D-RR News 18.11.20 – Trends / Bilanzen / Test-Einigung? / US-Tourismusabsturz

Urlaubstrend 2021

Auch wenn man sich das im Moment so gar nicht vorstellen kann, die Träume bleiben und damit natürlich auch die Grundidee der Urlaubsplanung. War bisher die Einstiegsfragemeist „Berge oder Meer?“, so verschieben sich die Prioritäten mit der Corona-Pandemie. Wie eine Befragung des Ferienhaus-Portals FEWO-DIREKT ergab, geht es hauptsächlich um den Aufenthalt in möglichst freier Natur, weg von Städten und Ballungszentren. Bevorzugt werden dabei eindeutig Ferienhaus und Ferienwohnung. Der Trend ist nicht neu. Schon in den Monaten mit Reisemöglichkeit dieses Jahres boomten eindeutig die Selbstversorger-Unterkünfte. Die Suche nach größeren Urlaubsimmobilien, so die Studie, sei dabei besonders hoch.

Hoch im Trend liegen bei allen Buchungen das Bedürfnis nach Transparenz, flexibler Stornierungsmöglichkeit und hoher Hygienestandards. Hören Sie dazu auch unseren Podcast zu Thema Ferienwohnungen in Corona-Zeiten.

Erfolgversprechend sind natürlich das Schaffen von Vertrauen in die entsprechende Unterkunft, gleich ob Ferienimmobilie oder Hotel. Wer das ignoriert, dürfte schlechtere Geschäfte machen.

Ferienhäuser bei Pelzerhaken / Ostsee

Easyjet: weiterhin Verlust

Der britische Billigflieger meldete zum Ende seines Geschäftsjahres einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro. Folgerichtig hat man die Flugangebote zurückgefahren. Easyjet führt derzeit nur etwa 20 Prozent des ursprünglichen Flugangebots durch. Darüber hinaus wurden bereits 34 Flugzeuge dauerhaft stillgelegt und ein knappes Drittel der Arbeitsplätze gestrichen. Etwa 4.500 Mitarbeiter haben dabei ihren Job verloren.

Wirtschaftliche Gefahr am Horizont bedeuten auch die immer noch nicht geklärten Brexit-Abkommen und eine potentielle Gefährdung britischer Fluggesellschaften in Sachen Verkehrsrechte in Europa. Immerhin, die Ankündigung eines Impfstoffs sorgte, nach Angaben der Low-Cost-Gesellschaft, für einen vergleichsweise hohen Anstieg an Buchungen für 2021.

Foto: Easyjet

Corona-Testzentrum am Flughafen von Palma

Damit wollen sich Spanien und die Ferieninsel Mallorca absichern. Ab 23. November muss von jedem aus dem Ausland Einreisenden ein negativer PCR-Test vorgelegt werden. Schnelltests werden nicht akzeptiert. Wer sich daran nicht hält, muss in einem gerade eilig aufgebauten Testzentrum am PMI-Airport, einen Schnelltest machen und danach in Quarantäne. Weiterhin wartet ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen die Einreisevorschriften. Das „Mallorca-Magazin“ schreibt, es würden in diesem Fall mindestens 3.000 Euro fällig.

Keine einheitlichen EU-Regelungen in Sachen Schnelltests

In den EU-Mitgliedsstaaten gibt es nach wie vor keine Einigung darüber, ob negative Antigen-Schnelltests als Einreisekriterium akzeptiert werden sollen. Eine EU einheitliche Regelung in Sachen Mindeststandards ist damit nicht absehbar.

USA: Kreuzfahrtdiskussion erneut angefacht

Nach dem Infektionsgeschehen auf dem Kreuzfahrtschiff „Sea Dream“ (9 Infektionen während einer Cruise) beginnt erneut die Diskussion um die Verlängerung einer „No Sail Order“ der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (CDC). Trotz durchgeführter PCR-Tests war es auf einer Karibik-Kreuzfahrt zu den Infektionsfällen gekommen. Alle Reisen wurden von der Reederei bis zum Jahresende abgesagt. Die „No Sail Order“ bezieht sich auf große Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 250 Passagieren. Die „Sea Dream“ hat eine Maximalkapazität von 112. Auf der betroffenen Kreuzfahrt waren sogar nur 53 Gäste an Bord. Die diskutierte „No Sail Order“ läuft Ende November aus. Eine Verlängerung hätte Auswirkungen auf die geplanten Fahrten von „Royal Caribbean und Norwegian Cruise Line, die ab Dezember bzw. zu Beginn des Jahres 2021 durchgeführt werden sollen.

Verlängerung der „No Sail Order“ in USA? – Hier: Port of Miami

USA-Tourismus stürzt ab

Die Meldungen aus der amerikanischen Tourismushochburg New York City ist symptomatisch für die Gesamtentwicklung in den Vereinigten Staaten. Die Stadt meldete in dieser Woche einen Rückgang der Besucherzahlen von 66,6 Mio. Besuchern im Jahr 2019 auf nur noch 22,9 Millionen in diesem Jahr. Besonders betroffen ist die Statistik durch das Ausbleiben ausländischer Besucher. Dort betrage der Rückgang etwa 80 Prozent. Eine grundlegende Erholung, so NYC & Company, erwarte man frühestens im Jahr 2024. Der Tourismus war mit etwa 400 Tausend Beschäftigten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Metropole.

Da NYC bisher die Statistik der ausländischen Besucher in den USA immer anführte, lässt sich der wirtschaftliche Schaden für den Gesamttourismus im Land in Ansätzen kalkulieren.

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