Vorsaison im ostfriesischen Watt - Foto: Nordseebad Spiekeroog GmbH
Tipps und Infos für die Nähe
Rüdiger Edelmann – Foto: Holger Leue
Gestern gab es einen neuen Podcast zum Deutschlandtourismus 2026. Es ist ein Überblick, den ich insbesondere während der ITB in Berlin und während der Medianveranstaltung IMM eingefangen habe.
Aktuelle Angebote und Infos berücksichtige ich zusätzlich in den mindestens einmal pro Monat veröffentlichten Deutschland-News. Hier findet Ihr / finden Sie aktuelle Angebote und Wissenswertes aus deutschen Zielgebieten. Damit ließe sich, je nach Bedarf, durchaus ein Urlaub oder zumindest eine Kurzreise planen und realisieren.
Konzentration diesmal: Eindeutig der Norden. Aber Süd und Ost kommen auch noch.
Ich wünsche eine schöne Deutschlandreise im Frühjahr 2026
Surf & Sylt: Eine Erinnerung
Das Rathaus in Westerland wird zur Bühne für insulare Surfgeschichte. In den Räumlichkeiten des ehemaligen Casinos startet Morgen, 1. Mai, die Fortsetzung der Ausstellungsreihe „Surf + Strand Kultur Sylt“. Sie knüpft an den erfolgreichen ersten Teil an, der 2024 im Sylt Museum die Anfänge und Entwicklung des Wellenreitens auf der Insel in den 1950er-, 60er- und 70er-Jahren beleuchtete.
Surf Memories auf Sylt – Foto: Markus Mager / Sylt Tourismus
Stand in der ersten Ausstellung die Frühphase des Surfens im Mittelpunkt, rücken nun zusätzlich die 1980er-Jahre in den Fokus. Angelo Schmitt, Kurator der Ausstellung betont:
Mit den 80er-Jahren nehmen wir eine Zeit in den Blick, in der sich die Surfkultur auf Sylt noch einmal deutlich weiterentwickelt und neue Impulse erhalten hat.
Am Strandabschnitt Seenot gewann Jürgen Hönscheid 1974 den ersten internationalen Brandungswettkampf im Windsurfen. In der Folge wurde auch das Windsurfen immer populärer und Westerland wurde 1984 fester Tourstopp des „Windsurf World Cup Sylt“. Diese Entwicklung will die Ausstellung sichtbar machen.
Gleichzeitig will man daran erinnern, dass es wichtig sei, Küste und Meer zu schützen, um dieses Lebensgefühl auch für zukünftige Generationen zu erhalten.
Parallel zur Hauptausstellung will deshalb die zusätzliche Sonderausstellung „Shades of Trash“ das Thema Umwelt- und Meeresschutz aufgreifen. Dort wird u.a. mit Figuren aus weltweit gesammeltem Strandgut und Kunststoffabfällen auf die Folgen der Meeresverschmutzung aufmerksam gemacht.
Surf & Sylt: Die 1980er – Foto: Werner Herzog / Sylt Tourismus
Die Eröffnung findet am 1. Mai von 14 bis 17 Uhr statt. Ab dem 2. Mai sind beide Ausstellungen jeweils von Donnerstag bis Sonntag zwischen 12 und 17 Uhr geöffnet.
Camping – aber wo?
Im Jahr 2025 verzeichneten deutsche Campingplätze rund 44,7 Millionen Übernachtungen – ein Anstieg von etwa 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und zugleich ein neuer Höchstwert laut dem Branchenverband BVCD.
Gleichzeitig wird das Angebot immer vielfältiger, von klassischen Campingplätzen über Glamping bis hin zu naturnahen Stellplätzen, verteilt über das gesamte Bundesgebiet.
Während sich viele Studien auf nationale oder regionale Trends konzentrieren, fehlen häufig detaillierte Einblicke auf lokaler Ebene. Um genau hier anzusetzen, hat die Camping-Suchmaschine JetCamp eine Analyse zur Qualität und Beliebtheit deutscher Campingregionen durchgeführt. Untersucht wurden 2.029 Campingplätze und Ferienparks auf Basis von mehr als 700.000 Bewertungen. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 8,35.
Ein besonderer Fokus der Studie liegt auf der Auswertung verschiedener Ebenen: Neben Bundesländern wurden auch Landkreise und touristische Regionen analysiert. Dadurch entsteht ein besonders differenziertes Bild der beliebtesten Campingziele in Deutschland.
