DRR67 – Pittsburgh oder die Neuerfindung einer Stadt

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Schon mal etwas mehr über Pittsburgh gehört oder gelesen?

Meist bekommt man auf diese Frage eher enttäuschende Antworten. Wahlweise ist es ein knappes NEIN oder man hört eine Menge über industrielle Einöde, Niedergang der Stahlindustrie und eine Stadt der Depression. – Unser Thema: Von der "Null-Kenntnis" bis zur Begeisterung kann der Weg auch mal kurz sein. Die Story: Pittsburgh ist weder so, noch so, sondern ganz anders.

Pittsburgh Skyline vom Mount Washington

 

Das ist die ganze Geschichte:

 

Von der Neuerfindung einer Stadt

Es ist die Geschichte von Menschen, die, wie sie sagen, ihre Stadt neu erfunden haben. Das klingt irgendwie viel zu schön, um wahr zu sein, wenn man all die Schwarzmalereien über den wirtschaftlichen Notstand in Staaten wie Pennsylvania gehört hat, aus dem Munde von Präsident Donald Trump zu Zeiten des Wahlkampfs. Den angeblich guten alten Zeiten weint wohl niemand in Pittsburgh nach und zurück haben will die offensichtlich auch keiner. In Pittsburgh ist man durch reichlich Tiefpunkte gegangen, aber es hat sich gelohnt. Es ist eine Story über Wirtschaftsgeschichte, Krisen, neue Ideen und das Projekt "Phoenix aus der Schlacke"  von Stahlwerken und Kohlezechen. Es ist, wie so oft in USA, auch eine Geschichte von Menschen, von Heimatverbundenheit, von viel Geld und von Stiftungen, die daraus wuchsen.

Die Story vom Niedergang und Wiederaufstieg:

Ab Juni: FRA - PIT

             

Der Flug der Begierde und das grüne Pittsburgh

Ich bin kein Airliner, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass eine neue Flugverbindung einen derartig positiven Hype am Zielort ausgelöst hat. Die neue Flugverbindung die ab 23. Juni zweimal pro Woche durchgeführt wird, ist ein zusätzlicher Hoffnungsträger in der Region Pittsburgh. Geschäftsreisende spielen eine wichtige Rolle. Das dürfte die Condor freuen, denn damit steigt die ohnehin schon gute Auslastung der Business-Class. In der Hauptsache will man sich in Pittsburgh aber auf den Strom von Urlaubern einstellen und einlassen. Schließlich, so Jason Fulvi, Executive Vice President von Visit Pittsburgh, hat man ja jetzt ein tolles Produkt erarbeitet. Die Stadt, mit ihren 90 Bezirken, hat im Lauf der Jahre, die Kohleschicht aus dem Gesicht gewaschen und kommt jetzt, grün, freundlich und kulturell aufgeschlossen daher.

Die Story vom grünen Pittsburgh:

Carnegie Museum of Art and Natural History

                 

Freizeitparadies in Pittsburgh und seinen Nachbar-Counties

Das, was in der Stadt begann, hat sich auch in der ohnehin schon landschaftlich schönen Umgebung niedergeschlagen. Wenn es in der Stadt möglich ist, an den Flüssen inzwischen Angelwettbewerbe durchzuführen, dann lebt auch die landschaftliche Umgebung wieder auf. Die Radwege von Pittsburgh gehen direkt über in die "Great Allgeheny Passage". Das ist eine Fahrradroute, die über 540 Kilometer direkt nach Washington D.C. führt. Wer den romantischen Teil des Ostens kennenlernen möchte ist hier richtig. Für Wanderer ist der "Appalachian Trail" in der Nähe und Miet-Kajaks gibt es an den Flüssen ebefalls reichlich. - Die Umgebung lädt zudem zu einer Erfahrung mit dem amerikanischen Stararchitekten Frank Lloyd Right ein und nördlich von Pittsburgh warten große landwirtschaftlich genutzte Flächen, in denen Amish-Gemeinden angesiedelt sind.

Radfahren, Angeln und viel mehr...

Outdoors - Great Allgeheny Passage

Traveltipps:  Einreise, Abfertigung und Preise

Der Pittsburgh International Airport (PIT) gehört, nach Glanzzeiten, inzwischen zu den kleineren Flughäfen und bietet damit angenehme Ein- und Ausreisebedingungen. Bob Kerlik, Vice President Media Relations, sagt, am Airport gäbe es keine Warteschlangen. Bei der Abreise sei keine Anreise vier Stunden vor Abflug nötig. "90 Minuten reichen völlig", sagt er und ist stolz. Auch die Einreisechecks gingen zügig voran. Zugegeben, das liegt an der geringen Verkehrsdichte, aber eventuell könnte man sich in PIT auch Anregungen für bessere Abläufe holen. - Die Fahrt vom Flughafen in die Stadt dauert etwa 25 Minuten. - Hotelzimmer kriegt man in Pittsburgh ab etwa 100 Dollar fürs Doppelzimmer. Bei der Übernachtung im Motel, etwas außerhalb, kann es billiger werden. - Und zuletzt steht noch der Flugpreischeck bei der Condor an. Stand: 22. Februar, abends.

Reiseinfos und Preis-Checks:

Pittsburgh International Airport

Information:

   
Fotos:
Visit Pittsburgh: Dave DiCello, Tom Little, Kurt Miller, Laura Petrilla / PIT Int. Airport /  Condor

Church Brew Works: Lecker Bier in Pittsburgh

       

DRR66 Grimmheimat Nordhessen – Erfolg und Ehrgeiz

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facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblrJedes Jahr Ende Januar findet das Touristikertreffen der Grimmheimat Nordhessen statt. In diesem Jahr traf man sich in der Stadthalle von Bad Hersfeld um Bilanz zu ziehen, Innovationen zu entwickeln und alle zwei Jahre den Nordhessischen Tourismuspreis zu verleihen. Die Planungen und Angebote für den Sommer 2017 gibt es hier nachzulesen. Hintergründe und Gedankenspiele haben wir mit Ute Schulte, Leiterin Tourismus, im Regionalmanagement Nordhessen, besprochen. Das Interview finden Sie hier:   Schon 2012 hatte man sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Man will „erfolgreichste Mittelgebirgsdestination in Mitteleuropa“ werden. Diesem Ziel ist man 2016 wieder ein Stückchen näher gekommen. Rund 2,3 Millionen Gästeankünfte und etwas über 7 Millionen Übernachtungen sprechen für sich. „Die Zukunft des Tourismus für die GrimmHeimat liegt in der Kooperation der Tourismusakteure und im Aufgreifen aktueller Entwicklungen“, so wird unsere Gesprächspartnerin Ute Schulte offiziell zitiert. Insbesondere das Aufgreifen aktueller Entwicklungen wird dabei wohl großgeschrieben werden. Für 2016 bedeutet das natürlich die Konzentration auf die „documenta 14“, die ab Juni verstärkt Besucher nach Kassel und in die Region ziehen wird. Davon soll und wird der Tourismus der gesamten Region profitieren. Die Erfahrungswerte der letzten Ausstellungsjahre belegen das. Im Bereich der regionalen Kooperationen stechen insbesondere zwei Projekte heraus. Die Zusammenarbeit von 15 Städten der Grimmheimat Nordhessen, soll Besucher in die Klein- und Mittelstädte der Region locken. Aus „Perfekten Tagen“ im kleinen Umfeld lässt sich problemlos ein abwechslungsreiches Ferien- oder Kurzurlaubsprogramm basteln.

