D-RR News 07.05.24 – Staus, Feste, Camping & Abzocke

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Stau voraus

Der Feiertagsmonat hat gerade erst begonnen. Die Stausituationen auf den Fernstraßen ist aber bereits jetzt absehbar. Das zumindest prognostiziert der ADAC.

Reisende müssen am langen Wochenende rund um den bundesweiten Feiertag „Christi Himmelfahrt“ mit vielen Staus rechnen. Gefahr besteht besonders auf den Routen in Richtung Alpen und Küsten sowie auf den Zufahrtsstecken in Naherholungsgebiete. Besonders stauträchtig sollen der Mittwochnachmittag, der Donnerstag und der Sonntag werden.

Hinweise zu den stauträchtigsten Routen, sowie der zusätzlich behindernden Baustellen hält der Automobilclub in seiner Stauprognose online bereit.

Die Umwelt feiern

St.Peter-Ording von oben – Foto-Copyright 2016 by Martin Elsen / Tourismuszentrale SPO

Die Tourismus Zentrale von St. Peter-Ording veranstaltet im Sommer mit „HAEDI“ das erste Nachhaltigkeits-Festival an der deutschen Nordseeküste.

Vom 26. bis 28. Juli 2024 werden die 17 UN-Ziele auf dem Seebrückenvorplatz auf unterhaltsame Weise vorgestellt und anschaulich demonstriert. Selbstverständlich gibt es auch anspruchsvolle Unterhaltung. Top-Act am ist die Singer-Songwriterin und Fairtrade-Botschafterin Annett Louisan.

Katharina Schirmbeck, Tourismus-Direktorin von St. Peter-Ording, sagt:

Als Global Nachhaltige Kommune sind wir den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet. Als beliebter Urlaubsort wollen wir unseren Gästen eine schöne Zeit ermöglichen. Um beides geht es bei unserem neuen Festival HAEDI. Wir machen die 17 UN-Ziele erlebbar und freuen uns auf ein vielfältiges Festival-Programm,  das einfach Spaß machen soll und auch lokale Akteure miteinbezieht.

Projekt Nachhaltige Kommune

Foto: Haedi-Festival / SPO-Tourismuszentrale

St. Peter-Ording hat sich 2022 dem Projekt „Global Nachhaltige Kommune“ angeschlossen und orientiert sich an den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals – SDGs) der Vereinten Nationen.

Die Erlebnisse des Festivals reichen von einer großen Weltspielkarte, die die globale Verteilung von Menschen, Ressourcen und Geld eindrucksvoll sichtbar macht, über eine Medienstation, bei der mit virtuellen Brillen in andere Leben eingetaucht werden kann, bis hin zu geführten Wattwanderungen mit Tipps zur Vermeidung von Plastikverschmutzung. Neben Mitmach-Aktionen, Talks und Quiz-Events wartet ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Auf der dem Festival angeschlossenen Erlebnispromenade gibt es einen Markt mit regionalen und nachhaltigen Produkten. Weitere Attraktionen wie der gemeinsame Bau einer XXL-Maschine mit Domino-Effekt, ein Surfsimulator oder eine Bogenschießen-Station runden das Programm ab.

Camping und Preise

Camping Konstanz Litzelstetten – Foto: MTK / Hari Pulko

Das Campingportal camping.info hat die Preise von über 20.000 europäischen Campingplätzen in 34 Ländern ausgewertet. Die Preisspanne für eine Campingnacht reicht im Ergebnis von 13 bis 39 Euro für zwei Personen in der Hauptsaison inklusive Stellplatz, Caravan, Strom und Ortstaxe. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Campingpreise in Europa um knapp 4,5 % gestiegen.

War Camping in der Schweiz in den Vorjahren an der Spitze des Preis-Rankings, so gilt Italien (39,24 €) in diesem Jahr als teuerstes Campingland. Weiterhin müssen Camper in Kroatien (38,77 €), in der Schweiz (38,66 €) und auch in Österreich (36,35 €) vergleichsweise tiefer in die Tasche greifen.

