DRR123 – Dresdner Dampferparade am 1. Mai und eine entspannte Tour

Sie gehört zu den traditionellen Dampfschifffahrtsgesellschaften in Deutschland. Sie hat eine große Flotte, die von historischen Schiffen bis zum neuen Ausflugsdampfer gehört. Jedes Jahr am 1. Mai startet die Saison mit einem Fest und der großen Dampfschiffparade auf der Elbe. Diesen Tag haben sich Dampfmaschinenfans und Schiffsfreunde im Kalender rot angestrichen. Was aber macht die Sächsische Dampfschifffahrtsgesellschaft aus? Wir waren im Herbst an Bord und haben bei touristischen Verantwortlichen nachgefragt. Eine Stippvisite, die es zu wiederholen gilt. Alle Infos für den gelungenen Schiffsausflug gibt es im Podcast.

Start an den Uferterrassen in Dresden

Dampfschiff und Schaufelrad – eine historische Kombination

1836 gab es die erste Genehmigung für die Personenschifffahrt auf der Elbe von Dresden aus. 1837 legte das erste Dampfschiff ab. Unsere Fahrt auf der Elbe war kurz und intensiv. Gleichzeitig haben wir die Chance genutzt, nicht nur unser Schiff zu entdecken, sondern auch mit Karin Hildebrandt, der Geschäftsführerin der Sächsischen Dampfschifffahrtsgesellschaft, über die Geschichte und die Entwicklungen in Vergangenheit und Gegenwart zu sprechen. Wir waren unterwegs mit der „Leipzig“. Sie gehört zu den älteren Schiffen und ist ein Schaufelraddampfer.

Schaufelraddampfer

Die Schaufeln liegen, wie der Antrieb, in der Mitte des Schiffs. Turbine innen, die Schaufeln – gut geschützt an den Außenseiten. 90 Jahre alt ist die „Leipzig“ und der größte Schaufelraddampfer der Flotte, die aus 11 Schiffen besteht. Technische Hauptattraktion ist sicher die freie Sicht auf die freigelegte historische Dampfmaschine. – Fein geputzt kommt die Turbine daher. Da könnte der Eindruck entstehen, dass Schiffsmotoren eine klinisch saubere Angelegenheit sind.

Blitzt und funkelt: Der Blick in die Maschine

Die freie Sicht auf den Antrieb ist faszinierend. Es sieht alles so glänzend sauber aus und macht den Eindruck einer fast neuen Maschine. Das täuscht, denn genau diese Maschine ist so alt wie das Schiff: Eine Herausforderung für die Betreiber, muss doch ein Großteil der benötigten Ersatzteile in der hauseigenen Werkstatt individuell und einzeln hergestellt werden. Die Garantie von rund 10 Jahren ist schon lange abgelaufen und auszutauschen Teile lassen sich nicht, wie beim Auto, mal so schnell und nebenbei bestellen.

Das Modell der „Leipzig“ ist an Bord

Die Routen und Ziele

Vom Dresdner Terrassenufer aus starten die Schiffe in zwei Richtungen. Flussaufwärts in Richtung Pillnitz und die „Sächsische Schweiz“, flussabwärts in Richtung der Porzellanstadt Meißen. Wir haben einen Kurzausflug unternommen. Die sogenannte „Stadtfahrt“ führt flussaufwärts bis zum Anleger bei Schloss Pillnitz. Es ist die ideale Tour für einen entspannten Nachmittag.

…und immer genügend Wasser unterm Kiel…

Genau das wird immer mehr zur Herausforderung. Gerade im letzten, heißen und trockenen, Sommer kam der Linienbetrieb der Sächsischen Dampfschifffahrtsgesellschaft öfter in kritische Situationen. Dabei sind die Schiffe schon so gebaut, dass sie problemlos mit niedrigeren Wasserständen umgehen können. Wer den kritischen Wasserstand im Podcast hört, wird staunen. Wir haben uns die Grenzen erklären lassen.

„Boarding“ an Brücke 5

Unsere Tour…

…führte von Brücke 5, am Dresdner Terrassenufer, in Richtung Pillnitz. Wenn dann, wie im letzten Oktober, die Sonne scheint kann man die knapp zweistündige Fahrt und die Ausblicke genießen. – Die „Leipzig“ kämpfte sich tapfer flussaufwärts und durchfährt dabei nicht nur die umstrittene Waldschlösschenbrücke, sondern auch, eine der großen Dresdner Sehenswürdigkeiten, das „Blaue Wunder“. Die akustischen Details warten im Podcast, hier gibt es die Ausblicke in Fotoform.

Blick von der „Leipzig“ auf Ufer und „Waldschlösschenbrücke“
Das „Blaue Wunder“ vor…
…und nach der Unterquerung.

Schloss Pillnitz und eine Eierschecke

Hinter dem Anleger von Pillnitz wartet das Schloss. Absolut sehenswert und mit sehr wechselvoller Geschichte.  Die Details gibt es im Podcast. Es gilt jedenfalls: Sollte man ansehen! Und vielleicht vorher zu Kuchen und einem „Schälchen Heeßen“ in der Konditorei Wippler einkehren. Eierschecke, Torten und in der Saison natürlich auch Stollen. Zum Dresdner Traditionsgebäck gibt es eine extra Reiseradiogeschichte.  Gleich was man tut, ob Kultur- oder Kulinarikgenuss, schöner und entspannter kann ein Dresdner Nachmittagsausflug nicht sein.

Anleger Pillnitz
Schloss Pillnitz
Stollen und mehr für „Zuggorschnuuden“ bei Wippler in Pillnitz

Information:

Sächsische Dampfschifffahrtsgesellschaft

Dresden-Elbland Infos

Hinweis:

Die Recherche zu diesem Reiseradio-Podcast wurde unterstützt von Dresden-Marketing. Diese Unterstützung hat keinen Einfluss auf eine unabhängige Berichterstattung.

 

 

 


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