Burgen und Schlösser: Schloss Berlepsch bei Witzenhausen

Ähnlich sticht die Kooperation der 25 Burgen und Schlösser in der Grimmheimat hervor. Das „Leuchtturmprojekt“ wurde, dank intensiver Zusammenarbeit aller Beteiligten, deshalb auch mit den Nordhessischen Tourismuspreis 2017 in der Kategorie „Kooperationen“ ausgezeichnet. Den Burgen und Schlössern Nordhessens sind auch die diesjährigen „Entdeckertage“ gewidmet, die vom 23. bis 25. Juni stattfinden werden. - Das Vorzeigeprojekt bleibt „Meine Card+“. Die Grimmheimat hat die in Oberstaufen im Allgäu erfundene Karte erfolgreich adaptiert. Gastgeber der Region finanzieren ihren Gästen eine Karte, die nicht nur freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr ermöglicht, sondern auch freien Eintritt in über 100 Museen, Freizeiteinrichtungen und Attraktionen gewährt. Der Urlaub, gerade für Familien, so Ute Schulte, wird damit planbarer und günstiger. In diesem Jahr denkt man mit der innovativen „GrimmheimatCard“ auch an die Menschen in der Region selber. Sie ist jeweils ein Jahr gültig und sichert jeweils einmal freien Eintritt in mehr als 80 Freizeitbetriebe der Region. Für den Kaufpreis von 65 Euro für Erwachsene und 39 Euro für Kinder erhält man einen Gegenwert von rund 300 Euro. Damit will man künftig auch den Naherholungssuchenden Rechnung tragen. Das Angebot kann sich sehen lassen. Die Verantwortlichen hoffen, damit auch den Menschen in Nordhessen ein attraktives Angebot zu machen, das – selbstredend – ebenfalls für Umsatz sorgen soll.   Dem Projekt „Regionale Produkte“ verschreibt man sich im Jahr 2017 mit dem fünften „Ahle Wurscht-Tag“ in Lohfelden. Die klassische Spezialität Nordhessens steht dort vom 1. bis 3. Juli im Mittelpunkt. Familiengerechte Ferienangebote findet man auch im Kreis Waldeck-Frankenberg. Dort warten insgesamt 87 Mountainbike-Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die „Wanderschule Nieste“ schließlich bietet eine Fülle von geführten Touren über den „Grimmsteig“. Die Wanderangebote gibt es inzwischen ganzjährig. Ergänzt wird das Angebot auch durch „Nordic Walking“ – Seminare und Touren. So gerüstet sollen die unterschiedlichsten Zielgruppen zufriedengestellt werden. Dies, im Übrigen, auch für Besucher aus dem Ausland. Besucher aus den Niederlanden gehören schon seit vielen Jahren zu den Gästen. Insbesondere die Wassersportmöglichkeiten des Edersees haben es den „Holländern“ angetan. Mit Fachwerkromantik, idyllischer „Märchenlandschaft“ und der Romantik von „Good Old Germany“ will man künftig verstärkt aus Besucher aus Asien, insbesondere China und Indien anlocken. Die Tourismuspreise 2017 setzen zudem Akzente und Zeichen für neue Projekte der Grimmheimat. Hier der akustische Eindruck von der Preisverleihung:      

RathausFrankenberg

Trends gehen die Grimmheimat-Touristiker auch bei der Verleihung ihrer Preise nach. Neben der schon erwähnten Kooperation „Burgen und Schlösser“ wurde im Bereich Service wurden die Theater Stadtaufführungen von Frankenberg an der Eder ausgezeichnet. Lokales Engagement für die Gäste. So wird aus einer Stadtführung großes Theaterspektakel, zur Freude von Machern, Gästen und der Preisjury. In der Kategorie „Marke“ wurde zudem die regionale Variante eines globalen Trends ausgezeichnet. „Exit Game“ aus Kassel geht dem Trend zur Rückführung von Computerspielen in die analoge Welt nach. „Rettet Schneewittchen“ ist ihr Anteil an der Märchenkultur der Region. Die Idee, spielerisch eine eigene Welt, zu erkunden und mit der Lösung von kniffligen Aufgaben und Fragen die Mitspieler und im ausgezeichneten Fall auch das Schneewittchen aus einem geschlossenen Raum zu befreien, war der Jury die Auszeichnung wert. Mit einem Sonderpreis wurde zudem der ganze Stolz von Grimmheimat und der Stadt Kassel ausgezeichnet. die „Grimmwelt“ bekam den Preis als „Ausstellungshaus mit Weltformat“. Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD   Information:  

DRR65 „Pannfisch und Koje“ – Besuch auf „Feuerschiff LV13“ in Hamburg

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facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblrHaben Sie schon mal in einer schwimmenden Unterkunft übernachtet. Nein, kein Fährschiff. Nein, kein Hausboot. Nein, kein Luxusresort mit schwimmender Terrasse vor der Suite. Wir reden über ein schwimmendes Museum. Ein ehemaliges britisches Feuerschiff, gebaut 1952 und in Diensten des britischen Küstenschutzes in der Humber-Mündung, quasi der Hafeneinfahrt nach Kingston upon Hull in Nord-Ost-England, bis 1989. Hier geht es zum akustischen Erlebnis:  

Feuerschiff im Sporthafen

Heute liegt das „Feuerschiff LV 13“ im Hamburger Sporthafen am Baumwall. Quasi mit direktem U-Bahn-Anschluss und mit nicht verbaubarem Blick auf die Elbphilharmonie. Und genau an dieser Stelle ist die LV13 auch schon seit November 1993. Der schwimmende Leuchtturm geht theoretisch noch und glimmt – auch aus Werbegründen – abends durch den Sporthafen. Ansonsten wird da nicht mehr hart gearbeitet, sondern genossen und gefeiert. Wo zu Dienstzeiten 8 Seeleute unter bescheidenen Verhältnissen rund um die Uhr tätig waren, trifft man zur Ankunft beispielsweise auf David in der Turmbar, die gleichzeitig Rezeption ist. Die Landratte merkt sofort. Hier ist der Ton Norddeutsch, Kurz, Knapp. Zuviel schnacken? Niemals.

