DRR Corona-News 21.03.20 – Existenznöte und weitere Flugeinschränkungen

Einheitliche Regelung für Deutschland gefordert. - MV-Tourismuschef Woitendorf spricht Klartext

Inland

Mecklenburg-Vorpommern erhebt Daten zur Krise

Eine Umfrage des Landestourismusverbandes, an der sich fast 900 Unternehmen – darunter Hotels, Anbieter von Ferienwohnungen, Campingplätze, Tourist-Informationsstellen sowie Kurverwaltungen – beteiligt haben, weist die äußerst schwierige Situation der Branche im Angesicht der Corona-Krise nach. Das teilte der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern mit. Der Befragung zufolge rechneten 95 Prozent der Unternehmer mit starken Umsatzeinbußen, rund 40 Prozent einen Komplettausfall des Umsatzes. Einbrüche von mehr als 75 Prozent erwarten, nach dieser Umfrage rund 20 Prozent und Einbrüche von bis zu 75 Prozent etwa 13 Prozent der Teilnehmer.  Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes sagte zur Situation:

„Die Lage ist nicht anders als mit dem Wort dramatisch zu beschreiben. Nahezu alle touristischen Unternehmen im Land sind auf Unterstützung angewiesen, um in der Krisenzeit zu überleben. Für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beginnt eine schwere und ungewisse Zeit mit persönlichen Einschnitten. Staatliche Hilfe muss nun schnell greifen.“

Veranstalter und Reisebüros in Not

Viele Reiseveranstalter, u.a. TUI und DER-Touristik, Alltours und Studiosus haben inzwischen Reisen bis Ende April abgesagt. Die vom Bund versprochenen Hilskredite können jetzt abgerufen werden. – Viele deutsche Reisebüros sind inzwischen ebenfalls in ihrer Existenz bedroht. Inhaber fordern in offenen Briefen die Einrichtung eines Notfallfonds.

Ausland

USA

Die Bürgermeisterin von Las Vegas, Nevada hat inzwischen gefordert, den verkündeten Shutdown von 30 Tagen zu verkürzen. Insbesondere Kleinunternehmen hätten sonst keine Chance die Einschränkungen finanziell zu überstehen.

Die Strandgemeinden in Florida waren durch feiernde Schüler und Studenten in den letzten Tagen in Bedrängnis geraten. Einige Urlaubsorte haben sich jetzt zu unpopulären, aber notwendigen Maßnahmen entschlossen. Die Insel Anna Maria Island hat inzwischen einige Strände komplett geschlossen. Ein Teil des Strandangebots ist nur noch für Einheimische und auf der Insel wohnende Touristen freigegeben.

Flugverkehr

Der Billigflieger Easyjet hat eine weitgehende Einschränkung seines Flugbetriebs am Dienstag den 24. März bekanntgegeben. Ab diesem Datum werden etwa 90 Prozent der angebotenen Flüge nicht stattfinden. In der Hauptsache werden wohl die Verbindungen von und nach Großbritannien, sowie innerbritische Verbindungen aufrecht erhalten.

Foto: Easyjet

 

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