
Editorial: Break im Lausitzer Seenland

Letzte Woche gab es keine Reiseradio-News. Einige haben es sogar gemerkt und gefragt, ob’s mir gut geht. Ja, keine Probleme, ich war nur unterwegs in einem sehr spannenden Landstrich, der sehr viel Wandel hinter sich und auch noch einige Veränderungen vor sich haben wird. Herausgekommen ist jetzt schon eine besonders schöne Erholungslandschaft.
Da wo einst ein Braunkohle-Tagebau am anderen lag, findet sich heute das „Lausitzer Seenland“. Aus Dreck und Staub wurde im Lauf der Jahre ein renaturiertes Freizeitgebiet. Fünf Seen sind komplett fertig und seit Juni auch durch Kanäle miteinander verbunden. Alle fertigen Seen kann man per Fahrrad komplett umrunden und dies auch noch ziemlich eben und größtenteils sogar asphaltiert. So gleitet man mühelos von See zu See. Die Sehenswürdigkeiten wachsen, andere Seen laufen langsam aber sicher ebenfalls voll und einen wunderschönen Urlaub verbringen kann man schon jetzt.
Ich will damit niemandem eine „lange Nase“ machen, aber ein paar Tage kann man da schon sehr gut verbringen. Ganz am Rande: Es erwarten einen auch wahnsinnig nette Menschen. Demnächst gibts einen ausgiebigen Podcast dazu. Heute muss das Titelbild genügen.
Und wenn wir schon beim Urlaub planen sind, mitten in deutschen Landen, sind die News heute den deutschen Ferienregionen in Sachen Herbsturlaub gewidmet. Dies trotz der Tatsache, dass wir das “AfD #deutschdenken” weder nachvollziehen wollen noch können. In diesem Sinne wünsche ich eine schöne Vorbereitung auf den Herbsturlaub. Diesmal im eigenen Land. und teilweise fast um die Ecke.
Bayern: Fit in den Herbst
Bewegung wird im Chiemsee-Alpenland groß geschrieben, besonders im Herbst. Gesundheitswege laden zu Wanderungen und Spaziergängen ein. Veranstaltungen rund um Fitness und Gesundheit bieten zusätzliche Chancen aktiv zu werden und Neues zu lernen.

Wanderungen und Spaziergänge für Körper und Geist
Regelmäßige Bewegung, etwa in Form von zügigem Gehen, kann sich positiv auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirken. Gäste finden ein großes Wegenetz für Wanderungen und Spaziergänge, darunter auch spezielle Themenwege rund um Gesundheit, Meditation und Pflanzenheilkunde.

In Bad Feilnbach wird auf dem „Kurweg Für’s Herzal“ die Ausdauer gestärkt. Unterwegs bieten sich abwechslungsreiche Ausblicke auf die umliegenden Berge und den Jenbach mit seinen Wasserfällen. Im Kneippkurort Prien am Chiemsee steht die Gesundheitslehre von Pfarrer Sebastian Kneipp im Zentrum. Der Priener Kneippweg führt durch den Ort zu zwei Kneippanlagen, an denen beim Wassertreten oder einem Armbad der Kreislauf und die Durchblutung angeregt werden können.
Wer Stress abbauen will, kommt beim Meditativen Kirchenspaziergang in Bad Endorf oder auf dem Meditationsweg in Wasserburg am Inn zur Ruhe. Auf dem Wanderweg der Sinne in Bruckmühl können Wanderer die Schönheit der herbstlichen Natur und das imposante Bergpanorama von den Berchtesgadener Alpen bis zum Karwendel genießen. In der Waldapotheke im Bergsteigerdorf Sachrang lässt sich viel über die Anwendung von heimischen Pflanzen in der Heilkunde erfahren.
Bewegen und Lernen

Beim TOGU Bewegungstag am 17.Oktober in Aschau im Chiemgau geben Fitnessexperten praktische Tipps für mehr Bewegung im Alltag. Kurze Vorträge zu Gesundheitsthemen, leichte Wanderungen in den Bergen der Region und Ausflüge auf die Herren- und Fraueninsel erwarten Gäste bei den Herz- und Kulturtagen vom 25. bis 30. Oktober in Prien am Chiemsee. Ergänzt wird das Programm durch regelmäßige Gesundheits- und Bewegungsangebote wie Qi-Gong, geführte Entspannungswanderungen in Rimsting, Achtsamkeitskurse im Kloster Frauenwörth auf der Fraueninsel und Yogakurse in den Bergen.
Die genauen Termine der Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender von Chiemsee-Alpenland Tourismus zu finden.
Sachsen: Tage des traditionellen Handwerks
Am 17. und 18. Oktober von 10 bis 17 Uhr lädt das Erzgebirge wieder zu den Tagen des traditionellen Handwerks ein. Zahlreiche Werkstätten, Museen und Vereine öffnen ihre Türen und geben spannende Einblicke in die lebendige Welt historisch gewachsener Handwerkskünste vom Klöppeln über Schnitzen bis zum Schmieden. Man kann Werkstattluft schnuppern und authentisches Traditionshandwerk und deren Menschen entdecken.