Blick auf die Elbphilharmonie

Der unverbaubare "Wasserblick" geht übrigens direkt auf die neueröffnete Elbphilharmonie. Deshalb gibt es im Restaurant seit der Eröffnung auch eine Sonderkarte mit einem, Na sagen wir mal etwas feinerem Menü mit feinerem Preis. Denn natürlich ist das ideal, vor einem Konzert oder auch danach noch was zu essen oder ein Getränk zu sich zu nehmen. Und da stehen dann auch Gambas, sowie SURF and TURF auf der Karte. Wird sich schon rumsprechen, meint David. Helmut Schmidt und Otto haben ja den Weg auch schon hierher gefunden, in früheren Zeiten. Und im Sommer, wenn auf dem ehemaligen Hubschrauberdeck Tische und Stühle stehen, geht sowieso jede Menge.     "Ab inne Koje" - Das Schlaferlebnis

Kojenerlebnis

Und dann wäre da im ganzen musealen Ambiente natürlich noch das „HOTEL FEUERSCHIFF“. Um übernachten zu können, muss man tief in den Bauch von LV13. Gaaaanz unten geht’s zu den Kabinen. Da wird’s dann richtig museal, denn wir reden nicht über Zimmer, sondern über die Schlafkojen der ehemaligen Feuerschiff-Besatzung. Den zwei Wochen Aufenthalt bucht hier sicher keiner. Aber wer mal was Anderes will, bereit ist, Schiffsromantik gegen Vier Sterne Komfort auszutauschen, der ist hier richtig. Und die Küche hat allemal vier Sterne verdient. Sehr lecker auch das rotblonde Feuerschiff-Spezial, ein sehr süffiges Bierchen. Hamburg mal ganz anders. – Schön war’s!   Information: http://www.feuerschiff-hamburg.de   Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media-TON-TEXT-BILD    

DRR64 Tamales und Adventskalender – Xmas in Texas

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facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblr  Diesmal gibt's die Show des DRR mal wieder zweisprachig: deutsch und Englisch.
Neues DRR-Studio

Neues DRR-Studio

Das Wichtigste am Umzug des Deutschen Reiseradios ist geschafft. Unser Studio steht wieder, ist verkabelt und hier folgt nun das erste kurze Werk unmittelbar vor den Weihnachtsfeiertagen. - Jetzt feiern die Menschen in den USA genauso Weihnachten wie wir hierzulande. Auch Christmas ist in den Staaten etwas anders. Das beginnt mit der Tatsache, dass der Weihnachtsmann erst am Morgen des 25. Dezember seine Geschenke bereit gelegt hat. Und je nach kulturellem Einfluss sind auch Traditionen und Art des Feierns sehr unterschiedlich. Nehmen wir zum Beispiel Texas.   Hier geht es zur Show in deutscher Sprache:   Merry Christmas und hoffen wir auf das Jahr 2017. Hoffen wir, dass die Welt etwas friedvoller und gewaltfreier wird, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. - Auch wir wünschen uns und Ihnen ein frohes Fest. Die Fröhlichkeit will in diesen Tagen ja leider nicht so recht aufkommen. Denken Sie an Alle, die Ihre Hilfe brauchen und freuen Sie sich, wenn sie mit Menschen zusammen sein können, die sie mögen und lieben. Frohe Weihnachten!               Xmas in Texas - Bilingual Edition 64: The most important fact of moving to another place is fixed. The Studio of German Travelradio is working again. All cables on the right place. Machines running. So we’re ready for a „Pre Christmas Show“. -
Marc Thompson

Marc Thompson

Okay, even parts of Xmas are celebrated in another way we do. Beginning with Santa delivering the gifts in the Morning of December 25th. Due to different cultural influences the way of Celebrating and the Chrismas Traditions vary. Take Texas as an example. First idea of influence would be:Mexican. But, believe it or not, German Tradition has nearly the same high influence. When we asked Marc Thompson, Vice President of Dallas Tourism, about the Holidays in Texas, he knows quite a lot of things to tell. Listen to DRR-Show in English: Merry Christmas to all listeners of our show and all the best for the upcoming year 2017. Let’s hope that the world gets more peace and less violence. It’s not easy to talk about a MERRY Christmas these days. Especially when you think about all the terror in the world. Berlin just experienced of violence and tragedy this week. We wish you a peaceful Christmas. Think about everybody who might need your help and enjoy if you could be together with friends, family and people you love. Enjoy the Christmas Holidays. LOGOInformation:         Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD frametraxx_banner_2  

DRR63 Europas berühmtestes Geheimnis – Algarve

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facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblrMan soll es finden können im äußersten Südwesten unseres Kontinents. Das Deutsche Reiseradio hatte die Chance zumindest einen kurzen Blick auf das berühmte Geheimnis zu werfen. Deshalb war es gut, dass ich schon vorher einige Male dort war: Algarve heißt das Zauberwort. Im Gespräch mit Martina Kerk vom Algarve Tourismus Büro in Faro versuchen wir hinter dieses Geheimis zu kommen. Die Wiederentdeckung eines traditionellen Ziels
Felsenküste bei Albufeira

Felsenküste bei Albufeira

Dank der geplanten Verschiebung unserer Urlaubsziele in Richtung Westen sind Ziele wie die Algarve wieder stärker in den Blickpunkt gerückt. Das Geschäft soll dort im Sommer 2017 wieder verstärkt werden. Eigentlich logisch, die Reisemultis wollen ja schließlich im Geschäft bleiben. Die mangelnde Türkeinachfrage hat den Veranstaltern im Sommer 2016 das Geschäft verhagelt und noch eine Saison mit der Konzentration auf Mallorca und die Kanaren kann man durchziehen. Zu sehr hat zum Beispiel die Baleareninsel unter dem Zustrom gelitten. Voll fanden auch die Mallorquiner gut, aber die Ressourcen wurden an den Rand des Verkraftbaren gefahren. Leere Stauseen, weil die Touristen duschten während das Gemüse auf der Insel vertrocknete Schlussfolgerung: Es werden die Ziele wieder stärker beworben, die nach einigen Boomjahren wieder in die zweite Reihe treten mussten. Die Algarve gehört auch dazu. Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch dort in den guten Jahren so manche Sünde an die Küste betoniert wurde. Gerade deshalb muss man über neue potentielle Sündenfälle reden. 1980 sagte mir ein portugiesischer Touristiker: Die Fehler der Spanier werden wir nie machen und also geschah das Gegenteil. Die Küstenlinie zwischen Vilamoura und Lagos hat das damals zu spüren bekommen. Glücklicherweise blieb noch einiges an Landschaft übrig. Aber was ist mit dem Sündenfall der Vergangenheit? Auch hier gab es Antworten von Martina Kerk. Die konzentrierte Fassung zum Nachhören:   Die richtige Auswahl Partyzone Albufeira? Wer gern feiert, bitte schön! – Soll es ruhig und idyllisch zugehen? Dann lieber Richtung Ostalgarve und die Steilküste nur mal per Tagesausflug besuchen. - Aktivurlaub für Wanderer und Radler? Vorhanden! - Relaxurlaub an einsamen Stränden? Geht sogar in der Hauptsaison! - Herausforderung für Surfer? Läuft! - Wellness und Kulinarik? Geht! - Kultur und Geschichte? Ebenfalls erlebbar! Darüber berichten wir in der nächsten DRR-Ausgabe. Man merke: Auf die eigenen Bedürfnisse und die damit verbundene richtige Auswahl kommt es an. Das übrigens nicht nur im Süden Portugals. Thomas-Cook-Signaturealgarve-logoInformation:     Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD Dieser Bericht entstand mit Unterstützung von Thomas Cook und Turismo do Algarve frametraxx_banner_2    

