D-RR News 15.09.21 – Bilanz / Thailand / Brüssel / Montenegro / Willingen

ADAC bestätigt Sommer-Reisetrends

Die Veröffentlichung von gestern startet zunächst mit der Kernkompetenz des Automobilclubs. Der ADAC sagt, dass das Verkehrsaufkommen in Deutschland in den Sommermonaten Juli und August sogar höher als vor Ausbruch der Pandemie. Allerdings sorgte die Pandemie für bestimmende Einflussgröße bei der Wahl von Urlaubsform und Anreise. Zudem seien Urlaubsbuchungen wesentlich kurzfristiger erfolgt.

Der Trend zur Eigenanreise hielt an. Dabei war der PKW das Verkehrsmittel der Wahl für die Fahrt in den Urlaub, was sich auch in den Stauzahlen niedergeschlagen hat. In den Monaten Juli und August zählte der ADAC 169.000 Staus mit einer Gesamtlänge von rund 244.000 Kilometern. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich damit, bei der Stauanzahl, ein Plus von rund 50 Prozent. Bemerkenswert an den Zahlen ist, die Zahl der Staus selbst im Vergleich zu 2019 um rund 25 Prozent gestiegen ist.

Besonders beliebt waren Ziele innerhalb Deutschlands. Bei den Auslandszielen hat Italien (Platz 2), gerade bei Eigenanreise, stark zugelegt. Deutlich mehr Menschen besuchten die Türkei (+7,5 Prozent und Platz 3), gefolgt von Kroatien auf Platz 4.

Inhaltliche Trends gingen in Richtung Camping und Hausbooturlaub. Gerade in Deutschland kamen Bootscharter-Anbieter an die Kapazitätsgrenze und auch die Infrastruktur wie Häfen und Schleusen waren teilweise überlastet.

Urlaub in Deutschland – TOP

Erneute Öffnungsplanung in Thailand

Ab 1. Oktober sollen die Provinzen Bangkok, Chon Buri, Phetchaburi, Prachuap Khiri Khan und Chiang Mai wieder für den Tourismus öffnen. Reisevoraussetzung ist allerdings eine vollständig abgeschlossene Corona-Impfung. Aufgrund dieser Maßnahme soll es aber keine Quarantäneverpflichtung mehr geben. Eine weitere Verpflichtung ist die Benutzung einer „Tracking-App“ und die Durchführung von insgesamt drei Antigen-Tests während der ersten zwei Wochen des Aufenthalts.

Der Rest des Landes soll dann möglichst Mitte Oktober freigegeben werden.

Dies geht aus Online-Berichten der englischsprachigen Zeitung Bangkok Post und des deutschsprachigen Webportals Farang hervor.

Rote Zone: Maßnahmen für Belgiens Hauptstadtregion

Belgien meldet hohe Infektionszahlen aus dem Großraum Brüssel. Für Reisende ohne Impfung oder Genesung, die aus sogenannten „roten“ Zonen anreisen, besteht ab Freitag eine Quarantänepflicht von 10 Tagen. Am ersten und siebten Tag der Quarantäne muss zudem ein Test gemacht werden. Ist der zweite Test negativ, kann die Quarantäne beendet werden.

Die Regelung der „roten Zone“ gilt für Anreisende aus den folgenden deutschen Bundesländern, Städten oder Landkreisen:

Die Länder Saarland, Schleswig-Holstein, Berlin, Bremen und Hamburg.

Die Städte Braunschweig, Darmstadt, Düsseldorf, Freiburg, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Koblenz, Köln, Münster, Stuttgart,

Die Landkreise und Regionen Arnsberg, Detmold, Gießen, Mittelfranken, Lüneburg, Niederbayern, Oberbayern, Oberfranken, Oberpfalz, Rheinhessen-Pfalz, Schwaben, Trier, Tübingen, Unterfranken, Weser-Ems.

Montenegro mit 3-G

Für die Einreise nach Montenegro gilt ab sofort die 3-G-Regel /Geimpft-Genesen-Getestet). Davon sind Einheimische wie Touristen gleichermaßen betroffen. Wer diese Vorgabe nicht vorweisen kann, muss in Quarantäne. Diese darf nach sechs Tagen nach vorheriger negativer Testung verlassen werden.

Beim Testen sind sowohl PCR (max. 72 Stunden alt) als auch Antigen-Schnelltests (max. 48 Stunden) zugelassen.

Portugal hebt Maskenpflicht im Freien auf

Die strengen Vorgaben galten seit Oktober des letzten Jahres. Seit Wochenbeginn muss im Freien in Portugal keine Maske mehr getragen werden. Die Infektionszahlen sind wieder weitgehend im Griff. Portugal hat zudem eine erfreuliche hohe Impfquote von rund 80 Prozent. Bis Ende des Monats soll die Marke von 85 Prozent fallen.

In Großstädten tragen die meisten Menschen in der Öffentlichkeit aber nach wie vor einen Gesichtsschutz.

Willingen wirbt um Post-Covid-Patienten

Durchatmen: Im Willingen Therapie und Urlaub kombinieren bei Post-Covid – Foto: Wolfgang Detemple

Die Idee dahinter ist die Kombination aus Therapie und Urlaub. In Willingen gibt es ein Pflegehotel, das entsprechende Maßnahmen anbietet. Waltraud Rebbe-Meyer, Geschäftsführerin des „Willinger-Pflegehotels“, spricht von speziellen Atemtherapien unter Anleitung von extra geschulten Physiotherapeuten in Kombination mit dem hoteleigenen Sole-Sauerstoff-Raum. Außerdem sind spezielle Gerätetrainings bei Koordinationsstörungen, eine Lichttherapie für Patienten mit Erschöpfungszuständen, sowie kognitives Training im Angebot.

Gedacht sind die Anwendungen für Patienten mit leichteren Beschwerden, die damit eine Reha-Fortsetzung mit Urlaub verbinden können. Kosten für einen solchen Aufenthalt werden (teilweise) von den Krankenkassen erstattet.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*