
Lufthansa: Genug “Stoff” da
Kerosinmangel sei in diesem Sommer kein Problem, betont LH-CCO Dieter Franckx in einer Medienmitteilung der Lufthansa Group. Er sagt, an allen sechs europäischen Drehkreuzen (Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom) gebe es keine Anzeichen, dass die Treibstoffversorgung im Sommer gefährdet sei. Das gelte auch für andere Flughäfen im Ausland.
Zu optimistisch? Dieter Franckx sagt:
Nur knapp ein Viertel der für Europa bestimmten Kerosinlieferungen muss die Straße von Hormus passieren. Um diese ausbleibenden Lieferungen zu kompensieren, kommen Importe nun verstärkt aus anderen Kontinenten zu uns, beispielsweise aus Nordamerika und Afrika. Zudem haben europäische Raffinerien ihre Kerosinproduktion auf das maximale Level hochgefahren.

Sollte tatsächlich ein Flug ausfallen, werde der volle Ticketpreis auf Wunsch des Kunden umgehend erstattet. Das gelte für alle Mitgliedsgesellschaften der LH-Gruppe. Auch die Partnerairlines Swiss, Austrian, Brussels, ITA, Eurowings, Air Dolomiti, Edelweiss und Discover (im Foto von links nach rechts) planten zur Hochsaison mit nahezu vollem Flugprogramm.
Kommentar: Marketinggeklapper oder Entspannung?
Ernsthafte Fakten dienen hier sicher zur Entspannung, wenngleich auch LH keine Glaskugel besitzt. Trommeln muss man aber offensichtlich doch, denn immerhin haben 62 Prozent der Teilnehmer an einer Umfrage von Abrechnungsdienstleister „SAP Concur“ ihr Reiseverhalten wegen der Probleme bereits verändert haben. Dabei weicht man immer öfter auf Bahn oder Auto aus, 31 Prozent haben Reisen tatsächlich auch erst einmal aufgeschoben. Angesichts dieser Zahlen muss ein COO tätig werden.
Paderborn: Regionalfliegen bleibt schwierig
Als großer regionaler Erfolg gefeiert, scheint die Situation doch eher schwierig zu sein. Im letzten Jahr, durch finanzielle Unterstützung vieler Wirtschaftsbetriebe aus Ostwestfalen, erst gegründet, hat die Airline „Skyhub PAD“ gestern bekanntgegeben, ihren Betrieb zum 10. Juni wieder einzustellen.

Schuld seien die hohen finanziellen Belastungen durch Flugsteuer und staatliche Abgaben, die gestiegenen Kerosinpreise, sowie der Rückgang der Passagierzahlen. Das mache einen Flugbetrieb unrentabel.
Ob es nur an der gerade gesenkten Flugsteuer liegt, sei dahingestellt. Kenner des Geschäfts sagen seit geraumer Zeit, dass sich gerade innerdeutsche Flüge nicht mehr lohnten, von der eigentlich notwendigen CO₂-Reduzierung ganz abgesehen. Die Gesellschaft war gegründet worden, nachdem Lufthansa die tägliche Verbindung von Paderborn nach München eingestellt hatte.
Betroffen ist davon nicht nur die eigentlich wichtige Strecke zwischen Paderborn und München, sondern auch Verbindungen aus Lübeck und von München nach Pécs / Fünfkirchen in Ungarn. „Skyhub PAD“ ist eine sogenannte virtuelle Airline. Durchgeführt wurden die Flüge zuletzt von der dänischen Fluggesellschaft DAT.
Bett & Bike hat Zukunft

Regionen mit einer höheren Dichte an zertifizierten Bett+Bike Unterkünften zeichnen sich häufig auch mit einer höheren Gästezufriedenheit aus.
Das zeigt eine aktuelle Auswertung der ADFC Bett+Bike GmbH. Das Ergebnis verdeutlicht: Wo touristische Qualität, Serviceorientierung und fahrradfreundliche Infrastruktur zusammenkommen, profitieren Destinationen und Gastgeber gleichermaßen von besseren Gästebewertungen und einer stärkeren Wettbewerbsposition.
Stephan Durant, Geschäftsführer der ADFC Bett+Bike GmbH sagt:
Die Daten bestätigen erneut den Zusammenhang zwischen höherer Servicequalität und besseren Gästebewertungen. Investitionen in Qualität, Service und fahrradfreundliche Angebote sind langfristig ein echter Wettbewerbsvorteil für Regionen.
Viele Regionen mit hohen Gästezufriedenheitswerten wiesen gleichzeitig eine starke Präsenz fahrradfreundlicher Unterkünfte auf. Dazu zählen unter anderem:
- Der Nordsee-Raum
- Die Mosel-Saar-Region
- Der Bayerische Alpenraum
- Der Bodenseeraum und das Allgäu
- Mittelgebirgsregionen wie der Schwarzwald

Gästeerwartungen erfüllen
Die Bett+Bike Zertifizierung unterstützt Beherbergungsbetriebe dabei, sich gezielt auf die Bedürfnisse von Radreisenden einzustellen – von sicheren Abstellmöglichkeiten über Reparaturservices bis hin zu E-Bike-Lademöglichkeiten oder Waschplätzen fürs Rad.
Der Fahrradtourismus entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Erfolgsfaktor für nachhaltigen Qualitätstourismus. Bett+Bike Geschäftsführer Stephan Durant empfiehlt dabei auf die deutschlandweit bekannten Qualitätsprodukte des ADFC zu setzen, die neben ADFC Bett+Bike ebenso die ADFC-Qualitätsradrouten und ADFC-RadReiseRegionen sind.
Flixtrain: Mehr Konkurrenz
Bisher kämpft der „grüne Zug“ noch mit zwei Handicaps: Man bewegt sich auch auf dem aufwertungsbedürftigen Schienennetz wir die Bahn und man hat immer noch zu wenig Züge und Strecken, um eine ernsthafte Konkurrenz zur Deutschen Bahn zu sein. Daran arbeitet man seit geraumer Zeit und hat jetzt weitere Planungen, beginnend im nächsten Jahr, angekündigt.

Mehr Strecken, höhere Frequenzen und mehr modernere Züge sollen es richten. Die Streckenangebote sollen bereits mittelfristig greifen. Geplant ist u.a. ein Ausbau des Angebots zwischen Berlin–Hamburg, Köln–Hamburg und Berlin–Leipzig. Zwischen Berlin und Hamburg soll es sogar einen „Zweistundentakt“ geben und bis zu 10 Verbindungen pro Tag. Der Takt auf den anderen Strecken soll sich verdoppeln.

Ab 2028 sollen dann die ersten Talgo – Züge von Flixtrain in den Betrieb gehen. Damit soll sich insbesondere auch der Komfort des Anbieters erhöhen. – Klingt gut, allerdings wächst ja auch die Konkurrenz aus dem Ausland immer weiter, zum Beispiel aus Italien.

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