
Kerosinverbrauch: Good News. – Aber gut genug?
Der Kerosinverbrauch pro Fluggast ist in den letzten Jahren weiter gesunken. Bei durchschnittlich 3,32 Litern Kerosin liegt der Verbrauch auf 100 Kilometer bei den deutschen Airlines. Die Luftfahrtindustrie zeigt sich stolz. Dies sei eine Reduktion von 47 Prozent seit 1990. Das hat der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft gestern bekanntgegeben.

Der BDL sagt auch, dass diese Zahl noch besser sein könnte, gäbe s nicht die Lieferengpässe bei den Herstellern und nennt die Zahl von 423 Jets, die derzeit bestellt, aber noch nicht geliefert wurden. Die Effizienz könne dadurch noch besser werden. Ein modernes Flugzeug verbrauche auf der Langstrecke nur noch 2,1 bis 2,5 Liter Kerosin auf 100 Kilometer heißt es.
Dies ist beachtlich und sicher gut. Trotzdem gibt es Kritik von Umweltverbänden. Beim allem Erfolg verfehle der Luftverkehr insgesamt nach wie vor seine Klimaziele, kommentierte zum Beispiel „Atmosfair“ die Presseinformation. Eine Kritik ist auch, dass der Einsparungseffekt verpuffe, da gleichzeitig immer mehr Passagiere den Gesamtverbrauch steigerten, statt ihn zu reduzieren.
Luft für Kerosin-Schnüffler?

Mitunter zeigen Notfälle auch Dinge auf, die gern verdrängt werden. Wenn voll betankte Flugzeuge nach dem Start, wegen technischer Schwierigkeiten zum Ausgangs-Airport zurückkehren, muss aus Gewichts- und Sicherheitsgründen der Kerosintank schnell entleert werden. Dies geschieht durch Ablassen des Treibstoffs. Wie? Einfach den Sprit in die Luft pumpen? Was bedeutet das für die Gesundheit der Menschen, die quasi mit Kerosin beregnet werden?
Der Notfall des Vietnam Airlines Fall am vergangenen Samstag war offensichtlich Anlass für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, sich mit dieser Problematik zu beschäftigen. Die Boeing 787-9 hatte rund 60 Tonnen Kerosin über dem bayerischen Luftraum abgelassen.
Bei der Menge fragt sich der Mensch, der darunter lebt, schon, ob das seiner Gesundheit eventuell abträglich ist. Das ist nicht unbegründet, kommt es doch öfter vor, als man gemeinhin denkt.

Immerhin, es gibt Vorschriften. Ablassen geht nur in definierten Lufträumen, festgelegt durch Fluglotsen. Es muss ein sogenannter verkehrsarmer Luftraum sein. Beim Ablassen darf eine Mindesthöhe von 1.800 Metern nicht unterschritten werden. In der Realität versucht man dies bei noch größerer Flughöhe (mindestens 4.000 Meter) zu tun. Der Luftraum darf im Anschluss auch nicht von anderen Maschinen durchflogen werden.
Nichtsdestotrotz kann man bei, zum Beispiel 60 Tonnen, nicht sagen, dass würde sich „verplätschern“. Immerhin das Bundesumweltamt gibt aber weitgehende Entwarnung: Der größte Teil des abgelassenen Kerosins verdampfe tatsächlich. Abgesehen davon, dass dies nicht gut für die Luftqualität ist, kann natürlich etwas am Boden ankommen. Das wiederum hängt von Ablasshöhe, Wind und auch Temperatur ab. Sonnenlicht kann zum Beispiel Kerosin in Kohlendioxid und Wasser aufspalten.
Trotzdem: Die CO₂-Belastung steigt natürlich genauso wie die Menge der Luftschadstoffe. Deshalb empfiehlt das Bundesumweltamt in seiner Studie von 2020 auch die Anhebung der Flughöhe beim „Fuel-Dumping“ auf mindestens 3.000 Meter.
Spiekeroog: Sanddorn für Alle

