D-RR News 13.05.22 – Masken / Cruises / Klima / Bahn

Maske bleibt auf Deutschlandflügen Foto: United Airlines

Die Zahlen des Tages (RKI)

485,7

(7 Tage Inzidenz pro 100.000 Einwohner)

68.999

(Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden)

164

(Todesfälle innerhalb der letzten 24 Stunden)

137.348

(Todesfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie)


Reiseradio-Kommentar von Rüdiger Edelmann

Ach ja, die Maskenpflicht. Was geschieht hier gerade wieder? Der Sommer steht bevor und wir schöpfen wieder mal Hoffnung. Runter mit dem lästigen Ding. Ich mag das Ding zwar auch nicht, habe es gerade im Winter nicht gemocht, da es immer dafür sorgte, dass die Brille beschlug und den Blick beeinträchtigte.

Auf der anderen Seite, halte die Maske bei dreistelligen Inzidenzwerten immer noch für absolut notwendig und unterstütze die Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums. Warum? Ich bin der Überzeugung, dass das „Problem“ noch lange nicht gelöst ist.

Nachrichten aus Familien- und Bekanntenkreis befeuern dies: Nach einer Chorprobe ohne Maske, wurde ein gutes Drittel aller Teilnehmenden positiv getestet. Nach einem „Eintracht Frankfurt-Fan Flug“ nach Barcelona war die Hälfte einer Reisegruppe infiziert. Hier ist zwar nicht klar, ob das im vollen Stadion passierte oder im Flugzeug. Für das Ergebnis ist dies nicht entscheidend. Bemerkenswert: Alle Betroffenen waren dreifach geimpft, trugen im Flugzeug Masken, waren trotzdem positiv und kämpften zwei bis drei Tage mit hohem Fieber, Übelkeit, ständigem Schlafbedürfnis und reduzierter Leistungsfähigkeit.

Noch Fragen?  


Maskenpflicht, oder was?

Ende der Maskenpflicht? – Foto: Fraport

Die EU empfiehlt diese Maßnahme. Ab dem kommenden Montag darf innerhalb der EU auf die Maskenpflicht im Flugzeug verzichtet werden. Voraussetzung: Die Mitgliedsstaaten müssen die gesetzliche Voraussetzung dafür schaffen. Was die Luftfahrt freut, trifft in den Gesundheitsministerien der EU-Mitgliedsstaaten auf unterschiedliches Echo.

Nicht mehr als knallige Schlagzeile

Das Bundesgesundheitsministerium entschied quasi im sofortigen Nachschlag zur Meldung am Mittwochabend: Bei allen Inlandsflügen und Auslandsverbindungen von und nach Deutschland spielt diese Empfehlung keine Rolle. Die Basis dafür ist das Infektionsschutzgesetz, das die Maskenpflicht derzeit noch bis 23. September vorschreibt. Dieser Entscheidung haben sich innerhalb der EU weitere 15 Staaten angeschlossen, darunter auch beliebte Urlaubsländer wie Österreich, Niederlande, Griechenland, Zypern, Spanien, Italien und Portugal.

Der internationale Verband der Fluggesellschaften (IATA) sprach sich in diesem Zusammenhang dafür aus, die Maskenpflicht dann zu streichen, wenn sie im jeweiligen Land im öffentlichen Leben – wie beispielsweise in der Bahn oder öffentlichen Verkehrsmitteln – keine Rolle mehr spiele. Die Lufthansa begrüßt das theoretische Ende der Maskenpflicht zwar, plädiert für Freiwilligkeit, will sich aber selbstverständlich weiterhin an die Regeln halten.

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Heftig diskutiert in der Öffentlichkeit ist der Vorschlag von Verkehrsminister Volker Wissing zur generellen Aufhebung der Maskenpflicht in Bahn und Bus und allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Er forderte gestern Nachmittag die komplette Freiwilligkeit. Dass dies eine taktische Argumentation ist, kann man unterstellen. Es lässt sich allerdings nicht belegen.

