D-RR News 04.06.21 – Spanien / Impfpass / Asien / Usedom / Schweiz / Norwegian

Alcudia / Mallorca - Foto: alltours

Balearen: Adiós Ausgangssperre

Keine Ausgangssperre mehr auf den Balearen – Foto: Finca Predio Son Serra / Mallorca

Das Ende war bereits geplant. Gestern hat ein Urteil von Spaniens Oberstem Gericht die auf den Balearen noch gültige Ausgangssperre und die Einschränkung bei Veranstaltungen und Versammlungen quasi beendet. Die Regeln seien in der zurückgehenden Infektionslage nicht mehr angemessen, heißt es im Urteil, über das zuerst spanische Tageszeitungen berichteten. Allerdings betonten die Richter auch, dass punktuelle Einschränkungen zulässig seien, jedoch nicht mehr pauschal für ganze Regionen gelten dürfen.

Das Urteil wirkt insofern etwas seltsam, als die Ausgangssperren auf Mallorca und den Nachbarinseln ohnehin am bevorstehenden Wochenende ausgelaufen wären. Es hat aber Signalwirkung für andere spanische Bezirke, in denen es noch Einschränkungen gibt. In der Region Valencia gibt es die Ausgangssperre noch. Einschränkungen für Treffen und Versammlungen gibt es z.B. noch in Katalonien und auf den Kanarischen Inseln. Die dortigen Inzidenzwerte sind ähnlich entspannt wie auf Mallorca und liegen teilweise unter 20.

Digitale Impf- und Testnachweise

Airlines befürchten Wartechaos an Flughäfen – Foto: Fraport

Die europäischen Ferienflieger und Airlines warten sehnsüchtig auf den gemeinsamen digitalen Impfpass. Dieser ist für Anfang Juli angekündigt. Von Einheitlichkeit ist bei Reisen innerhalb Europas, wie erhofft, bisher nicht die Rede. Dies allerdings ist erforderlich, um in einigen Wochen einem größeren Flug- und Airportchaos zu entgehen, da alle erforderlichen Dokumente einzeln und auf Papier überprüft werden müssen. Dies kostet viel Zeit, da die Regeln von Reiseziel zu Reiseziel unterschiedlich sind. Eurowings-Chef Jens Bischof beschrieb in einer Pressekonferenz den Aufwand und das derzeitige Vorgehen. So gäbe es derzeit beim Online-Check-In lediglich eine Bestätigung, die erst am Flughafen und der dortigen Detailkontrolle gegen eine Bordkarte ausgetauscht werde. Dies führe zu langen Wartezeiten. Bischof empfiehlt derzeit eine Ankunft am Flughafen mindestens zwei Stunden vor Abflugzeit. Bei Steigerung des Flugaufkommens fürchtet der Airlineverband IATA, dass eine Ankunft am Airport bis zu fünf Stunden vorher erforderlich werden könnte.

Wie kompliziert Flugreisen aktuell sein können, lässt sich in einem umfangreichen Informationspapier des Bundesverbands der Luftverkehrswirtschaft nachlesen. Dort wird zusätzlich auf weitere Detailinformationen von Airports und Fluggesellschaften verlinkt. Dies Alles bezieht sich nur auf die Reise ins Urlaubsziel. Für die Rückkehr gelten dann zusätzlich Hinweise des Bundesinnenministeriums.

Asien wieder stark von Corona betroffen    

Die geplanten touristischen Öffnungen und Zwischenlösungen werden damit in vielen Ländern wieder unrealistisch. Die katastrophale Situation in Indien hat auch dazu beigetragen, dass die wachsende Gefährdung in anderen Staaten durchs Raster gefallen sind. Malaysia, zum Beispiel, befindet sich seit letztem Dienstag wieder in einem „Total-Lockdown“. Das Land verzeichnet aktuell bis zu 9.000 Neuinfektionen pro Tag.

Auch in Singapur, das eine asiatische Vorreiterrolle während der Pandemie hatte, steigen die Zahlen wieder. Restaurants und Schulen mussten schließen und es herrschen wieder strenge Kontakteinschränkungen. Immerhin sind in Singapur rund 30 Prozent der Bevölkerung komplett geimpft. Von diesen Werten sind andere Länder, wie die Philippinen, Thailand und Vietnam, mit Impfquoten um die 3 Prozent, weit entfernt.

