Podcast 326 – TALK: Aufbruch in die Zeit des Göta-Kanals

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Es ist ein besonderes Erlebnis, auf einem historischen Kanal, auf einem historischen Schiff und eine, zumindest teilweise, Zeitreise ins 19. Jahrhundert.

Reportage folgt. Dieser Podcast ist quasi der Vorab-Talk.

Die MS Juno der „Götakanal Rederiactiebolaget“

Hauptakteurin ist das Schiff, das jetzt mit wenigen Unterbrechungen seit 152 Jahren auf dem Göta-Kanal unterwegs ist. Zwischen Göteborg und Stockholm oder zwischen Stockholm und Göteborg. Der Kanal (und die dazwischenliegenden Seen plus ein kleines Stückchen Ostsee) verbindet die Westküste mit der Ostküste des Landes.

Was einst dem Transport von Waren galt, ist heute zur Zeitreise und zum außergewöhnlichen Genussabenteuer geworden. Ich durfte diese Reise auf der JUNO von Stockholm bis nach Göteborg mitmachen. Und vorweg schon mal gesagt: Ich habe dieses Abenteuer von der ersten bis zur letzten Sekunde genossen.

Abfahrt: Stockholm, Skeppsbrokajen 103 – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

4 Tage mit drei Übernachtungen war ich unterwegs. Es ging über knapp 300 Kilometer quer durch die schwedische Landschaft von der Hauptstadt Stockholm in die zweitgrößte Metropole des Landes nach Göteborg. Die JUNO ist das älteste von drei von der Göta-Rederei betriebenen Schiffe. Gleichzeitig hält sie einen Rekord: Sie ist das älteste noch in Betrieb befindliche Schiff, auf dem man auch übernachten kann.

Technik? Die JUNO besitzt zwei 600 PS starke Volvo-Penta Dieselmotoren, die natürlich nicht so alt sind. Sie fährt 9 Knoten Höchstgeschwindigkeit (gut 16 km/h). Auf dem Kanal selber gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 5 Knoten (9,26 km/h) oder anders formuliert:

Entdecke die Langsamkeit, so wie es vor ungefähr 150 Jahren war.

Den gesamten ausführlichen Reisebericht wird es Anfang November geben, dann steht auch der Fahrplan für die Saison 2027 und man kann seine Reise besser buchen.

JUNO-Talk mit Maria

JUNO Check in und Boarding in Stockholm – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Am 09. August um 8 Uhr 30 bin ich an Bord gegangen. Und als ich mich in meiner kleinen, feinen Minikabine eingerichtet hatte, lernte ich Maria kennen. Maria Kühler ist, als Reisebegleiterin, für die Passagiere da. Das habe ich nach dem Ablegen gleich mal genutzt, um mit ihr über all die Dinge zu reden, die da auf meine Mitfahrer:innen und mich zukommen sollten.

Maria Kühler: Reisebegleiterin auf der MS JUNO – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

 

Wenn Ihr diesen Podcast gehört habt, wisst Ihr zumindest schon ziemlich gut Bescheid, was einen als Gast an Bord erwartet; welche Annehmlichkeiten geboten sind, welche kleinen Abenteuer bevorstehen und auch wie man auf der JUNO sein Leben als Gast organisiert. Letztlich hat sie mir all die Fragen beantwortet, die frau und mann so wissen will, bevor es richtig losgeht.

Ausflug in die Geschichte

Nicht nur diese Reise ist große Geschichte, die MS JUNO ist es auch. Und da gibt es viel zu erzählen.

Natürlich will ich wissen, wie man früher gereist ist, denn so reist man ja auch noch heute wenn man wahlweise mit der JUNO, der DIANA oder der WILHELM THAN unterwegs ist.

Schleuse von Forsvik: Kuchen von Maria für die singende religiöse Familie Kindboom – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Das Angebot an Bord

Auch Prominente waren schon in frühen Zeiten an Bord. Maria verrät es uns.

Ich wollte wissen, welche festen Angebote an Bord warten. Schon mal vorweg: Auch auf der JUNO ist es wie auf anderen Kreuzfahrten: Kulinarisch kommt niemand zu kurz. Selbstverständlich ist dieses Angebot auch schwedisch geprägt, die tägliche ”Fika” mit Kaffee und süßen Backwaren inklusive.

Fika Recherche – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Wir reden über die Kabinen, den Luxus, den sie damals boten und wie das heute aussieht. Aber, ich hab ja schon gesagt, dass die Fahrt auch eine Zeitreise ist.

Das beinhaltet einige besondere Bitten, die den Gästen an Bord unterbreitet werden. Lasst es Euch erzählen.

Zur Zeitreise gehört auch, dass nicht ständig etwas los ist. Was also macht man? Zählt einfach hinsetzen und aufs Wasser schauen? – Ganz sicher ist: Man kann bequem zur Ruhe kommen und einfach mal die Zeit wie Astrid Lindgren nutzen. Sie sagte:

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.

Ich weiß nicht, ob Astrid je an Bord war. Dieser Satz aber, hätte genau dort entstehen können.

Verantwortung und Kommunikation: Maria mit Kapitänin Annette – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Reportage folgt

Wie schon geschrieben: Die große Reportage über mein JUNO-Abenteuer folgt in einigen Wochen, dann lüften wir auch die letzten Geheimnisse dieser wundervollen Reise. Diesr weitere Podcast erzählt vom ganz großen Abenteuer auf einem Schiff zu sitzen und Schweden gaaaanz langsaaaam an sich vorbeiziehen zu lassen

Information & Links

Göta – Kanal

Göta-Kanal – Kreuzfahrten

Tack so mycket, Maria – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

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