den zahlreichen Angeboten. In den USA muss man aber bedenken, dass auf die Frage: „Wohin in den Urlaub“, die Antwort nicht selbstverständlich unsere Standardbedürfnisse BERGE oder MEER beinhaltet. UND: Wer die USA kennen und lieben gelernt hat, wird auch bald zusätzliche Ziele über die „Top 3“ ansteuern. Um diese „Reisestars“ wird es diesmal aber gehen, denn diese Ziele müssen sich nicht verstecken. Wetten dass?

Platz 1: Florida

Sunsetdrink

Sunsetdrink

Beginnen wir tatsächlich am Meer und beim Floridaurlaub, der den ersten Platz belegt im Buchungsranking. Ganz weit vorne ist da gar nicht mal die Metropole Miami. Wir Deutschen haben uns in den Südwesten und in die Ferienorte am Golf von Mexiko verliebt. Ich bin ehrlich und schließe mich dieser Meinung an. South West Florida, das ist ein ganz besonderes Urlaubsfeeling.

Key West-Express

Key West-Express

Ja, Florida hat schon was. Fort Myers und Sanibel, Sarasota, Anna Maria Island und Longboat Key und natürlich auch die ganze Region um die Bay von Tampa. – Allerdings wäre das Florida Feeling nicht komplett ohne einen Ausflug auf die Florida Keys. Diese Inselkette hängt bildlich gesprochen unten an der Halbinsel dran und geht rund 200 Kilometer ins karibische Meer hinaus. Wer Beides haben will muss fahren. Von der Westküste ist man gut und gern sechs bis acht Stunden unterwegs. Allerdings gibt es eine schwimmende Alternative, die wahlweise von Fort Myers Beach oder Marco Island startet. Der Fährdienst ist zudem so entspannend. – Wer Party machen will, braucht zumindest für einige Tage ein anderes Ziel: Miami Beach.

Miami-South Beach

Miami-South Beach

Beste Reisezeit für Florida ist ganz klar die Zeit von November bis April. Im März zum Spring Break ist allerdings Hochsaison am Strand. Das heißt, es ist nicht nur voll, sondern Hotels verdoppeln auch schon mal die Preise. Sollte man nicht vergessen. Wer sicher vor Hurricanes sein will, Sonne genießen möchte und trotzdem ein schmaleres Urlaubsbudget hat, der ist in den Monaten November und Dezember am besten aufgehoben im „Sunshine State“.

 

Platz 2: New York City

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Big Apple ist die Städtereise schlechthin. Allerdings: New York und Manhattan ist nix für Weicheier und Erholungssuchende. – Die Beschreibung „The City, that never sleeps“ trifft es schon ganz gut. Gesehen haben sollte man die Stadt aber auf jeden Fall. New York würde ungefähr vier Stunden Reiseradio füllen, also beschränken wir uns diesmal auf die Top-Attraktion Manhattans. Grund Nummer 1 um nach New York zu reisen ist immer noch der Besuch einer Theater- oder Musicalshow:

Lower Manhattan Skyline

Lower Manhattan Skyline

New York City ist von Deutschland aus perfekt erreichbar. Die Preise für die Flugtickets bewegen sich, wegen der großen Konkurrenz, auch immer im sehr humanen Bereich. Teurer wird es allerdings, wenn die Übernachtung ansteht. Akzeptable Hotels in Manhattan beginnen pro Nacht und Zimmer bei ungefähr 200 Dollar. – Wer sparen muss und darüber hinaus das etwas andere New York City erleben will, sollte entweder eine Ferienwohnung mieten (z.B. AirBnB) oder aber in Stadtteile wie Brooklyn ausweichen. Das zahlt sich in jeder Hinsicht aus.

Platz 3: Der Südwesten

Arizona, Kalifornien und Nevada werden immer beliebter. Um beim großen Showzirkus zu bleiben, ist da eine Stadt in der Wüste von Nevada ganz weit vorn. So beliebt, dass Deutschlands Ferienflieger Condor gleich viermal pro Woche nonstop von Frankfurt aus nach Las Vegas fliegt.

Mitten im Nichts - Las Vegas

Mitten im Nichts – Las Vegas

Las Vegas ist die „US Entertainment Capital“ schlechthin, mit scheinbar unbegrenztem Wachstum. Es dreht sich Alles nur um Show, Unterhaltung und vor Allem um Geld. Das kann man dort gewinnen, aber viel wahrscheinlicher ist es, seine Barschaft am Spieltisch oder den Automaten abzuliefern. Las Vegas ist einem ständigen Wandel unterworfen und wer zwei bis drei Jahre nicht mehr dort war, wird bei Rückkehr viel Neues sehen und gleichzeitig Altes vermissen. Klartext: Was kein Geld mehr einbringt, wird abgerissen. Basta! Dabei hat man in den letzten 15 Jahren auch manch traditionelles Kleinod dem Boden gleich gemacht. Celine Dion, Elton John, Cher, davor Tom Jones, Engelbert und die zwei deutschen Herren mit den weißen Tigern. Und natürlich Legenden wie Liberace, Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Junior.

PALM SPRINGS-Couple enjoying cocktails by pool with panaromic viewDie drei Letzteren, liebevoll auch „Rat Pack“ genannt, machten sich nach Feierabend in Las Vegas mit dem Privatflugzeug sehr oft auf in eine Stadt in Kalifornien, die ebenfalls in der Wüste liegt, versehen mit einer Heilquelle, umrandet von hohen Bergen inklusive einer schicken Bergbahn und mindestens 10 Grad Temperaturunterschied zwischen Tal- und Bergstation. Versehen ist das besondere „Paradies“ mit dem Flair, das die Stars quasi im Gepäck mitbringen. Wir reden über Palm Springs und seine ganz besonderen Qualitäten. Beste Reisezeit für die kalifornische Wüste ist im Übrigen die Zeit zwischen September und Dezember. Für ein Wochenende ist die Stadt problemlos und in „nur“ drei Stunden Fahrzeit von Los Angeles oder San Diego erreichbar.

Haben Sie was gemerkt? – Wir haben heute nur über die absoluten USA Favoriten der Deutschen geredet und so ganz nebenbei jede Menge Geheimtipps ausgeplaudert. Zum Merken und bestimmt auch zum Nachreisen geeignet. Es sind „US Favourites für Spezialisten“ gewissermaßen. In diesem Sinne wünschen wir: Save Travels und „So long in America“!

BRAND USA-logo-de-deInformation:

 

 

Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD – Palm Springs Bureau of Tourism, Julienne Schaer & Joe Buglewicz, NYC & Company

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