Bei der schlechten Lage spielt die indische Virusvariante eine große Rolle. In Vietnam ist jetzt zusätzlich eine neue Mutation aufgetaucht, die Teile der britischen und indischen Variante vereint. Vietnam hat deshalb den Flugverkehr nach Ho-Chi-Min-Stadt bis 14. Juni komplett eingestellt.

Thailand hat die ursprünglich geplante zaghafte Tourismusöffnung (in Form der Bubble-Strategie auf Phuket) zurückgestellt. Dort sowie in Indonesien und auf den Philippinen ist die Wirtschaft, durch das Fehlen des Tourismus, zusehend unter Druck. Katastrophal ist die Situation in Myanmar. Dort ist, nach dem Militärputsch, das Gesundheitssystem völlig zusammengebrochen. Derzeit sind nicht einmal Angaben über die Zahl von Infektionen vorhanden.

ADAC-Preise-Mecklenburg-Vorpommern

Bansin, Usedom

Die Usedom Tourismus GmbH (UTG) ist in Kooperation mit Filmemacher Deutschland (FMD) für ihr Projekt „SUNSPOT Award Usedom“ mit dem 1. Platz des ADAC Tourismuspreis Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet worden.

Michael Steuer, Geschäftsführer der UTG freut sich und verweist auf die tolle Teamarbeit bei der Realisierung des Projekts:

Der 1. Platz des ADAC-Tourismuspreis ist eine großartige Anerkennung für unsere Arbeit und zugleich Verpflichtung, weiterhin mit kreativen Ideen für die Insel zu werben. Letztlich ist der SUNSPOT Award jedoch eine Teamleistung. Der Preis gebührt damit gleichermaßen unseren Projektpartnern, ohne die dieses Projekt hätte nicht umgesetzt werden können.

In 100 Stunden einen 100 Sekundenfilm über die Insel Usedom zu produzieren, lautete die Aufgabenstellung für 10 ausgewählte Filmemacher aus Deutschland. Bei der Auswahl standen Kreativität und die individuelle Perspektive auf die Insel im Vordergrund. Sie wurde durch keine näheren Anforderungen begrenzt. Sicher ein Grund warum sich die entstandenen Videoclips deutlich von Destinations-Werbefilmen unterscheiden.

Partner und Unterstützer des Projektes waren Hotels, Kur- und Tourismusverwaltungen und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern.

Den zweiten Platz erreichte das neu eröffnete „Kinderressort Usedom“ der SEETELHOTELS. Den dritten Platz erhielt „Es wird Meer„, die Kampagne des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, welche die Modernisierung des Meeresmuseums begleitet.

Der ADAC Tourismuspreis Mecklenburg-Vorpommern wird jährlich durch den ADAC Hansa e.V. gemeinsam mit dem Tourismusverband MV, dem DEHOGA Landesverband und dem Landesgolfverband verliehen. Gesucht werden regionale originelle Angebote, geniale Produkte, zukunftsweisende Projekte, vorbildliche Netzwerke oder querdenkende Kooperationen.

Schweiz streicht deutsche Risikogebiete

Bisher waren die Bundesländer Sachsen und Thüringen von den Schweizer Behörden als Risikogebiet eingeordnet. Gestern wurde diese Kategorisierung aufgehoben. Damit gelten für alle Deutschen wieder einheitliche Reisbedingungen.

Für geimpfte oder genesene Personen gibt es keine Auflagen mehr. Nicht Geimpfte müssen sich bei Einreise auf dem Landweg elektronisch registrieren. Bei Anreise mit dem Flugzeug ist die Vorlage eines negativen Corona-Tests erforderlich.

Norwegian fliegt wieder nach Deutschland

Fernstrecke passé – Neustart für die europäische Kurzstrecke – Foto: Norwegian

Der Billigflieger Norwegian, der durch die Corona-Krise in finanzielle Nöte geraten war, versucht den Neustart auf Routen in Skandinavien und Europa. Dabei sollen auch deutsche Flughäfen wieder angeflogen werden. Das Webportal „Airliners“ berichtet, dass es noch im Juni Flüge von Oslo, Stockholm und Kopenhagen zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) geben soll. Flüge nach Bergen sollen im August folgen. Dann soll auch der Flugbetrieb von Oslo nach Düsseldorf, Hamburg und München folgen. Auf Langstreckenflüge verzichtet die Low-Cost-Airline schon seit Januar komplett.

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