
Meyers Kreuzfahrt-Vision
Da war der Geschäftsbetrieb bei Meyer nicht nur in Gefahr. Die “Stütze” vom Staat könnte demnächst von der Reederei MSC abgelöst werden. Innovativ waren die Ingenieure in Papenburg in dieser Zeit trotzdem. Herausgekommen ist eine regelrechte Sensation: Das erste vollelektrische Kreuzfahrtschiff. Hybrid mit Diesel geht schon länger und wird zum Beispiel von Hurtigruten benutzt.
Voll elektrisch?

„Die Meyers“ haben ihre Vision mit gleichnamigen Titel bereits im April auf einer Fachmesse in Miami vorgestellt. Würde sie gebaut und würde dann auch funktionieren, könnte das zumindest eine Kreuzfahrtsensation bedeuten. Die „Vision hätte eine Länge von 275 Metern und könnte gut 1800 Passagiere beherbergen. Gut im Vergleich zu den schwimmenden Monstern ist das klein, aber der Anfang wäre gemacht. Das Fortschreiben bereits funktionierender Technik geschieht dann sicher fast von selbst. Problem ist natürlich der Stromspeicher. Hier ist von einem Akku die Rede, der 500 Megawatt aufnehmen kann. Damit wären zum Beispiel Mittelmeer-Kreuzfahrten kein Problem mehr. Eine Weltinnovation wäre es auf jeden Fall.
Was noch fehlt, wäre eine Reederei, die sowas bestellt. Wenn MSC wirklich finanziell einsteigt in Papenburg, könnte das dann ja sogar eine glückliche Fügung sein.
Weniger Herbsturlaub
Die Deutschen planen für diesen Herbst weniger Urlaubsreisen als vor einem Jahr. Der Urlaubsplanungsindex (UPI) für die Monate September bis November 2026 erreicht einen Gesamtwert von 81 Punkten. Im Herbst 2025, der mit 100 Punkten die Referenzperiode des Index bildet, waren die Reiseabsichten höher. Auch der Anteil der Menschen, die mindestens eine Urlaubsreise planen, ist gesunken: 55 Prozent wollen in den kommenden drei Monaten verreisen, im Herbst 2025 waren es 61 Prozent. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Urlaubsplanungsindex des Deutschen Instituts für Tourismusforschung an der Fachhochschule Westküste in Kooperation mit dem Deutschen Tourismusverband (DTV).
Weniger konkrete Reisepläne
Tiefergehende Auswertungen zeigen, dass die zurückhaltenderen Planungen als vor einem Jahr in allen soziodemografischen Gruppen zu finden sind. Prof. Dr. Bernd Eisenstein, Direktor des Deutschen Instituts für Tourismusforschung sagt dazu:
Der relativ niedrige UPI-Wert für diesen Herbst ist als Ausdruck der allgemeinen Verunsicherung der Konsumenten und Konsumentinnen in Deutschland zu interpretieren. Das heißt allerdings nicht unbedingt, dass auf Urlaub verzichtet wird, sondern es wird vorsichtiger geplant und auch später entschieden. Zum einen ist der Sommerurlaub bei vielen noch in guter Erinnerung und zum anderen führen unterschiedliche Rahmenbedingungen – wie beispielsweise die Spritpreisentwicklung oder die gesamtwirtschaftliche Lage – zu Unsicherheiten. So wird eine abwartende Haltung gefördert, die Entscheidung für oder gegen eine Urlaubsreise im Herbst wird vertagt. Zudem gehen wir davon aus, dass Preisorientierung und die Suche nach stornierbaren und kurzfristigen Buchungsmöglichkeiten weiter zunehmen werden, um das empfundene Kaufrisiko zu mindern.
Preise: Wird Venedig wieder teurer?