DRR62 In den Startlöchern: Der Sommer 2017 bei Thomas Cook

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facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblrAuch wenn es noch keine offiziellen Zahlen gibt, steht fest, dass das krisengeschüttelte Urlaubsjahr 2016 die Reisekonzerne Geld gekostet hat. Zudem war Krisenmanagement gefragt und die „Umroutung“ von Urlaubern in andere Zielgebiete. Kein leichtes Unterfangen, das sich auch auf die Bilanzen niedergeschlagen hat. Umso gespannter durfte man sein, wie sich die Reiseindustrie auf die mögliche Fortsetzung der Buchungsflauten in Richtung Türkei, Ägypten und Nordafrika eingestellt hat. Welche Akzente werden gesetzt für den Reisesommer 2017? Welche Zielgebiete und welche Innovationen warten auf den Kunden im nächsten Jahr? Stefanie-BerkWir haben mit Stefanie Berk, Mitglied der Geschäftsführung der Thomas Cook GmbH und Vorsitzende der Geschäftsführung der Thomas Cook Touristik GmbH, während der Vorstellung der Sommerkataloge in Vilamoura an der Algarve in Portugal gesprochen. Vom Krisenmanagement über die Qualitätssicherung bis zu Sommerzielen und Preisen gab sie uns Auskunft.   Krisenmanagement Die Veranstalter, so auch Thomas Cook und Neckermann, waren gefordert im Jahr 2016. Trotzdem ist man, durch clevere Planung, mit einem blauen Auge davon gekommen. Ein Minus wird wohl trotzdem unterm Strich übrig bleiben. Qualitätsmanagement TC-PK-Berk-BrandesEinhaltung von Service- und Unterkunftsqualität sind das A und O der Branche. Im Hause Thomas Cook hat man das mit dem neuen 24 Stunden-Beschwerdeservice als Pilotprojekt wohl erfolgreich umgesetzt und deshalb beschlossen, das „Service-Versprechen“ künftig flächendeckend auf alle Hotels der Edelmarke „Signature“ anzuwenden. Das Veranstalter-Versprechen im Klartext: „Wir lösen Kundenbeschwerden durch die örtliche Reiseleitung innerhalb von 24 Stunden“. Ein ehrgeiziges Unterfangen, das dem anspruchsvollen Gast entgegenkommen dürfte. Sommer-Ziele Natürlich hält man bei Neckermann und Thomas Cook am Produkt Türkei fest. Parallel wurde aber ein Ergänzungsprogramm gebastelt, das sich eindeutig in Richtung westliches Mittelmeer orientiert. „Alte“ traditionelle Ziele werden reaktiviert und mit höheren Kapazitäten angeboten. So kommen plötzlich die italienische Adria, Kroatien, Bulgarien und auch die portugiesische Algarve wieder zu Ehren und erhalten Werbebedeutung. – So wird es  im Sommer 2017 ein verstärktes Flugangebot nach Rimini an der Adria geben. Man setzt dabei auf sechs wöchentliche Verbindungen mit „Air Berlin“. In Kroatien wird es jeweils ein neues „Sentido“- und ein „Smartline“-Hotel sowie weitere Flugpauschalreisen mit Ziel Dubrovnik geben. In Bulgarien warten neue preisgünstige Konzepthotels, die Flugangebote nach Griechenland und Zypern sollen ausgebaut werden. SizilienNeu im Angebot wird der Süden Siziliens sein. Mit einer Charterkette der „Condor“ bedient man jeweils am Dienstag von Düsseldorf und Frankfurt aus u.a. ein neues „Sentido“-Hotel in Marina di Ragusa. Angeflogen wird dabei der ehemalige Militärflughafen in Comiso, der nur 20 Minuten Fahrzeit von den Hotels entfernt liegt. Insbesondere Gäste von Neckermann-Reisen kommen in den Genuss dieses Angebots. Für den Massentourismus will man auch eine schöne und (noch) stille Insel im Windschatten von Madeira erschließen. 8 Hotels auf der kleinen Strandinsel Porto Santo im Atlantik sollen die Urlauber anlocken. Musste man dorthin bisher umständlich über Madeira, mit anschließender Fährüberfahrt, anreisen, so erledigt das im nächsten Sommer die „Condor“ mit Nonstop-Flügen. Neue eigene Hotels Casa-Cook-2017Die immer besser angenommenen Konzepthotels werden zahlenmäßig ausgebaut. Voran die Marke „Sentido“, mit neuen Anlagen in Sizilien, Kroatien, Bulgarien und in der Türkei. Ein neues „Sunprime“-Hotel wartet in Spanien. Das jüngste Kind, die Lifestyle-Marke „Casa Cook“ wartet nach dem erfolgreichen Start auf Rhodos im nächsten Sommer mit einer Neueröffnung auf der Insel Kos auf. Stolz ist man auf alle 6 Marken, die bei Holidaycheck immerhin eine Weiterempfehlungsrate von rund 90 Prozent erreicht haben. Immerhin warten im nächsten Jahr 181 Thomas Cook Hotels in 16 Ländern auf Gäste. Preise in finanzieller Hinsicht bietet sich ein eher uneinheitliches Bild. Zu verdanken hat man das dem Krisensommer 2016. Die Faustregel heißt ganz schlicht: Das, was im letzten Sommer gut lief, wird teurer. Die Sorgenkinder der Branche sollen mit Preisnachlässen wieder mehr Kundschaft anlocken. Mallorca, Bulgarien und Griechenland werden rund 4% teurer, die Kanarischen Inseln werden wohl bis zu 7% im Preis steigen. Dafür sinken die Buchungskosten in der Türkei um 8%. Auf der Fernstrecke wird hauptsächlich Kuba (+6%) teurer. Bis Ende März soll es zudem Frühbucherpreise geben, die punktuell bis zu 40% Nachlass gewähren sollen. Neckermann-Reisen_LogoThomas-Cook-SignatureInformation:     „Westwärts mit dem Wind“ - DRR-Kommentar                                                                              von Rüdiger Edelmann reLee Marvin und Clint Eastwood zogen im gleichnamigen Western-Musical einst „Westwärts mit dem Wind“. Die Reisemultis werden es in der nächsten Saison ebenso machen. Es gibt aber mehrere Unterschiede. Die Westernhelden zogen ins Ungewisse, unsere Reiseunternehmen ziehen eher auf die vermeintlich sicherere Seite. Befürchtet man doch insgeheim, dass das Wunden lecken in der Türkei noch nicht beendet sein wird. Dem will man vorbeugen. Die alten, neuen Ziele freut es, standen sie doch in den letzten Jahren eher im Schatten. Da wird wohl in den nächsten Monaten am Teutonengrill in Rimini, an der Algarve, in Kroatien oder in Bulgarien der eine oder andere Investitionsstau in Angriff genommen werden. Was der Türken Leid ist wird so schnell zur Hoffnungsperspektive von Italienern, Portugiesen oder Bulgaren. Wie aber wird es perspektivisch wirklich weitergehen? Ist der Trend gen Westen, aus der Not geboren, nur ein Strohfeuer? – Man weiß es nicht, aber nach den herben Verlusten in diesem Jahr will man auf Nummer sicher gehen. Klar braucht man Alternativen zu Balearen und Kanaren, denn noch einen Ansturm dieser Größenordnung wird zum Beispiel Mallorca nicht mehr vertragen. Schon in diesem Jahr leerten sich die Stauseen und damit der Wasservorrat der Insel weit über das Verkraftbare. Tomatenfelder vertrockneten, weil die Touris duschten. Diese Perspektive kann sich niemand wünschen, denn sie gefährdet den sozialen Frieden in den Urlaubsgebieten. Gleichzeitig stürmt man kleine unscheinbare Inselchen wie Porto Santo. Elf Kilometer Länge, 6 Kilometer Breite und 42 Quadratkilometer Größe werden auf geschätzte 2 Millionen zusätzliche Urlauber treffen. Ja, der Tourismus ist einer der Hauptwirtschaftsfaktoren von Porto Santo, was aber wird bleiben, wenn die Karawane irgendwann weiterzieht? Ob westwärts oder ostwärts spielt dann keine Rolle mehr. Den Hoffenden wird es nichts nutzen, wenn sie investiert haben und die Veranstalter das nächste Ziel (zurück-)erobern, weil der Wind wieder einmal gedreht hat. Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD & Thomas Cook AG   frametraxx_banner_2