Überall gilt es verborgene Türen zu öffnen, spannende Hintergrundgeschichten zu hören und die Verbindung von traditioneller Fertigung mit nachhaltigen Ideen zu entdecken. 139 Teilnehmer sind in diesem Jahr dabei, darunter fünf neue Veranstaltungsorte. Besonders viele Angebote bieten die Orte Schneeberg, Olbernhau, Annaberg-Buchholz und Grünhainichen.
Zu entdecken gibt es auch seltenere Handwerkskünste. Unter anderem können Besucher auch das Goldschmiedehandwerk, die Herstellung von Bürsten, die Holzkohleherstellung, Hammerschmieden, Federnschleißen oder die Räucherkerzenherstellung erleben und teilweise auch ausprobieren.

Hoffeste mit regionalen Spezialitäten ergänzen das Angebot. Die “Tage des traditionellen Handwerks” im Erzgebirge sind ein deutschlandweit einzigartiges Angebot. Seit über 25 Jahren organisiert der Tourismusverband Erzgebirge e.V. die Aktionstage jeweils am dritten Oktoberwochenende.
DB und die Züge
Das das mit der Pünktlichkeit oft nicht so weit her ist, dürfte bekannt sein. Zur Reiseplanung, aber auch ein wenig zum Stillen von Neugierde gibt es jetzt sogar mal eine Verspätungs-Hitliste. Zusammengestellt wurde sie vom Portal „Delaybahn“. Da lohnt sich tatsächlich eine eigene Website, die in der Hauptsache auch Servicecharakter haben soll. Man kann aktuelle Verspätungen abrufen und auch Entschädigungsinformationen erhalten

Besonders hart trifft es hier den ICE 2267 zwischen Karlsruhe und Stuttgart. Von 72 geplanten Fahrten zwischen Januar und August seien 28 komplett ausgefallen. Diese Strecke hat es offensichtlich in sich, denn auch Platz 2 der Hitliste geht an Karlsruhe – Stuttgart und diesmal den ICE 2364. Der fuhr etwas öfter und es sind im untersuchten Zeitraum „nur“ 43 von 139 Verbindungen komplett oder teilweise ausgefallen. Der dritte Platz der Ausfallliste geht an den ECE 397 auf der Strecke zwischen Schleswig und Hamburg.
Das Portal kommt, auch mit Blick auf den Rest der Bahnparade zu dem Schluss, dass man insbesondere auf den Routen Karlsruhe – Stuttgart – München sowie Hamburg – Kopenhagen das größte Risiko hat, irgendwo hängen zu bleiben. Der weitere Schluss von „Delaybahn“ heißt damit auch, dass Verspätungen eher verkraftbar sind als Zugausfälle.
Die Statistik erhebt keinen Anspruch auf eine hundertprozentige Abdeckung aller Ausfälle, denn die Bahn streicht ja mitunter auch Verbindungen langfristig aus den Fahrplänen.
M-V: Tag des offenen Denkmals

Am 13. September können am bundesweiten Tag des offenen Denkmals in Mecklenburg-Vorpommern 260 Schlösser, historische Gebäude und Denkmäler kostenfrei besichtigt werden. Das Besondere dieses Events: Bei dem jährlich veranstalteten Aktionstag werden historische Orte, die sonst nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind, geöffnet. Unter dem diesjährigen Titel „NETZwerke: Denkmale & Infrastruktur“ lassen sich besondere Einblicke in die Geschichte und Bedeutung der Bauwerke gewinnen. Begleitet wird der Aktionstag von einem umfangreichen Programm mit Führungen, Ausstellungen und Konzerten.

Neu dabei sind unter anderem mehrere Orte in Barth, darunter der 2025 als Museum für Stadt- und Regionalgeschichte eröffnete Papenhof, der Fangelturm sowie das Vineta-Museum. In der Region Mecklenburg-Schwerin können sich Gäste auf eine Führung zur Geschichte der Festung Dömitz freuen, und in der Mecklenburgischen Seenplatte ist eine Besichtigung der Kloster- und Schlossanlage Dargun möglich. Eine Übersicht aller teilnehmenden Orte und Termine findet sich online. Veranstaltungsinformationen, insbesondere in Schlössern, sowie Guts- und Herrenhäusern sind ebenfalls abrufbar.
Bundesweites Angebot
Selbstverständlich findet der Tag des offenen Denkmals in ganz Deutschland statt und genauso selbstverständlich ist dabei der Überblick über das gesamte Programm.
Franken: Herbsturlaub auf der Burg?
Familienferien auf einer Burg? Das machen die fränkischen Jugendherbergen in Nürnberg, Spalt und Rothenfels möglich.

In Nürnberg befindet sich die Jugendherberge – eine der modernsten in Deutschland – in den ehemaligen Stallungen der Kaiserburg und damit nur wenige Schritte von der Altstadt entfernt. Familien entdecken beim Arrangement „3 Tage, 2 Burgen, 1 Erlebnis“ Geschichte spielerisch und erleben Nürnberg aus einer ganz neuen Perspektive.
Im Fränkischen Seenland setzt die Jugendherberge Burg Wernfels bei Spalt mit Wander- und Radwegen und sogar einem Freibad auf dem Burggelände auf Aktivurlaub. Hier verbindet das Angebot „3 Tage Familienauszeit“ gemeinsame Zeit mit jeder Menge Freiraum.
Hoch über dem Main liegt im Spessart-Mainland Burg Rothenfels – das Panorama, das man beim Blick aus der Jugendherberge genießt, ist mehr als beeindruckend. Alle drei Häuser bieten zeitgemäße Zimmer, nachhaltige Verpflegung mit Bio-Produkten und Räume für gemeinschaftliche Aktivitäten.
Ein Blick in die Übersicht der Familienprogramme schließt sogar Adventsreisen und den Jahreswechsel ein.

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