Bei dieser Frucht teilen sich die Geister. Fans schwärmen von Geschmack und Gesundheitseffekt. Anderen ist Sanddorn schlicht und einfach nur zu sauer. Allerdings muss man anerkennen, dass die sauren Beeren zehnmal so viel Vitamin C wie eine Zitrone bieten und auch in der Kosmetik eingesetzt werden können. Außerdem: Fast überall an Nord- und Ostsee, steht der Sanddorn reichlich zur Verfügung.
Davon will zum Beispiel das Thalasso-Gesundheitszentrum „Meerestied“ auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog profitieren. Hier werden Ölmassagen, Peelings, Packungen und Bäder sowie saisonale Gesichtsmassagen mit Sanddorn-Feuchtigkeitsmaske angeboten. Zu jeder Anwendung wird ein Sanddorn-Vitalshot gereicht.
Gesundheitsförderung
Die orangen Sanddorn-Beeren, die gern an der Küste auf kargem Boden wachsen, haben dank ihres hohen Vitamin C-Gehalts eine positive Wirkung auf das Immunsystem. Außerdem hat das Sanddorn-Öl wegen seiner Vitamine und ungesättigter Fettsäuren eine entzündungshemmende und heilende Wirkung. Die Beeren sind reich an Ballaststoffen und fördern deshalb gesunde Verdauung und Darmschleimhaut sowie das Mikrobiom. Erste Studien zeigen auch, dass Sanddorn eine blutdrucksenkende Wirkung haben kann.

So könnte das „fruchtig-saure Beerchen“ einen entspannten Spätsommer- oder Herbsturlaub in frischer Nordseeluft aufs Feinste ergänzen. Das autofreie Nordseeheilbad Spiekeroog könnte dabei als die ursprünglichste der sieben Ostfriesischen Inseln zum Favoriten werden
Saarland: Bewegung per Gravelbike
Gravelbiken verbindet die Schnelligkeit des Rennrads mit der Freiheit, auch abseits asphaltierter Wege zu fahren. Immer mehr Radbegeisterte entdecken diese Vielseitigkeit für sich, und das Saarland will dafür ideale Bedingungen liefern. Die Mittelgebirgslandschaft ist wald- und abwechslungsreich und wird neben der Saar, Mosel und Blies von zahlreichen weiteren Flüssen durchzogen. Die höchsten Punkte wie Dollberg und Schimmelkopf messen zwar nur knapp 700 Meter, dennoch lassen sich im ständigen Wechsel zwischen Tälern und Anhöhen jede Menge Höhenmeter zurücklegen. Gerade das leicht wellige Profil der Landschaft macht sie für das Gravelbiking auch mit Gepäck interessant.

Saarlandrunde & mehr
Ein neues Konzept für die stetig wachsende Gravelbike-Community bietet die Saarlandrunde. Auf etwa 375 Kilometern und rund 6.800 Höhenmetern umrundet die Strecke das gesamte Bundesland und legt sich dabei nicht auf einen bestimmten Untergrund fest.
Aber sie reiht zahlreiche Naturschönheiten, wie etwa die Saarschleife und weitere reizvolle Radabschnitte aneinander. Auf der Route finden sich abwechselnd gut ausgebaute Radwege, einsame schmale Landstraßen, Schotterpisten, Waldwege und Trails. Einsteigen lässt sich überall. Zentraler Einstieg könnte der Deutsch-Französische Garten in der Landeshauptstadt Saarbrücken sein. An der Strecke wartet eine breite Palette an Übernachtungsmöglichkeiten. Sie reicht vom „Campground“ zum Schlafen unterm Sternenhimmel über schön gelegene Campingplätze bis hin zu komfortablen Hotels.
Wer über Grenzen hinausgehen möchte, dem bietet die „Véloroute Saarlorlux“ einen Tourenvorschlag, der auch zu den Nachbarn in Rheinland-Pfalz, Lothringen und Luxemburg führt.

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