DRR61 Der „Mao“ von Wörishofen – Kneipp-Spurensuche

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facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblrDie Ausgabe Nummer 61 mit Hintergrundinfos zu sehr gesundem Kuren mit kaltem und warmem Wasser. Am Anfang aber stand die Ordnungslehre, denn nur Körper mit einer geordneten Seele können geheilt werden, sagte einst Pfarrer Sebastian Kneipp in seiner Wahlheimat dem Kurbad Wörishofen. Wir waren in Bad Wörishofen auf einer ganz besonderen Spurensuche. Kneippsche Spuren zum Anhören: Kneipp gestern und heute
Wassertherapie

Wassertherapie

Da spricht der Pfarrer Kneipp im späteren 19. Jahrhundert schon von Nervosität als der Krankheit unserer Zeit. Und liefert simple einfache Methoden zur Genesung von Geist und Körper. Zusammen mit seinem strengen katholischen Glauben, mag das auf den ersten Blick nicht so recht in die heutige Zeit passen. Geht das nur mit Wasser, wie man das gerne unterstellt? Braucht man die Zurückgezogenheit eines Hotels mit klösterlicher Stimmung, wenngleich der Standard in den letzten Jahren gewachsen ist? Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, man gewöhnt sich dran und man lernt damit umzugehen. Positiv wird aber jeder Gast die besondere Herzlichkeit spüren, mit der man den Gästen entgegenkommt. Wenn man näher hinschaut und nachfragt wird man im Übrigen auch feststellen, dass Pfarrer Sebastian Kneipp ein Mann war, der mitten im Leben stand und auch offen warfür den Genuss. So offen, dass es Kneipp heute sicher nicht ganz einfach hätte, würde er zu einer Kur kommen. Dort würde ihm sofort das Heilfasten verordnet, genauso wie Akupunkturnadeln gegen die Zigarrensucht. So gesehen hat sich schon etwas verändert. Die fünf Elemente
Bad Wörishofen: Kurpark im Herbst

Bad Wörishofen: Kurpark im Herbst

Gesund leben mit der Natur“ basiert heute wie zum Ende des 19. Jahrhunderts auf den fünf Elementen „Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter & Innere Ordnung“. Wenn eben jene innere Ordnung angeschoben ist, bleiben die Anwendungen und die haben mit dem Element zu tun auf das die Kneippsche Lehre gerne reduziert wird. Bei 120 verschiedenen Wasser-Behandlungen verwundert es nicht, dass gleich ob in Kneippianum, Sebastianeum oder Kurpark die Tretbecken allgegenwärtig sind. Im 163.000 Quadratmeter großen Kurpark befinden sich gleich mehrere Anlagen. Ganz traditionell angelegt oder auch im Rahmen des Barfussparks mitten in einem kleinen Fluss. Kneippsche Initiativen Viele entstanden eher unfreiwillig. Kneipp behandelte die vielen Hilfesuchenden im Kloster, das gefiel den Schwestern nicht. Er behandelte sie zu unterschiedlichen Tarifen. Arme bekamen die Therapie sogar kostenfrei. Das wiederum führte zu wütenden Protesten von Ärzten und Apothekern. Also baute Sebastian Kneipp ein Kurhaus und ergänzte es um weitere Gebäude. Das Geld dafür erwirtschaftete er aus den Sprechstunden, seinen Büchern und einem genialen Selbstmarketing für die damalige Zeit. Schon zu Lebzeiten verkaufte Kneipp, seine Namensrechte an einen Apotheker. Das brachte ihm ordentliche Lizenzen ein. Wer sich also darüber beschwert, die Kneippschen Produkte, die heute in den Supermärkten und Großdrogerien stehen, hätten nichts mit dem frommen Pfarrer zu tun irrt. Beschweren müsste er sich bei Kneipp höchstpersönlich. Sozialer Sprengstoff Kneipp erklärte, alle Menschen seien gleich. In seiner rabiaten Therapie ließ er deshalb den Erzherzog Josef von Österreich-Ungarn Holz hacken. Die Arbeit konnte er sich mit einem Metzger teilen. Das wurde in Zeiten des anerkannten Standesdünkel nicht geschätzt und brachte ihm keine Freunde. Der Mao von Bad Wörishofen bad-woerishofen-tretbecken im flussEin faszinierender Mensch war dieser Pfarrer Sebastian Kneipp. Bad Wörishofen hat ihm viel zu verdanken. Aus einem Bauerndorf wurde ein prominenter Kurort, der heute jedes Jahr über 700 Tausend Übernachtungen zählt. – Zugegeben, das Image der Kneippschen Kuren sorgt dafür, dass über 80 Prozent der Gäste das 70. Lebensjahr überschritten haben und Rollatoren tagsüber das Stadtbild prägen. Doch man bemüht sich inzwischen mit neuen Angeboten und einer großen Therme auch Jüngere in die Stadt zu holen. Alt hin – Alt her, Kneipp ist die prägende Persönlichkeit der Stadt geblieben. So prägend, dass eine Schweizer Zeitung einst witzelte, Wörishofen sei wie China, überall stünde ein "Mao" herum. Kein Wunder, sagen die Wörishofener heute. Kneipp hat aus einem kleinen unbedeutenden Bauerndorf ein weltweit bekanntes Kurbad gemacht. BW-Logo-4cInformation:     Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD & Kneipp-Original Bad Wörishofen   frametraxx_banner_2  

DRR60 Alles klar mit Usedom?