Unter 17 Euro zahlen Camper für eine Übernachtung auf einem Campingplatz in Nordmazedonien (16,78 €), in der Türkei (14,59 €) und in Albanien (13,52 €).

Camping in Deutschland

Foto: PiNCAMP

Mit einem Durchschnittspreis von 27,52 Euro pro Campingnacht liegt Deutschland im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld. Je nach Bundesland fällt der Vergleich aber sehr unterschiedlich aus. Besonders teuer sind Campingurlaube in Hamburg (40,74 €), Mecklenburg-Vorpommern (32,45 €) und Berlin (32,29 €). Am günstigsten campt man in Sachsen-Anhalt (23,69 €), Saarland (23,65 €) und Thüringen (23,23 €)

Quelle: Preisvergleich camping.info

Sportevents und Abzocke

Große Sportevents, davon haben wir in den nächsten Wochen und Monaten gleich zwei in Deutschland (Fußball EM) und Olympia (Frankreich), sorgen für steigende Preise. Bei aller Freude der Hoteliers zum Beispiel, trifft dies bei Normalbürgern und Unbeteiligten auf wenig Gegenliebe.

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Chance fürs Geschäft

Touristiker sehen die Veranstaltungen aber auch als Chance, Deutschland als weltoffenes und gastfreundliches Reiseziel zu positionieren. Dies sei ein Impuls, der den Tourismus in unserem Land auf Jahre hinaus beflügeln könnte. Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismus Verbands (DTV) sagt:

Wir rechnen damit, dass es einen deutlichen Anstieg der Touristenzahlen in Deutschland geben wird. Die Übernachtungszahlen dürften im Vergleich zum Vorjahreszeitraum spürbar steigen, vor allem in den Austragungsorten der EM-Spiele wird sich der Zuwachs bemerkbar machen.

Insgesamt 10 Städte sind Gastgeberstädte der Fußball-EM 2024. Dort zeigt man sich optimistisch in Bezug auf die steigende Übernachtungszahlen, die auch an anderer Stelle für Einnahmen sorgen. Dr. Jürgen Amann, Geschäftsführer der KölnTourismus GmbH, meint dazu:

Als Austragungsort der UEFA Euro versprechen wir uns einerseits unmittelbar positive wirtschaftliche Effekte, zum Beispiel auf die Hotellerie und den Einzelhandel. Andererseits gehen wir auch von mittelbaren Effekten aus, zu denen ganz entscheidend die Imagewirkung zählt. Diese bewerten wir als besonders wichtig und dafür ziehen alle in Köln beteiligten Partner und Institutionen an einem Strang.

Otto Normalbesucher schaut in die Röhre

Wer geschäftlich oder auch zu einem privaten Besuch in der Zeit der Sportevents nach einer Übernachtung sucht, muss leider feststellen, dass sich Hotelpreise rund um die sportlichen Tage verdreifachen. Private Besuche oder Städtereisen sollten in dieser Zeit also umsichtig geplant werden.

Hotelzimmer (Symbolbild) – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Abzocke durch nachträgliche Preiserhöhungen

Wer eine Übernachtung bereits vorher gebucht und den Preis ausgehandelt hat, muss nachträgliche Erhöhungen nicht akzeptieren. Das sagt das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ). Grund für diese Einschätzung waren teilweise heftige nachträglich Preiserhöhungen, die Hoteliers in Paris zu Zeiten der Olympischen Spiele aufgerufen haben.

Nun ist Recht haben leider nicht mit Recht bekommen gleichzusetzen. Die französische Gesetzgebung besagt zwar, dass ein bestätigter Preis nach der Buchung nur mit Zustimmung des Verbrauchers erhöht werden darf und ein Zimmer, bei Ablehnung, nicht storniert werden darf. Letzteres brauche einen triftigen Grund. Nur was ist ein triftiger Grund? Da gibt es viele Tricks, die für Verbraucher schwer durchschaubar sind.

Allerdings, so das EVZ, gilt bei Stornierungen, dass der gezahlte Reisepreis rückerstattet werden muss und im Zweifelsfall auch der Anspruch auf Schadenersatz besteht. Diesen einzuklagen steht aber wiederum auf einem anderen Blatt.

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