Beste Bundesländer für Camper
Camoing Miramar / Fehmarn – Foto: ADAC
Nicht nur auf lokaler Ebene, sondern auch zwischen den Bundesländern zeigen sich Unterschiede – wenn auch auf insgesamt hohem Niveau. Die Top 3:
Schleswig-Holstein
Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,61 belegt Schleswig-Holstein den ersten Platz. Die Kombination aus Nord- und Ostseeküste sowie zahlreiche gut bewertete Campingplätze in Küstenregionen wie Dithmarschen und Ostholstein tragen maßgeblich dazu bei.
Mecklenburg-Vorpommern
Auf Platz zwei folgt Mecklenburg-Vorpommern mit 8,51 Punkten. Neben der Ostseeküste überzeugt vor allem die Mecklenburgische Seenplatte mit viel Natur, Ruhe und hochwertigen Campingangeboten.
Sachsen
Sachsen erreicht mit 8,50 Punkten Rang drei. Die Region punktet mit einer gelungenen Mischung aus Natur und Kultur, insbesondere im Erzgebirge und im Zittauer Gebirge.
Beliebte Urlaubsregionen
Camping Konstanz Litzelstetten – Foto: MTK / Hari Pulko
Besonders Regionen mit viel Natur schneiden überdurchschnittlich gut ab. Dazu zählen der Schwarzwald, die Nord- und Ostseeküste, die Alpenregion in Bayern sowie Mittelgebirge wie der Thüringer Wald.
Gleichzeitig zeigen Regionen wie die Uckermark oder Teile Niedersachsens, dass auch weniger bekannte Gebiete hervorragende Bewertungen erzielen können.
Erwin Hoevenaar, CEO JetCamp, fasst das Ergebnis in einem Satz zusammen:
Die besten Campingplätze liegen längst nicht immer an den bekanntesten Orten – gerade ruhige Regionen erzielen die höchsten Bewertungen.
Ostfriesland: Ab ins „Körbchen“
Spiekeroog – Foto: Tourismus-Agentur-Nordsee GmbH
Die Ostfriesischen Inseln starten in die neue Saison. Gibt es etwas Schöneres derzeit als ein Sonnentag im Strandkorb? Vom Wind abgewandt, aber hin zur Sonne ausgerichtet. Jeder erfahrene Nordseeurlauber weiß natürlich: Dies klappt nicht immer.
Auf allen sieben Inseln haben die Strandkörbe ihr Winterquartier verlassen und sind nun wieder an den Stränden angesiedelt. Auf Langeoog, Juist und Borkum stehen sie gemischt durcheinander mit verschiedenen Farben, auf Wangerooge, Spiekeroog und Baltrum in Reih und Glied und ganz in Weiß. Auf Norderney strahlen sie wiederum in Blau und Weiß.
Wer auf Spiekeroog in einem Strandkorb mit grün-weißem Sitzpolster sitzt, hat einen der neuen, nachhaltig produzierten Strandkörbe erwischt. Alle sind perfekt zum Abschalten: Entweder lässt man den Blick übers Meer schweifen oder schließt einfach die Augen und konzentriert sich auf das Wellenrauschen. Wer ein gutes Buch lesen will, kann sich auch – ganz authentisch – einen der zahlreichen Ostfriesenkrimis vornehmen.
Übernachten am Strand?
Ja ist derzeit noch nix für Weicheier. Aber auf Wangerooge ist das kein Problem. Von Mai bis September können die zwei Schlafstrandkörbe gebucht werden. Die gibts ab 89 Euro. Platz ist für ein bis zwei Personen. Nach dem Aufwachen ist man beim Sonnenaufgang direkt in der ersten Reihe.
Wer möchte, bekommt auch zum Frühstück einen Picknickkorb an den Strandkorb geliefert.
Typisch Ryanair?
BER – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Das könnte sein, aber vermutlich ist dies auch das, von Verbrauchern nicht immer geliebte, Verhalten in Sachen Profit.
Ryanair schließt gewissermaßen die Basis BER. Man will zum Winterflugplan 2026 alle sieben Maschinen aus Berlin abziehen. Der Grund seien schlicht zu hohe Kosten. Da ist der Billigflieger knallhart. In der stattgefundenen Pressekonferenz wird das Aus mit um 50 Prozent gestiegenen Kosten seit 2019 umschrieben. Nachrechnen darf man nicht, zumal wenn man weiß, dass BER als Airport erst im Oktober 2020 in Betrieb ging.
Foto: Ryanair
Für Passagiere bedeutet das schlicht, das rund die Hälfte aller bisherigen Flüge nicht mehr angeboten werden soll. Gleichzeitig ist es aber auch das Aus für 210 Kolleginnen und Kollegen der Airline am Flughafen BER.
Vielleicht aber denkt man nochmal nach? Es wäre nicht die erste Basisrückkehr, wenn es Sonderpreise gibt. Ob das sinnvoll wäre, steht auf einem anderen Blatt.
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