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facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblrDiesmal sind wir etwas später dran. Der Grund wird  zum Thema. Deutschlands östlichste Insel war uns einen Besuch wert. Einfach ein paar Tage ausspannen, das Herbstwetter, das eigentlich  in den Sommer gehörte tat sein Übriges. Ein Rundum Sorglos Paket sollte es werden. Gebucht im August. Und dann gab es eineinhalb Wochen vor der Abreise die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Dann folgten Fragen, die wir zu beantworten versuchen. Hier geht es zum kompletten Usedom-Report: Usedom-FORUMHatte sich Deutschland schon an gute AFD-Wahlergebnisse in anderen Regionen gewöhnen müssen, so erreichte in MV die politische Stimmung ihren Tiefpunkt. Zweitstärkste Fraktion mit 20,8 Prozent der Stimmen, CDU abgehängt. Alle Parteien verlieren um die 5 Prozent. Blieb nur das Trostpflaster, dass es die NPD nicht auch noch in den Landtag geschafft hatte. Was die Wahlergebnisse unseres Reiseziels, der Insel Usedom, betraf war das aber noch harmlos. Im dortigen Wahlkreis wurde die AFD stärkste Partei und das Direktmandat ging ebenfalls an den Kandidaten der AFD. – Tagsdrauf schwirrte schon die Frage durch die Luft, ob man denn nun auf der "braunen" Insel mit gutem Gewissen Urlaub machen könne. – Wir erwischten uns selber beim Zweifel, gefahren sind wir, wie Viele, dann doch, da man den kompletten Reisepreis für die Ferienwohnung schon bezahlt hat. Usedom im Herbst 2016 mit Antworten auf unsere Fragen von UTG-Chefin Dörte Hausmann. Die Saison 2016 lief gut Ahlbeck - BrückeJa, die Insel ist schön. Die Urlaubsinfrastruktur stimmt. Das Meer ist klasse. Das im Achterland findbare Naturparadies einmalig. Usedom hat zudem in diesem Jahr vom noch stärker gewordenen Trend zum Urlaub im eigenen Land profitiert. Heile Welt für glückliche Urlauber? Selten habe ich so viele aktive Menschen gesehen: beim Strandlauf, beim Wandern und auf dem Fahrrad. Die Hotels sind voll, die Promenaden und Seebrücken gut besucht und die Restaurants bevölkert. Selbst die vielen Strandkörbe wurden dank des guten Wetters eifrig genutzt. Nun muss der Urlauber im Jahr 16 auf Usedom auch tiefer in die Tasche greifen. Klar die Nachfrage bestimmt den Preis. Aber an manchen Stellen ist es dann doch recht happig. Kleine Hotels, die vor zwei Jahren in der Hochsaison 90 Euro fürs Doppelzimmer verlangten, rufen in diesem Jahr in der Nachsaison 150 Euro für die gleiche Leistung auf. Lassen wir‘s gut sein. In Spanien haben sich die Hoteliers den Sommerboom dieses Jahr auch vergolden lassen. Die Gesetze des Markts funktionieren. Die Gäste sind fröhlich. Braun nicht nur im Strandkorb? Protest-KinderstationDie Sonne scheint und man wird schön braun. - Im Strandkorb holt uns das Wahlergebnis wieder ein. Die Welt scheint doch schön und in Ordnung und die 35 Flüchtlinge im Wahlkreis können nicht schuld sein an den 32 Prozent AFD. Sind sie auch nicht, sagt Dörte Hausmann. Die Menschen in Vorpommern und insbesondere auf Usedom fühlen sich abgehängt. Da war die Schließung des Amtsgerichts, die Schließung der Kinderstation im Krankenhaus in Wolgast. Dagegen protestierten rund zwei Drittel der Usedomer Bevölkerung vergeblich. Da ist die hinterher hinkende Infrastruktur. Schnelles Internet über weite Strecken Fehlanzeige. Das veranlasste unter anderem sogar die Tourismusgesellschaft zum Umzug. Netzoffensive auf Usedom? Fehlanzeige. Lokale Probleme, lokaler Protest. Erklärt das die Wahlergebnisse? Im Usedomer Wahlkreis kam die AFD auf über 32 Prozent der Stimmen, die NPD auf 5,6 Prozent und das Direktmandat ging mit 35 Prozent ebenfalls an den Kandidaten der AFD. Die Insel und die Politik zum Nachhören: Auch in der Geschichte des Usedom-Tourismus gibt’s seltsame Flecken. Viele der prachtvollen Villen der Kaiserbäder gehörten einst jüdischen Geschäftsleuten. Aber "Berlins Badewanne" war auch damals sehr mit vorauseilendem Gehorsam beschäftigt, als bereits 1937 die Seebäder Bansin und Ahlbeck in die Reichshauptstadt meldeten, sie seien inzwischen judenfrei. Mag sein, dass das Alles Zufall ist, aber ins Bild passt die Historie schon. Wir glauben vielen aufrechten Menschen und Touristikern auf der Insel, dass sie nicht ins gleiche politische Horn stoßen. Peenemünde-V2Manch Schreckgespenst löst sich auch in Marginalien auf. Das Wahlergebnis von Peenemünde zum Beispiel. Hier witterten Eifrige bei rund 47% AFD plus 5 Prozent NPD eine breite rechte Front. Bei 260 Einwohnern und einer Wahlbeteiligung von 50 Prozent relativieren sich 47% AFD- und 5% NPD-Stimmen. Über das dortige Wahlergebnis ist man unter den Touristikern trotzdem erschrocken. Entspricht es doch nicht den sonstigen weltoffenen Initiativen des Örtchens zur Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit in vielen internationalen Workshops. Nichts desto trotz. Die Zahlen stehen im Raum und das Image ist lädiert. - Dass es auch anders geht hat Patrick Dahlemann, der der Direktkandidat der SPD im unmittelbar benachbarten Wahlkreis Vorpommern-Greifswald IV, bewiesen. Sein Credo, "Du musst den Leuten zuhören und Dich für sie einsetzen", brachte ihm nicht nur das Mandat, sondern auch 31 Prozent der Stimmen. Doch Alles nur Protest? – Fast möchte man’s glauben. Perspektiven und Probleme Warthe-Lieper WinkelDie Welt dreht sich weiter. Die Tourismuswelt von Usedom wird sich weiter drehen müssen, denn die Wirtschaft und die Jobs der Insel hängen an ihrem Tropf. 85 Prozent aller Beschäftigten haben direkt oder indirekt mit dem Tourismus zu tun. Dessen Entwicklung ist auch nicht immer problemfrei. Wer zur Hochsaison die Insel wahlweise erreichen oder auch verlassen will, muss an Wochenende eineinhalb Stunden für eine Strecke rechnen, die sich normalerweise in 30 Minuten erledigen lässt. Der Verkehrsinfarkt droht. – Am Strand stapeln sich die Menschen, im Achterland kommt der wirtschaftliche Aufschwung kaum noch an. Naturschützer werden sagen: Gut so. Der Gastwirt oder Pensionsbesitzer im äußersten "Lieper Winkel" wird es vermutlich anders einschätzen. Tourismus hat immer auch eine Verantwortung in Sachen Sozialstruktur und Umwelt. Hier unternimmt die UTG allerdings sehr viel, um Usedom auch während des Winters als attraktiv und besuchenswert zu präsentieren.Die Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen. Immerhin macht die Nebensaison inzwischen ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Abseits der großen Ströme kommt dann gerade das Achterland, also die Landschaft hinter den Seebädern zur Geltung und das ist gut so. Rankwitz Usedom. Eine Trauminsel – aktuell leider mit einem gehörigen Imageproblem. Man möchte der Insel wünschen, dass sie die Kurve kriegt, denn sie ist wunderschön. Und man möchte hoffen, dass die Wahl nur reiner Protest, jenseits von rechter Gesinnung, war. Die neue Landesregierung hat das, zumindest teilweise, in der Hand. Tourismus und Politik. Ein Thema, das uns gerade in diesem Jahr heftig einholt. Hier gilt es auch für Veranstalter und Touristiker eine Menge aufzuarbeiten. Klare und ehrliche Bekenntnisse aus der Branche sind gefordert. Wer das versäumt, hat‘s nicht besser verdient. logo_usedomInformation:       Fotos: Petra Hartmann & Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD frametraxx_banner_2       Demnächst folgt hier der selbstgedrehte Usedomfilm des Deutschen Reiseradios!