Kreuzfahrtöffnung

Die Regierung von Neuseeland will die Häfen des Landes ab Ende Juli wieder für Kreuzfahrtschiffe öffnen. Der Nachbar Australien hatte bereits Mitte April die Anlandung von Cruiselinern wieder gestattet.

Die Kreuzfahrtbranche feierte die am Mittwoch bekanntgegebene Entscheidung entsprechend. Joel Katz, „Managing Director“ der Kreuzfahrtorganisation CLIA für „Australien und Ozeanien“ bezeichnete die Öffnung als „großen Durchbruch“. Als erste Reederei hat „Princess Lines“ die Ankunft eines Schiffs in Auckland bekanntgegeben. Dies soll aber erst am 16. Oktober sein.

 

Klimaoffensive von Studiosus-Reisen

Biogasunterstützung: Bäuerin im Dorf Devatakallu mit Gasherd – Foto: Studiosus

Studiosus geht beim Klimaschutz weiter voran und veröffentlicht in seinen Reisekatalogen den CO2-Fußabdruck. Im aktuellen Katalog “Inspirationen 2022”, und im Eventreisen-Katalog „kultimer“, der Ende Juni auf den Markt kommen soll, sowie bei allen im Herbst erscheinenden Katalogen für die Saison 2023 werden die CO2-Emissionen genannt.

Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch sagt dazu:

Durch unsere Vollkompensation ist uns bereits ein großer Schritt beim Klimaschutz gelungen. Jetzt möchten wir einen weiteren gehen, denn Transparenz ist beim Thema Nachhaltigkeit Trumpf.

Beim Klimaschutz-Engagement gilt der Grundsatz: Vermeiden und reduzieren geht vor kompensieren. Deshalb sollen bei allen Reisen unnötige Busfahrten vermieden werden und innerhalb eines Landes nur dann geflogen werden, wenn die Alternativen nicht sinnvoll sind. Auch durch das Angebot von Nonstop-Flügen und das im Reisepreis eingeschlossene “Rail&Fly”-Ticket 1. Klasse sollen CO2-Emissionen vermieden werden.

Unvermeidliche C02-Emissionen kompensiert Studiosus schon seit 2021. Dazu gehören Flüge, Bustransfers, Hotelübernachtungen und die Verpflegung. Dazu rechnet der Veranstalter die entstehenden Treibhausgas-Emissionen in einen Geldwert um und finanziert den Bau von Biogasanlagen in Nepal in Höhe des ermittelten Betrags. Zur Berechnung werden zusätzlich nicht nur CO2-Emissionen, sondern auch andere relevante Treibhausgase wie Methan und Lachgas berücksichtigt.

Hintergrund ist die Klimaschutzinitiative des Deutschen Reiseverbands, in der die Akteure der Reisebranche explizit aufgefordert werden, die Emissionen für alle Reiseangebote zu veröffentlichen.

Über eine vergleichbare Initiative von Chamäleon-Reisen haben wir kürzlich berichtet.

Kabelbrand in Hamburg

IC-Zug der Deutschen Bahn – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Deshalb sind viele Nahverkehrs- und Fernverbindungen der Deutschen Bahn nach und von Hamburg aus derzeit beeinträchtigt bzw. verspätet. Besonders betroffen ist der Fernverkehr.

Auf der Strecke Kiel, Hamburg, Hannover fahren nur vereinzelt Züge. Zwischen Hamburg und Berlin fallen alle ICE/IC und EC- Verbindungen zwischen Hamburg-Altona und Berlin-Hauptbahnhof (tief) aus.

ICE-, IC/EC-Züge zwischen Hamburg, Bremen in Richtung Nordrhein-Westfalen fallen auf dem Abschnitt Hamburg-Altona – Hamburg-Harburg aus. Einzelne IC-Züge fallen auf der gesamten Strecke aus.

IC-Züge zwischen Hamburg, Flensburg und Dänemark beginnen bzw. enden in Hamburg-Altona.

Weitere Informationen gibt es in der DB-Navigator-APP oder auf Bahn.de

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