Derzeit darf der geneigte Besucher wieder kostenfrei in die Stadt, denn bisher galt die Saison für Tagesbesuchertickets nur bis Ende Juli. Im nächsten Jahr könnte sich das ändern und gleichzeitig teurer werden. Bisher kostete der Venezia-Besuch 10 Euro pro Person, mit der Chance auf 50% Rabatt, wenn man vorher online sein Tagesticket gebucht hat.
Jetzt diskutiert man eine Erhöhung auf 30 Euro und gleichzeitig eine Erweiterung der kostenpflichtigen Saison. Es gehe dabei weniger ums Geld, als um die Touristensteuerung, heißt es. Überlegt werde der Zeitraum zwischen März und September.
Immerhin hat die Gebühr in diesem Jahr rund 5,2 Millionen Euro eingebracht.
Ob das denn dann wirklich kommt, wird sich weisen. Strenge Regelungen werden in Venedig gern diskutiert, ob sie dann Realität werden bleibt auch diesmal offen.
Condor: Änderungen im Flugplan

Aufgrund der Sparmaßnahmen (wir berichteten) plant man jetzt offensichtlich auch die Streichung von Strecken zugunsten von erhofften neuen Verbindungen.
Condors Flüge nach Dubai von Berlin und Stuttgart werden im Winter-Flugplan eingestellt.
Stattdessen soll es mehr Städteverbindungen geben. Im nächsten Sommer werden Verbindungen der „Streifenhörnchen“ nach Athen, Florenz und Stockholm im Routenplan auftauchen. Der Flug nach Schweden soll ab Mai dann zweimal täglich angeboten werden und dies ganzjährig. Florenz und Athen soll es nur im Sommerflugplan geben. Eine dauerhafte Verbindung nach Schweden könnte sich durchaus lohnen. Alle Verbindungen starten in Frankfurt.
MV und der echte Kranich

Mit Beginn der Herbstferien stehen in Mecklenburg-Vorpommern insbesondere für Familien zahlreiche Angebote auf dem Programm. Ob bei einer Führung durch den herbstlichen Darß-Wald, beim Herstellen von Kräuterblüten-Konfetti in Binz oder auf Entdeckungstouren durch die Meereswelten im Stralsunder OZEANEUM und MEERESMUSEUM – zwischen Ostseeküste und Seenplatte finden Gäste viele Anlässe für einen Kurzurlaub oder Ausflug in den Norden. In den letzten zehn Jahren sind die Ankünfte um rund elf Prozent und die Übernachtungen im Oktober um rund zehn Prozent gewachsen.
Glücks-Kraniche

Bis Ende Oktober machen die sogenannten „Vögel des Glücks“ Rast zwischen Ostseeküste und Seenplatte. Im Nordosten haben Gäste an einigen Plätzen besonders gute Möglichkeiten Kraniche zu bewundern. Es wartet u.a. das „Kranorama“ auf Gäste. Es befindet sich etwa 15 Kilometer nordwestlich von Stralsund und ist eine zweistöckige und barrierefreie Kranichbeobachtungsstation. Im daneben liegenden neuen NABU-Erlebniszentrum „Kranichwelten“ wird in der größten Kranich-Ausstellung Deutschlands ein umfassender Einblick in das Leben der Vögel des Glücks geboten. Im Müritz-Nationalpark in der Mecklenburgischen Seenplatte kann der abendliche Flug zu den Schlafplätzen bei einer Kranichführung erlebt werden. Bis Ende Oktober wird täglich ein geführter Rundgang über vier Kilometer angeboten, der von der Nationalparkinformation Federow startet.
Hotel „Aus“ in Frankfurt

Im Rhein-Main Gebiet hat das plötzliche Ende des Crown Plaza-Hotels im Stadtteil Niederrad ordentlich Staub aufgewirbelt. Kritisiert wurden u.a. die Freisetzung des kompletten Personals und die Kündigung der Personalvertretung. Vor Allem die Vorgehensweise der urplötzlichen Schließung erzürnte die Berichterstatter.
Auf der Suche nach einem Grund für die Schließung von heute auf morgen, war von schweren technischen Mängeln am Gebäude die Rede, aber auch von einer Asbestverseuchung. Offizielle Stellungnahme der Betreiberfirma NOVUM-Hotels gibt es bisher nicht.

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