DRR59 „Alles Wald“ – Das Wälderhaus in Hamburg, Hotel und mehr

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facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblrEs gibt Dinge, die erschließen sich erst nach Jahren der Existenz. Der Grund dafür ist ganz simpel: Was man nicht kennt, kann einen nicht faszinieren. So erging es mir auch mit einem Hotel- und Naturprojekt. Eröffnet bereits 2012, stach es uns erst vor drei Monaten ins Auge. Da hielten wir es, auf den ersten flüchtigen Blick, für ein neues Hotel, irgendwo in Tirol oder dem Bregenzer Wald. Der zweite Blick belehrte eines Anderen. Das „Wälderhaus“ ist in Hamburg zuhause. Und es ist weit mehr als ein Hotel. Hier geht es zur kompletten Reiseradio-Show: Einfach mal machen Waelderhaus-DetailDer eingefleischte Hamburger mag ebenfalls noch nie vom WÄLDERHAUS gehört haben. Das mag daran liegen, dass er sich weigert die Elbe nach Süden zu überqueren, bzw. Stadtteilen wie Harburg oder gar Wilhelmsburg, die Zugehörigkeit zu verweigern. So steht das Haus jetzt im Wilhelmsburger Inselpark und transportiert ganz unterschiedliche Ansprüche und Botschaften. Das beginnt mit dem Hauseigentümer. Bauherr ist die Umweltorganisation „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“, die ursprünglich ganz Anderes und an anderer Stelle vor hatte. Daraus wurde nix, dann kam die Internationale Architekturausstellung und das neue Projekt entstand. Allerdings mit der Verpflichtung neben dem "Science-Center, Tagungsräumen und einem kleinen Bistro jetzt ein ganzes Hotel zu bauen. Der Ehrgeiz war geweckt. Prinzip: wenn nachhaltig bauen, dann richtig. Normen sollten unterboten werden. Das Hotel sollte energetischen "Passivhaus-Standard" erreichen. Es sollte komplett aus Holz genbaut werden. Nicht alle Träume gingen in Erfüllung, trotzdem kostete das Projekt am Ende 17 Millionen Euro. - Immerhin, man fand mit der "Raphael-Group" eine heimische Hotel-Company, die einstieg und jetzt das Hotel betreut. So kam Eins zum Anderen und 2012 wurde eröffnet. Die ganze Geschichte gibt es in dieser Ausgabe des Reiseradios. Das Hotel Raphael-Hotel-WaelderhausDer erste Besuch ist für die Meisten - trotz Vorwarnung - überraschend. Eigentlich ist klar, das Hotel ist eine komplette Holzkonstruktion. Das wird einem im völlig holzverkleideten Flur klar und spätestens beim Betreten der Zimmer ist deutlich. Holz spielt im Wälderhaus die zentrale Rolle. Holz an der Wand, Holz an der Decke, Möbel aus Holz. Jedes Zimmer trägt, neben seiner Nummer, den Namen eines Baums und einen entsprechenden Ast findet man innen natürlich völlig folgerichtig. Es riecht nach Holz. Man könnte auch sagen: Es riecht gemütlich. Es ist entspannend und gesund. Und all diese Attribute soll der Aufenthalt ja auch erfüllen. Das "Science-Center-Wald" ScienceCenterWaldDas ist das Herzstück des Hauses für die "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald". Was sehr wissenschaftlich klingt, vermittelt die komplizierten Zusammenhänge des Ökosystems Wald ganz einfach und deshalb so einleuchtend. Auch als Erwachsener kann man viel lernen, sagt Jan Muntendorf von der SDW und lädt mich zu einer Tour ein. Live on Tape: Der akustische Gang durchs Science-Center: Das Tagungszentrum Im Wälderhaus gibt es auch Tagungsräume. Hier finden regelmäßig Konferenzen und Meetings statt. Alle Mitsrteiter sind aber überglücklich, wenn sich Manager mit Reisegruppen und Schulklassen gemeinsam in der Lobby treffen. Was irritieren mag, funktioniert und so mancher "Businessfreak" hat sich nach der Konferenz auch noch das Ökosystem "Wald" erklären lassen. Die Schutzgemeinschaft findet das klasse! Restaurant "Wilhelms" Waelderhaus-kleinDas Hamburger Wälderhaus ist ziemlich einzigartig. Es macht Spaß hier zu lernen, zu tagen, zu wohnen und auch zu essen. Das Restaurant "Wilhelms" serviert nicht nur ein köstliches Frühstücksbüffet, sondern liefert ganztägig, Kaffee und Kuchen genauso wie Fisch- und Fleischspezialitäten, Salate und auch vegane Gerichte. Mein "Hamburger Pannfisch mit Senfsosse und Bratkartoffeln" ist jedenfalls extrem lecker. Und Alle, die mit am Tisch saßen, waren voll des Lobes. Facts und Feeling Man nimmt viel mit, beim Besuch oder Aufenthalt im Wälderhaus.Da lassen muss man für die Übernachtung pro Zimmer ab 89 Euro aufwärts. Dafür übernachtet man gesund, schläft gut, ist in der Stadt und trotzdem in der Natur. Am "sozialen Brennpunkt Wilhelmsburg" will die Stadt Hamburg arbeiten. Neue Wohnungsbauprojekte sollen den Stadtteil in den nächsten Jahren aufwerten. Eine Bundesstraße soll verschwinden und auf dieser versiegelten Fläche die neuen Häuser gebaut werden. Ein ehrgeiziges Projekt, dem man Glück wünschen möchte. Information: logo-raphael-hotelsWaelderhaus-Logosdw       Fotos: (c) Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD & Raphael-Hotels frametraxx_banner_2

