DRR Corona-News 19.03.20 – Unvernunft-Ignoranz-Ausnahmezustand

Inland

Deutschland weitet die bereits an fünf Landesgrenzen geltenden Einreisebeschränkungen im Verkehr innerhalb der EU nun auch auf Flüge und den Schiffsverkehr aus. Demnach dürfen auch EU-Bürger nicht mehr ohne wichtigen Grund per Flugzeug oder Schiff aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nach Deutschland reisen.

Nach wie vor ignorieren viele Menschen die geforderten freiwilligen Maßnahmen. In Freiburg hat die Polizei in der vergangenen Nacht mehrere „Corona-Partys“ zwangsweise auflösen müssen. Teilweise sei die Zahl der Teilnehmer, im öffentlichen Raum, dreistellig gewesen. Die Gefahr einer kompletten Ausgangssperre wächst damit weiter.

Der Bayerische Ministerpräsident schließt inzwischen eine Ausgangssperre für Bayern nicht mehr aus. Zu groß sei die Gefahr, ein „zweites Heinsberg“ zu erleben, wird Markus Söder von mehreren Medien zitiert.

Auch wir sagen in aller Deutlichkeit:

„Leute, bleibt mit Eurem Arsch zuhause!“

Europa

Die Niederlande haben inzwischen ebenfalls das Einreiseverbot für „Nicht EU-Bürger“ in Kraft gesetzt.

In Österreich ist das gesamte Bundesland Tirol seit Mitternacht unter Quarantäne gestellt.

In Belgien hat die Lufthansa-Group Gesellschaft „Brussels Airlines“ bekanntgegeben, dass sie den Flugbetrieb am Samstag einstellen werde.

Im Kampf gegen die Corona-Krise hat Portugal, erstmals in Demokratiezeiten, den Ausnahmezustand verhängt.

Ausnahmezustand in Portugal

Afrika

Ägypten hat für heute die Schließung der Flughäfen angekündigt. Im Land sitzen, wegen der Corona-Ausbreitung, tausende Urlauber fest. Einige stehen unter Hotelquarantäne, andere warten auf ihren Rückflug.

Aufatmen auf der „Aida Mira“ vor Südafrika: Die Tests der sechs Passagiere mit „Corona Virus-Verdacht“ auf der vor Kapstadt liegenden „AIDAmira“ waren negativ. 1.240 Kreuzfahrer dürfen jetzt vermutlich von Bord gehen und die Heimreise antreten. Das berichtet das südafrikanische Newsportal „Tonight“. 

Foto: Aida-Cruises

USA

In San Francisco und rund um das Silicon Valley trifft die Ausgangssperre bis 7. April fast sieben Millionen Menschen. Sie dürfen in der gesamten „Bay Area“ nur in Ausnahmefällen vor die Tür. Grund für die harten Maßnahmen: Vor allem im Silicon Valley gibt es etwa ein Drittel aller Corona-Kranken in Kalifornien. Es ist die erste verhängte Ausgangssperre in den USA.

Kalifornien meldete bis Dienstagnachmittag mehr als 500 Infektionen und 12 Todesfälle. Inzwischen wurde auch eine Ausgangssperre für die Regionen um Monterrey und in Nordkalifornien erlassen, die Gesternmorgen (Ortszeit) in Kraft trat, berichtet  der News-Sender CNN.

Ausgangssperre in der Bay Area von San Francisco

Bill de Blasio, der Bürgermeister von New York, hat seine Bürger darauf hingewiesen, dass sie sich in den nächsten Tagen ebenfalls auf Ausgangssperren einstellen sollten.

 

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