
Reisewarnung aufgehoben – Sicherheitshinweis bleibt
Die kurz vor Beginn des Iran-Kriegs veröffentlichte Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Saudi-Arabien, Katar, Bahrain und Jordanien wurden Ende der letzten Woche aufgehoben.
Die Begründung dafür: Der Umstieg in der Region zu weiterführenden Zielen seien meist ohne Probleme möglich.

Weiterhin gelten Sicherheitshinweise für Reisen direkt in die Region und dort sagt schon die Formulierung, dass derzeit keine wirkliche Entspannung erkennbar ist:
Von Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate wird dringend abgeraten.
Die Sicherheitslage in der gesamten Region bleibt höchst volatil. Das Risiko einer kurzfristigen Verschärfung der Sicherheitslage und erneuter Einschränkungen des Flugverkehrs sowie eine erhöhte abstrakte Gefährdung für terroristische Anschläge bestehen unvermindert fort.
Reiseanbieter tun sich dementsprechend schwer mit dem Handling von gebuchten Urlauben in der Großregion. Bei vorhandener Buchung einer solchen Reise empfiehlt sich nach wie vor der direkte Kontakt mit dem Veranstalter.
Aktualisierung
Wie schnell sich die Situation ändern kann, beweist der gestrige Abend. Nach der Warnung vor iranischen Raketen- und Drohnenangriffen wurden Starts und Landungen am Internationalen Airport von Dubai vorübergehend eingestellt. Passiert ist glücklicherweise nichts, da die Raketen, Dohnen und Marschflugkörper abgefangen werden konnten. Abseits des Flughafens gab es aber nach einem Drohnenangriff einen Großbrand im Industriegebiet der Hafenstadt Fudschaira.
Das belegt, dass das Auswärtige Amt nicht umsonst von einer „volatilen“ Lage spricht.
Hantavirus an Bord
Das Kreuzfahrtschiff „Hondius“ von Oceanwide Expeditions liegt derzeit noch vor den Kapverdischen Inseln. Die Behörden dort haben nach einem Besuch von Medizinern an Bord mitgeteilt, dass sie keine Hilfe leisten können. Vermutlich muss das Schiff weiterfahren in Richtung Kanarische Inseln, erheblich weiter nördlich. Dort könnte es in Las Palmas auf Gran Canaria oder in einem Hafen von Teneriffa Hilfe geben.
Die ersten Fälle waren bereits Mitte April aufgetreten, die Ursache konnte aber erst wesentlich später ermittelt werden. 3 Passagiere sind inzwischen verstorben. Ein Fahrgast wurde nach Südafrika transportiert und befindet sich in der Intensivstation einer Klinik in Johannesburg. An Bord gibt es weitere Fälle mit entsprechenden Symptomen, die aber noch nicht verifiziert werden konnten. An Bord befinden sich noch 149 Personen, davon 88 Passagiere.
Das Virus
Wo sich die Personen mit dem Virus infiziert haben könnten ist noch völlig unklar. Die Inkubationszeit könne durchaus bis zu 5 Wochen betragen. Es wird über Nagetiere wie Mäuse und Ratten weitergetragen. Die Infektion kann über Ausscheidungen der Tiere über das Einatmen von Staub erfolgen. Eine direkte Infektion zwischen Menschen sei unwahrscheinlich, hieß es bisher von Medizinern. Je nach unterschiedlichem Virusstamm kann es im Lauf der Infektion zu Nierenschäden und auch zu Nieren- oder Lungenversagen kommen. Eine Behandlung ist kompliziert, da es bisher keine Medikamente gibt, um das Virus direkt zu bekämpfen.
Das Schiff befindet sich auf der Rückreise aus der Antarktis.
Lufthansa: Start für FOX
Ausnahmsweise geht es mal weder um Streik, Tarife und Sozialleistungen, sondern um die angekündigte Großinitiative in Sachen Wohlfühlen und Kulinarik von Lufthansa auf der Langstrecke.
Die „FOX“ solls richten