DRR58 Northern Arizona – Route 66, Grand Canyon und mehr

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facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinrsstumblrTagestemperaturen von 40 Grad und mehr gehören in Arizona, im Südwesten der USA, zur Tagesordnung. Außer man verlässt die Metropolregion um Phoenix, Scottsdale oder auch Tucson und fährt gen Norden. Dort sinken dann die Temperaturen, aber nur, weil das Gelände ansteigt und Höhen von 2000 Metern durchaus normal sind.  Deshalb gilt für die Sommermonate: Arizona  nur im Norden! Da ist es tagsüber mit 30 Grad immer noch warm genug. Die komplette Reiseradioshow gibt's hier: Wer dort hinreist, wird an einer Stadt nicht vorbeikommen, denn sie liegt verkehrsgünstig an der Kreuzung von zwei großen Interstates. Und sie war auch schon in früheren Zeiten so etwas wie ein Verkehrsknotenpunkt. Flagstaff ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung, Historic Route 66, Grand Canyon oder auch Lake Powell inklusive. Amerikas "Mother-Road" - Route 66 Route66Sie war die erste durchgehende Straßenverbindung zwischen Chicago und Los Angeles. Allerdings darf man sich die "66" nicht als Autobahn vorstellen. Sie bestand aus aneinander gereihten Betonplatten und ging von Ort zu Ort. Mehr als 200 Meilen pro Tag waren in den Zeiten der Inbetriebnahme nicht drin. Davon profitierten die Städte, insbesondere im Südwesten. Die Leute brauchten Tankstellen, Werkstätten, Läden und natürlich auch Übernachtungen. Die Orte entlang der Route 66 boomten, bis irgendwann die Interstates gebaut wurden und viele Städte in die Krise stürzten. - Ein paar Kilometer historische Route 66 gibt es auch rund um Flagstaff. Innerhalb der Stadt fährt man an vielen sehr alten, traditionellen Motels vorbei. MuseumClub-FlagstaffEin Magnet an der "66" von Flagstaff war der "Museum Club", eine Mischung aus Tanzlokal, Restaurant, Bar und Nightclub. Der Laden hat sich bis heute gehalten und wir haben ihn natürlich besucht. - Insbesondere wenn man weiter nach Westen fährt, in Richtung Williams, findet man noch alte, teilweise ungeteerte Straßenabschnitte mit all der Nostalgie, die man von der 66 erwartet. Holzhäuser, alte runter gekommene Tankstellen und ein paar Diners. Es ist gewissermaßen die Zeitmaschine zurück in die 1920er Jahre. Route 66 & Museum Club:   Back on Tracks - "The Train" bringt Dich zum Grand Canyon GrandCanyon RailwaysNoch mehr Nostalgie erwartet uns in Williams. Dort stehen das Depot und der Bahnhof der Grand Canyon Railway. 1901 eingeweiht, brachte sie Besucher und Touristen zum "South Rim", dem südlichen Rand des Canyons. Zur Einweihung war das Angebot eine Revolution. Bis zum Ende der 1920er Jahre war der Zug das schnellste und sicherste Verkehrsmittel. Als dann Straßen gebaut wurden verlor die Bahn an Bedeutung. Sie hat sich aber gehalten: Als Touristenattraktion, die wir nicht verpassen wollten: Grand Canyon Railway: GrandCanyonDer Grand Canyon ist ein "Must See" im Südwesten. Unendliche Weite, scheinbar unendliche Tiefe nach unten, grenzenlose Naturgewalt. Man kann das auf ganz unterschiedliche Weise wirken lassen, Ausflüge in den Canyon machen, an der Kante entlangwandern, oder einfach nur hinsetzen und schauen. Es lässt sich auch kaum nachvollziehen, dass das vermeintlich kleine Flüsschen da unten, der Colorado, im Lauf der Jahrtausende eine solche Schneise durch die Felsen gegraben haben soll. Der Canyon ist etwa 450 km lang, zwischen 6 und 30 km breit und bis zu 1800 m tief. Auf der gesamten Länge gibt es nicht eine Nord-Süd-Verbindung. Im Westen ist das Wasser des Colorado durch den Hoover Damm aufgestaut und die Staumauer bietet einen Straßenübergang.  Im Osten gibt es einen Übergang über die "Glen Canyon"-Staumauer bei Page. Water Shortage - "Voll war gestern" am Lake Powell LakePowellDer Glen Canyon Damm staut den Colorado im nächsten Canyon und so entstand Amerikas zweitgrößtes Trikwasserreservoir. Der Lake Powell ist unwirklich groß. Er hat eine Gesamtküstenlänge von über 3000 Kilometern und bedeckt, in vollem Zustand eine Fläche von 653 Quadratkilometern mit etwas über 33 Millionen Kubikmetern Wasser. Am Damm beträgt die Wassertiefe 171 Meter. Diese Daten sind schon fast Geschichte, denn der See war zum letzten Mal im Jahr 2001 wirklich voll. 2012 war der Wasserstand auf nur noch 60 Prozent gefallen. Die Einzigen, die das freut sind vermutlich Touristen, die am Ufer inzwischen sehr breite Strände vorfinden. Am südwestlichen Ende des Lake Powell findet man ein großes Tourismuszentrum, mit Hotel, Restaurants, Marinas für Yachten und Hausboote, sowie zahlreiche Campingplätze. Dort sind die Temperaturen im Sommer mit 40 Grad und praller Sonne übrigens schon wieder gewöhnungsbedürftig. Lake Powell: Northern Arizona - Indianerland
"Vortex-Site" bei Sedona

"Vortex-Site" bei Sedona

Die tatsächliche Erschließung haben weit vorher ganz andere Menschen geleistet. Und das mit einer hochstehenden Kultur und Zivilisation. Die wurde den Indianern immer abgesprochen. Wer das Museum of Northern Arizona in Flagstaff besucht, lernt viel dazu. Eine jahrtausendealte Kultur gilt es zu entdecken. Felsenbilder, die sogenannten "Petroglypths" sind teilweise bis zu 7000 Jahre alt. Wer mehr über indianische Kultur wissen möchte muss unbedingt nach Sedona, etwa 50 Kilometer südlich von Flagstaff gelegen. Dort sind wir mit einer früheren Ausgabe des Deutschen Reiseradios gewesen. Hier gibt's mehr zu Sedona und dem Verde Valley. PetroglypthAuch wenn das viele Amis nicht wahrhaben wollen, große Teile der indianischen Kultur sind mit der Besiedlung des Westens schlicht platt gemacht worden. Im Bestreben um Ausdehnung wurde weder auf Menschen noch auf Geschichte und Kultur Rücksicht genommen. Das Schicksal der Indianer wurde immer öfter mit der Umsiedlung in Reservate besiegelt. Die lagen selbstredend an den Orten, an denen sich kein weißer Siedler niederlassen wollte. Und so entzog man den eigentlichen Besitzern des Landes ihren Lebensraum. Ein gutes Beispiel für ein Reservat in menschenverachtender Umgebung ist das der Navajo auf dem Weg von Flagstaff nach Page am Lake Powell. Auf etwa 200 Kilometern gibt es nur einen Rastplatz auf der Strecke. Man fährt durch karge Wüsten- und Felslandschaft und wer bisher immer per Telefon erreichbar war, muss zur Kenntnis nehmen, dass im Reservat die Mobilfunkverbindung zusammenbricht. Das ändert sich erst kurz vor Page an der Glen Canyon Staumauer wieder. Gleichberechtigung ist noch immer ein Fremdwort. Die verbliebenen Indianerstämme wären ohne den Tourismus wirtschaftlich ruiniert. Denn normale Einnahmequellen in natürlicher Umgebung sind hier ein Fremdwort. Mit einem künftigen Präsidenten mit Perücke und nationalistischer Gesinnung würde das übrigens nicht besser – Mal vornehm ausgedrückt. Es ist schon ein besonderes Land. Die Landschaft und auch die Entfernungen sind eine echte Herausforderung. Schade, dass  die USA so schändlich mit Menschen und auch mit den natürlichen Ressourcen umgehen. discoveramericaAZ-TOURISMInformation:       Fotos: Rüdiger Edelmann, ttb-media TON-TEXT-BILD / Grand Canyon Railway / Flagstaff CVB frametraxx_banner_2