D-RR News 29.07.25 – Unglück & Kreuzfahrt, Thailand & Tabak

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Erdrutsch 

Das schwere Bahnunglück in Riedlingen im Kreis Biberach (Baden-Württemberg) hat drei Todesopfer gefordert. 41 Menschen seien, teilweise schwer, verletzt worden. Zu den Todesopfern gehören der Lokomotivführer und ein Bahn-Auszubildender. Weiterhin wurde eine Passagierin getötet.

Die Untersuchungen nach der Unfallursache laufen. Ein Polizeisprecher sagte gestern, dass die großen Regenmengen einen Hangrutsch ausgelöst hätten. Erde und Geröll sei auf die Schienen gerutscht. In dieses Hindernis sei der Regionalexpress gefahren und wenige Meter danach entgleist. Die Auswertung des Fahrtenschreibers soll weitere Erkenntnisse bringen.

Die Bahnstecke ist derzeit noch gesperrt. 

Orient-Kreuzfahrten dezimiert

Foto: Costa Crociere S.p.A

Die Unsicherheit der politischen Situation im Bereich der Arabischen Halbinsel, sorgt dafür, dass nach AIDA jetzt auch Costa-Cruises seine Reisen für die Wintersaison 2025/26 in der Region der Arabischen Emirate (Startort meist Dubai) abgesagt hat. – Sicherheitsbedenken gibt es in dieser Region seit geraumer Zeit, was auch vorher schon zu Änderungen bei Routen geführt hatte.

Alle Gäste, die solche Reisen gebucht haben, werden von der Reederei ein Ersatzangebot erhalten. Betroffen ist hier die „Costa Toscana“, die umgeroutet wird. Die Details des neuen Winterprogramms sollen zeitnah veröffentlicht werden.

Aida, TUI & Co.

Aida hatte die Cruises mit der „Prima“ bereits vor etwa drei Wochen abgesagt. TUI Cruises und MSC hatten nach der Aida-Absage verkündet an ihren Nah-Ost-Routen festhalten zu wollen. Ob dies nach der zweiten Absage eines der „Big Player“ Bestand hat, wird sich weisen.

Vorzugsboarding für Diplom-Hektiker?

Was eigentlich nur First- und Business-Class Passagieren generell zusteht, wird bei Eurowings ab sofort für 7 Euro kaufbar sein: Priority Boarding, bevorzugtes Einsteigen vor den anderen einsteigen Mitfliegern.

Eurowings Maschine am Airport Düsseldorf (Archivbild)

Das bevorzugte Einsteigen hat für Economy-Passagiere sicher einen gewissen Reiz. Ohne Gedränge einsteigen, in Ruhe Handgepäck in noch freie Fächer verstauen und entspannt Platz nehmen.

Änderung zur bisherigen Regelung

Diese Regelung galt in Teilen bereits. Eurowings „boarded“ schon seit geraumer Zeit zuerst die Reisenden der Biz-Class. Danach folgen Eco-Gäste, die in ihrem Tarif ein größeres Handgepäckstück inkludiert haben, dann folgt der Rest.

Foto: Eurowings

Heißt: Der konkrete Vorteil des bisherigen Tarifs mit größerem Handgepäck, wird für 7 Euro wieder „aufgeweicht“.

Die Airline bietet den Vorteil auf ausgewählten Strecken und natürlich zahlenmäßig begrenzt. Wer’s braucht: Bitte sehr! Eurowings verdient zusätzliches Geld. Dies steht der Airline frei.

Solartreibstoff bei SWISS

Die Schweizer Fluggesellschaft hat testweise sogenannten Solar-Treibstoff auf einem ihrer Flüge eingesetzt.

Swiss – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Was zunächst widersinnig klingt, hat eine technologische Basis. Dafür wird synthetisches Rohöl hergestellt, das im Anschluss in einer Raffinerie zu zertifiziertem Kerosin verarbeitet wird.

Die Herstellung des Öls geschieht in einem thermochemischen Reaktor. In diesem wird aus Biogas und Wasser das sogenannte Synthesegas, eine Mischung aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid. Dies geschieht mit Hochtemperatur aus Solarenergie.  Als Kohlenstoffquelle nutzt der Hersteller Biogas aus der Landwirtschaft.

Fazit

Die Technik funktioniert. Allerdings gibt es bisher erst eine kleine Anlage, die für den Test gerade einmal 190 Liter „Solaröl“ produzierte. Dieser Weg zur Massenproduktion von CO₂-neutralem Kerosin dürfte also bis zur Großproduktion noch eine ganze Weile dauern.

Swiss bezeichnete die Aktion trotzdem als Meilenstein zur Klimaneutralität. Neue Technologien seien wichtig, wenn man weiterkommen wolle. Die Airline engagiert sich auch finanziell beim Hersteller Synhelion.

Thailand-Tourismus sicher?

Die thailändischen Behörden sagen ja. Die militärischen Auseinandersetzungen an der Grenze zu Kambodscha hätten keinerlei negativen Einfluss auf das touristische Angebot. Die Regionen mit großer touristischer Infrastruktur seien weit entfernt von den Konfliktherden. Inzwischen verhandeln die Konfliktparteien auch wieder und es herrscht eine Waffenruhe.

AA-Reisehinweis

Das Auswärtige Amt hatte am Wochenende einen Reisehinweis für Teile des Lands herausgegeben. Dort heißt es:

Wegen andauernder militärischer Auseinandersetzungen wird dringend von Reisen in die Provinzen im Grenzgebiet zu Kambodscha abgeraten. In den Provinzen Surin, Si Sa Ket, Ubon Ratchathani, Chanthaburi und Trat wurde das Kriegsrecht verhängt.

Vor Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet (50 km Radius zum Grenzverlauf) zwischen Thailand und Kambodscha wird gewarnt.

Von Reisen in die Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla (Bezirke Chana, Na Thawi, Thepha und Saba Yoi) im Süden Thailands wird dringend abgeraten.

Aktuell: Verhandlungen und Waffenruhe

Das Thailändische Tourismusamt in Deutschland versichert, man arbeite eng mit lokalen Partnern zusammen, werde die Situation beobachten und wenn nötig auch aktualisieren. Jetzt stehen erst einmal wieder Verhandlungen an.

Tabakfreie Generation in Frankreich

Kippe bleibt aus – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Das ist das Ziel und dafür geht man ziemlich strenge Wege.

Mit dem Beginn der französischen Sommerferien wurde das Rauchverbot an Stränden eingeführt. „Interdiction de fumer“ gilt an allen öffentlichen französischen Stränden. Wer trotzdem raucht und erwischt wird zahlt 135 Euro. E-Zigaretten sind vom Verbot ausgenommen. Und es dürfte natürlich nicht Frankreich sein, wenn das Rauchen auf Restaurant-Terrassen nicht weiterhin möglich wäre.

Kurz vor Beginn der Sommerferien hat Frankreich ein Rauchverbot an öffentlichen Stränden eingeführt. Seit Sonntag dürfen sich Besucher dort keine Zigarette mehr anzünden. Bei einem Verstoß droht eine Geldstrafe von 135 Euro. Der Konsum von E-Zigaretten und das Rauchen auf Terrassen von Restaurants und Cafés sind von dem Rauchverbot ausgenommen.

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