Das neue Service-Konzept heißt FOX (Future Onboard Experience) und soll eine der größten Investitionen in das Premium-Kundenerlebnis an Bord in der Geschichte der Airline werden.
Theoretisch erst einmal sehr erfreulich: Alle Serviceelemente und Prozesse an Bord wurden überarbeitet und das in allen Reiseklassen von First bis Economy. Nach der schon gestarteten Überarbeitung des kulinarischen First-Class Erlebnisses ist es ab Morgen bei Business, aber auch in der Premium Economy und der regulären Eco-Klasse soweit.
Gleichberechtigung

In allen Klassen sollen Gäste mehr Wahlmöglichkeiten und mehr Flexibilität erhalten. Ziel: Nicht einfach ein besseres Produkt, sondern eins mit LH-Wiedererkennungswert. Die mittelfristige Abkehr von TK-Produkten soll hier u.a. wegweisend werden.
Dass First und Business aufwertet werden, erlebt man öfter in der Luftfahrt. Dass dies auch bis in die billigste Klasse Anwendung findet, spricht zunächst einmal für Innovation. Glänzte doch die Versorgung in der „Coach“-Klasse in den letzten Jahrzehnten eigentlich immer nur mit Einschränkungen, Einsparungen und wenig Vergnügen. Schauen wir dementsprechend einfach mal auf die Economy. Klar: Für Eco-Preis gibt’s auch in Zukunft keine Business-Menüs. Das aber sollte jedem klar sein.
Die Eco-„FOX“

Das Amenity-Kit kommt in die Economy Class. Drin ist eine Schlafmaske, Ohren“stöpsel“ für mehr Ruhe. Es gibt neues Geschirr, neues Besteck und neue Tabletts. Eine Menükarte soll Appetit machen. Die Getränkeauswahl soll deutlich ausgeweitet werden. Auf Flügen über zehn Stunden stehen ab sofort drei warme Hauptgerichte zur Auswahl – statt wie bisher zwei.
Geburtstagsgeschenk
Dieses Angebot macht Lufthansa seinen Passagieren zum Hundertsten als Geschenk. Es war sehr teuer und muss sich jetzt bewähren. Wenn die Buchungen wachsen, hat man Glück gehabt.

Ab Samstag: Der Last-Minute-Preis der Bahn
Die Deutsche Bahn hat ein neues Tarifmodell vorgestellt, das am kommenden Samstag (9. Mai) buchbar sein soll.

Es geht um die neue Möglichkeit „Last-Minute-Tickets“ zu buchen. Sie sollen künftig jeweils ab Samstag für die darauffolgende Woche erhältlich sein.
Der „ab-Preis“ klingt verlockend. Hier wurde eine Summe von 6 Euro 99 genannt. Auf den angebotenen Preis gibt es zusätzlich noch den Bahncard-Rabatt (so vorhanden). Die Preise sollen in Zügen gelten, in denen auch kurzfristig noch viele freie Plätze zur Verfügung stehen. Chance für Kunden: Es gibt mehr Flexibilität. Ziel der Bahn: Bessere Auslastung in weniger vollen Zügen.
Interessant dürfte das Angebot allenthalben von Dienstag bis Donnerstag und in verkehrsärmeren Zeiten sein. Dann wenn alle fahren, dürfte es auch kein Last-Minute geben. Eine Verbesserung dürfte es trotzdem sein. Bisher waren kurzfristig gebuchte Tickets fast immer sehr viel teurer, als Fahrkarten von Frühbuchenden.
Ansbach: Rokoko made in Franken

Ansbach ist berühmt für seine Rokoko-Festspiele. Sie finden alle zwei Jahre statt. Das nächste Mal im Juli 2027. Die Zeit bis dahin soll jetzt mit einer weiteren Attraktion verkürzt werden.
Beim „Marktgeflüster“ wird die Altstadt von Ansbach zur Bühne für lebendige Rokoko-Szenen. Am 23. Mai, 20. Juni und 18. Juli 2026 flaniert zwischen 10 und 14 Uhr ein historischer Hofstaat durch die Gassen, begleitet von Musik, Tanz und szenischen Darstellungen. Jagdhörner erklingen, Hoftrompeter setzen Akzente, während Fechter ihre Kunst zeigen und eine Postkutsche durch die Straßen rollt.

So wird ein atmosphärisches Bild des höfischen Lebens unter freiem Himmel entstehen. Ergänzend bietet die Staatliche Bibliothek jeweils um 11 Uhr eine Führung durch das Büchererbe der Markgrafen an.

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